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Christian Führer

Christian Führer (1943-2014) studierte Theologie in Leipzig, wurde 1968 ordiniert und war anschliessend Pfarrer in Lastau und Colditz. 1968 heiratete er die Apothekerin Monika, vier Kinder entstammen der Ehe. 1980 wurde er an die Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai Leipzig berufen, wo er 1981 die Friedensdekade mit den ersten Friedensgebeten einführte und diese seit 1982 ständig begleitete und betreute. Sie halfen massgeblich, die gewaltfreien Demonstrationen des Herbstes 1989 vorzubereiten und wurden auch nach 1990 fortgeführt. Bis 1989 arbeitete Führer mit Ausreisewilligen der DDR zusammen, später mit anderen Randgruppen der Gesellschaft. 2009 gründete er mit Friedensaktivisten die Stiftung Friedliche Revolution wir gehen weiter .2008 endete seine Dienstzeit als Pfarrer, 2014 verstarb er im Alter von 71 Jahren. Führer erhielt für sein soziales und friedenspolitisches Engagement zahlreiche Auszeichnungen, so u. a. das Bundesverdienstkreuz (1995), den Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit (2002), den Regine-Hildebrandt-Preis (2011) und zusammen mit Christoph Wonneberger und Uwe Schwabe den Deutschen Nationalpreis (2014).

Zuletzt erschienen

Amerikaner in Heidelberg 1945 – 2013 Produktbild: Amerikaner in Heidelberg 1945 – 2013 Band 20

Amerikaner in Heidelberg 1945 – 2013

Fast 70 Jahre waren amerikanische Soldaten und ihre Familien in Heidelberg stationiert, haben amerikanische Lebensweise und Kultur große Teile der Stadt mitgeprägt. Was in den Wirren der letzten Weltkriegswochen zunächst als Befreiung vom Nationalsozialismus und Besatzung begonnen hatte, entwickelte sich zu einem konstruktiven und durchaus freundschaftlichen Miteinander, in dem sich stets auch die große Weltpolitik widerspiegelte. Das Einholen der letzten Fahne und der Abzug des letzten amerikanischen Soldaten setzten 2013 einen Schlusspunkt unter diese wichtige Epoche Heidelberger Stadtgeschichte. Für nicht wenige Heidelberger und Amerikaner bildete dieses Ereignis einen schmerzhaften persönlichen Einschnitt, gingen doch viele über die Jahre gewachsene Beziehungen mit dem Abzug unweigerlich zu Ende. Grund genug, die Geschichte des amerikanischen Teils von Heidelberg nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die vorliegende Abhandlung eines deutsch-amerikanischen Autorenteams liefert eine umfassende Darstellung der Geschichte der amerikanischen Garnison Heidelberg. Neben der Militärgeschichte beleuchtet der reichhaltig bebilderte Text zahlreiche zivile Aspekte amerikanischen Lebens in Heidelberg wie etwa die Wohnverhältnisse von Soldatenfamilien und alleinstehenden Soldaten, das Schulwesen, religiöse Aktivitäten, die Medienlandschaft, soziale Einrichtungen und nicht zuletzt auch das überaus facettenreiche Kulturleben.

Der Leser wird letztlich mit einem Teil Heidelberger Stadtgeschichte konfrontiert, der vielen Einheimischen trotz der räumlichen Nähe zu den Amerikanern über die Jahrzehnte stets ein wenig fremd geblieben ist, aber eben doch zu Heidelberg gehörte. Einem kleinen Stück Amerika am Neckar.
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