Duygu Ağal (sie/er) ist Queer-Aktivist*in und Autor*in aus Berlin. Ağal arbeitet derzeit an ihrem ersten Buch in Kollaboration mit dem »re:sonar« Verlag (Hannover). In »Yeni Yeşerenler« veröffentlicht Ağal Kurzgeschichten, Essays und Tagebucheinträge, in denen er anhand seiner eigenen Geschichte über plurale, intersektionale Repräsentation, Queerness, Identitätspolitik und deren Grenzbereiche sowie deren Bezug zu Kollektivismus und Individualismus nachdenkt. »Yeni Yeşerenler« (die Wiedergeborenen, Blätter bekommen, grün werden) sind die Worte Cennet Yıldırıms, Ağals Mutter, die den Titel für den Sammelband gab. »YY.« ist eine Autofiktion, in der sich die Autor*in Räume der Meditation schafft, ohne irgendwem Authentizität zu schulden.
15 Autor*innen setzen ihre Verhältnisse ins Verhältnis zu den Verhältnissen. Es geht um Gefallen und Gefälle, Schmacht und Macht, Schmonzette und Etikette, sich-hoch-lieben und Elitekater. Ob Romantik, Sex, Freundschaft, Fürsorge oder Familie – die Texte betrachten Habitus und Liebespraxis ohne rosarote Brille und stellen offenherzig-unliebsame Fragen: Ist Liebe Luxus? Gibt es ein Recht auf Gefühle? Und wie lässt es sich eigentlich solidarisch lieben?