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Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus

Es gibt Alternativen zum herrschenden System

David Graeber

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Beschreibung

Die Behauptung von Wirtschaft und Politik, dass es zum bestehenden System keine Alternative gibt, wird von David Graeber in diesem Buch systematisch demontiert. Eine andere Wirtschaft, ein anderes Modell menschlicher Gemeinschaft ist nicht nur denkbar, sondern auch möglich und machbar.

»Besonders aufschlussreich sind die theoretischen, scharf in der Sache, aber locker im Ton gehaltenen Auseinandersetzungen mit den linken Ikonen des anti-kapitalistischen Widerstands.«

David Graeber, geb. 1961, war ein bekannter sozialer und politischer Aktivist und bekennder Anarchist, der an den Protesten des World Economic Forum in New York City (2002) teilnahm. Darüber hinaus war er Mitglied der Gewerkschaft Industrial Workers of the World. Als »Mann der Stunde« hatte die FAS David Graeber damals bezeichnet, und Frank Schirrmacher erging sich in Lobeshymnen über sein Buch »Debt. The First 5000 Years«. Obwohl die »Occupy Wall Street«-Bewegung sich bemühte, kein erkennbares Gesicht zu haben, so wurde David Graeber doch rasch zu ihrem führenden Kopf. Bis Juni 2007 war er Professor für Ethnologie an der Yale University, wo die umstrittene Entscheidung getroffen wurde, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Er lehrte danach Ethnologie am Goldsmiths College der University of London und wurde 2013 Professor für Anthropologie an der London School of Economics. Weitere anthropologische und politische Bücher folgten. David Graeber starb im September 2020 in Venedig.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 192 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 02.04.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783641082710
Verlag Random House ebook
Originaltitel Revolutions in Reverse
Dateigröße 581 KB
Übersetzer Katrin Behringer

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Ist die sich abzeichnende Bewegung auch nachhaltig?
von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 04.05.2012

Graeber sieht den Kapitalismus am Wendepunkt. Längerfristig werde sich der Kapitalismus zwar durch die Vereinnahmung von Konzepten der sozialen Bewegungen wie Nachhaltigkeit oder Dezentralisierung modernisieren. Zwischenzeitlich aber herrsche der Kamikaze-Kapitalismus - "eine Ordnung, die sich ohne zu zögern selbst zerstören wür... Graeber sieht den Kapitalismus am Wendepunkt. Längerfristig werde sich der Kapitalismus zwar durch die Vereinnahmung von Konzepten der sozialen Bewegungen wie Nachhaltigkeit oder Dezentralisierung modernisieren. Zwischenzeitlich aber herrsche der Kamikaze-Kapitalismus - "eine Ordnung, die sich ohne zu zögern selbst zerstören würde, falls das nötig ist, um ihre Gegner auszumerzen". Die sozialen Bewegungen dagegen erproben Organisationsformen einer staatenlosen und solidarischen Gesellschaft. Tatsächlich sind die Occupy-Proteste trotz ihrer Heterogenität konsequent horizontal organisiert. Der Rekurs auf Prinzipien der direkten Demokratie ist die Schnittmenge der ansonsten zerstrittenen Gruppen. Die Abkehr von der parlamentarischen Demokratie ist ein Massenphänomen geworden und auch die Bereitschaft, partizipative Entscheidungskonzepte zu erproben.Der Autor sieht aus den sozialen Bewegungen eine vollkommen andere Gesellschaft entstehen. Graeber zeichnet das Dilemma der sozialen Bewegungen zwischen dem Bemühen um Bündnisfähigkeit und Radikalität, zwischen Mutlosigkeit und Erfolgen nach. Stark sind die Texte dort, wo er die subjektiven Implikationen der Krise - in diesem Fall auf die Bewegung selbst - herausstellt. Es ist erstaunlich, womit sich der Anarchist Graeber zufrieden gibt. Als antikapitalistisch gelten ihm alle Proteste, die den Status quo angreifen. Der Verlag hat das erkannt und mit der Auswahl des Titels "Kamikaze-Kapitalismus" seinerseits betont, dass es um "Auswüchse", nicht ums System gehe. Im Klappentext wird auf die Proteste gegen Stuttgart 21 verwiesen. "Ganz normale Menschen", heißt es, "begehren auf gegen die Selbstherrlichkeit von Wirtschaft und Politik und damit auch gegen die Herrschaft des Kapitals." Der Kampf gegen das Kapital war jedoch nie Sache der WutbürgerInnen. Reichen also anarchistische Organisationsprinzipien aus, um soziale Frustration in eine radikale Haltung umzuwandeln? Die "Alternativen zum herrschenden System", die der Untertitel ankündigt, bleibt jedenfalls auch Graeber schuldig.


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