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Der letzte Satz

Roman

Robert Seethaler

(158)
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Beschreibung

Gustav Mahler auf seiner letzten Reise – das ergreifende Porträt des Ausnahmekünstlers. Nach „Das Feld“ und „Ein ganzes Leben“ der neue Roman von Robert Seethaler.

An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Er ist berühmt, der größte Musiker der Welt, doch sein Körper schmerzt, hat immer schon geschmerzt. Während ihn der Schiffsjunge sanft, aber resolut umsorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manchmal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gerade unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise.
"Der letzte Satz" ist das ergreifende Porträt eines Künstlers als müde gewordener Arbeiter, dem die Vergangenheit in Form glasklarer Momente der Schönheit und des Bedauerns entgegentritt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 03.08.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26788-6
Verlag Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Maße (L/B/H) 20,8/13,1/2 cm
Gewicht 221 g
Auflage 4. Auflage
Verkaufsrang 40

Portrait

Robert Seethaler

Robert Seethaler, geboren 1966, wurde 2007 für seinen Roman "Die Biene und der Kurt" mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet. 2008 erhält er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste. Gerade wurde Seethalers Drehbuch Die zweite Frau mit Monica Bleibtreu und Matthias Brandt in den Hauptrollen verfilmt. Robert Seethaler lebt und schreibt in Berlin und Wien.

Artikelbild Der letzte Satz von Robert Seethaler

Buchhändler-Empfehlungen

Großartig

Birgit Matthews, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Gustav Mahler auf seiner letzten Reise - an Bord eines Ozeanriesens, das ihn und seine Familie von New York nach Europa heimbringt. Der berühmte Passagier ist tot krank. Am Schiffsdeck reflektiert er sein Leben. Den Tod seiner kleinen Tochter, den er nie überwunden hat. Die Strapazen seines Musikerdaseins und Alma, seine untreue Ehefrau, beschäftigen den größten Musiker der Welt in seinen letzten Monaten. Nur ein Schiffsjunge sorgt sich um den kauzigen Kranken.

Wortgewaltig und einfühlsam

Pia Lemberger, Thalia-Buchhandlung Wien

Die Vermutung liegt nahe, dass es bei einem Buch, das Gustav Mahlers letzte Tage beschreibt, um Musik geht, aber weit gefehlt. Musik spielt nur eine untergeordnete Rolle in diesem Buch, sie wird gerade mal erwähnt. Man muss also kein Mahler-Fan sein, um dieses Buch zu lieben, man darf allerdings einer sein, denn die historischen Eckpunkte aus dem Leben Mahlers stimmen. Seethaler schafft es einmal mehr, das Innerste einer Person einfühlsam auf Papier zu bringen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
158 Bewertungen
Übersicht
94
45
16
3
0

Was noch bleibt sind Erinnerungen
von Sikal am 27.09.2020

Der Autor Robert Seethaler nimmt uns hier mit auf Gustav Mahlers letzte Reise, die ihn von New York wieder zurück nach Europa führt. Es ist kein biografischer Roman sondern eher ein Einblick in die Gedankenwelt des Musikers. Mahler erinnert sich an so manche Anekdote, er denkt an die Liebe (vor allem an Alma), an die Musik a... Der Autor Robert Seethaler nimmt uns hier mit auf Gustav Mahlers letzte Reise, die ihn von New York wieder zurück nach Europa führt. Es ist kein biografischer Roman sondern eher ein Einblick in die Gedankenwelt des Musikers. Mahler erinnert sich an so manche Anekdote, er denkt an die Liebe (vor allem an Alma), an die Musik an das Erklingen der Noten, immer wieder fließt ein wenig Zeitgeschehen ein – aber nicht zu viel, dafür wäre in dem schmalen Büchlein auch nicht genügend Platz. Während Mahler seine letzten Tage an Deck verbringt, seinen geschwächten Körper nur mehr mit Mühen bewegen kann, strömen die Gedanken durch ihn durch wie das Schiff durchs Wasser. Robert Seethaler schafft es mit einer einzigartigen Sprache, dem Buch die nötigen Emotionen und die nötige Tiefe zu geben, um den Menschen Gustav Mahler zu begleiten. Obwohl Mahler um sein nahes Ende weiß, versinkt er nicht in Trübsinnigkeit sondern lässt viele angenehme Passagen seines Lebens Revue passieren. Wie man einen letzten Satz, eine letzte Note genießen kann, so kann man auch dieses Buch bis zum Schluss genießen. Und wenn die letzte Seite verklungen ist, hallt diese noch nach und man möchte sofort nochmal von vorne beginnen. Ein wunderbarer Roman, dem ich gerne 5 Sterne gebe und eine Leseempfehlung.

