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Er ist wieder da

Der Roman

(192)
Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, dafür unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel.
66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende startet er gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur, sondern erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und "Gefällt mir!"-Buttons.
Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Dieser Roman ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.
Portrait
Timur Vermes wurde 1967 als Sohn einer Deutschen und eines 1956 geflohenen Ungarn geboren, studierte in Erlangen Geschichte und Politik und wurde dann Journalist. Er schrieb für die "Abendzeitung" und den Kölner "Express" und arbeitete für mehrere Magazine. Seit 2007 veröffentlichte er als Ghostwriter vier Bücher, zwei weitere sind in Vorbereitung.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz
Seitenzahl 396, (Printausgabe)
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 21.09.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783838720197
Verlag Bastei Entertainment
Verkaufsrang 5.864
eBook
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
192 Bewertungen
Übersicht
127
43
12
5
5

Er ist wieder da
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberglatt/ZH am 02.02.2013

Inhalt: Adolf Hitler wacht im Sommer 2011 Mitten in Berlin auf einem unbebauten Grundstück auf. Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit, macht er sich daran, seine offenbar vom Schicksal vorgesehene Bestimmung doch noch zu erfüllen. Er fasst praktisch sofort wieder Fuss, wenn auch in anderer Weise als 60 Jahre zuvor.... Inhalt: Adolf Hitler wacht im Sommer 2011 Mitten in Berlin auf einem unbebauten Grundstück auf. Nach einer kurzen Phase der Orientierungslosigkeit, macht er sich daran, seine offenbar vom Schicksal vorgesehene Bestimmung doch noch zu erfüllen. Er fasst praktisch sofort wieder Fuss, wenn auch in anderer Weise als 60 Jahre zuvor. Zuerst erhält er einen Gastauftritt bei einem gestandenen Comedian, wenig später, wegen seines überwältigenden Erfolges, eine eigene Sendung. Die Begeisterung über die perfekte Kopie und die stupenden Detailkenntnisse des "Künstlers" ist gross. - Ausser bei den Parteien ganz rechts aussen. Deren Vertreter fühlen sich und Deutschland von Adolf Hitler veräppelt. Vor einem Opernbesuch wird Hitler in einer Nebengasse spitalreif geschlagen, was ihn endgültig in den Status eines Superstars erhebt, der für all jene Werte steht, die Hitler gerade eben nicht verkörpert. Jede politische Partei versucht, ihn zu einem Parteieintritt zu bewegen, ein Verlag meldet sich und will seine wahre Geschichte verlegen. Meine Meinung: Den Anfang des Buches habe ich beinahe atemlos gelesen, derart gespannt war ich auf das Zusammentreffen des Demagogen mit unserer Gegenwart. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Diktion ist überzeugend, die Schlussfolgerungen Hitlers stimmten mit dem historischen Bild, das "man" von ihm hat überein. Während zu Beginn der Geschichte, als Hitler sich mit der Gegenwart vertraut macht, die lustigen Episoden überwiegen, (Beispiel: Sein Erklärungsversuch einer www-Adresse "vor Kälte schlotternder Knabe") wird der Ton je länger desto ernster, wenn er beginnt, die deutsche und europäische Wirklichkeit in seinem Sinn zu interpretieren. Die ganze Story ist ein Lehrstück für die Kommunikations-These von Watzlawick, dass die Nachricht im Empfänger entsteht, da jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit hat. Da Hitlers Umwelt davon ausgeht, dass er ein Schauspieler ist, der Leser aber weiss, dass man es mit dem echten Hitler zu tun hat, ergeben sich immer wieder verstörende, manchmal witzige oder irritierende Situationen. Ein eindrückliches Beispiel dafür ist es, wenn Hitler sagt: "Das Thema Juden ist nicht witzig", womit er eine Vorgabe der "Dame Bellini" einhält, allerdings stehen hinter dieser Aussage natürlich diametral entgegengesetzte Gedankenkonstrukte. Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Es ist klug, entlarvend, unterhaltsam, böse und gleichzeitig lustig. Es muss für den Autor eine Freude gewesen sein, die deutschen Spitzenpolitiker mit den Augen und dem Munde Hitlers beschreiben zu dürfen. Kann man aus dieser Politsatire etwas lernen? Ich meine Ja. Einserseits, wie Kommunikation funktioniert und wie unsere Gegenwart auf einen Demagogen wirken mag. Andererseits aber auch, dass wir uns nicht vor einem wiedererstandenen Hitler in Acht nehmen müssen, der nur noch als Comedian "ernstgenommen" wird, sondern vor einem neuen, modernen "einfachen Gefreiten" mit der Bessessenheit und den Fähigkeiten eines Hitler. In diesem Sinn sollten wir nach vorne schauen und am Buch "Es ist nicht alles gut" arbeiten, während Hitler ja sein Buch "Es war nicht alles schlecht" schreibt. Ich empfehle das Buch unbedingt weiter.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Er ist wieder da
von Cora Lein aus Berlin am 12.06.2013

