Der Junge im gestreiften Pyjama

Ausgezeichnet mit dem Irish Book Award, Bestes Kinderbuch des Jahres. Nominiert für die Carnegie Medal, den Ottokar's Book Prize und den Premio Paolo Ungari

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Die Geschichte von »Der Junge im gestreiften Pyjama« ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt.
Portrait

John Boyne wurde 1971 in Dublin, Irland, geboren, wo er auch heute lebt. Er ist der Autor von vierzehn Romanen, darunter >Der Junge im gestreiften Pyjama<, der sich weltweit sechs Millionen Mal verkaufte, zahlreiche internationale Buchpreise gewann und mit großem Erfolg verfilmt wurde. John Boynes Romane wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.

Literaturpreise:

>Der Junge mit dem gestreiften Pyjama<:
- Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 (Jugendjury)
- Buch des Monats Dezember 2007 der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V., Volkach
- Empfehlungsliste des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2008
- Ausgezeichnet als Penguin Orange Readers' Group Book of the Year 2009
- Ausgezeichnet mit dem Irish Book Award: Bestes Kinderbuch des Jahres
- Ausgezeichnet mit dem Listener's Choice Book of the Year: Bestes Hörbuch des Jahres (UK)
- Nominiert für die Carnegie Medal (UK)
- Nominiert für den Ottakar's Book Prize (UK)
- Nominiert für den Paolo Ungari Prize (Italien)

>Der Schiffsjunge<:
Die besten 7 Bücher für junge Leser (April 2011)

>Der Junge mit dem Herz aus Holz<:
Nominiert für die Carnegie Medal 2012 (Longlist)
Buch des Monats August 2012 Jubu-Crew Göttingen

>Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket<:
Nominiert für die CILIP Carnegie Medal 2013 (Longlist)
Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2014 (Jugendjury)

>So fern wie nah<
Nominiert für die 2015 DILIP Kate Greenaway Medal
Ausgezeichnet mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2015

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 272
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 01.03.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-80683-6
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 189/124/22 mm
Gewicht 240
Originaltitel The Boy in the Striped Pyjamas
Auflage 30. Auflage
Verkaufsrang 3.724
Buch (Taschenbuch)
8,20
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„Bestes Kinderbuch des Jahres beim Irish Book Award“

Michaela Klauser, Thalia-Buchhandlung St. Pölten

Die grausame Zeit des Holocausts mit den Augen eines unschuldigen Kindes gesehen.
Aber auch eine bewegende Geschichte über eine gefährliche Freundschaft und die Macht der Hoffnung.
Zu empfehlen für alle ab ca. 13 Jahren
Die grausame Zeit des Holocausts mit den Augen eines unschuldigen Kindes gesehen.
Aber auch eine bewegende Geschichte über eine gefährliche Freundschaft und die Macht der Hoffnung.
Zu empfehlen für alle ab ca. 13 Jahren

„Ein Buch das man nicht so schnell vergessen wird!!“

Lisa Haslinger, Thalia-Buchhandlung Liezen

Bruno ist der Sohn eines Soldaten. Als sein Vater dann ein KZ leitet, ziehen sie in eine andere Stadt. Bruno sieht das KZ von seinem Fenster aus und denkt es sei ein Bauernhof. Seine Mutter jedoch verbietet ihm dort hinzugehen. Er erkundet die Gegend doch am Ende des Waldes ist ein riesiger Zaun. Hinter dem Zaun sitzt Schmuel im gestreiften Bruno ist der Sohn eines Soldaten. Als sein Vater dann ein KZ leitet, ziehen sie in eine andere Stadt. Bruno sieht das KZ von seinem Fenster aus und denkt es sei ein Bauernhof. Seine Mutter jedoch verbietet ihm dort hinzugehen. Er erkundet die Gegend doch am Ende des Waldes ist ein riesiger Zaun. Hinter dem Zaun sitzt Schmuel im gestreiften Pyjama, ein jüdischer Junge. Die beiden werden nach und nach Freunde. Schmuel erzählt Bruno was im KZ alles passiert. Jedoch glaubt Bruno, dass das ein Paradies ist. Später erzählt Schmuel über seinen verschwundenen Vater und Bruno will ihn suchen. Er gelangt durch ein loch im Boden auf die andere Seite und macht einen großen Fehler.

