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Auf meinem Sternenweg
In meinem Pilgertagebuch erzähle ich von diesem täglich wiederkehrenden 'Sich-auf-den-Weg-machen', der Monotonie des tage- und wochenlangen Unterwegs-Seins, der Überwindung gesundheitlicher und wetterbedingter Probleme, den vielen kleinen Wundern der Natur, den berührenden Begegnungen mit Menschen aus aller Welt quer durch alle Nationen, von vielen besinnlichen aber auch geselligen Erlebnissen und natürlich auch von kulturellen Eindrücken. Wie unendlich viele Wassertropfen aus unterschiedlichsten Quellen unaufhaltsam dem Meer zustreben, um dort ihr vorläufiges Ziel zu erreichen, zu verdunsten und erneut in diesen ewigen Kreislauf des Wassers einzutreten, so erscheint mir auch ein wenig der Pilgerstrom, der seinem Ziel, Santiago de Compostela entgegenstrebt. Es muss wohl ein vergleichbarer Kreislauf sein, der auch von mir Besitz ergriffen hat und obwohl ich in meinem normalen Leben keine Wandertouren mache, bin ich von diesem meinem Sternenweg unentrinnbar angezogen, vergleichbar mit dem Wassertropfen, der sich seiner Bestimmung auch nicht entziehen kann und werde ich mich wohl immer wieder auf den Weg machen, solange mich meine Füße tragen können. Damit schließt sich der Kreis, denn wie schon ein spanisches Sprichwort sagt,’pilgern heißt, mit den Füßen beten’ und vielleicht ist es ja genau diese Demut, die uns in unserem Alltag oftmals ganz unbemerkt verloren gegangen ist.
Buch (Taschenbuch)
ab 24,95€