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August Sander

The direct, objective style and constant search for truth of August Sander (1876–1964) decisively influenced the history of photography, marking a rupture from the idealized classical style of portraiture. The son of a miner from Herdorf, Germany, in 1910 Sander moved to Cologne and established a studio as a portrait photographer there. During the 1920s he frequented numerous artists, musicians, writers, architects and in particular the Cologne Progressives who shaped his photography. Alongside his commercial work, Sander photographed people from different social and professional spheres under the title “People of the 20th Century.” In 1929 he published Antlitz der Zeit (Face of Our Time), a collection of 60 portraits constituting a sociological inventory of German society in the 1920s, which the Nazis eventually banned. In 1938–39 Sander took numerous identity photographs for Jews in Cologne; after the war he added twelve of these to his oeuvre under the title “The Persecuted.” Sander died in 1964, leaving behind a chronicle and sociological inventory of his time in more than 40,000 photos.

Antlitz der Zeit von August Sander

Neuerscheinung

Antlitz der Zeit
  • Antlitz der Zeit
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Antlitz der Zeit. 60 Fotos deutscher Menschen war die erste Portraitsammlung, die August Sander (1876–1964) veröffentlichte. 1929 im Münchner Kurt Wolff/Transmare Verlag erschienen, stößt das Buch unmittelbar auf breite mediale Resonanz, wird im Feuilleton der großen Tageszeitungen besprochen, in literarischen Beilagen empfohlen und in Fachzeitschriften hoch gelobt. Unter den Rezensenten finden sich so klingende Namen wie Walter Benjamin, Kurt Tucholsky, Wilhelm Hausenstein, Sanders Malerfreund Franz W. Seiwert, Luise Straus-Ernst bis hin zu Walker Evans in den USA.
Antlitz der Zeit war als Vorausschau auf das weit umfassender geplante Portraitprojekt Menschen des 20. Jahrhunderts gedacht, das Sander in den 20er Jahren trotz eines hohen Arbeitspensums als Berufsphotograph systematisch verfolgte. Der Erfolg des Buches bestärkte ihn in seinen künstlerischen Ambitionen, denen der Nationalsozialismus allerdings ein jähes Ende setzte: Antlitz der Zeit fiel der Zensur zum Opfer – wie auch viele seiner prominenten Rezensenten und die meisten der Printmedien, in denen es besprochen worden war.
Unser Band ist weit mehr als eine weitere Neuauflage von Sanders Klassiker. Die hier abgedruckten rund 80 zwischen 1929 und 1933 in der Presse veröffentlichten Artikel, die zum Bestand des August Sander Archivs der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur gehören, begleiten die 60 Bildmotive und Alfred Döblins Originaltext der Erstausgabe mit einem vielstimmigen Chor zeitgenössischer Reaktionen.

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