>> Ihre Thalia-Vorteile: Entdecken Sie unsere Services im Überblick!

Die Gesellschaft der Gleichen

Ein Riss geht durch die Demokratien der westlichen Gesellschaften. Immer größer werdende Einkommensunterschiede setzen das soziale Band bis zum Zerreißen unter Spannung. Zwar haben die Bürgerinnen und Bürger ihre Fähigkeit, sich einzumischen und ihren Einfluss geltend zu machen, beständig erhöht. Doch während sich die politische Bürgerschaft auf dem Vormarsch befindet, schwindet sie als soziale Körperschaft dahin. In dieser Kluft liegt die größte Gefahr für die Demokratie selbst. Das Überleben der Demokratie als »politische Form« ist – so Rosanvallon – an einen Vergesellschaftungsmodus, an eine »soziale Form« gebunden, in der sich Gleiche als Freie und Freie als Gleiche begegnen können.
Lassen sich Gleichheit und Freiheit sozial und politisch versöhnen? Kann die Gesellschaft der Gleichen tatsächlich auch eine Gesellschaft von Bürgerinnen und Bürgern sein, die sich in ihren Unterschieden, in ihrer Individualität wechselseitig anerkennen? Fragen, die Rosanvallon unmissverständlich bejaht. Insofern richtet er sich gegen jene neoliberalen Positionen, die im Namen vermeintlicher Leistungsgerechtigkeit das Lob der Ungleichheit anstimmen. Indem die Empörung gegenüber eklatanten Ungleichheiten als Ausdruck niedrigen Sozialneids diskreditiert wird, werden Gleichheitspostulate politisch denunziert.
Rosanvallon spannt vor seinen Leser/innen ein sozial- sowie begriffsgeschichtliches Panorama auf, das die Geschichte der Gleichheitsvorstellungen vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart des frühen 21. Jahrhunderts darstellt. Die sich abzeichnende Zerstörung der sozialen Matrix, die Basis jeder Demokratie, ist die zeitdiagnostische Beobachtung, an der sich Rosanvallons Ausführungen orientieren.
Portrait

Pierre Rosanvallon, Professor für Neuere und Neueste Politische Geschichte am Collège de France und Studiendirektor an der École des hautes études en sciences sociales. 2002 rief er den internationalen intellektuellen Workshop »La République des Idées« ins Leben, deren Vorsitzender er ist. Die Gruppe gibt eine Online-Zeitschrift und Bücher heraus. Er forscht und veröffentlicht zur Geschichte der Demokratie und Souveränität, zur Geschichte des französischen Politikmodells sowie zu aktuellen Fragen der sozialen Gerechtigkeit.

… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 02.03.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86854-257-8
Verlag Hamburger Edition
Maße (L/B/H) 22,1/14,6/3 cm
Gewicht 569 g
Auflage 2. Auflage Dezember 2013
Übersetzer Michael Halfbrodt
Buch (gebundene Ausgabe)
33,90
inkl. gesetzl. MwSt.
Versandfertig innerhalb 48 Stunden
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • Das Unbehagen in der Gesellschaft
    von Alain Ehrenberg
    Buch (Taschenbuch)
    24,70
  • Gegen Demokratie
    von Jason Brennan
    Buch (gebundene Ausgabe)
    24,70
  • Die Gesellschaft der Gleichen
    von Pierre Rosanvallon
    Buch (Taschenbuch)
    20,60
  • Die gute Regierung
    von Pierre Rosanvallon
    Buch (gebundene Ausgabe)
    35,90
  • Soziale Arbeit studieren
    von Rudolf Bieker
    eBook
    28,99
  • Feuer und Zorn
    von Michael Wolff
    (22)
    Buch (gebundene Ausgabe)
    19,95
  • SS-Obersturmbannführer Paul-Albert Kausch
    von Franz Kurowski
    Buch (gebundene Ausgabe)
    10,30
  • Das gute Projekt
    von Monika Krause
    Buch (gebundene Ausgabe)
    32,90
  • Studio d - Grundstufe / A1: Teilband 2 - Sprachtraining
    von Rita Maria Eggeling
    Schulbuch (Taschenbuch)
    9,80
  • Fragen können wie Küsse schmecken
    von Carmen Kindl-Beilfuss
    (2)
    Buch (Taschenbuch)
    22,60

Kundenbewertungen

Es wurden noch keine Bewertungen geschrieben.