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Der letzte Stand des Irrtums
Felix Uhlmann beschreibt in seiner Erzählung ein Niemandsland des Hasses und der Gewalt. Der Versehrtheit, aber auch der Liebe. In gnadenloser Konsequenz geht der Namenlose vorwärts. Er stellt keine Fragen, fügt sich den Befehlen mit allen Konsequenzen. Er kennt nichts anderes. Und trotzdem spürt er, dass das bisherige Leben nicht alles gewesen sein kann. Gleichzeitig weiss er, dass es für vieles zu spät ist.
Er trug den Leuchter, und zusammen schleppten sie seine Militärausrüstung. Ihre Hände berührten sich gelegentlich. Ihre Hand war rot von der Kälte, ihr Gesicht rot von der Anstrengung. Sie lachten. Er musste ausgesehen haben wie ein Plünderer, sie wie eine Kurtisane, die dem Schlachttross folgte.
Später nannten sie diesen Weg zu ihr den Russlandfeldzug, waren doch Napoleons Truppen zu Beginn der Abreise aus Moskau ebenfalls noch mit Wertgegenständen beladen gewesen. Die Wertgegenstände mussten die Soldaten im Laufe des Rückzugs wegwerfen. Die meisten Soldaten erfroren oder wurden getötet.
Felix Uhlmann, geboren 1969, ist seit 2006 Professor für öffentliches Recht an der Universität Zürich. Er ist in verschiedenen Kulturinstitutionen tätig. Felix Uhlmann lebt mit seiner Familie in Basel.
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