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Underground Railroad

Roman. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer Prize 2017 und dem National Book Award 2016

(138)
Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.
Portrait
Colson Whitehead, 1969 in New York geboren, studierte an der Harvard University und arbeitete für die New York Times, Harper's und Granta. Whitehead erhielt den Whiting Writers Award (2000) und den Young Lion's Fiction Award (2002) und war Stipendiat der MacArthur „Genius" Fellowship. Für seinen Roman Underground Railroad wurde er mit dem National Book Award 2016 und dem Pulitzer-Preis 2017 ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen bisher John Henry Days (Roman, 2004), Der Koloß von New York (2005), Apex (Roman, 2007), Der letzte Sommer auf Long Island (Roman, 2011), Zone One (Roman, 2014) und Underground Railroad (Roman, 2017). Der Autor lebt in Brooklyn.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 21.08.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-25655-2
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 22/15,2/3,2 cm
Gewicht 540 g
Originaltitel The Underground Railroad
Auflage 4
Übersetzer Nikolaus Stingl
Verkaufsrang 1.713
Buch (gebundene Ausgabe)
24,70
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Die dunkle Geschichte Amerikas“

Ursula Raab, Thalia-Buchhandlung Thalia Wels Max-


„Underground Railroad“ ein Roman den man gelesen haben muss. Mich hat die Lektüre mit zwiespältigen Gefühlen zurückgelassen.
Erzählt wird die Geschichte der Sklavin Cora, der die Flucht von einer Baumwollplantage in Georgia mit Hilfe des Netzwerks Underground Railroad gelingt. Whitehead stellt dieses Netzwerk im Buch als eine fiktive Eisenbahnlinie untertage dar. In Wahrheit erhielt das Netzwerk seinen populären Namen, weil man sich der Ausdrücke aus der Welt der Eisenbahn bediente, um so verschlüsselte Botschaften zu übermitteln. So war zum Beispiel „Station“ eine Unterkunft für Flüchtlinge und die Flüchtenden bezeichnete man als „Passengers“.

Die Erlebnisse, die Cora auf ihrer beschwerlichen Reise miterleben muss, sind eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten. Menschen sterben, werden brutal niedergemetzelt, erhängt, missbraucht. Die flüchtenden Sklaven und ihre Helfer erleiden unvorstellbare Qualen.
Colson Whitehead gönnt Cora keine Pause, auf ihrer Flucht quer durch Amerika erlebt sie Unvorstellbares, immer die Hoffnung auf Freiheit im Herzen. Whitehead lässt Bilder im Kopf entstehen, die einem nicht kalt lassen können, Bilder, die berühren, schockieren und wütend machen. Und immer mit dem Wissen, dass dies alles grausame Realität war: Menschen wurden zu Sklaven aufgrund ihrer Hautfarbe, wurden gefoltert, verkauft und misshandelt.



„Underground Railroad“ ein Roman den man gelesen haben muss. Mich hat die Lektüre mit zwiespältigen Gefühlen zurückgelassen.
Erzählt wird die Geschichte der Sklavin Cora, der die Flucht von einer Baumwollplantage in Georgia mit Hilfe des Netzwerks Underground Railroad gelingt. Whitehead stellt dieses Netzwerk im Buch als eine fiktive Eisenbahnlinie untertage dar. In Wahrheit erhielt das Netzwerk seinen populären Namen, weil man sich der Ausdrücke aus der Welt der Eisenbahn bediente, um so verschlüsselte Botschaften zu übermitteln. So war zum Beispiel „Station“ eine Unterkunft für Flüchtlinge und die Flüchtenden bezeichnete man als „Passengers“.

