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Anke Hennig

Anke Hennig ist nach eigenen Angaben "Köchin aus Leidenschaft". Zwar sollten noch einige Jahre und Ausbildungen vergehen, bis die studierte Komponistin und Kulturmanagerin ihre Leidenschaft zum Beruf machte, aber schon als Studentin erwarb sie ihre ersten gastronomischen Kenntnisse in Nebenjobs und Praktika in diversen Hotels und Restaurants und hat nie aufgehört, sich kulinarisch weiterzubilden - unter anderem auch in Seminaren mit Heiko Antoniewicz und Ramon Martinez Mirosa. Seit 2004 ist sie Inhaberin des Hamburger Kochservices "Tafelfeste", bekocht Künstler auf ihren Tourneen (u.a. Ulrich Tukur und den Zirkus Roncalli), begleitet unterschiedliche Seminare in Norddeutschland kulinarisch, macht Showcooking in Küchenstudios und wird regelmäßig als Küchenchefin eines Hotels in Portugal verpflichtet. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Kochkurse - unter anderem als Dozentin der Volkshochschulen in Hamburg und Umgebung mit über 100 Kochkursen im Jahr. Seit ca. zehn Jahren unterrichtet sie unterschiedliche Länderküchen aus Asien.
Bei Wiley erschienen ist auch "Das Little Black Book der Salate und Dressings".

One + One von Anke Hennig

Neuerscheinung

One + One
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»›Sie weiß es‹, lese ich dich eifersüchtig an den Rand schreiben. (...) So wenig du dir und deinem eigenen Schreiben traust, umso hemmungsloser vertraust du jedem Satz, den sie gegen dich oder gegen sich selber schreibt. Denn das meinte und meint ›Du weißt es‹ immer auch und zuallererst, dass wir, keiner von uns, je recht hat. Sondern immer der andere, und wenn wir (wie eigentlich fast immer) unterschiedlicher Meinung sind, nur sie – und nur gegen sich bzw. ihre Meinung – beweisen kann, warum du recht hast. Nur sie weiß, warum du recht hast, und ›Ich‹ hat insofern nie recht, weiß es doch nie, warum diese oder jene Einschätzung der Dinge nun die wahre ist.«

In ONE + ONE entwickeln Armen Avanessian und Anke Hennig ihr kollaboratives Projekt ›Spekulative Poetik‹ noch einmal weiter – hin zu einer Praxis schreibenden Nachdenkens. Mit ihrer Suche nach neuen poetischen Ausdrucksformen jenseits des universitären Diskurses, aber auch gängiger ästhetischer und kritischer Arten des Schreibens, stellen sie sich den politischen und ethischen Konsequenzen aus ihrer Methode, die verlangt, nicht nur neue Positionen zu bestimmen, sondern auch für diese einzustehen.

Die Frage, wie Sprache Wirklichkeit verändert und Subjekte schreibend zu anderen werden, führt die beiden in Bereiche wie Technologie, Ökonomie oder Geopoetik. Sie lesen Texte von AutorInnen wie Kathy Acker, Chris Kraus oder Quentin Meillassoux, überschreiben ihre früheren Positionen und konfrontieren einander mit ihrer theoretischen und para-akademischen Praxis. Was heißt Zeitgenossenschaft in einer geteilten Gegenwart? Wie eignen Algorithmen sich Bedeutung an? Und welches spekulative Kapital lässt sich aus den Innovationen der Finanzwirtschaft schlagen?

Das neben dem parallel entstandenen I - I vierte gemeinsame Buch von Avanessian und Hennig entfaltet sich in einem Austausch unterschiedlicher Stimmen, die hin und wieder zu einem Wir zusammenlaufen – manchmal teilen sie eine Meinung, oft aber sind sie auch geteilter Meinung. Was sie verbindet, ist der Zweifel an der Überzeugung, dass Individualismus als gelungenste Form der Subjektivität zu gelten hat und individuelle Selbstreflexion noch Ausdruck einer produktiven philosophischen Haltung ist.
»Es bedarf in der Tat keines universalen oder neutralen Subjekts, um eine Ethik oder Politik zu entwickeln. Wessen es auf dem Weg über ein einzelnes egoistisches und solipsistisches Selbst hinaus bedarf, ist lediglich die Begegnung mit einem Anderen.«

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