Eine gute Freundschaft die ein trauriges Ende nimmt...

„Die Freundschaft im Ort des Todes“

Alessandra Marques Schmied, Thalia-Buchhandlung Klagenfurt

In der unmenschlichen Zeit des Zweiten Weltkrieges wuchs die herzbewegende Freundschaft zwischen Bruno, dessen Vater Offizier der SS war und Schmuel, einem jüdischen Jungen.
Bruno, ein neunjähriger Junge, wohnte mit seiner Familie in Berlin und eines Nachmittags als er nach Hause von der Schule kam, erfuhr er, dass er seine Heimat
In der unmenschlichen Zeit des Zweiten Weltkrieges wuchs die herzbewegende Freundschaft zwischen Bruno, dessen Vater Offizier der SS war und Schmuel, einem jüdischen Jungen.
Bruno, ein neunjähriger Junge, wohnte mit seiner Familie in Berlin und eines Nachmittags als er nach Hause von der Schule kam, erfuhr er, dass er seine Heimat und seine Freunde verlassen musste aufgrund der neuen Arbeit seines Vaters in "Aus- Wisch".
Das neue zu Hause gefiel ihm nicht, aber eines Tages entdeckte Bruno durch ein Fenster Kinder, die auf der andere Seite der Zäune einen gestreiften Pyjama trugen.
Es gab viele Dinge, die Bruno so gern in Berlin machte und hier in "Aus- Wisch" nicht mehr konnte, weil er keine Freunde hatte. Jedoch für sein Lieblingsspiel, das Erforschen, brauchte er keine Freunde. Fest entschlossen ging er gegen den Willen seiner Eltern den verbotenen Zaun entlang und lernte Schmuel kennen. Sie sahen sich regelmäßig und hatten einen großen Wunsch. Sie wollten miteinander spielen. Als Bruno Schmuel erzählte, dass er wieder nach Berlin zurückkehren würde, bat Schmuel ihn um Hilfe, weil er seinen Vater nicht mehr finden konnte. Tatsächlich besorgte Schmuel Bruno einen gestreiften Pyjama und er kroch durch ein Loch im Zaun um ihn zu unterstützen. Klar war, dass diese Handlung alles verändern würde.

Dieses Buch zeigt uns mit den Augen eines Kindes, dass Verzeihen und für einander da sein auch in schwierigen Situationen möglich sind.

