>> Die 10 besten Bücher im Oktober

Underground Railroad

Roman. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer Prize 2017 und dem National Book Award 2016

(104)
Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.
Rezension
"Es ist der große Roman über die Sklaverei in Amerika, aber er ist auch mehr als das. ... Eine historisch akribische Aufarbeitung. ... Ich kann mir niemanden vorstellen, der ungerührt aus dieser Lektüre herauskommt." Martin Ebel, SRF Literaturclub, 05.09.17
"Das Wissen über die Sklaverei, das Colson Whitehead einem aufbürdet, verändert einen." Rüdiger Safranski, SRF Literaturclub, 05.09.17
"Atemberaubend vermischt Colson Whitehead Fakten und Fiktion der Sklavenflucht." Berthold Seewald, Welt am Sonntag, 03.09.17
"Mit 'Underground Railroad' ist Whitehead etwas Großes gelungen: literarisch zu verdichten, wie die Folgen der Sklaverei Amerika bis heute zerreißen. Ein Roadmovie in die amerikanische Finsternis." Brigitte Kleine, ARD titel, thesen, temperamente, 27.08.17
"'Underground Railroad' ist der Roman für diesen Moment, es ist das Buch, um den andauernden amerikanischen Bürgerkrieg zu verstehen, Trump und Charlottesville und die ökonomische und emotionale Versklavung der Schwarzen, die doppelte und dreifache Schuld der Weißen. ... Whitehead gelingt in diesem Buch das Besondere, er verbindet die Klarheit einer sehr gegenwärtigen Sprache mit der Vergangenheit, die er greifbar macht, verständlich und damit auch politisch zugänglich." Georg Diez, DER SPIEGEL, 35/2017
"Der historische Roman ist hochaktuell. Nur vor dem Hintergrund, der Sklaverei lässt sich der heutige Rassismus wirklich verstehen, der sich über Generationen eingeschrieben hat ins Erbgut der weißen wie der schwarzen Amerikaner. Und wohl nur dann überwunden werden kann, wenn man sich traut, dem Damals wie dem Heute ins brutale und ins gebrochene Auge zu schauen.Wie Colson Whitehead es tut." Gabriele von Arnim, Deutschlandfunk Kultur, 23.08.17
"Colson Whitehead will eine andere Perspektive auf die Geschichte der Sklaverei eröffnen, die bislang vor allem von Weißen geschrieben wurde. Mit 'Underground Railroad' ist ihm das auf fulminante Art gelungen." Christian Schröder, Der Tagesspiegel, 22.08.17
"Der Roman erzählt derart berührend intensiv von jenen Wurzeln, aus denen das Ausmaß des verhärteten Rassismus in den USA heute wuchs, dass danach alles, was unter Trump an die Oberfläche kochte, klarer verortet werden kann. ... Absolut unverzichtbar, um den Horror des Vorgestern zu fassen zu bekommen, und somit zu begreifen, wie dünn die Tünche ist in der Gegenwart." Anne Haeming, SPIEGEL online, 22.08.17
"Whiteheads Stärken liegen in der Formulierungskunst, die Ungeheuerliches immer wieder in einzelnen Sätzen verdichtet. In der Lakonie, die das Schreckliche verdichtet, in der Üppigkeit, die das Schöne ausmalt - Letzteres meist nur in der Vorstellung, im Traum. Sie liegen in der Struktur des Romans, der Porträt- mit Staatenkapitel wechselt, der Road Novel mit Verfolgungsjagd und Stationendrama kombiniert." Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 21.08.17
"Wie oft war die Rede von der 'Great American Novel', die angeblich niemand mehr zu schreiben imstande sei, weil es zu kompliziert sein, Geschichte und Gegenwart in eins zu setzen und zu fiktionalisieren. 'Underground Railroad' ist nichts weniger als ein Meisterwerk, ein Roman, dessen historische Implikationen natürlich Schatten auf heute werfen." Julian Weber, Die Tageszeitung, 21.08.17
"'Underground Railroad' ist eindeutig große Literatur, die ins Jetzt hineinragt: Wer verstehen will, wie es zu Auswüchsen wie jüngst in Charlottesville kommen konnte, greife zu diesem Buch." Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau, 21.08.17
"Ein überwältigender Roman... Die Geschichte der Sklaverei ist nicht abgeschlossen. Ihre Folgen durchziehen bis heute den amerikanischen Alltag. So muss man dieses Buch lesen, das Erzählungen, Erfahrungen und Erinnerungen aus dreieinhalb Jahrhunderten in sich aufgenommen hat und als neue, alle Spuren berührende und zusammenführende Geschichte vor uns steht, als The Great American Novel." Verena Lueken, Frankfurter Allgemeine Sonntagszei
Portrait
Colson Whitehead, 1969 in New York geboren, studierte an der Harvard University und arbeitete für die New York Times, Harper's und Granta. Whitehead erhielt den Whiting Writers Award (2000) und den Young Lion’s Fiction Award (2002) und war Stipendiat der MacArthur „Genius“ Fellowship. Für seinen Roman Underground Railroad wurde er mit dem National Book Award 2016 und dem Pulitzer-Preis 2017 ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen bisher John Henry Days (Roman, 2004), Der Koloß von New York (2005), Apex (Roman, 2007), Der letzte Sommer auf Long Island (Roman, 2011), Zone One (Roman, 2014) und Underground Railroad (Roman, 2017). Der Autor lebt in Brooklyn.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 21.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25655-2
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 218/148/32 mm
Gewicht 540
Originaltitel The Underground Railroad
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 242
Buch (gebundene Ausgabe)
24,70
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Fesselndes Leseerlebnis!“

