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Wie man leben soll

Roman

(9)

»Ein großartig erzähltes Schelmenstück.« Deutsche Welle
Karl »Charlie« Kolostrum ist jung und stellt sich die entscheidende Frage, wie man eigentlich leben soll. Als Teil einer völlig überspannten Familie und Sohn einer Mutter, deren Neigung zu Alkohol und Promiskuität den Vater beizeiten verjagte, war er früh sich selbst überlassen und beschäftigte sich hauptsächlich mit der eigenen Person und ihrer Wirkung auf andere. Jetzt scheint es ihm an der Zeit, ein paar Lebensregeln aufzustellen ...

Portrait

Thomas Glavinic wurde 1972 in Graz geboren und arbeitet seit 1991 als freier Schriftsteller. 1998 erschien sein viel beachtetes Debüt ›Carl Haffners Liebe zum Unentschieden‹, das vom ›Daily Telegraph‹ zum Buch des Jahres gewählt wurde. 2001 folgte der Roman ›Der Kameramörder‹, für den Glavinic mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde. Weitere Romane folgten. Thomas Glavinics Werke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien ›Unterwegs im Namen des Herrn‹. Er lebt in Wien.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 01.07.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-13903-8
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/120/17 mm
Gewicht 204
Auflage 5. Auflage
Verkaufsrang 4.206
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Buchhändler-Empfehlungen

„Was MAN lesen soll...“

Mag. Silke Springer, Thalia-Buchhandlung Linz

Alleine schon der geniale Kniff, die gesamte Geschichte aus der Perspektive von Außenseiter Charlie Kolostrum (der schräge Name passt wie die Faust aufs Auge) in der "Man"- statt "Ich"-Perspektive zu erzählen, ist absolut gelungen. Trotzdem fühlt man sich beim Lesen der schrägen Abenteuer und Vorfälle Charlie so nah wie kaum sonst einem Alleine schon der geniale Kniff, die gesamte Geschichte aus der Perspektive von Außenseiter Charlie Kolostrum (der schräge Name passt wie die Faust aufs Auge) in der "Man"- statt "Ich"-Perspektive zu erzählen, ist absolut gelungen. Trotzdem fühlt man sich beim Lesen der schrägen Abenteuer und Vorfälle Charlie so nah wie kaum sonst einem Protagonisten. Man leidet, fühlt mit...man lacht mit und über ihn...Satire vom Feinsten!

Faszinierend war für mich vor allem, dass Thomas Glavinic seinen Schreibstil so gekonnt an die Art der Geschichten anpasst. In "Wie man leben soll" entdeckte ich somit nach der Lektüre von "Arbeit der Nacht" einen vollkommen anderen Glavinic...ein Autor, der mir in jeder seiner Facetten sehr zusagt.

"Wie man leben soll" wurde bereits von Regisseur David Schalko verfilmt. Wer zudem gerne über Außenseiter liest, sollte sich zum leichten Amüsement Tommy Jauds "Resturlaub" vornehmen...am besten in der von Christoph Maria Herbst vorzüglich gesprochenen Hörbuchvariante.

„Charlie lebt schon richtig“

Kevin Smretschnig, Thalia-Buchhandlung Wien

Charlie ist das was man eigentlich als typischen Außenseiter in der Schule bezeichnen kann:
Übergewichtig, lange Haare, weiß nicht so recht wie er mit den Menschen umzugehen hat und zudem hat er auch großteils nicht dieselben Interessen wie alle anderen.
Aber in einem Interesse steht er seinen Mitmenschen um nichts nach ,nämlich dem
Charlie ist das was man eigentlich als typischen Außenseiter in der Schule bezeichnen kann:
Übergewichtig, lange Haare, weiß nicht so recht wie er mit den Menschen umzugehen hat und zudem hat er auch großteils nicht dieselben Interessen wie alle anderen.
Aber in einem Interesse steht er seinen Mitmenschen um nichts nach ,nämlich dem Interesse an den Frauen.
So fängt das Buch auch damit an dass er mit seiner ersten Freundin im Bett liegt und nicht weiß was er mit ihr anfangen soll, da er doch noch viel zu nervös ist.
Das Buch erzählt mit großem Wortwitz und Ironie das Leben eines tollpatschigen Außenseiters der vom Studenten über Taxifahrer, schlussendlich zufällig zum Star wird.
Absoluter Tipp für alle die sich mit zeitgenössischen österreichischen Autoren auseinandersetzen wollen!

