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Aziz Nesin

Aziz Nesin (1915 - 1995) wuchs in einem konservativen Umfeld in Istanbul auf. Er absolvierte erst eine Militärschule und anschließend die Militärakademie in Ankara. Seine Offizierslaufbahn endete abrupt, als er 1944 wegen Amtsmissbrauch aus der Armee entlassen wurde. Ab 1946 wurde er Mitherausgeber der legendären Satirezeitschrift "Markopa a". Schon nach der 3. Ausgabe wurde er das erste Mal verhaftet. So begann eine aufregende journalistische und schriftstellerische Karriere. Nesin schrieb für viele Zeitungen und Zeitschriften, sein Talent für die satirische Zuspitzung der sozialen und politischen Verhältnisse bescherte ihm immer mehr Anhänger. Die Tatsache, dass 1962 ein Brandanschlag auf seinen Verlag verübt wurde und dass ihm häufig politische Prozesse gemacht wurden, taten seiner Popularität keinen Abbruch. Spätestens nach seiner Solidaritätsbekundung für Salman Rushdie geriet er jedoch auch ins Fadenkreuz islamistischer Kräfte, der Brandanschlag auf ein alevitisches Kulturfestival in Sivas 1993 kostete 33 Teilnehmer das Leben, Nesin selbst überlebte. Nesin schrieb über 100 Bücher, er gehört zu den berühmtesten türkischen Autoren des letzten Jahrhunderts. Bis heute genießt Aziz Nesin auch große Wertschätzung, weil er eine Stiftung gründete, die seit 1972 Kindern ohne Eltern oder aus schwierigen Verhältnissen ein Zuhause bietet.

Von Istanbul nach Hakkari. von Aziz Nesin

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Von Istanbul nach Hakkari.
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Über dreißig Erzählungen von namhaften Autorinnen und Autoren aller Generationen führen vom Mittelmeer bis in die Berge Ostanatoliens. Die Geschichten sind so gegensätzlich wie das Land selbst: Menschen erzählen von Liebe, Sehnsucht, der Familie und dem Streben nach einem besseren Leben. Herausragende Sprecher nehmen ihre Zuhörer*innen mit auf eine Reise durch die Vielfalt von Völkerlandschaften, Lebensformen und Landschaften der Türkei.

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