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Benjamin Lindner

Prof. Dr. Benjamin Lindner ist Professor für Ethik und wissenschaftliche Bildung am Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen (HSVN). Das vorliegende Buch hat er begleitend zu seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Stiftung Universität Hildesheim verfasst. Von 2010 bis 2015 war er dort Fachkoordinator für „Philosophie und Erziehung“ und „Wissenschaftliche Propädeutik“. In die Untersuchung eingegangen sind auch seine Erfahrungen als Lehrkraft im niedersächsischen Schuldienst für die Fächer Deutsch, Philosophie und Werte und Normen. Im Maximilian Verlag erschienen von ihm zuletzt „Verwaltungsethik: Ein Lehr- und Lernbuch“ sowie „Wissenschaftliches Arbeiten: Eine Handreichung für Lehre und Studium“.

Kritikfähigkeit als Handlungsmuster von Benjamin Lindner

Neuerscheinung

Kritikfähigkeit als Handlungsmuster
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Dieses Buch vereint innovative Forschung und verständliche Wissenschaft. Was ist darunter zu verstehen, wenn im Philosophie- und Ethikunterricht Kritikfähigkeit vermittelt werden soll? In der Philosophie ist Kritik bisweilen radikal, im Schulunterricht hingegen begrenzt, z.B. ist die Konsequenz des „Nihilismus“ zu vermeiden. Die Argumentation geht mit diesem Widerstreit produktiv um. Die Perspektiven der Kompetenzorientierung in All­gemeiner Didaktik, Philosophiedidaktik und Philosophie der Bildung und Erziehung werden umfassend analysiert. Die Operationen der Kritik werden aus den Curricula der Bundesländer herausgearbeitet und strukturiert, z.B. begründet urteilen, methodisch zweifeln und differenziert Stellung nehmen.

Beschränkt sich die Philosophiedidaktik auf Unterrichtsmethoden, kann sie nicht garantieren, dass die Kritik einen philosophischen Gehalt hat. Eine Anbindung an die Philosophiegeschichte gelingt ausgehend von Platons Ideen des Wahren, Guten und Schönen: Der Autor entwickelt ein „intentionales Dreieck“, mit dem sich die Modelle der Allgemeinen Didaktik nach Zielen, Zwecken und Interessen ordnen lassen. Die analoge Erarbeitung von philosophischen Motiven in Logik, Ethik und Ästhetik gibt Orientierung bei dem Versuch, die Operationen mit Inhalt zu füllen, z.B. Erkenntnis-, Werte- und Kunstkritik. Der eigens dafür entwickelte „motivische Kritizismus“ bereichert zugleich das Methodenrepertoire interdisziplinärer Forschung. Die Reflexionen behandeln über 200 Werke der philosophischen Tradition und begründen ein Kompetenzmodell, das die Kritikfähigkeit als „Metakompetenz“ erschließt.

Damit trägt diese „kritisch-hermeneutische Didaktik“ zur Selbstkritik des pädagogisch-didaktischen Denkens bei. Sie liefert ein Reflexionsmodell für Wissenschaft, Unterricht und Studium. Die Kritikfähigkeit wird als Handlungsmuster für die Planung, Durchführung und Beurteilung des Unterrichts verstehbar. Graphiken und ein umfangreicher wissenschaftlicher Apparat runden die Darstellung ab.

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