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Die Erfindung des Geburtstags
Das Alte Ägypten kannte bereits Feierlichkeiten, die rückblickend als Geburtstage verstanden wurden, obwohl sie weniger die Geburt eines Menschen als die ›Geburt‹ von Herrschaft und Ordnung markierten. In vielen frühen Gesellschaften fehlten hingegen genaue Datierungen vollständig. Zeit orientierte sich an Jahreszeiten, Ernten, Wanderbewegungen oder Regierungszeiten. Erst allmählich entwickelte sich daraus jene Vorstellung eines individuellen Jahrestages, die heute selbstverständlich erscheint. Mit ihr entstanden neue Formen des Erinnerns, Gratulierens und Feierns.
Das Buch verfolgt die Geschichte dieses besonderen Zeitpunkts von den frühen Hochkulturen bis in die Gegenwart. Es beschreibt, wie sich der Geburtstag von einem seltenen und oft herrschaftsbezogenen Ereignis zu einem festen Bestandteil des privaten Lebens wandelte. Zugleich zeigt es, dass Geburtstagsfeiern weit mehr sind als bloße Gewohnheiten. Sie markieren Zugehörigkeit, machen Zeit sichtbar und verwandeln das bloße Fortbestehen eines Lebens in ein kulturelles Ritual, dessen Bedeutung oft erst erkennbar wird, wenn man beginnt, seine Entstehung genauer zu betrachten.
Buch (Taschenbuch)
15,00€