Die Erlebnisse, die Cora auf ihrer beschwerlichen Reise miterleben muss, sind eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten. Menschen sterben, werden brutal niedergemetzelt, erhängt, missbraucht. Die flüchtenden Sklaven und ihre Helfer erleiden unvorstellbare Qualen.
Colson Whitehead gönnt Cora keine Pause, auf ihrer Flucht quer durch Amerika erlebt sie Unvorstellbares, immer die Hoffnung auf Freiheit im Herzen. Whitehead lässt Bilder im Kopf entstehen, die einem nicht kalt lassen können, Bilder, die berühren, schockieren und wütend machen. Und immer mit dem Wissen, dass dies alles grausame Realität war: Menschen wurden zu Sklaven aufgrund ihrer Hautfarbe, wurden gefoltert, verkauft und misshandelt.


„Fesselndes Leseerlebnis!“

Andrea Resch-Krenn

Cora ist Sklavin und arbeitet auf einer Baumwoll-Plantage. Ihre Mutter hat sie vor vielen Jahren verlassen und hat ihr nur ein kleines Stückchen Erde hinterlassen, an das sich Cora verzweifelt klammert.
Der Traum von Flucht ist immer gegenwärtig. Aber kann man eine Flucht wagen? Als Sklavin gehört man den weißen Herren. Ungehorsam wird grauenvoll bestraft und auf der Plantage von den weißen Herren regelrecht zelebriert.
Gemeinsam mit Caesar wagt Cora schließlich den Schritt in ein neues Leben! Sie werden gejagt, müssen sich verstecken und leben in ständiger Angst und Sorge.
Underground Railroad ist ein unfassbar spannendes Leseerlebnis mit einem grauenvollen wahren Hintergrund aus Amerikas junger Geschichte! Unbedingt lesen!
Cora ist Sklavin und arbeitet auf einer Baumwoll-Plantage. Ihre Mutter hat sie vor vielen Jahren verlassen und hat ihr nur ein kleines Stückchen Erde hinterlassen, an das sich Cora verzweifelt klammert.
Der Traum von Flucht ist immer gegenwärtig. Aber kann man eine Flucht wagen? Als Sklavin gehört man den weißen Herren. Ungehorsam wird grauenvoll bestraft und auf der Plantage von den weißen Herren regelrecht zelebriert.
Gemeinsam mit Caesar wagt Cora schließlich den Schritt in ein neues Leben! Sie werden gejagt, müssen sich verstecken und leben in ständiger Angst und Sorge.
Underground Railroad ist ein unfassbar spannendes Leseerlebnis mit einem grauenvollen wahren Hintergrund aus Amerikas junger Geschichte! Unbedingt lesen!

„Absolut Lesenswert!“

Johanna Richter, Thalia-Buchhandlung Linz

Cora ist 16 Jahre alte Sklavin in der 3. Generation im amerikanischen Süden. Ihre Mutter schafft es, zu flüchten und so bleibt Cora allein zurück. Ein anderer Sklave überredet sie, mit ihm zu flüchten, weg von den brutalen Sklavenhaltern und dem harten Leben dort.
„Underground railroad“ war derzeit ein Netzwerk, das Sklaven halfen in den Norden Amerikas oder sogar nach Kanada zu flüchten. Colson Whitehead macht es zu einer tatsächlich unterirdischen Eisenbahn und so darf man Cora und ihrem Freund Caesar auf der Flucht folgen. Sie werden gejagt, gefunden, gerettet, gejagt…
Ein unglaublich gut geschriebenes Buch mit den historischen Grausamkeiten in Amerika vor nicht allzu langer Zeit. Spannend, fesselnd und absolut lesenswert!
Cora ist 16 Jahre alte Sklavin in der 3. Generation im amerikanischen Süden. Ihre Mutter schafft es, zu flüchten und so bleibt Cora allein zurück. Ein anderer Sklave überredet sie, mit ihm zu flüchten, weg von den brutalen Sklavenhaltern und dem harten Leben dort.
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Ein unglaublich gut geschriebenes Buch mit den historischen Grausamkeiten in Amerika vor nicht allzu langer Zeit. Spannend, fesselnd und absolut lesenswert!

