Lars Winkelsdorf, Jahrgang 1977, lebt in Hamburg und arbeitet als Schießlehrer und selbstständiger Fachdozent in der Sicherheitsbranche. Seit 2005 ist er legitimierter Waffensachverständiger. Darüber hinaus arbeitet er seit 2003 als freier Journalist für Politmagazine, unter anderem für Frontal 21 (ZDF), Report München und die Tagesschau (ARD).
Das Geschäft mit dem Notruf boomt - aber die Qualität liegt am Boden. Falsche gesetzgeberische Weichenstellungen, Konkurrenz der Hilfsorganisationen, psychische Probleme des Personals und überfüllte Notaufnahmen in den Krankenhäuser: Das deutsche Rettungswesen steckt in einer schweren Krise und die Politik schaut weg und vertuscht.Ist man verletzt oder bedrohlich erkrankt, ruft man die 112, und schon kommen die Retter - so sollte es sein. Doch tatsächlich geht es nicht mehr um den einzelnen Menschen, sondern um das große Geld. Die Folge sind lange Wartezeiten auf Retter, denen aus Konkurrenzgerangel sogar das Helfen verboten ist, sowie fehlendes Material in den Fahrzeugen oder übermüdete Helfer. Die Politik versucht dies bisher zu vertuschen, denn in einigen Bundesländern müssen tausende Menschen unnötig sterben. Das Rettungswesen steckt in einer schweren Krise, die endlich diskutiert werden muss.