Nicht ganz so bedeutend
von einer Kundin/einem Kunden aus Heidenheim am 26.09.2020

Meine Meinung: Normalerweise bin ich ein sehr großer Fan von Robert Seethalers Büchern, er zählt sogar zu einem meiner liebsten Autoren in meinem Bücherregal. Auch dieses Mal begeisterte er mich wieder durch seinen großartigen und galanten Schreibstil, der etwas sehr sanftes, ruhiges und dennoch aussagekräftiges beinhaltet, so... Meine Meinung: Normalerweise bin ich ein sehr großer Fan von Robert Seethalers Büchern, er zählt sogar zu einem meiner liebsten Autoren in meinem Bücherregal. Auch dieses Mal begeisterte er mich wieder durch seinen großartigen und galanten Schreibstil, der etwas sehr sanftes, ruhiges und dennoch aussagekräftiges beinhaltet, sodass man sich wirklich fernab von der realen Welt befindet, wenn man seine Romane liest. Dennoch muss ich leider sagen, dass diesem Buch ein wenig die dünne Seitenanzahl zum Verhängnis wurde, denn für mich blieb die Figur des Gustav Mahlers ein wenig zu blass, wenig kreativ ausgearbeitet und leider weniger emotional, als ich es erwartet hatte. Trotzdem ist dieses Buch immer noch ein höchst solides, herausragend geschriebenes Buch, das eben einfach nicht so monumental bedeutend war, wie ich es von Robert Seethaler normalerweise kenne!

kurzes Portrait eines Ausnahmekünstlers
von einer Kundin/einem Kunden am 25.09.2020

Meine Meinung Der letzte Satz ist Robert Seethalers Portrait des Ausnahmekünstlers Gustav Mahler. Der Autor schickt seinen Protagonisten auf seine letzte große Reise von New York nach Europa. An Bord der "America" sinniert der schwer kranke Gustav Mahler über sein Leben. Dabei leistet ihn ein namenloser Schiffsjunge... Meine Meinung Der letzte Satz ist Robert Seethalers Portrait des Ausnahmekünstlers Gustav Mahler. Der Autor schickt seinen Protagonisten auf seine letzte große Reise von New York nach Europa. An Bord der "America" sinniert der schwer kranke Gustav Mahler über sein Leben. Dabei leistet ihn ein namenloser Schiffsjunge Gesellschaft. Er versorgt den Musiker an Deck mit Tee und hält ihn warm, während Gattin Alma und Tochter Anna unter Deck frühstücken. Robert Seethaler erzählt in klaren und prägnanten Sätzen, fast schon etwas emotionslos, aus dem Leben Mahlers. Er lässt uns an der Erinnerung des Künstlers teilhaben. Mahler lässt seine Zeiten in Wien, Paris und New York Revue passieren. Er erinnert sich an Begegnungen mit namhaften Größen wie Rodin und Freud. Er analysiert aber auch seine Ehe mit Alma. Diese hatte es wahrlich nicht leicht und musste oft aufgrund des Ruhmes und der intensiven Arbeit ihres Gatten zurück stecken. Dass Tochter Maria früh verstirbt, macht die Situation nicht leichter. Maria lässt Gustav nicht los. Man hat beim Lesen das Gefühl sie ist allgegenwärtig und begleitet ihren Vater auf seiner letzten Überfahrt. Es sind vorallem die privaten Momente, die Robert Seethaler einfängt. Jetzt könnte man meinen, dass das Buch auf viele x-beliebige Künstler zutrifft und vielleicht stimmt das sogar. Mir hat das Portrait von Mahler dennoch gut gefallen und es war schön gedanklich mit auf Reise zu gehen. Man darf nur nicht den Fehler machen und eine vollständige Biographie erwarten, denn das ist das Buch nicht. Fazit Auf knapp 120 Seiten portraitiert Robert Seethaler ein sehr persönliches Bild des Musikers und Dirigenten Gustav Mahler. Es ist weniger die Musik und die Karriere über die wir hier zu lesen bekommen. Gustav Mahler erinnert sich auf seiner letzten großen Überseefahrt von New York nach Europa vorallem an Situationen aus seinem privaten Umfeld. Vorallem seine verstorbene Tochter Maria ist sehr präsent. Aber auch über die Ehe mit Gattin Alma, der schönsten Frau Wiens, hat Mahler viel nachzudenken. Mir hat die Gedankenreise sehr gut gefallen und daher gibts auch eine Leseempfehlung.

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