„Großes Leseerlebnis / Pulitzer Preis 2017“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

"Meine Mutter hat niemanden an ihr Gartenbeet gelassen" erzählte Mabel ihrer Tochter Cora. Hat gesagt, sie würde jedem, der es auch nur anguckt, mit dem Hammer den Schädel einschlagen. Seit sie von ihrer Mutter still und heimlich verlassen wurde, bebaut Cora selbst das Beet ihrer Großmutter Ajarry. Sie kämpft um dieses Stück Erde. Seit sie denken kann lebt Cora auf dieser Baumwollplantage. Ihre Großmutter wurde als junges Mädchen verschleppt. Nachdem sie mehrmals verkauft wurde, landet sie irgendwann auf der Randall-Plantage in Georga. Ajarray bekommt fünf Kinder von drei Männern. Damals verkaufte Randall die Kinder selten weiter. Auch sie sind Sklaven. Sie sind Eigentum des weißen Herren. Sie werden geschlagen, gequält, ausgebeutet und umgebracht. Alle träumen sie von Flucht. Doch wie und wohin? Als ihr Leidensgenosse Caesar Cora das erste Mal von Flucht erzählt ignoriert sie ihn. Drei Wochen später geht sie darauf ein. Caesar erzählt Cora von einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven,- der Underground Railroad.
Großes, unter die Haut gehendes Leseerlebnis
"Meine Mutter hat niemanden an ihr Gartenbeet gelassen" erzählte Mabel ihrer Tochter Cora. Hat gesagt, sie würde jedem, der es auch nur anguckt, mit dem Hammer den Schädel einschlagen. Seit sie von ihrer Mutter still und heimlich verlassen wurde, bebaut Cora selbst das Beet ihrer Großmutter Ajarry. Sie kämpft um dieses Stück Erde. Seit sie denken kann lebt Cora auf dieser Baumwollplantage. Ihre Großmutter wurde als junges Mädchen verschleppt. Nachdem sie mehrmals verkauft wurde, landet sie irgendwann auf der Randall-Plantage in Georga. Ajarray bekommt fünf Kinder von drei Männern. Damals verkaufte Randall die Kinder selten weiter. Auch sie sind Sklaven. Sie sind Eigentum des weißen Herren. Sie werden geschlagen, gequält, ausgebeutet und umgebracht. Alle träumen sie von Flucht. Doch wie und wohin? Als ihr Leidensgenosse Caesar Cora das erste Mal von Flucht erzählt ignoriert sie ihn. Drei Wochen später geht sie darauf ein. Caesar erzählt Cora von einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven,- der Underground Railroad.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
138 Bewertungen
Übersicht
103
24
8
2
1

Großartig!!!
von einer Kundin/einem Kunden am 04.06.2018

Aus einem fiktiven Netzwerk von Helfern wird Realität "Underground Railroad". In einer Liga mit Alex Haley "Roots", Harriet Beecher-Stowe "Onkel Toms Hütte" und Harper Lees "Wer die Nachtigall stört! Ein wichtiges Buch!

Großartig und lehrreich !
von einer Kundin/einem Kunden am 22.09.2017

Amerika, das Land der Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten. Anhand der Schicksale von schwarzen Sklaven führt Whitehead diesen Slogan ad absurdum. Sklaven und die Indianische Urbevölkerung waren rechtlos. Eindringlich und mitreißend erzählt der Autor von diesem dunklen Kapitel Amerikas.