Vorweg: Wie soll ich eine Rezension über ein Buch schreiben, welches mich zum Lachen brachte, das Thema aber gar nicht witzig ist? Wie soll ich etwas bewerten – gefallen, nicht gefallen – wenn es mir textlich gefallen hat, aber der Inhalt erschreckend gefährlich ist?! Antwort: Ich weiß es nicht und versuche... Vorweg: Wie soll ich eine Rezension über ein Buch schreiben, welches mich zum Lachen brachte, das Thema aber gar nicht witzig ist? Wie soll ich etwas bewerten – gefallen, nicht gefallen – wenn es mir textlich gefallen hat, aber der Inhalt erschreckend gefährlich ist?! Antwort: Ich weiß es nicht und versuche mein bestes! Inhalt: 2011 – Adolf Hitler erwacht auf einem verlassenen Grundstück in Berlin. Allein! Und warum ist seine Uniform dreckig und stinkt? Sein Weg aus dieser Lage: Seine Männer finden! Leider scheint er als einziger wieder in Berlin zu sein, denn er trifft keine Bekannten, dafür aber einen Zeitungsverkäufer. Dieser hilft Hitler im Glauben es handele sich um einen Schauspieler zurück ins Rampenlicht. Hitler wird (Fernseh-)Demagoge – ein angesehener Redner und Führer eines Volkes … Schreibstil: Der Schreibstil von Timur Vermes ist göttlich! Ich habe lange nicht mehr so gelacht und Tränen geweint. Doch das erschreckende: Der Leser lacht nicht ÜBER, sondern MIT Hitler. Durch den Erzählstil in der ich-Form ist der Leser im Kopf von Hitler und bekommt jeden Gedankengang und jede Verwirrung mit – denn nach 66 Jahren hat sich in Germania ganz schön was verändert. Der Ausdruck ist angemessen und sozial verträglich was dieses Werk noch lesenswerter macht. Charakter: Hitler ist im Buch eine recht heitere Person, dies kann natürlich von seinen kleinen Verwirrungen kommen – logisch wenn er 66 Jahre verschlafen hat. Oder aber, Hitler war wirklich ein sehr interessanter Mensch. Reden und gute Argumente finden scheint er wohl schon damals gut gekonnt zu haben, sonst wäre sein Aufstieg wohl zu verhindern gewesen. Allerdings mache ich mir nun, nach dem Lesen, so meine Gedanken ob es nicht noch einmal zu so einem Aufstieg kommen kann. Hitler ist im Buch als erstes für einen Comedian gehalten worden und erhielt leicht Zutritt zum TV. Auch die anderen Fernsehsendungen sowie die Politik machten es ihm leicht einen Angriffspunkt zu setzten und sich zielsicher zu etablieren. Durch richtige und gute Argumente wurde er mir zeitweise sogar sehr sympathisch und ich mochte seine Ausführungen und konnte sogar voll und ganz zustimmen. Cover: Das Cover ist stimmig und bedarf glaube ich keiner weiteren Erklärung. Fazit: Ein erschreckendes Buch mit vielen Fakten und wirklich guten Argumenten. Eine Leseempfehlung traue ich mich diesmal gar nicht wirklich auszusprechen, denn ich weiß nicht recht für wen diese Satire zu heftig oder verträglich ist. Ich vergebe 4 Sterne für einen amüsanten und nachdenklich stimmenden Roman.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
langweilig bis nichtssagend
von einer Kundin/einem Kunden aus Offenbach am Main am 08.08.2013

Ich weiss nicht, warum diese Geschichte so hoch gelobt wird. Ich finde sie ziemlich flach - ein Hitler welcher nur durch Kenntnis der NS-Zeit glänzt aber sonst keine neuen Akzente setzt. Als Satire zu zahm und als Geschichte ohne wesentlichen Inhalt.

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