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Kain

Roman

(4)
Das Vermächtnis des Nobelpreisträgers

José Saramago war bekennender Atheist und eckte regelmäßig bei der katholischen Kirche an. In seinem letzten Roman schreibt er die Bibel kurzerhand um und lässt den Brudermörder Kain eine ganz eigene Reise durchs Alte Testament antreten. Mit Phantasie, Ironie und einem Schuss Boshaftigkeit führt der große Romancier die göttliche Allmacht ad absurdum.

"Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte ihrer Uneinigkeit mit Gott, weder versteht er uns, noch verstehen wir ihn", heißt es in Saramgos Kain, und es könnte das Motto des Buches sein. Saramago schickt seinen Kain an die unterschiedlichsten Schauplätze des Alten Testaments und lässt ihn aktiv an den biblischen Episoden teilhaben. So ist Kain dabei, als Abraham aufgefordert wird, seinen Sohn Isaak zu opfern, wobei er ihm überzeugend die Unsinnigkeit dieses Unternehmens vor Augen führt und Schlimmeres abwendet. Er interpretiert auf seine Weise die Zerstörung von Sodom und Gomorrha, ist fassungslos angesichts der Babel'schen Sprachverwirrung und findet sich am Ende auf der Arche Noah wieder. "Portugals bedeutendster Romancier" (Die Zeit) hat mit Kain ein kraftvolles, provozierendes letztes Werk geschrieben.
Portrait

José Saramago, geboren am 16. November 1922 in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo, entstammt einer Landarbeiterfamilie. Nach dem Besuch des Gymnasiums arbeitete er als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist bei verschiedenen Lissabonner Tageszeitungen. Ab 1966 widmete er sich verstärkt der Schriftstellerei. Während der Salazar-Diktatur gehörte er zur Opposition. Der Romancier, Erzähler, Lyriker, Dramatiker und Essayist erhielt 1998 den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 18. Juni 2010 auf Lanzarote. Bei Hoffmann und Campe erschienen zuletzt "Die Reise des Elefanten", "Das Tagebuch" (beide 2010) und der Gedichtband "Über die Liebe und das Meer" (2011).

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 174
Erscheinungsdatum 16.08.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-40295-7
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 21/13,3/2,1 cm
Gewicht 292 g
Originaltitel Caim
Übersetzer Karin Schweder-Schreiner
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60
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„Das andere Alte Testament“

Hannes Schwaiger, Thalia-Buchhandlung Linz

In seinem letzten Buch darf der Brudermörder Kain,so auch der Name des Buches, eine etwas veränderte Reise durch das Alte Testament vollziehen. Kain muss an den verschiedensten Schauplätzen teilhaben und beeinflusst sie auch.
Unter anderem trifft Kain, der durch einen Fluch von Gott als ewiger Umherirrender belastet ist, auf Lillith.Sie macht ihn zu ihrem Liebhaber und auch Vater eines Sohnes. Andernorts rettet er Isaak, den Sohn von Abraham, vor dessen Opfertod. Spätestens bei der Vernichtung von Sodom und Gomorrah erkennt der Zeitreisende Kain, dass die göttliche Vernunft und das Allmächtige nicht das Weiseste darstellen.
Saramago legt sich in der Person Kain immer wieder mit Gott an. Er hinterfragt als einziger Gott, den Schöpfer der Erde und des Menschen, und legt sich in Streitgesprächen mit ihm an.
Diese syfissanten Dialoge, in denen Saramago seinen Kain geistreiche und unermüdliche Kommentre abgeben läßt, deuten letztendlich den Schluß an, daß der normale Menschenverstand nie ausreicht,das göttliche Handeln denkerisch nachzuvollziehen.
Saramago hat auch mit seinem letzten Buch die ihm eigene Dynamik und provozierende Denkweise dargelegt und damit ein ganz großes literarische Werk für uns Leser hinterlassen.
In seinem letzten Buch darf der Brudermörder Kain,so auch der Name des Buches, eine etwas veränderte Reise durch das Alte Testament vollziehen. Kain muss an den verschiedensten Schauplätzen teilhaben und beeinflusst sie auch.
Unter anderem trifft Kain, der durch einen Fluch von Gott als ewiger Umherirrender belastet ist, auf Lillith.Sie macht ihn zu ihrem Liebhaber und auch Vater eines Sohnes. Andernorts rettet er Isaak, den Sohn von Abraham, vor dessen Opfertod. Spätestens bei der Vernichtung von Sodom und Gomorrah erkennt der Zeitreisende Kain, dass die göttliche Vernunft und das Allmächtige nicht das Weiseste darstellen.
Saramago legt sich in der Person Kain immer wieder mit Gott an. Er hinterfragt als einziger Gott, den Schöpfer der Erde und des Menschen, und legt sich in Streitgesprächen mit ihm an.
Diese syfissanten Dialoge, in denen Saramago seinen Kain geistreiche und unermüdliche Kommentre abgeben läßt, deuten letztendlich den Schluß an, daß der normale Menschenverstand nie ausreicht,das göttliche Handeln denkerisch nachzuvollziehen.
Saramago hat auch mit seinem letzten Buch die ihm eigene Dynamik und provozierende Denkweise dargelegt und damit ein ganz großes literarische Werk für uns Leser hinterlassen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
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das alte Testament und die langeweile im Paradies
von einer Kundin/einem Kunden am 12.11.2012
Bewertet: Taschenbuch

Als Protagonist ist Kain der Brudermörder nun wahrhaft kein Sympathieträger,umso mutiger finde ich seinen immerwährenden Disput mit Gott, den er durch die Jahrhunderte führt ! Auch seine Frage ist provokant: Warum stellt Gott die Menschen immer wieder auf die Probe ? Das wird in diesem Buch natürlich auch nicht... Als Protagonist ist Kain der Brudermörder nun wahrhaft kein Sympathieträger,umso mutiger finde ich seinen immerwährenden Disput mit Gott, den er durch die Jahrhunderte führt ! Auch seine Frage ist provokant: Warum stellt Gott die Menschen immer wieder auf die Probe ? Das wird in diesem Buch natürlich auch nicht beantwortet, wie auch - aber eine kleine literarische Fantasie dazu hätte mir schon gefallen, so ist das Buch eine reine Bibel - und allumfassende Religionskritik geblieben ! Das Ende ist allerdings bitterböse, Kain fährt mit auf der Arche Noah und tötet alle anderen Mitpassagiere, lässt so die Menschheit aussterben und Gott steht nun ganz allein da ! Wenn man sich auf die Provokationen einlassen kann - ist das Ganze auch recht witzig !

Cooles Testament
von Samy Bill aus Jenaz am 09.10.2012
Bewertet: Taschenbuch

Der hintergründige Witz des Portugiesen zeigt sich auch hier im Kampf von Kain mit einem etwas unlogischen, herrsch- und machtsüchtigen Gott, den er mehrfach austrickst und von dessen Werken er auch mal ganz quere Schlüsse zieht. Gehört in jeden christlichen und atheistischen Haushalt (aufs Nachtkästchen).