Martin J. Bucher, geboren 1976, ist Historiker und Mittelschullehrer. Er studierte an der Universität Zürich Allgemeine Geschichte und Philosophie. 2019 wurde er mit einer Arbeit über die Hitlerjugend in der Schweiz promoviert. Bucher wuchs in Rapperswil auf und ging im Schulhaus Herrenberg zur Schule. Er wohnt noch heute weniger als 150 Meter vom Schulhaus entfernt.
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Mussolini in Rapperswil
Seit Generationen hält sich in Rapperswil eine hartnäckige Legende: Der junge Benito Mussolini soll 1905 als einfacher Handlanger am Bau des Schulhauses Herrenberg mitgewirkt und im lokalen Restaurant «Tonhalle» feurige Reden vor italienischen Arbeitern gehalten haben. Ein vergilbtes Gruppenfoto gilt seither als das «einzige sichere Zeugnis» für seine Anwesenheit.
Doch was ist dran an dieser Geschichte? Der Historiker Martin J. Bucher begibt sich auf eine akribische historische Spurensuche. Er wälzt staubige Archivakten der Bundesanwaltschaft, durchforstet alte Zeitungsbestände und geht sogar einen Schritt weiter: Mittels moderner Gesichtserkennungssoftware lässt er das berühmte Beweisfoto wissenschaftlich prüfen.
Dieses Buch ist eine spannende Detektivarbeit, die zwischen lokalem Mythos und historischer Realität aufräumt. Bucher zeigt auf faszinierende Weise, wie Legenden entstehen, sich über Jahrzehnte verfestigen – und was passiert, wenn man sie mit harten Fakten konfrontiert.
Knackig, fundiert und entlarvend: Eine Spurensuche, die das Bild des «Duce» in der Schweiz neu ordnet.
Buch (Taschenbuch)
ab 16,00€