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Jürgen Finger


Dipl.-Kfm. Jürgen Finger war von 1966 bis 1988 in mehreren Industrieunternehmen im Bereich Organisation und Datenverarbeitung sowie in einem Softwarehaus leitend tätig. Er gründete im Jahre 1988 das Büro für PPS-Realisierung und Einführung Jürgen Finger + Partner in 75334 Straubenhardt mit der Software-unabhängigen Beratungsstrategie „aktive Beratung“ für die ganzheitliche Unterstützung (Auswahl und Einführung) des Mittelstands in dessen Projekten: Realisierung und Einführung von ERP-Systemen. Er ist Mitglied im Bund Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU) und ist berechtigt, den Titel „Certified Management Consultant (CMC/BDU)“ zu führen, der alle drei Jahre erneuert wird. Nach zahlreichen Beiträgen in Fachzeitschriften zum Thema ERP-Einführung veröffentlichte er im Jahre 1996 das Buch „Management-Aufgabe PPS-Einführung“ (VDI/Springer).  

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Dr. Oetker und der Nationalsozialismus Produktbild: Dr. Oetker und der Nationalsozialismus

Dr. Oetker und der Nationalsozialismus


Dr. Oetker war und ist eines der erfolgreichsten Familienunternehmen Deutschlands. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts dominierte es die Nische der Back- und Puddingpulverindustrie, expandierte aber schon in den 1920er Jahren nach Europa und in andere Branchen. Erstmals hat das Unternehmen nun einer Forschergruppe Zugang zu seinem Archiv gewährt, um seine Geschichte während des "Dritten Reiches" aufzuarbeiten.



Dr. Oetker pflegte enge Beziehungen zur NS-Bewegung, zur Wehrmacht und zur SS. Das Unternehmen wurde zu einem der ersten "nationalsozialistischen Musterbetriebe". An der Spitze stand Richard Kaselowsky, der Mitglied des "Freundeskreises Reichsführer-SS" war. Rudolf-August Oetker wurde zum Wirtschafts- und Verwaltungsführer der Waffen-SS ausgebildet, ehe er die Nachfolge an der Firmenspitze antrat. Schon vor dem Krieg profitierte das Lebensmittelunternehmen vom "Rüstungsboom", und Oetker- Produkte fanden den Weg in die Feld- und Großküchen. Im Krieg galten sie an der "Heimatfront" als wichtiger Beitrag zur Versorgung der Zivilbevölkerung. Angesichts des allgegenwärtigen Mangels boten Pudding und Kuchen nach sparsamen Kriegsrezepten eine willkommene Abwechslung. Oetker erhielt deshalb Zugriff auf knapper werdende Rohstoffe und konnte so die eigene Marke durch den Krieg retten. Das Unternehmen profitierte zudem von der "Arisierung" jüdischen Besitzes, Zwangsarbeit gab es in der Lebensmittelfabrikation dagegen kaum.

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