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Die Erfindung des Lebens

Roman

Autobiografische Romane Hanns-Josef Ortheil 1

(28)
Die Geschichte eines stummen Kindes, das sein Leben erfinden muss, um sein Glück zu machen

»Die Erfindung des Lebens« ist die Geschichte eines jungen Mannes von seinen Kinderjahren bis zu seinen ersten Erfolgen als Schriftsteller. Als einziges überlebendes Kind seiner Eltern, die im Zweiten Weltkrieg und der Zeit danach vier Söhne verloren haben, wächst er in Köln auf. Die Mutter ist stumm geworden, und auch ihr letzter Sohn lebt zunächst stumm an ihrer Seite. Nach Jahren erst kann er sich aus der Umklammerung der Familie lösen, in Rom eine Karriere als Pianist beginnen und nach deren Scheitern mit dem Schreiben sein Glück zu machen versuchen…

In seinem neuen, autobiographisch inspirierten Roman erzählt Hanns-Josef Ortheil die Geschichte eines jahrelang stummen Kindes, dessen Eltern im Krieg und in der Nachkriegszeit vier Söhne verloren haben. Zusammen mit der ebenfalls stummen Mutter wächst es in einer künstlichen Schutzzone auf, aus der es sich erst langsam durch das geliebte Klavierspiel und den unorthodoxen Sprachunterricht des Vaters befreien kann. Doch die Befreiung ist schmerzhaft. Sie führt den Jungen auf lange, einsame Reisen durch Deutschland und in einem letzten Befreiungsakt schließlich nach Rom. Dort wird er ein erfolgreicher Pianist, der Freundschaften schließt und sogar ein Liebesverhältnis eingeht. Diese Bindungen aber zerreißen, und auch die Pianistenkarriere muss aufgegeben werden. Nach der Rückkehr nach Deutschland macht ihm ein früherer Lehrer den faszinierenden Vorschlag, es mit dem Schreiben zu versuchen…

In Anlehnung an die großen Bildungsromane der deutschen Literatur entwirft dieser auch historisch weit ausholende Roman eine Biographie, die nach jedem Rückschlag wieder ganz neu erfunden werden muss. Entstanden ist dabei die ergreifende Geschichte von einem jungen Pianisten und späteren Schriftsteller, deren am Ende glücklicher Verlauf an ein Wunder grenzt.

Portrait
Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den beliebtesten und meistgelesenen deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Thomas-Mann-Preis, dem Nicolas-Born-Preis, dem Stefan-Andres-Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.
Zitat
"In unendlicher Melodie realisiert dieser Roman Welterschließung als Sprachfindung, faltet sich als Kosmos aus Landschaften, Gewässern, Räumen, rheinischen und römischen Plätzen, Beziehungsmustern - feinnervig, milieukräftig und zeitnah. Ein wunderbares Buch einer Ichwerdung."
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 704 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.03.2010
Sprache Deutsch
EAN 9783641034207
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Dateigröße 488 KB
eBook
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
28 Bewertungen
Übersicht
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Eine tolle Entdeckung!!!
von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Die Lebensgeschichte eines Jungen - Hanns-Josef Ortheils- von der Kindheit bis zu seinen Erfolgen als Schriftsteller ist ein unglaublich berührendes, kluges , humorvolles Buch, das mich begeistert zurück lässt - meine Begeisterung lässt sich kaum in Worte fassen!! Unbedingt lesen!!!

Dieses Buch macht glücklich!
von einer Kundin/einem Kunden am 12.11.2017
Bewertet: Taschenbuch

Nach den ersten Seiten hatte ich noch nicht erwartet, am Ende des Buches tatsächlich Tränen in den Augen zu haben - Tränen darüber, wie schön es endet, wie gut es für den jungen Mann ausgeht, der hier aus der Ich-Perspektive seine Kindheit und Jugend bis hinein ins junge Erwachsenenalter... Nach den ersten Seiten hatte ich noch nicht erwartet, am Ende des Buches tatsächlich Tränen in den Augen zu haben - Tränen darüber, wie schön es endet, wie gut es für den jungen Mann ausgeht, der hier aus der Ich-Perspektive seine Kindheit und Jugend bis hinein ins junge Erwachsenenalter beschreibt. Autobiographisch ist es, ein sehr persönliches Buch, der Stil zumeist kindlich und doch distanziert aus dem zeitlichen Abstand heraus erzählt, den der junge Mann zu seinem kindlichen Ich hat. Intelligent und unterhaltsam ist dieses Buch für alle, die ein Buch nach der letzten Seite mit großem Bedauern ins Regal stellen wollen, weil es zu Ende ist und gleichzeitig glücklich sind, es gelesen zu haben.

Ein beeindruckendes Buch!
von einer Kundin/einem Kunden am 11.08.2017
Bewertet: Taschenbuch

Johannes ist das einzige Kind seiner Eltern, die vier älteren Geschwister haben den Krieg nicht überlebt. Über diesen Schmerz hat seine Mutter ihre Sprache verloren und auch Johannes, der auf symbiotische Weise mit der Mutter verbunden ist, spricht seit dem dritten Lebensjahr nicht mehr. Völlig isoliert leben sie in... Johannes ist das einzige Kind seiner Eltern, die vier älteren Geschwister haben den Krieg nicht überlebt. Über diesen Schmerz hat seine Mutter ihre Sprache verloren und auch Johannes, der auf symbiotische Weise mit der Mutter verbunden ist, spricht seit dem dritten Lebensjahr nicht mehr. Völlig isoliert leben sie in einer Wohnung in Köln , nur ein Klavier kann Johannes manchmal aus seiner Starre erlösen. Allein der Vater hat noch Kontakt zur Außenwelt und bringt abends etwas Leben und Sprache mit nach Hause. Als Johannes mit sechs Jahren eingeschult wird, kommt er überhaupt nicht zurecht und auch Lehrer und Schulleitung sind mit ihm überfordert. Der Vater nimmt ihn aus der Schule und macht mit ihm eine Reise aufs Land zu Verwandten, wo er seine Blockaden allmählich lösen und seine Sprache wiederfinden kann. Seine Heilung hat begonnen, braucht aber noch viele Stationen in seinem Leben um endlich ein bekannter Schriftsteller und Literaturprofessor zu werden. Eine unglaubliche Geschichte von der Sprachlosigkeit über Musik zur Literatur, die stark biografisch geprägt ist.