Coras Weg
von Kaffeeelse am 27.03.2018

Dieses Buch ist ein dunkler und düsterer Roman über die Sklavin Cora aus den Südstaaten der USA. Es wird über ihre Flucht aus dem grausamen Schicksal der Sklaverei berichtet, dass aber in einer dunklen, fast hoffnungslosen Art, was ich dem Thema gegenüber schon sehr entsprechend fand. Aber der Autor... Dieses Buch ist ein dunkler und düsterer Roman über die Sklavin Cora aus den Südstaaten der USA. Es wird über ihre Flucht aus dem grausamen Schicksal der Sklaverei berichtet, dass aber in einer dunklen, fast hoffnungslosen Art, was ich dem Thema gegenüber schon sehr entsprechend fand. Aber der Autor hält sich bei seinem Roman nicht immer an den historischen Tatbestand, er flicht in seine Geschichte noch einige phantastische Elemente ein, was den Reiz der Geschichte aber noch deutlich erhöht. So ist zum Beispiel die Underground railroad bei ihm eine wirkliche Eisenbahn, was ich vom Erzählerischen echt gelungen empfand. Das ermöglicht wiederum die Reise der Cora wie in Stationen zu beschreiben, sozusagen von Bahnhof zu Bahnhof. Am Anfang des Buches wird erstmal die Ankunft der Großmutter der Cora in Amerika erzählt, in einem Kapitel mit ihrem Namen als Überschrift. Danach folgt die Schilderung der Umstände der Sklaverei, der Leser erfährt in kleinen Auszügen, was es denn heißen könnte unfrei zu sein, jemandem vollkommen zu willen sein zu müssen, ohne irgendetwas dagegen tun zu können und auch niemanden zu haben, der einem helfen könnte. Das wird erzählt über die folgende Generation, das heißt über die Mutter von Cora, Mabel und dann später über Cora selbst. Was mir an diesem Teil besonders gefallen hat, das der Autor nicht bei dem allseits beliebten Schwarz=Gut und Weiß=Böse bleibt, es werden auch die Konflikte innerhalb der Sklaven gezeigt. Und das ganze Kapitel wird mit der Überschrift des Bundesstaates versehen, in dem es spielt. Ein Vorgehen das sich wiederholt, erst ein Kapitel mit einem Namen als Überschrift, dahinter die Geschichte der betreffenden Person, welche zeitlich nicht unbedingt an den Erzählstrang anknüpft, dann wieder ein Bundesstaat als Titel und die Geschichte wird da fortgeführt. Cora entschließt sich schließlich durch gewisse Veränderungen in der Plantagenstruktur zur Flucht, und die Stationen kommen zum Tragen. Die erste Station ist ein Städtchen in South Carolina, erstmal eine Idylle, Weiße und Schwarze leben ohne Probleme zusammen, später kommen dann medizinische Experimente ans Tageslicht. Die nächste Station ist ein Städtchen in North Carolina, hier lebt sie in einem Dachboden eingesperrt, versteckt, weil hier eine ausufernde Entwicklung zwischen Schwarz und Weiß passierte, in Massaker an der schwarzen Bevölkerung mündend, die weiße Bevölkerung sich gegenseitig bespitzelt, wegen eventuellem Verstecken von Schwarzen, jeden Freitag gibt es Volksfeste mit anschließendem Töten von Schwarzen. Die ehemalige Rolle der Schwarzen wird von ärmeren weißen Bevölkerungsschichten (Iren) übernommen. Beide Situationen in den Stationen empfand ich als Allegorien, beides kann man auch in späteren (oder wahlweise auch in früheren) Zeiten in der Geschichte der Menschheit wiederfinden. Und es geht auch so weiter. Auch in den weiteren Orten kann man andere Dinge erkennen. Die Gedanken schweifen immer wieder ab, man kann nur sagen toll gemacht Herr Whitehead !! Sehr beeindruckt hat mich auch, wie es im Buche heißt, das die weiße Rasse sich zum Herren erklärt über Schwarze und Indianer, und ausrotten muss, was sich nicht anpasst. Auch das empfinde ich als sehr allegorisch, man sollte sich nur mal überlegen, was auf dieser Welt passiert wäre, wenn Europa nicht angefangen hätte, die Welt zu entdecken und zu kolonisieren. Oder noch besser, die kulturelle Entwicklung in Griechenland/Rom wäre so nicht passiert, und Europa wäre über Kreta beeinflusst worden. Fragen über Fragen ... Etwas schade fand ich das Coras Reise in diesem Buch zu keinem Ende kommt, aber etwas positiveres passt wahrscheinlich auch nicht so recht zum Thema. Was für ein wundervolles Buch !! Unbedingt Lesen !