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Bernardin De Saint-Pierre

Geb. 19.01.1737 Le Havre; gest. 21.01.1814 Éragny-sur-Oise.

Nach sehr zerstreuten und durchkreuzten Studien, die eine Reise nach Martinique mit seinem Oheim unterbrach, wurde Saint-Pierre eine Art Ingenieur ohne regelmäßiges Diplom. Er machte den hessischen Feldzug im Jahre 1760 mit, anschließend unternahm er ausgedehnte Reisen nach Malta, Rußland und Isle-de-France (Mauritius). 1771 ließ er sich in Paris nieder und suchte seinen Lebensunterhalt mit schriftstellerischen Arbeiten zu verdienen. Nach anfänglichen Mißerfolgen gelang ihm der Durchbruch mit den Études de la nature ; von größter Bedeutung für diese Studien war sein inniger Verkehr mit Jean-Jacques Rousseau gewesen. Er wurde zum Lehrer des Dauphins bestimmt, zum Leiter des Botanischen Gartens gewählt und zum Professor der Moral berufen (Ämter, denen er nicht gewachsen war und die er bald wieder aufgeben mußte). 1798 wurde er durch eine Pension in sorgenfreie Lage versetzt.

Paul und Virginie von Bernardin De Saint-Pierre

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Paul und Virginie
  • Paul und Virginie
  • Buch (Taschenbuch)

Paul und Virginiewachsen mit ihren Müttern, die man heute Aussteigerinnen nennen würde, auf Mauritius (»Isle-de-France« im Roman) glücklich und unbeschwert zusammen auf. Sie verlieben sich ineinander und es ist beschlossene Sache in der kleinen Gemeinschaft, das sie bald heiraten werden. Da trifft ein Brief der reichen und vornehmen Großtante ein, die Virginie nach Frankreich beordert. Die sittenstrenge, herzlose Tante versucht, Virginie in ein konformes Leben und eine »passende« Heirat zu drängen, aber Virginie verweigert sich diesen Plänen. Deshalb wird sie von der erbosten Tante zurückgeschickt und stirbt am Ende der Überfahrt auf tragische Weise.Der Text und das Layout mit vielen Illustrationen sind der Ausgabe von 1840 entnommen. Die Rechtschreibung wurde nicht geändert.

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