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Mathias Schmidt

Mathias Schmidt, Jahrgang 1985, studierte Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes. Im September 2011 beendete er sein Studium unter Verleihung des Grades eines Diplom-Juristen mit besonderer Qualifikation im Steuerrecht als Ausdruck des Erwerbs ver-tiefter, auch wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzqualifikation im Fachbereich des deutschen und internationalen Steuerrechts. Von Oktober 2011 bis einschließlich April 2013 war Schmidt als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Wirtschafts-, Finanz- und Steuerrecht von Herrn Prof. Dr. Rudolf Wendt tätig und verfasste in diesem Zeitraum zugleich seine Dissertationsschrift. Seit Mai 2013 ist Schmidt Rechtsreferendar am Pfälzischen Oberlandesgericht Zweibrücken, unter anderem mit einer Stage an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer.

Die Inanspruchnahme der Organgesellschaft für Steuerschulden des Organträgers gemäß § 73 AO. von Mathias Schmidt

Neuerscheinung

Die Inanspruchnahme der Organgesellschaft für Steuerschulden des Organträgers gemäß § 73 AO.
  • Die Inanspruchnahme der Organgesellschaft für Steuerschulden des Organträgers gemäß § 73 AO.
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Haftet eine Organgesellschaft für die Steuerschulden des gesamten Organkreises oder ist ihre Haftung von vornherein zu beschränken, etwa auf ihren Verursachungsbeitrag zur Gesamtsteuerschuld? Zur Beantwortung dieser Fragestellung wirft Mathias Schmidt nicht nur einen kritischen Blick auf die verfassungsrechtliche Rechtfertigung des steuerlichen Haftungseingriffs. Auch sucht er in der verworrenen Entwicklung des Organschaftsrechts nach einer Erklärung für die heutige Rechtslage, führt das Rechtsinstitut der Organschaft auf ihre organtheoretischen Grundlagen zurück und gewinnt hieraus Erkenntnisse, die für die aufgeworfene Fragestellung, aber auch für das Verständnis des Tatbestandes des
73 AO als solchem von zentraler Bedeutung sind. Schließlich kommt er zu dem Ergebnis, dass die aufgeworfene Rechtsfrage nicht steuerartübergreifend beantwortet werden kann: Eine Haftung der Organgesellschaft für die Umsatzsteuerschuld des Organträgers lasse sich in den Grenzen der vom Autor aufgezeigten ermessenslenkenden Faktoren rechtfertigen. Dagegen sei die Haftung für Körperschaft- und Gewerbesteuerschulden zwingend auf den Verursachungsbeitrag der Organgesellschaft zur Gesamtsteuerschuld zu beschränken.

Die Arbeit wurde mit dem Dr.-Eduard-Martin-Preis 2012/2013 und mit dem Hans Flick-Ehrenpreis 2014 ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich für die beste Dissertation an der Universität des Saarlandes von der Universitätsgesellschaft Saarbrücken verliehen.

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