„Was hätte man daraus machen können...“

Barbara Sitter, Thalia-Buchhandlung Wien

Leider hat "Der Junge im gestreiften Pyjama" meine Erwartungen weit nicht erfüllt. Gespannt durch die ganzen positiven Rezensionen bin ich an die Lektüre gegangen und habe das platteste, nichtssagenste und wohl am wenigsten einfühlsame (und zwar in jeder Hinsicht) Buch in der Fülle der Holocaust-Bücher gefunden, die am Markt sind.
John
Leider hat "Der Junge im gestreiften Pyjama" meine Erwartungen weit nicht erfüllt. Gespannt durch die ganzen positiven Rezensionen bin ich an die Lektüre gegangen und habe das platteste, nichtssagenste und wohl am wenigsten einfühlsame (und zwar in jeder Hinsicht) Buch in der Fülle der Holocaust-Bücher gefunden, die am Markt sind.
John Boyne - beachten Sie bitte, dass dies meine eigene, persönliche Meinung ist - schafft es weder, sich in die Gedankenwelt eines 9-jährigen Jungen einzufühlen, noch in das Leben eines KZ-Häftlings. Die dargestellten Gefühle (so spärlich sie vorhanden sind) sind bestenfalls oberflächlich und naiv beschrieben und schaffen es nicht, bei mir auch nur einen Hauch Mitgefühl zu wecken. Im Gegenteil, nach der Lektüre dieses Heftes, die mich insgesamt anderthalb Stunden gekostet hatte, legte ich das Buch zur Seite ohne auch nur im Mindesten berührt zu sein oder gar zum Nachdenken angeregt worden zu sein. Bruno und sein Schicksal waren mir schlicht egal und da ich prinzipiell eine emotionale Persönlichkeit bin und dem Gräuel des Nationasozialismus gegenüber keinesfalls abgestumpft, muss es wohl an der phantasielosen und geisitg zurückgebliebenen Schreibweise von John Boyne liegen.
Kleine Beispiele, die mich aufgeregt haben:
-Bruno weiß nichts von Juden, vom Führer, von der nationalsozialistischen Ideologie und vom Krieg.
-Die Sprache lebt von immerkehrenden Wiederholungen, die Brunos Denkweise widerspiegeln sollen, es aber nicht vermögen. Sie nerven nur. Kein Kind denkt so.
-Die unglaubwürdige Darstellung des Lebens im KZ. Kein Häftling, auch kein Kind, hat jeden Tag stundenlang Zeit, um am Zaun zu sitzen, der bei Boyne nicht mal bewacht wird.
-Im Hause des Kommandanten des KZ Auschwitz fällt es mit Sicherheit auf, wenn der Sohn jeden Tag einen zweistündigen Marsch entlang des KZ-Zauns macht. Ach ups, doch nicht.
Mein Fazit: Eine unglaubwürdige, naive, ja schlechte Darstellung der damaligen Verhältnisse, die es nicht wert ist, gelesen zu werden!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
128 Bewertungen
Übersicht
104
17
5
1
1

Der schlimmste Fehler unsererseits wäre Vergessen.
von Nina Mayr aus Kissing am 08.06.2012

Dieses Buch übermittelt eine so packende Tragik, dass es eigentlich kaum zu beschreiben ist. Der kleine Bruno zieht mit seinen Eltern und seiner Schwester von Berlin nach Ausschwitz, da sein Vater Leiter des Konzentrationslager ist. Das Buch ist aber komplett aus der Sicht Bunos geschrieben, der sich immer... Dieses Buch übermittelt eine so packende Tragik, dass es eigentlich kaum zu beschreiben ist. Der kleine Bruno zieht mit seinen Eltern und seiner Schwester von Berlin nach Ausschwitz, da sein Vater Leiter des Konzentrationslager ist. Das Buch ist aber komplett aus der Sicht Bunos geschrieben, der sich immer wieder frägt, wer die Leute hinter dem Zaun sind, warum sie alle das Gleiche anhaben, und welchen Beruf sein Papa überhaupt hat. Auch dass immer wieder Leute hinter dem Zaun nach Gesprächen mit den Soldaten "auf einmal umfallen und schlafen", findet er ganz komisch. Als er irgendwann auf einem seiner Spaziergänge am Zaun entlang den kleinen Schmuel auf der anderen Seite kennenlernt, beginnt eine zu Tränen rührende Freundschaft. Bruno bringt ihm immer wieder Essen mit, sie stellen freudig fest, dass sie am gleichen Tag Geburtstag haben und auch sonst verstehen sie sich blendend. Eines Tages, als sie sich zur gewohnten Uhrzeit treffen, erzählt Schmuel weinend, dass sein Vater von seinem Spaziergang mit den Wachen nicht zurückkam, und bittet Bruno, ihm suchen zu helfen. Dieser stimmt kurzerhand zu, lässt sich von Schmuel den gleichen "Pyjama" bringen, um nicht aufzufallen, und schlüpft unterm Zaun hindurch. Doch die Suche bleibt stundenlang erfolglos, was für den Leser in diesem Moment natürlich schon klar ist, der Vater ist längst ermordet worden. Die Unwissenheit der zwei Jungs ist jedoch so ergreifend und schonungslos, dass es einem das Blut gefrieren lässt. Als Bruno langsam aufgeben will und zurück nach Hause möchte, läuten die Wachen den täglichen Spaziergang ein, an dem jeden Tag andere teilnehmen dürfen. "Dauert der denn lange?" - "Ich weiß nicht, ich hab die Menschen danach nicht mehr getroffen, aber beschwert haben sie sich nie". Bruno beschließt teilzunehmen, er ist ja schließlich an der Seite seines besten Freundes...und sie laufen geradewegs in eine der Gaskammern. "Endlich schön warm, bestimmt machen wir hier Pause, damit wir uns aufwärmen können"...

