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Maurice Joly

Maurice Joly wurde vermutlich 1829 geboren. Sein Jurastudium brach er 1849 ab und ging nach Paris, wo er zehn Jahre lang im Staatsministerium arbeitete.
1859 beendete er sein Studium und wurde bei der Pariser Anwaltskammer zugelassen. Kurzzeitig gehörte er auch der Nationalversammlung an. Er war Sekretär Mathilde Bonapartes, galt als einer der „eifrigsten und am meisten gehörten Redner“ öffentlicher Versammlungen.

Nachdem sich Napoleon III. 1852 zum Kaiser gekrönt hatte, wurde Joly zu einem seiner heftigsten Kritiker und veröffentlichte eine Vielzahl satirischer Aufsätze, die den Kaiser als rücksichtslosen Despoten darstellten. 1861 veröffentlichte er das Buch César, für das er kurzzeitig ins Gefängnis mußte. 1864 folgte sein bekanntestes Werk, Dialogues aux enfers entre Machiavel et Montesquieu, für das er zu 15 Monaten Haft verurteilt wurde.

Während dieser Zeit schrieb Joly das Handbuch des Aufsteigers. Nach seiner Freilassung 1870 veröffentlichte er seine Autobiographie, trat einer Widerstandsbewegung bei und wurde wiederholt verhaftet und verurteilt. Als Folge des Deutsch-Französischen Krieges mußte Napoleon III. 1871 abdanken. Bis 1872 arbeitete Joly für eine politische Zeitschrift, im selben Jahr veröffentlichte er das Werk Die Hungrigen. Er starb 1878 vermutlich durch Selbstmord..
Herbert Weichmann (* 23. Februar 1896 in Landsberg, Oberschlesien; † 9. Oktober 1983 in Hamburg) war ein deutscher Politiker (SPD) und von 1965 bis 1971 Erster Bürgermeister von Hamburg.

Macht und Recht, Machiavelli contra Montesquieu von Maurice Joly

Neuerscheinung

Macht und Recht, Machiavelli contra Montesquieu
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In den 25 fiktiven Gesprächen seines 1864 anonym publizierten Buches »Dialogue aux enfers entre Machiavel et Montesquieu« konfrontiert Maurice Joly (1829–1878) das Vertrauen in die freiheitssichernde Kraft der demokratischen Institutionen mit der bleibenden Gefahr der Wiederkehr eines diktatorischen Gewaltstaats. Die ungemindert aktuelle Schrift von zeitlosem philosophischen Rang entfaltet die Möglichkeiten zur Aushöhlung des demokratischen Staatswesens durch den gewissenlosen Missbrauch des Legalitätsprinzips und die Manipulation der öffentlichen Meinung.

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