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Underground Railroad

Roman. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer Prize 2017 und dem National Book Award 2016

(125)
Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.
Portrait
Colson Whitehead, 1969 in New York geboren, studierte an der Harvard University und arbeitete für die New York Times, Harper's und Granta. Whitehead erhielt den Whiting Writers Award (2000) und den Young Lion’s Fiction Award (2002) und war Stipendiat der MacArthur „Genius“ Fellowship. Für seinen Roman Underground Railroad wurde er mit dem National Book Award 2016 und dem Pulitzer-Preis 2017 ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen bisher John Henry Days (Roman, 2004), Der Koloß von New York (2005), Apex (Roman, 2007), Der letzte Sommer auf Long Island (Roman, 2011), Zone One (Roman, 2014) und Underground Railroad (Roman, 2017). Der Autor lebt in Brooklyn.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 21.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25655-2
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 218/148/32 mm
Gewicht 540
Originaltitel The Underground Railroad
Auflage 4
Verkaufsrang 637
Buch (gebundene Ausgabe)
24,70
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Fesselndes Leseerlebnis!“

Andrea Resch-Krenn

Cora ist Sklavin und arbeitet auf einer Baumwoll-Plantage. Ihre Mutter hat sie vor vielen Jahren verlassen und hat ihr nur ein kleines Stückchen Erde hinterlassen, an das sich Cora verzweifelt klammert.
Der Traum von Flucht ist immer gegenwärtig. Aber kann man eine Flucht wagen? Als Sklavin gehört man den weißen Herren. Ungehorsam wird
Cora ist Sklavin und arbeitet auf einer Baumwoll-Plantage. Ihre Mutter hat sie vor vielen Jahren verlassen und hat ihr nur ein kleines Stückchen Erde hinterlassen, an das sich Cora verzweifelt klammert.
Der Traum von Flucht ist immer gegenwärtig. Aber kann man eine Flucht wagen? Als Sklavin gehört man den weißen Herren. Ungehorsam wird grauenvoll bestraft und auf der Plantage von den weißen Herren regelrecht zelebriert.
Gemeinsam mit Caesar wagt Cora schließlich den Schritt in ein neues Leben! Sie werden gejagt, müssen sich verstecken und leben in ständiger Angst und Sorge.
Underground Railroad ist ein unfassbar spannendes Leseerlebnis mit einem grauenvollen wahren Hintergrund aus Amerikas junger Geschichte! Unbedingt lesen!

„Absolut Lesenswert!“

Johanna Richter, Thalia-Buchhandlung Linz

Cora ist 16 Jahre alte Sklavin in der 3. Generation im amerikanischen Süden. Ihre Mutter schafft es, zu flüchten und so bleibt Cora allein zurück. Ein anderer Sklave überredet sie, mit ihm zu flüchten, weg von den brutalen Sklavenhaltern und dem harten Leben dort.
„Underground railroad“ war derzeit ein Netzwerk, das Sklaven halfen
Cora ist 16 Jahre alte Sklavin in der 3. Generation im amerikanischen Süden. Ihre Mutter schafft es, zu flüchten und so bleibt Cora allein zurück. Ein anderer Sklave überredet sie, mit ihm zu flüchten, weg von den brutalen Sklavenhaltern und dem harten Leben dort.
„Underground railroad“ war derzeit ein Netzwerk, das Sklaven halfen in den Norden Amerikas oder sogar nach Kanada zu flüchten. Colson Whitehead macht es zu einer tatsächlich unterirdischen Eisenbahn und so darf man Cora und ihrem Freund Caesar auf der Flucht folgen. Sie werden gejagt, gefunden, gerettet, gejagt…
Ein unglaublich gut geschriebenes Buch mit den historischen Grausamkeiten in Amerika vor nicht allzu langer Zeit. Spannend, fesselnd und absolut lesenswert!