Andrea Resch-Krenn

Cora ist Sklavin und arbeitet auf einer Baumwoll-Plantage. Ihre Mutter hat sie vor vielen Jahren verlassen und hat ihr nur ein kleines Stückchen Erde hinterlassen, an das sich Cora verzweifelt klammert.
Der Traum von Flucht ist immer gegenwärtig. Aber kann man eine Flucht wagen? Als Sklavin gehört man den weißen Herren. Ungehorsam wird
Cora ist Sklavin und arbeitet auf einer Baumwoll-Plantage. Ihre Mutter hat sie vor vielen Jahren verlassen und hat ihr nur ein kleines Stückchen Erde hinterlassen, an das sich Cora verzweifelt klammert.
Der Traum von Flucht ist immer gegenwärtig. Aber kann man eine Flucht wagen? Als Sklavin gehört man den weißen Herren. Ungehorsam wird grauenvoll bestraft und auf der Plantage von den weißen Herren regelrecht zelebriert.
Gemeinsam mit Caesar wagt Cora schließlich den Schritt in ein neues Leben! Sie werden gejagt, müssen sich verstecken und leben in ständiger Angst und Sorge.
Underground Railroad ist ein unfassbar spannendes Leseerlebnis mit einem grauenvollen wahren Hintergrund aus Amerikas junger Geschichte! Unbedingt lesen!

„Absolut Lesenswert!“

Johanna Richter, Thalia-Buchhandlung Linz

Cora ist 16 Jahre alte Sklavin in der 3. Generation im amerikanischen Süden. Ihre Mutter schafft es, zu flüchten und so bleibt Cora allein zurück. Ein anderer Sklave überredet sie, mit ihm zu flüchten, weg von den brutalen Sklavenhaltern und dem harten Leben dort.
„Underground railroad“ war derzeit ein Netzwerk, das Sklaven halfen
Cora ist 16 Jahre alte Sklavin in der 3. Generation im amerikanischen Süden. Ihre Mutter schafft es, zu flüchten und so bleibt Cora allein zurück. Ein anderer Sklave überredet sie, mit ihm zu flüchten, weg von den brutalen Sklavenhaltern und dem harten Leben dort.
„Underground railroad“ war derzeit ein Netzwerk, das Sklaven halfen in den Norden Amerikas oder sogar nach Kanada zu flüchten. Colson Whitehead macht es zu einer tatsächlich unterirdischen Eisenbahn und so darf man Cora und ihrem Freund Caesar auf der Flucht folgen. Sie werden gejagt, gefunden, gerettet, gejagt…
Ein unglaublich gut geschriebenes Buch mit den historischen Grausamkeiten in Amerika vor nicht allzu langer Zeit. Spannend, fesselnd und absolut lesenswert!