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Starke Aussage am Ende
von rebellyell666 aus Münster am 26.10.2009

Inhalt: Bruno zieht mit seinem Vater, dem Kommandanten, seiner Mutter und seiner Schwester nach Aus-Wisch. Dort gefällt es ihm gar nicht, so hat das Haus doch keine Winkel zum Erforschen und seine Freunde wohnen doch in Berlin. Als er Schmuel kennen lernt, der Junge hinter dem Zaun, glaubt er,... Inhalt: Bruno zieht mit seinem Vater, dem Kommandanten, seiner Mutter und seiner Schwester nach Aus-Wisch. Dort gefällt es ihm gar nicht, so hat das Haus doch keine Winkel zum Erforschen und seine Freunde wohnen doch in Berlin. Als er Schmuel kennen lernt, der Junge hinter dem Zaun, glaubt er, einen Freund gefunden zu haben... Erzähl-/Schreibstil: Boyle ist erwachsen. Und wir Erwachsenen? Was wissen wir schon noch, wie Kinder denken? Manche sagen, in der heutigen Zeit nur noch an Handys und Markenkleidung. Und früher in den vierziger Jahren? Wir sind abgehärtet, kennen die Realität, doch Boyle schafft es sehr gut, Bruno und Schmuel ein Gesicht zu geben. Bruno leider mehr als Schmuel. Der Stil ist sehr schlicht, um dieses Thema ebenfalls für Kinder verständlich zu machen. Meine Meinung: Doch ich befürchte, dass Kinder nach diesem Buch mehr oder weniger verstehen, denn manche Wörter sind immer noch ungeklärt. Vieles kann man nur als Erwachsener aus dem Kontext herauslesen und bleibt leider wenig im Gehirn sitzen. Zudem ist Bruno für mich schon fast zu naiv. Natürlich merkt er, dass Schmuel ein Geheimnis bleiben muss, aber er fragt Schmuel auch nicht weiter nach seinen Umständen. Dafür, dass er ein Forscher ist, ist er ziemlich zurückhaltend in dieser Hinsicht und gar nicht neugierig. Nichtsdestotrotz gibt es am Ende eine sehr wichtige Aussage: Es ist, als seien wir alle gleich. Etwas verändert von mir wiedergegeben, zugegeben, aber darum geht es doch in Wahrheit. Wir sind alles Menschen. Wir möchten erforschen: Das Leben, unsere Möglichkeiten, alberne sowie vernünftige Träume, unseren Gegenüber, unser Umfeld, das Sonnensystem. Egal, alles, was für einen persönlich zählt, macht uns aus. Wir sind alle einzigartig und das kann uns keiner nehmen - auch das konnte Hitler nicht. Fazit: Viele Träume sind gestorben, doch auch viele Hoffnungen sind gekommen: Nach dem Krieg! Die Überlebenden. Denn auch wie Madsen bereits wusste: Du schreibst Geschichte, an jedem Tag! Eine wichtige Aussage und eine Mauer gegen das Vergessen!

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"Der Junge im gestreiften Pyjama" von John Boyne
von einer Kundin/einem Kunden aus Hüttlingen am 19.11.2015