„Herrlich unterhaltsam“

Nina Oberngruber, Thalia-Buchhandlung Linz

Schon der Titel ist pure Ironie. "Man" ist Charlie, der Protagonist dieses Romans, dessen vermutlich einzige halbwegs aktive Tätigkeit die Nahrungsaufnahme ist. Schicksalsergeben fügt er sich in das Leben, das seine Freunde und Familienmitglieder für ihn lenken und gestalten. Diese Passivität hat mich beim Lesen fast grantig gemacht, Schon der Titel ist pure Ironie. "Man" ist Charlie, der Protagonist dieses Romans, dessen vermutlich einzige halbwegs aktive Tätigkeit die Nahrungsaufnahme ist. Schicksalsergeben fügt er sich in das Leben, das seine Freunde und Familienmitglieder für ihn lenken und gestalten. Diese Passivität hat mich beim Lesen fast grantig gemacht, gleichzeitig aber total amüsiert. Kann man fast nur in einem Rutsch verschlingen.

„Wunderbar schräg“

Regina Götzendorfer, Thalia-Buchhandlung Plus City

Dieses Buch ist KEIN Lebensratgeber, ausser der einen wichtigsten Aussage überhaupt:
"Es kommt, wie´s kommt". Die Lebensphilosophie des jungen Charly in den 80ern ist die, wir studieren mal Kunst, da gibt´s immer die schönsten Damen. Der Rest wird sich schon ergeben. Toller schwarzer Humor und typisch österreichisch! Absolut empfehlenswert!
Dieses Buch ist KEIN Lebensratgeber, ausser der einen wichtigsten Aussage überhaupt:
"Es kommt, wie´s kommt". Die Lebensphilosophie des jungen Charly in den 80ern ist die, wir studieren mal Kunst, da gibt´s immer die schönsten Damen. Der Rest wird sich schon ergeben. Toller schwarzer Humor und typisch österreichisch! Absolut empfehlenswert!

Kundenbewertungen


Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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Jung,männlich lässt das Leben passieren...
von Nina Marlene Gollmann aus Graz am 24.09.2011

T.Glavinic erzählt von dem Leben eines Jungens, Charly, aus der Ich-Perspektive, wobei er das "Ich" mit "Man" ersetzt und somit eine gewisse Distanz zu dem Protagonisten aufbaut. Er ist übergewichtig und ein Außenseiter. Der Schreibstil Glavinics erinnert durch Einzüge an Tagebucheintragungen, die einen fürs Leben prägen. Glavinic versteht es... T.Glavinic erzählt von dem Leben eines Jungens, Charly, aus der Ich-Perspektive, wobei er das "Ich" mit "Man" ersetzt und somit eine gewisse Distanz zu dem Protagonisten aufbaut. Er ist übergewichtig und ein Außenseiter. Der Schreibstil Glavinics erinnert durch Einzüge an Tagebucheintragungen, die einen fürs Leben prägen. Glavinic versteht es den Jugend-Lifestyle (Studieren wir mal ewig lang- Geld kommt eh von den Verwandten; kiffen wir; bin ich glücklich mit meiner Beziehung-egal, ich will nicht alleine sein; Philosophisestudium ist doch nichts-Ich werde Taxifahrer usw....), wie er vor einigen Jahren vorherrschte, einzufangen und diesen subtil ins Ironische zu ziehen. Unbedingt lesenswert!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Träger Fluss des Lebens
von Michael Lehmann-Pape am 10.07.2010

