Bianca Herlo (Dr. phil.), geb. 1975, lebt in Berlin. Sie ist Designforscherin an der Universität der Künste Berlin, Design Research Lab (Schwerpunkte Civic Design und Social Design), und leitet die Forschungsgruppe »Ungleichheit und digitale Souveränität« am Berliner Weizenbaum Institut für die vernetzte Gesellschaft. Sie lehrt Design und Designtheorie an unterschiedlichen Hochschulen und ist seit 2014 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF).
Design war in den vergangenen Jahrzehnten stark darauf ausgerichtet, Bedürfnisse zu wecken und Konsum anzukurbeln. Dieser Designbegriff entspringt dem Geist des Wirtschaftswunders und fand seinen Höhepunkt in der Zeit überbordender Aktienmärkte und neoliberaler Wirtschaftssysteme. Umweltzerstörung und Klimakrise, die Spaltung der Gesellschaft und ein dramatisches Auseinanderklaffen zwischen Arm und Reich. Zeit, neue Wege einzuschlagen!Design und Gesellschaft stehen in einer engen Wechselbeziehung. Gestaltung beeinflusst, wie Menschen miteinander umgehen und wie sie sich in der gestalteten Umwelt verhalten. Dieses Buch ebnet den Weg für ein Designverständnis, das ergebnisoffen und integrierend den Prozess in den Fokus stellt, sich am Miteinander orientiert und nicht dem Turbokapitalismus dient. Weil Gestaltung die Welt zum Positiven verändern kann. Und weil Design, so verstanden, dem Leben mehr Sinn gibt.