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Claudia Engel

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Dort begann Eigentum mit Vermessung

Der Westen der Vereinigten Staaten wurde nicht allein durch Revolver oder Eisenbahnen geprägt, sondern durch Formulare, Grenzlinien und staatliche Besitzansprüche. Mit jedem neuen Siedlungsgebiet entstand eine politische Ordnung, die Gewinner und Verlierer zugleich hervorbrachte.

Diese Darstellung untersucht die Auswirkungen des Homestead Act auf Migration, Landverteilung und territoriale Gewalt im amerikanischen Westen. Millionen Hektar wurden vermessen und vergeben, während indigene Gemeinschaften zunehmend aus traditionellen Räumen verdrängt wurden. Gleichzeitig zog die Aussicht auf Eigentum Einwanderer aus Europa, ehemalige Sklaven und Arbeitsmigranten in Regionen, deren soziale Stabilität oft nur auf dem Papier existierte.

Das Buch verbindet agrarrechtliche Entwicklungen mit den kulturellen Bildern des Wilden Westens, die später durch Filmindustrie und Unterhaltungsliteratur weltweit verbreitet wurden. Dadurch entstand ein Mythos individueller Freiheit, der die Bedeutung staatlicher Regulierung und wirtschaftlicher Machtkonzentration häufig verdeckte. Hinter der romantisierten Frontier stand eine bürokratische Ordnung, die Mobilität ermöglichte und zugleich neue Abhängigkeiten schuf.

Die Geschichte des Westens erscheint hier als Geschichte moderner Besitzsysteme und ihrer tiefen gesellschaftlichen Folgen.
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Buch (Taschenbuch)

34,99€

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