„Großes Leseerlebnis / Pulitzer Preis 2017“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

"Meine Mutter hat niemanden an ihr Gartenbeet gelassen" erzählte Mabel ihrer Tochter Cora. Hat gesagt, sie würde jedem, der es auch nur anguckt, mit dem Hammer den Schädel einschlagen. Seit sie von ihrer Mutter still und heimlich verlassen wurde, bebaut Cora selbst das Beet ihrer Großmutter Ajarry. Sie kämpft um dieses Stück Erde. Seit "Meine Mutter hat niemanden an ihr Gartenbeet gelassen" erzählte Mabel ihrer Tochter Cora. Hat gesagt, sie würde jedem, der es auch nur anguckt, mit dem Hammer den Schädel einschlagen. Seit sie von ihrer Mutter still und heimlich verlassen wurde, bebaut Cora selbst das Beet ihrer Großmutter Ajarry. Sie kämpft um dieses Stück Erde. Seit sie denken kann lebt Cora auf dieser Baumwollplantage. Ihre Großmutter wurde als junges Mädchen verschleppt. Nachdem sie mehrmals verkauft wurde, landet sie irgendwann auf der Randall-Plantage in Georga. Ajarray bekommt fünf Kinder von drei Männern. Damals verkaufte Randall die Kinder selten weiter. Auch sie sind Sklaven. Sie sind Eigentum des weißen Herren. Sie werden geschlagen, gequält, ausgebeutet und umgebracht. Alle träumen sie von Flucht. Doch wie und wohin? Als ihr Leidensgenosse Caesar Cora das erste Mal von Flucht erzählt ignoriert sie ihn. Drei Wochen später geht sie darauf ein. Caesar erzählt Cora von einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven,- der Underground Railroad.
Großes, unter die Haut gehendes Leseerlebnis

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
125 Bewertungen
Übersicht
94
22
7
1
1

Faszinierend und erschütternd
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 26.08.2017

Was kann man schon zu einem Buch schreiben, das gerade mit Preisen und Lob überschüttet wird? Dass all die Aufmerksamkeit hundertprozentig gerechtfertigt ist. Es wurde zwar bereits unzählige Male gesagt, doch angesichts der „Black lives matter“-Bewegung, der Neonazi-Märsche, der Diskriminierungen und der Rassenunruhen in den USA ist dieser Roman gerade... Was kann man schon zu einem Buch schreiben, das gerade mit Preisen und Lob überschüttet wird? Dass all die Aufmerksamkeit hundertprozentig gerechtfertigt ist. Es wurde zwar bereits unzählige Male gesagt, doch angesichts der „Black lives matter“-Bewegung, der Neonazi-Märsche, der Diskriminierungen und der Rassenunruhen in den USA ist dieser Roman gerade brandaktuell. Autor Colson Whitehead erzählt die Geschichte des Mädchens Cora, das Anfang des 19. Jahrhunderts als Sklavin auf einer Plantage im US-Staat Georgia unter schrecklichen Bedingungen leben und arbeiten muss. Ihr Mutter Mabel flüchtete unerwartet, als Cora zehn Jahre alt war. Seitdem ist das Mädchen allein. Als sich ihr nach schweren Misshandlungen die Chance bietet, mit einem anderen Sklaven über die Underground Railroad zu fliehen, nutzt sie diese. Ihre Flucht führt durch mehrere Staaten, doch Cora kommt nirgendwo zur Ruhe. Ihr Besitzer beauftragt Sklavenjäger, um Cora zurückzuholen; sie wird unterwegs verraten und gedemütigt. Zwar hält sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben außerhalb der Plantage auf, doch die Freiheit ist anders, als sie sich das vorgestellt hat. Selbst Schwarze, die eigentlich freigelassen oder in Freiheit geboren wurden, sind oft der Willkür und der Diskriminierung durch Weiße ausgesetzt. Coras Odyssee ist erschöpfend, schockierend und mit grausamen Erlebnissen gespickt. Manche Momente sind wirklich schwer zu ertragen – umso wichtiger ist die Lektüre. Whitehead schreibt in einem schnörkellosen, anschaulichen Stil, der ins Herz trifft, aber überflüssige Sentimentalitäten vermeidet. Cora ist eine starke Person und eine faszinierende Protagonistin. Durch ihre Jugend und Unerfahrenheit scheint sie etwas naiv, tritt jedoch trotzdem mutig für sich und ihre Helfer ein. Gleichzeitig erschien sie mir durch ihre Erlebnisse oft etwas abgestumpft und distanziert. Umso herzzerreißender wirken die Momente, in denen sie die Fassung verliert, weil sie beispielsweise vom Tod eines Helfers erfährt. Die Underground Railroad war eigentlich ein geheimes Netzwerk an Menschen, die Sklaven bei der Flucht aus dem Süden über bestimmte Routen in den freien Norden halfen. Colson Whitehead nimmt die Metapher allerdings wörtlich und lässt die Sklaven über eine Eisenbahnlinie im Untergrund flüchten. Dadurch ist das Buch zwar nicht historisch korrekt, jedoch lassen sich die Fahrten zwischen den einzelnen Staaten schneller erzählen, als wenn die Sklaven zu Fuß flüchten würden. So liegt der Fokus auf den verschiedenen Stationen. Hier erkennt der Leser deutlich, dass „Fortschritt“ und „Freiheit“ immer von der Perspektive abhängen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Verzweifelte Flucht in die Freiheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 21.11.2017