„Großes Leseerlebnis / Pulitzer Preis 2017“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

"Meine Mutter hat niemanden an ihr Gartenbeet gelassen" erzählte Mabel ihrer Tochter Cora. Hat gesagt, sie würde jedem, der es auch nur anguckt, mit dem Hammer den Schädel einschlagen. Seit sie von ihrer Mutter still und heimlich verlassen wurde, bebaut Cora selbst das Beet ihrer Großmutter Ajarry. Sie kämpft um dieses Stück Erde. Seit "Meine Mutter hat niemanden an ihr Gartenbeet gelassen" erzählte Mabel ihrer Tochter Cora. Hat gesagt, sie würde jedem, der es auch nur anguckt, mit dem Hammer den Schädel einschlagen. Seit sie von ihrer Mutter still und heimlich verlassen wurde, bebaut Cora selbst das Beet ihrer Großmutter Ajarry. Sie kämpft um dieses Stück Erde. Seit sie denken kann lebt Cora auf dieser Baumwollplantage. Ihre Großmutter wurde als junges Mädchen verschleppt. Nachdem sie mehrmals verkauft wurde, landet sie irgendwann auf der Randall-Plantage in Georga. Ajarray bekommt fünf Kinder von drei Männern. Damals verkaufte Randall die Kinder selten weiter. Auch sie sind Sklaven. Sie sind Eigentum des weißen Herren. Sie werden geschlagen, gequält, ausgebeutet und umgebracht. Alle träumen sie von Flucht. Doch wie und wohin? Als ihr Leidensgenosse Caesar Cora das erste Mal von Flucht erzählt ignoriert sie ihn. Drei Wochen später geht sie darauf ein. Caesar erzählt Cora von einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven,- der Underground Railroad.
Großes, unter die Haut gehendes Leseerlebnis

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
104 Bewertungen
Übersicht
79
19
4
1
1

Faszinierend und erschütternd
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 26.08.2017

Was kann man schon zu einem Buch schreiben, das gerade mit Preisen und Lob überschüttet wird? Dass all die Aufmerksamkeit hundertprozentig gerechtfertigt ist. Es wurde zwar bereits unzählige Male gesagt, doch angesichts der „Black lives matter“-Bewegung, der Neonazi-Märsche, der Diskriminierungen und der Rassenunruhen in den USA ist dieser Roman gerade... Was kann man schon zu einem Buch schreiben, das gerade mit Preisen und Lob überschüttet wird? Dass all die Aufmerksamkeit hundertprozentig gerechtfertigt ist. Es wurde zwar bereits unzählige Male gesagt, doch angesichts der „Black lives matter“-Bewegung, der Neonazi-Märsche, der Diskriminierungen und der Rassenunruhen in den USA ist dieser Roman gerade brandaktuell. Autor Colson Whitehead erzählt die Geschichte des Mädchens Cora, das Anfang des 19. Jahrhunderts als Sklavin auf einer Plantage im US-Staat Georgia unter schrecklichen Bedingungen leben und arbeiten muss. Ihr Mutter Mabel flüchtete unerwartet, als Cora zehn Jahre alt war. Seitdem ist das Mädchen allein. Als sich ihr nach schweren Misshandlungen die Chance bietet, mit einem anderen Sklaven über die Underground Railroad zu fliehen, nutzt sie diese. Ihre Flucht führt durch mehrere Staaten, doch Cora kommt nirgendwo zur Ruhe. Ihr Besitzer beauftragt Sklavenjäger, um Cora zurückzuholen; sie wird unterwegs verraten und gedemütigt. Zwar hält sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben außerhalb der Plantage auf, doch die Freiheit ist anders, als sie sich das vorgestellt hat. Selbst Schwarze, die eigentlich freigelassen oder in Freiheit geboren wurden, sind oft der Willkür und der Diskriminierung durch Weiße ausgesetzt. Coras Odyssee ist erschöpfend, schockierend und mit grausamen Erlebnissen gespickt. Manche Momente sind wirklich schwer zu ertragen – umso wichtiger ist die Lektüre. Whitehead schreibt in einem schnörkellosen, anschaulichen Stil, der ins Herz trifft, aber überflüssige Sentimentalitäten vermeidet. Cora ist eine starke Person und eine faszinierende Protagonistin. Durch ihre Jugend und Unerfahrenheit scheint sie etwas naiv, tritt jedoch trotzdem mutig für sich und ihre Helfer ein. Gleichzeitig erschien sie mir durch ihre Erlebnisse oft etwas abgestumpft und distanziert. Umso herzzerreißender wirken die Momente, in denen sie die Fassung verliert, weil sie beispielsweise vom Tod eines Helfers erfährt. Die Underground Railroad war eigentlich ein geheimes Netzwerk an Menschen, die Sklaven bei der Flucht aus dem Süden über bestimmte Routen in den freien Norden halfen. Colson Whitehead nimmt die Metapher allerdings wörtlich und lässt die Sklaven über eine Eisenbahnlinie im Untergrund flüchten. Dadurch ist das Buch zwar nicht historisch korrekt, jedoch lassen sich die Fahrten zwischen den einzelnen Staaten schneller erzählen, als wenn die Sklaven zu Fuß flüchten würden. So liegt der Fokus auf den verschiedenen Stationen. Hier erkennt der Leser deutlich, dass „Fortschritt“ und „Freiheit“ immer von der Perspektive abhängen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Ihr werdet das wahre Gesicht Amerikas sehen.
von Inge Weis aus Pirmasens am 16.10.2017