1986 explodierte die Challenger, sieben Astronauten starben. Charlie aber, 16jährig, dick, durchaus orientierungslos und träge, erlebt just in diesem Moment seine erste Annäherung an die weibliche Anatomie. Neben dieser intensiven Suche und Beschäftigung mit dem weiblichen Geschlecht gibt es nur noch das beständig eher unmotivierte vor sich hin singen... 1986 explodierte die Challenger, sieben Astronauten starben. Charlie aber, 16jährig, dick, durchaus orientierungslos und träge, erlebt just in diesem Moment seine erste Annäherung an die weibliche Anatomie. Neben dieser intensiven Suche und Beschäftigung mit dem weiblichen Geschlecht gibt es nur noch das beständig eher unmotivierte vor sich hin singen und den Versuch, als Dicker nicht allzu sehr unter die Räder des Spotts zu geraten. Charlie sucht seinen Weg und laviert sich durch die Jahre seiner Jugend und seines jungen Erwachsenenlebens hindurch, umgeben von einer Familie, deren Mitglieder jeder für sich einzigartige Macken offen zur Schau trägt und die dennoch ein hervorragend beobachtetes kleinbürgerliches Bild der ausgehenden 80er Jahre abgeben. Wie kann es sein, dass dieser Charlie, der im Verlauf des Buches von einer Trägheit zur anderen fließt, keinen Plan für sein Leben entwickelt und lakonisch bemerkt, dass man als Dicker eben nur jene Frauen beglückt, die am Wegesrand wie liegengeblieben auftauchen, wie kann es sein, dass wir diese Charlie am Ende des Buches hineingeschlittert in eine Art Karriere dann erleben? Pünktlich zum Tage des zweiten, großen Shuttle Unglückes der Columbia? Thomas Glavinic erzählt in teilweise mitreißendem, lakonisch-ironischem Sprachstil mit einem staubtrockenen Humor die Entwicklungsgeschichte dieses haltlos durch die Gegend und durch die Zeit taumelnden Jungen und Mannes, der in eine Vielzahl von Situationen, der in ganze Berufe, alleine deswegen hineingerät, gerade weil er eben ein „Sitzer“ ist, kein Draufgänger und Sitzer nun mal nur in extremen Situationen entweder „Nein“ sagen oder die Initiative ergreifen. Dennoch kommt Charlie durch. Finanzielle Zuwendungen aus der Familie, Zufallsbekanntschaften, der Erwerb des Taxischeins trotz seiner erbitterten Gegenwehr und, zu guter Letzt, die faustdicke Überraschung im Fernsehen (auch dies ohne sein Zutun, zufällig hineingeraten). Eine Geschichte aus einem Guss schreibt Thomas Glavinic. Großartig erzählt, voller Ironie, die nicht in Zynismus abgleitet, sondern immer die unschuldige Betrachtung der Welt behält und die das unterschwellige Selbstmitleid des Protagonisten nie in den Vordergrund rückt. Treffend gelingt es ihm, nicht nur seine Hauptperson, sondern auch alle weiteren Personen wie beiläufig zu skizieren, so dass sie und ihre Verflochtenheit in das Zeitgeschehen lebendig vor Augen geführt werden. Im Gegensatz zu Büchern wie „Generation Golf“ rückt hier auf ganz anderer sprachlicher Ebene mit hoher Erzählkunst die Innensicht einer seltsam antrieblosen Generation in den Blick, die in treffend geschilderter Ziellosigkeit das Leben dahinfließen lässt. Wunderbar erzählt, treffend geschildert, mit klar erkennbaren Charakteren ausgestattet und voller Ironie begleitet Thomas Glaviniv seinen Helden, der nie da ankommt, wo er in seiner Fantasie gerne wäre, der dennoch beständig, oft notgedrungen, in Bewegung ist und wie nebenbei am Wegesrand zu pflücken versteht, was sich ihm bietet.

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Sollte man unbedingt lesen!
von T. Ehlert aus Kiel am 23.06.2010

"Früher hat man ungern geduscht. Den Anblick findet man nicht sehr einnehmend, denn um die Hüften schwabbelt es." Wie großartig ist das denn? Thomas Glavinic hat mit diesem Roman den "Man"-Erzähler erfunden und lässt uns aus dieser ungewöhnlichen Erzählperspektive auf extrem lustige Weise am Leben seines "Helden" Charlie teilnehmen.... "Früher hat man ungern geduscht. Den Anblick findet man nicht sehr einnehmend, denn um die Hüften schwabbelt es." Wie großartig ist das denn? Thomas Glavinic hat mit diesem Roman den "Man"-Erzähler erfunden und lässt uns aus dieser ungewöhnlichen Erzählperspektive auf extrem lustige Weise am Leben seines "Helden" Charlie teilnehmen. Charlie ist antriebs- und ziellos - er wird eher gelebt, als dass er selbstbestimmt durchs Leben geht. Er hangelt sich anhand zahlreicher Ratgeber durchs Leben, und entwickelt nebenbei selbst ganz hervorragende Lebensweisheiten (z.B. "Man sollte einen Stammfriseur haben, der einen kennt."; "Wenn man liebt, verliert man den Überblick."). Trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) schliddert Charlie von einer absurden Situation in die Nächste, und zum Ende nimmt die Geschichte derart Fahrt auf, dass ich mein Dauergrinsen nur noch schwer ablegen konnte. Herrlich!!

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