HW

Harry Waibel

Harry Waibel, geb. 1946 in Lörrach, Studium der Pädagogik, Philosophie, Soziologie und Geschichtswissenschaft in Freiburg i. Brsg. und in Berlin. Der Autor lebt und arbeitet seit 1990 als Historiker und Publizist in Berlin. Waibel ist im Bereich Rechtsextremismus einer der kenntnisreichsten Experten Deutschlands.

Zuletzt erschienen

Erziehung zum Hass Produktbild: Erziehung zum Hass

Erziehung zum Hass

Neben dem institutionellen Rassismus der staatlichen Behörden wurden in der Gesellschaft der DDR rassistische Aggressionen sichtbar, die den latenten und manifesten Rassismus belegen. Hier ist zwischen einer institutionellen und einer gesellschaftlichen Ebene, sowohl bei der Erscheinung als auch bei der Bestimmung der Ursachen, zu unterscheiden. In der DDR fanden über 700 rassistische Angriffe statt und bei über 200 gewalttätigen Pogromen wurden tausende Personen aus über 30 Ländern verletzt und über 10 Personen wurden zum Teil in Lynchjustiz getötet. Pogrom bedeutet in diesem Fall, dass Deutsche in Gruppen, als Angehörige der Mehrheit des Landes, gewalttätige Angriffe auf Asiaten, Afrikaner, Kubaner und Osteuropäer durchführten, die als Ausländer zu einer sehr kleinen Minderheit in der DDR gehörten. Die Angriffe wurden in den allermeisten Fällen von männlichen Jugendlichen und jüngeren Männern durchgeführt und fanden in über 400 Städten und Gemeinden der DDR statt. Insgesamt kam es auch zu rund 40 gewalttätigen Angriffen auf Wohnheime von Migranten. 1991, im ersten Jahr des wiedervereinten Deutschlands, kam es in den neuen Bundesländern insgesamt zu rund 100 gewalttätigen Angriffen auf Wohnheime von Migranten. Dieses Beispiel zeigt auf die Heftigkeit der enormen Entwicklung, gespeist aus einer rassistischen bzw. völkisch-autoritären Ideologie.
Mehr erfahren

Buch (Taschenbuch)

24,50€

Alles von Harry Waibel

Filtern und Sortieren

Sortierung
Kategorie
Sprachen (1)
Preis
Lieferbarkeit
Reihen
Einbände