Wenn Träume auf die Realität treffen. Toller Roman zur Zeitgeschichte und ein bewegendes, aufrüttelndes Buch das aber auch vor schwierigen Situationen nicht zurückschreckt. Cora lebt als Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia und sie ist nur eine von unzähligen... Wenn Träume auf die Realität treffen. Toller Roman zur Zeitgeschichte und ein bewegendes, aufrüttelndes Buch das aber auch vor schwierigen Situationen nicht zurückschreckt. Cora lebt als Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia und sie ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Die schlimmen Bedingungen, denen sie ausgesetzt ist, lassen sie die Flucht wagen. "Ich gehe in den Norden zurück", sagte er zu ihr. "Und zwar bald. Ich laufe weg. Ich möchte, dass du mitkommst." Es war ihre Großmutter, die an jenem Sonntagabend aus Cora sprach, als Caesar von der Underground Railroad redete und sie nein sagte. "Ich will nicht, dass du mich verrätst", sagte er. "Ich muss dir da vertrauen. Aber ich gehe bald, und ich will dich dabeihaben. Du sollst mir Glück bringen." Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven und drei Wochen später jedoch sagte sie ja. Diesmal sprach ihre Mutter aus ihr. Über eine Falltür gelangten sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnen. Jeder Staat, den sie durchqueren, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Mut heißt: von vornherein wissen, dass man geschlagen ist, und trotzdem den Kampf - ganz gleich, um was es geht - aufnehmen und ihn durchstehen. Man gewinnt selten, aber zuweilen gelingt es. Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika. Dieser historische Roman ist hochaktuell. Nur vor dem Hintergrund, der Sklaverei lässt sich der heutige Rassismus wirklich verstehen, der sich über Generationen eingeschrieben hat ins Erbgut der weißen wie der schwarzen Amerikaner. Und wohl nur dann überwunden werden kann, wenn man sich traut, dem Damals wie dem Heute ins brutale und ins gebrochene Auge zu schauen. Wie Colson Whitehead es tut. Er kennt das Gefühl zwischen Hoffnung auf ein besseres Leben und Heimatlosigkeit. Ein hochaktueller Roman, den man gern Leuten wie Donald Trump in die Hand drücken würde. Wie verletzlich wir alle sind, egal ob wir uns auf der Sonnenseite befinden oder mühsam für ein besseres Leben kämpfen, davon erzählt dieser spannende, menschlich bewegende Roman, hoffnungsvoll und voller Zuneigung für seine Protagonisten. Eine aufrüttelnde Geschichte über verlorene Träume, Einsamkeit und der Hoffnung auf ein besseres Leben. Man möchte dieses wunderbare Buch zur Pflichtlektüre erklären! Absolut unverzichtbar, um den Horror des Vorgestern zu fassen zu bekommen, und somit zu begreifen, wie dünn die Tünche ist in der Gegenwart. Ein packender Roman über Unrecht und Gerechtigkeit, über Rassismus und Fremdheit und ein flammendes Plädoyer für die Gleichheit aller Menschen, sehr bildlich geschriebene Geschichte, der es einem leicht macht, in Coras und Caesars Leben einzutauchen, mit ihnen zu fühlen und zu hoffen. Toll und erschreckend aktuell! Muss man gelesen haben. Nicht nur für Erwachsene, auch Jugendliche werden großen Gefallen finden an dieser Geschichte.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
super toll und absolut lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 14.10.2017

ein wunderschönes buch, das ich innerhalb kürzester zeit verschlungen habe

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