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Beat Wyss

Prof. Dr. Beat Wyss wurde 1947 in Basel geboren und lebt in Berlin.
Er lehrt Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Gastprofessuren führten ihn an die Cornell University, Ithaca, N.Y., an die Aarhus Universitet, Dänemark, ans Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft in Zürich und an die Universität Tallinn, Estland.
2001 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Luzern.
Beat Wyss ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Association Internationale des Critiques d’Art (AICA).

Die Pariser Weltausstellung 1889 von Beat Wyss

Zuletzt erschienen

Die Pariser Weltausstellung 1889
  • Die Pariser Weltausstellung 1889
  • Buch (gebundene Ausgabe)

Die gelungenste Weltausstellung aller Zeiten war die Exposition Universelle de Paris von 1889. Weit über 32 Millionen Menschen besuchten das gigantische Spektakel mit knapp 62.000 Ausstellern aus 54 Nationen und 17 französischen Kolonien. Das Wahrzeichen der Schau, der Eiffelturm, blieb Paris bis heute erhalten. Einen legendären Ruf erwarb sich auch das offizielle, wöchentlich erscheinende Journal der Weltausstellung. Auf großformatigen, mit Stahlstichen üppig illustrierten Seiten berichtete es von den Sensationen vor Ort, von dreirädrigen selbstfahrenden Karren und ethnologischen Dörfern, in denen es Kamelreiten für die Kinder und Bauchtänze für die Herren gab. Der Schweizer Kunsthistoriker Beat Wyss hat die hundert originellsten Abbildungen ausgewählt. Sie illustrieren, wie die Expo den Erdball auf ein »Weltdorf« zwischen Trocadéro und Champ de Mars schrumpfen lässt, wie räumliche Distanzen abgebaut und dabei kulturelle Differenzen freigelegt werden. Das späte 20. Jahrhundert wird dafür den Begriff der Globalisierung prägen. Beat Wyss zeigt, wie die Gesellschaften seit dem 19. Jahrhundert mit diesem Prozeß umgehen und mit der Verwestlichung der Welt eine Orientalisierung des Westens einhergeht. Dem Leser als Flaneur über die Bühne der Weltausstellung wird klar: Die Expo 1889 belegt nicht nur den aktuellen Zustand einer Zeit, sondern bietet über die spektakuläre Anordnung ihrer Exponate den Vorschein einer gesellschaftlichen Utopie.

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