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Band 20
Polen im Wachtraum
Leder verweist auf die Veränderung des Imaginariums dieser Umwälzungen als eines Geflechts von Mythen und Phantasmen, die das gesellschaftliche Bewusstsein bis heute bestimmen. Er erklärt die widersprüchliche Wahrnehmung einer aufgrund deutscher und sowjetischer Besatzung weder selbst bestimmten noch selbst organisierten, aber doch konkreten Beteiligung an diesen Prozessen: Alle Polen wurden unmittelbar mit der Gewalt der Besatzer konfrontiert und mussten sich dazu verhalten. Die Analyse der Ursachen einer systematischen Ausblendung des Subjektcharakters polnischer Akteure im Zuge der „polnischen Revolution“ sieht Leder als Ausgangspunkt für ein „spätes Erwachen“, das den von ihm diagnostizierten „Wachtraum“ der polnischen Gesellschaft beenden kann.
Buch (Gebundene Ausgabe)
29,50€