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Otto von Guericke und das Abenteuer Vakuum
Als Otto von Guericke seine Heimatstadt Magdeburg 1654 auf dem Reichstag zu Regensburg vertrat, nahm er einige Geräte mit. Sein Hang zum Experimentieren blieb nicht verborgen. Immer mehr Teilnehmer des Reichstages wünschten die Versuche zu sehen. Und dann ereignete sich die Sensation: Guericke wurde zum Kaiser gerufen! Guericke hatte erreicht, was einem Forscher noch nie zuvor gelungen war: Er hatte das Interesse des Kaisers an wissenschaftlichen Experimenten geweckt.
Zeitgenossen glaubten nicht an die Möglichkeit einer Leere. Alle Vorgänge, die auf dem Wirken des Luftdrucks beruhten, schrieben Guerickes Gegner der Scheu der Natur vor der Leere zu. Zurückgekehrt nach Magdeburg steigerte sich Guericke in einen Rausch neuer Experimente. Seine Forschungswerkstatt erstreckte sich über zwei Etagen seines Wohnhauses, selbst den Hof bezog Guericke ein. Am berühmtesten wurde der Versuch mit den Magdeburgern Halbkugeln und den 16 Pferden. Auch damit endeten Guerickes Einfälle nicht: Guericke ließ den Luftdruck Lasten heben. Dieses Experiment führte zur Entwicklung der Dampfmaschinen. Er baute ein Wettermännchen – das war die Geburtsstunde der Wettervorhersage in Deutschland. Guericke experimentierte mit Schwefelkugeln – den Urahnen aller Elektrisiermaschinen. Die 2. Auflage des Buches ist mit 30 Kupferstichen versehen.
Buch (Taschenbuch)
14,90€