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Alexander Borbély

Alexander Borbély ist in Ungarn geboren und kam vor Ende des 2. Weltkriegs in die Schweiz. Seine Jugendjahre verlebte er in Küsnacht bei Zürich. Nach Abschluss des Medizinstudiums begann er eine Forscherlaufbahn und wurde an der Universität Zürich zum Professor ernannt. Sein Fachgebiet war die Psychopharmakologie, seine wissenschaftliche Tätigkeit war auf die Schlafforschung ausgerichtet. Im Buch schildert er seine Erfahrungen sich als Flüchtlingskind in der Schweiz zu integrieren und in den Nachkriegsjahren aufzuwachsen. Auslandssemester und Weiterbildung in den USA waren prägende Erlebnisse, die schliesslich zum Aufbau einer Forschungsgruppe mit breiter internationaler Anerkennung führte. Weitere aktuelle Forschungsgebiete betrafen den Einfluss der Strahlung von Mobiltelefonen auf das Gehirn sowie die Wirksamkeit der Komplementärmedizin. In den letzten Jahren der beruflichen Tätigkeit hatte der Autor als Dekan der Medizinischen Fakultät und Prorektor für Forschung der Universität Zürich leitende akademische Funktionen inne. Während den 12 Jahren seit der Emeritierung standen philosophische Grundfragen wie die Grenzen unseres Wissens sowie die Beziehung zwischen Geist und Materie im Vordergrund. Aus der Perspektive von 80 Jahren versucht der Autor im Buch der Frage "wer bin ich?" und "wer sind wir?" näherzukommen.

Mehr als Schlaf von Alexander Borbély

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Mehr als Schlaf
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In dieser Biografie geht es um Schlaf und biologische Rhythmen, aber auch um Bewusstsein, wissendes Nichtwissen und die Verstehbarkeit der Welt. Als Flüchtlingskind aus Ungarn wächst der Autor in den Nachkriegsjahren in der Schweiz auf, studiert Medizin und begeistert sich für Kybernetik. Am MIT macht er sich mit computerbasierter Signalanalyse von Hirnpotentialen vertraut und verschreibt sich an der Universität Zürich der Schlafforschung, die er während vier Jahrzehnten mit zunehmendem Erfolg ausübt. Sein Zwei-Prozess Modell vereint Schlaf und Rhythmen in neuartiger Weise und prägt bis heute die Schlafforschung. Auch auf Interaktionen von Schlaf und Depression lässt sich das Modell anwenden. Der aktuellen Frage, ob Mobilfunk Schlaf und Gesundheit beeinträchtigt, geht der Autor mit eigenen Versuchen und als Leiter eines Nationalen Forschungsprogramms nach. Die Komplementärmedizin und ihr Stellenwert in der Medizin beschäftigen ihn in vielfacher Weise und führen ihn zur Placeboforschung. Als Dekan der Medizinischen Fakultät und Prorektor Forschung der Universität Zürich kann er Entwicklungen der teilautonomen Hochschule mitgestalten und neue Prozesse initiieren. Seit der Emeritierung befindet er sich auf dem Streifzug durch die Welt der Ideen. In Gesprächen mit Theologen und in Werken von Denkern und Philosophen spürt er Grundfragen der Wissenschaft und des Lebens nach. Der Blick zurück am Ende des Buches gilt dem Leben der Eltern und ihrer Vorfahren, den Treffen mit Nachkommen und Schulkameraden im Seniorenalter, und dem Eintauchen in die Ungarische Sprache und Literatur.

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