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Manfred Stahnke

geboren 1951 in Kiel. frühes Interesse sowohl für Malerei als auch für Musik durch die Eltern. Hauptlehrer in Malerei war die Mutter Irmgard sowie der Zeichenlehrer Manfred Holz. Hauptlehrer in Musik waren: In der Jugend Hans-Werner Stert, Jens Rohwer, 1970-74 in Freiburg dann Wolfgang Fortner und Klaus Huber, 1979-80 in Urbana-Champaign Ben Johnston, ab 1974 in Hamburg György Ligeti. Musikwissenschaftsstudium 1970-74 bei Hans-Heinrich Eggebrecht, 1974-79 bei Constantin Floros, bei dem er über Pierre Boulez promovierte. Klavier 1972-74 bei Edith Picht-Axenfeld. Computermusik 1979/80 bei John Melby und John Chowning. Gesammelte Aufsätze, Vorträge und Interviews, BoD 2017György Ligeti: Eine Hybridwelt, BoD 2022Irmgard Stahnke: Die masurisch-holsteinische Malerin in ihren Zeichnungen, Gemälden und Schriften, BoD 2025

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Aliute Mecys Produktbild: Aliute Mecys Neu

Aliute Mecys

Aliute Mecys ist eine große, bisher ziemlich unbekannte Hamburger Malerin, die nach und nach eine immer tiefere Beziehung zu Litauen gewann. Sie wurde am 4. April 1943 in Koblenz als Kind einer deutschen Mutter und eines litauischen Vaters geboren und starb 2013 in Hamburg. Sie spielt mit den Möglichkeiten und den "Spielen" des Sehens, und genau das sehe ich bei ihr als primär an, und gar nicht die Komponente einer persönlichen "Schreckensdarstellung". Diese erscheint nur auf einer ersten Oberfläche unseres Sehens. Mecys hat sich immer wieder in diese Richtung geäußert: "Was ich male, ist für mich nicht makaber. Für mich ist das ganz real. Für mich sind das keine Erfindungen. Ich denke viel in Bildern, und ich sehe bildhaft vor mir, was ich höre oder lese." Ich nehme Mecys gewissermaßen als sehr menschliches, sehr schmerzliches Beispiel für den heutigen Zusammenbruch aller liebgewordenen Klarheiten über unser Weltverständnis, und gleichzeitig auch für die Notwendigkeit, uns neu zu positionieren. Das betrifft unsere Sinne (Maturana) und das betrifft unser Weltkonzept (Lyotard). Beide haben für mich auch miteinander zu tun, und sie erklären den Freiheitsdrang von Mecys: Jean-François Lyotard sieht - und fordert letztlich - die Befreiung von alten ideologischen Denkmustern Europas. Humberto Maturana sieht ganz ähnlich das Zusammenbrechen einer alten Vorstellung, nämlich dass die Welt draußen kalt vor uns steht und wir deren Idee nur entblättern müssten. Im Gegenteil sind wir für ihn als Beobachter selbst die Erbauer der Welt. Durch Lyotard und Maturana können wir einen philosophisch-gesellschaftlichen und einen wissenschaftlich-psychologischen Zugang zu Aliute Mecys finden.
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Buch (Taschenbuch)

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