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Max Reger

Max Reger, geb. 1873 in Brand (bayr. Oberpfalz), gest. 1916 in Leipzig. Schüler von H. Riemann. Seit 1905 Lehrer für Orgel und Komposition an der Akademie in München, hier auch erste Anerkennung als Orgelkomponist; ab 1907 Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium, daneben 1911 – 14 Leiter der Meininger Hofkapelle. Reger, der als Lehrer großen Einfluss erlangte, wandte sich von den Idealen der Neudeutschen ab und knüpfte an J. Brahms an; er verschmolz eine ausdrucksstarke Harmonik mit der an J. S. Bach geschulten Polyphonie mit Formen des Spätbarock und der Klassik; die eigentlichen Kompositionsbereiche Regers bilden Orgel- und Kammermusik. In seinem bedeutendsten geistlichen Chorwerk "Der 100. Psalm" (1908/09) geht Reger an die Grenze der Tonalität.

Reger-Werkausgabe, Bd. II/2: Lieder II (1899–1901) von Max Reger

Neuerscheinung

Reger-Werkausgabe, Bd. II/2: Lieder II (1899–1901)
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Mit seinen zwischen Sommer 1889 und Frühjahr 1901 geschriebenen Liedern erregte Reger nachhaltiges Aufsehen in der Musikwelt. Legte der Komponist doch eine harmonische und melodische Kompromisslosigkeit an den Tag, die Interpret*innen und Publikum gleichermaßen herausforderten, faszinierten und irritierten. Die Liedsammlungen, die Reger zusammenstellte, wurden stets umfangreicher: Die Opera 35 und 37 umfassten sechs bzw. fünf Lieder, die Opera 43 und 48 acht bzw. sieben, die Opera 51 und 55 dann zwölf und fünfzehn Lieder. Zudem verfasste er einige Einzelbeiträge zum Abdruck in der Neuen Musik-Zeitung (WoO VII/23–29).

Bei seiner umtriebigen Textsuche wandte sich Reger der stilpluralistischen zeitgenössischen Lyrik zu. Die Gedichte, die er vertonte, stammten von Vertretern des literarischen Jugendstils und Impressionismus, darunter Otto Julius Bierbaum, Detlev von Liliencron und Richard Dehmel. Intensität und Subtilität der Empfindung, Anspruch auf Innerlichkeit und moderne Gefühlssprache waren dabei Regers musikalische Gradmesser. Dem entsprach die Konzentration auf das moderne Deklamationslied in der Nachfolge Hugo Wolfs, dem das Opus 51 gewidmet ist. Ferner wagte sich Reger an Texte, die zuvor auch Richard Strauss vertont hatte, und fand dabei zu sehr unterschiedlichen Lösungen in Stimmung und Klangsprache.

Seit Januar 2008 entsteht im Max-Reger-Institut (MRI) in Karlsruhe erstmals eine wissenschaftlich-kritische Ausgabe von Werken Regers (RWA). Sie wird von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur gefördert und beschreitet in der Anlage als Hybrid-Edition neue Wege der Editionstechnik.

Erstmals wird in dieser Ausgabe das zum Band gehörende digitale Angebot nicht mehr auf einem Datenträger, sondern in einem Online-Portal publiziert.

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