Hugo Pratt wurde 1927 in Rimini geboren. 1945 erschien sein erster Comic Pik As. Weitere Serien in Schwarz-Weiß für den Pressemarkt folgten. 1959 ging Pratt nach London, wo er an der War Picture Library mitarbeitete, ein Jahr später nach Irland.
1970 erschien die erste Geschichte mit Corto Maltese, Pratts alter Ego. Er starb 1995 in Lausanne und gilt als einer der wichtigsten Vertreter des literarischen Comic.
Massachusetts, um 1625. An der Küste bricht der Indianische Sommer mit lauen Winden und goldgelb und blutrotem Laub an. Zwei ungestüme Ureinwohner treffen auf die schöne Shevah, die Nichte von Reverend Black aus den Reihen der Kolonisten. Nach einem kurzen Handgemenge vergewaltigen sie die Frau. Der junge Siedler Abner hat die Szene aus dem Schutz eines Dickichts beobachtet und erschießt die Männer kurzerhand. Er nimmt das Mädchen mit zum Haus seiner Familie. Aber die Spirale der Gewalt beginnt erst, sich zu drehen, und sie bringt unerwartete Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Tageslicht. Der brüchige Frieden zwischen Kolonisten und Ureinwohnern droht, in blutiger Rache unterzugehen.
Hugo Pratt, der legendäre Schöpfer von »Corto Maltese«, schrieb das Szenario dieses bitteren Rache-Westerns, den Milo Manara gewohnt brillant in Szene setzte.