MF

Matthias Finger

Matthias Finger (* 1955), Prof. Dr., hat in Politologie doktoriert und war Professor an den New Yorker Universitäten Syracuse und Columbia sowie am Institut für Verwaltungswissenschaften in Lausanne. Seit 2002 ist er Professor für Management von Netzwerkindustrien an der ETH Lausanne, seit 2010 lehrt er zudem an der Florence School of Regulation.

Beziehungen unter Strom von Matthias Finger

Neuerscheinung

Beziehungen unter Strom
  • Beziehungen unter Strom
  • (0)

Die schweizerischen Elektrizitätsunternehmen haben in der Vergangenheit bei der Entwicklung der technischen Regeln des Energieaustauschs in Europa eine zentrale Rolle gespielt, sodass die Schweiz bis vor kurzem ein integraler Teil des europäischen Systems war.
Mit der Elektrizitätsmarktliberalisierung seit 1996 hat die Europäische Union schrittweise die Kontrolle übernommen, und mit dem Blackout von 2003 wurde die Schweiz erstmals zum Problemfall. Schon 1992, bei der Ablehnung des Beitritts zum Europäischen Wirtschaftsraum, war klar, dass man mit der EU ein Elektrizitätsabkommen würde schlies­sen müssen. Die Verhandlungen darüber waren weit fortgeschritten, als die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative 2014 diesem Prozess ein jähes Ende setzte. Seither ist die Schweiz marginalisiert und riskiert den vollständigen Ausschluss aus dem europäischen Elektrizitätsbinnenmarkt. Teil davon zu sein, ist jedoch eine Voraussetzung für die Umsetzung der 2017 beschlossenen Energiewende und für die Versorgungssicherheit des Landes.

Ähnliche Autor*innen

Alles von Matthias Finger