Cora lebt als schwarze Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia, unter unvorstellbaren und unmenschlichen Bedingungen. Zusammen mit dem Sklaven Caesar macht sie sich auf die Flucht in ein besseres Leben. Mit der Underground Railroad beginnt ihre Suche nach einem Leben in Freiheit, immer wieder gibt es Rückschläge, sie wird... Cora lebt als schwarze Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia, unter unvorstellbaren und unmenschlichen Bedingungen. Zusammen mit dem Sklaven Caesar macht sie sich auf die Flucht in ein besseres Leben. Mit der Underground Railroad beginnt ihre Suche nach einem Leben in Freiheit, immer wieder gibt es Rückschläge, sie wird gnadenlos verfolgt. Immer wieder kehrt sie zu einer Station der Untergrundbahn zurück, sie lernt Menschen kennen, die ihr gerne helfen, auch unter dem Einsatz des eigenen Lebens, wie auch Menschen, die sie aus den verschiedensten Gründen verfolgen. Wird ihre Flucht erfolgreich sein? Das Buch spielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Underground Railroad gab es wirklich, es war ein Hilfswerk, das Sklaven bei der Flucht aus den Südstaaten in die Freiheit der Nordstaaten half. Verwendet wurde dabei das Vokabular der Bahn, um unerkannt zu bleiben. Der Autor verwendet diese Metapher im eigentlichen Sinn und macht daraus eine echte Eisenbahn. Coras Flucht ist geprägt von einem Wechsel aus vielen kleinen Erfolgen und empfindlichen Rückschlägen. Obwohl sachlich geschrieben, geht die Geschichte unter die Haut, sie lässt niemand kalt, denn der Autor Colson Whitehead spiegelt detailliert die brutalen Lebensbedingungen der Sklaven wieder. Manches davon ist kaum zu ertragen, und manche der Passagen gerät etwas langatmig. Die Geschichte spiegelt ein dunkles Kapitel der amerikanischen Geschichte und lässt diese Zeit auf eine äußerst realistische Weise auferstehen. Das Buch ist ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis 2017, und das kann ich sehr gut nachvollziehen. Deshalb auch von mir, trotz kleiner Mängel, eine Leseempfehlung für ein wichtiges Buch über das dunkle Kapitel der Sklaverei.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Alles einsteigen! Die Bahn fährt ab! Nächster Halt: Himmel...oder Hölle? Man weiß es nicht.
von einer Kundin/einem Kunden am 14.11.2017

Colson Whitehead hat mit seinem preisgekrönten "Underground Railroad" einen Roman geschaffen, der ohne Zweifel als Klassiker in die amerikanische Literaturgeschichte eingehen wird. Er erzählt die Geschichte des Sklavenmädchens Cora, das versucht, sich mithilfe des geheimnisvollen Netzwerks der Underground Railroad, von einer Baumwollplantage in Georgia, in die sicheren Nordstaaten abzusetzen. Auf ihrer... Colson Whitehead hat mit seinem preisgekrönten "Underground Railroad" einen Roman geschaffen, der ohne Zweifel als Klassiker in die amerikanische Literaturgeschichte eingehen wird. Er erzählt die Geschichte des Sklavenmädchens Cora, das versucht, sich mithilfe des geheimnisvollen Netzwerks der Underground Railroad, von einer Baumwollplantage in Georgia, in die sicheren Nordstaaten abzusetzen. Auf ihrer Reise trifft sie dabei auf skrupellose Sklavenjäger, Leichenräuber und die mordlüsterne Bevölkerung der sklavenhaltenden Südstaaten, ohne eine Ahnung, wohin sie der nächste Halt verschlägt. Whiteheads Roman überzeugt durch seine poetische Sprache und den fesselnden Handlungsbogen, bei dem man sich nie zu sicher fühlen darf. Spannend und lehrreich!

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