Die Geschichte von "Der Junge im gestreiften Pyjama" ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt,... Die Geschichte von "Der Junge im gestreiften Pyjama" ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt. DIE GESCHICHTE ÜBER EINE UNGEWÖHNLICHE FREUNDSCHAFT Der Klappentext gibt wenig her bei diesem Buch. Im Grunde geht es um die Freundschaft zweier 9-jähriger Jungen, die aus Welten stammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Bruno ist der Sohn eines ranghohen Nazi-Offiziers, der von Hitler höchstpersönlich nach Auschwitz versetzt wird. Bruno, seine ältere Schwester und die Mutter müssen mit und die ganze Familie zieht in ein Haus direkt am Lagerzaun. Da es dort sonst niemanden gibt, mit dem Bruno sich anfreunden kann und sein größter Wunsch es ist, Forscher zu werden, beginnt Bruno am Zaun entlang zu spazieren und trifft dort auf Schmuel, einen Jungen, der auf der anderen Zaunseite sitzt. Bruno ist wohlbehütet aufgewachsen, der eine oder andere Leser würde ihn wahrscheinlich als naiv bezeichnen. Doch er ist ein aufgeweckter Kerl, nur nicht gut informiert. Er ahnt nichts von Hitler, der Nazi-Herrschaft oder Konzentrationslagern. Natürlich kann man sich fragen, ob diese Unwissenheit für einen Jungen in seinem Alter realistisch ist oder nicht, doch um die Geschichte so zu erzählen, wie John Boyne es tut, ist es unabdingbare Voraussetzung, dass Bruno eben nicht versteht, was auf der anderen Seite des Zauns vor sich geht. EIN EINSAMER JUNGE AUF DER SUCHE NACH EINEM FREUND Genau deshalb ist Bruno immer etwas neidisch auf seinen kleinen Freund Schmuel. Denn der hat auf seiner Zaunseite einen ganzen Haufen Jungen, mit denen er spielen kann und außerdem darf er den ganzen Tag im Schlafanzug rumlaufen. Wenn man diese Stellen liest, sitzt einem ein riesen Kloß im Hals, denn der Leser weiß natürlich um die geschichtlichen Hintergründe. Denn Bruno hat noch diese Eigenschaft, die ihn von den Erwachsenen unterscheidet: er glaubt fest daran, dass alle Menschen gleich sind. Im Nachwort kommt der Autor selbst zu Wort und da erklärt er auch, dass er Bruno extra so naiv gestaltet hat. Es geht nicht darum, die Geschichte nachzuerzählen, sondern auch darum, aufzurütteln und das Vergessen zu verhindern. Dieses Buch erzählt zwar die Geschichte von zwei 9-Jährigen, doch es ist absolut kein Buch für Kinder. Man benötigt schon einige geschichtliche Kenntnisse, wenn man die Geschichte verstehen will und was vielleicht viel wichtiger ist: auch um zu verstehen, was die Geschichte transportieren will. Und obwohl das Buch nichts für zu kleine Kinder ist, kann es vielleicht Heranwachsenden die Augen öffnen über die schrecklichen Dinge, die in unserem eigenen Land vor nicht allzu langer Zeit geschehen sind. EIN BUCH ZUM NACHDENKEN UND ERINNERN Gerade in unserer Zeit, in der immer weniger Zeitzeugen leben, ist dieses Buch so wichtig. John Boyne hat hat es selbst am besten formuliert: wir leben alle auf der anderen Zaunseite und schauen von der sicheren Seite auf die Verbrechen, die begangen wurden. Und obwohl diese Geschichte einen auch an manchen Stellen schmunzeln lässt, hängt über allem immer ein dunkler Schatten, den man als Leser nicht los wird. Trotzdem geht diese Geschichte auch aufgrund der beiden Protagnonisten unglaublich ans Herz und vor allem zum Schluss hin, musste ich mir das eine oder andere Tränchen sehr verkneifen, um nicht hemmungslos loszuheulen. SOLLTE MAN GELESEN HABEN "Der Junge im gestreiften Pyjama" ist vielleicht nicht das historisch korrekteste Buch zu diesem Thema, doch trotzdem hat es eine Message. Es kämpft gegen das Vergessen an und bildet gleichzeitig eine unglaublich schöne und genauso traurige Geschichte über eine Freundschaft, die es so vielleicht nie geben konnte. Wenn man über die vielleicht zu krass ausgestaltete Naivität des Protagonisten hinwegsehen kann, wird man in eine Welt gezogen, die auch noch lange nach der letzten Seite nachhallt.

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