Film- und Kulturwissenschaftler, wurde nach dem Studium in Berlin und Jerusalem an der Universität Tel-Aviv in jüdischer Zeit- und Kulturgeschichte promoviert. Er war langjähriger Leiter des Zentrums für deutsche und österreichische Studien an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Israel. 2004 nahm er einen Ruf an die Universität Wien an, wo er den Schwerpunkt Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte am Institut für Zeitgeschichte leitete. 2013 war er Franz-Rosenzweig-Gastprofessor an der Universität Kassel, danach Gastprofessor für Mitteleuropäische Studien und Kulturdiplomatie an der Andrássy-Universität in Budapest und Gastprofessor für Israel- und Jüdische Studien am Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam.
Hedy Lamarr wurde 1914 in Wien geboren und starb 2000 als Amerikanerin. Die »schönste Frau der Welt«, wie Max Reinhardt sie Anfang der 1930er-Jahre in Berlin den Journalisten vorstellte, war ein junges Mädchen aus einem behüteten, jüdisch-bürgerlichen Elternhaus in Döbling, in dem die literarische und wissenschaftliche Prominenz von Werfel bis Freud verkehrte. Hedwig Kiesler wirkte bis 1933 in fünf erfolgreichen Spielfilmen mit – darunter der Tabubruch EKSTASE –, drehte in Berlin, Prag und Wien. 1937 floh sie aus der filmreifen Ehe mit einem faschistisch verstrickten Waffenhändler, der ihr die Schauspielerei verbieten wollte, und startete als Hedy Lamarr eine beispiellose Karriere in Hollywood.
Das Buch zeigt Hedy Lamarr in all ihren Facetten: als Schauspielerin und Schönheitsikone, als Regisseurin und Produzentin, als engagierte Nazi-Gegnerin und bahnbrechende Erfinderin.