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Andernorts

Roman

(11)
Ethan Rosen und Rudi Klausinger: Beide sind sie Koryphäen auf demselben Gebiet, der Kulturwissenschaft. Und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein: Rosen ist überall zu Hause und nirgends daheim. Selbst der Frau, die er liebt, stellt er sich unter falschem Namen vor. Klausinger wiederum weiß sich jedem Ort anzupassen und ist trotzdem ruhelos: Was ihn treibt, ist die Suche nach seinem leiblichen Vater; sie führt ihn schließlich nach Israel zu Ethan Rosen. Dessen Vater, ein alter Wiener Jude, der Auschwitz überlebte, braucht dringend eine neue Niere. Bald wird die Suche nach einem geeigneten Spenderorgan für die Angehörigen zur Obsession.
Herkunft, Identität, Zugehörigkeit – Doron Rabinovici würfelt in seinem Roman »Andernorts« die Verhältnisse in einer jüdischen Familie gründlich durcheinander, deckt ihre alten Geheimnisse auf und beobachtet sie bei neuen Heimlichkeiten. Am Ende dieser packend erzählten Geschichte sind alle Gewißheiten beseitigt. Nur eines scheint sicher: Heimat ist jener Ort, wo einem am fremdesten zumute ist.
Portrait

Preise und Auszeichnungen:

1994 3sat Stipendium des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs

1997 Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik

1998 Hermann-Lenz-Stipendium

1999 Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis

2000 Mörike-Förderpreis der Stadt Fellbach

Heimito-von-Doderer-Förderpreis

Preis der Stadt Wien für Publizistik

2002Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg

Jean-Améry-Preis

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 285
Erscheinungsdatum 23.01.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46310-9
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 17,6/11,1/2 cm
Gewicht 172 g
Auflage 1
Verkaufsrang 23.842
Buch (Taschenbuch)
10,30
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Buchhändler-Empfehlungen

„Wer sind wir, woher kommen wir, wo gehören wir hin?“

Helene Oberleitner, Thalia-Buchhandlung Linz

Ethan Rosen, israelischer Wissenschaftler und Rudi Klausinger, ein Österreicher mit dem selben Beruf sind Konkurrenten um eine Professur in Wien. Zwei sowohl sehr verschiedene, aber auch sehr ähnliche Menschen werden in diesem Roman mit den Fragen nach dem wer bin ich, woher komme ich und wo gehöre ich hin konfrontiert und erleben ein Wechselbad der Gefühle bei ihrem Versuch, Antworten zu finden. Über viele Geheimnisse, Lügen und Irrtümer stolpernd werden die beiden in eine Situation geführt, die sie sich vorher nicht hätten vorstellen können.
Was Menschen scheinbar trennt und wie sie in den "Zwischenraum, in dem Menschen einander begegnen" finden können, schildert dieses Buch, das zu Recht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis steht
Ethan Rosen, israelischer Wissenschaftler und Rudi Klausinger, ein Österreicher mit dem selben Beruf sind Konkurrenten um eine Professur in Wien. Zwei sowohl sehr verschiedene, aber auch sehr ähnliche Menschen werden in diesem Roman mit den Fragen nach dem wer bin ich, woher komme ich und wo gehöre ich hin konfrontiert und erleben ein Wechselbad der Gefühle bei ihrem Versuch, Antworten zu finden. Über viele Geheimnisse, Lügen und Irrtümer stolpernd werden die beiden in eine Situation geführt, die sie sich vorher nicht hätten vorstellen können.
Was Menschen scheinbar trennt und wie sie in den "Zwischenraum, in dem Menschen einander begegnen" finden können, schildert dieses Buch, das zu Recht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis steht

„Identität und Heimat sind immer „Andernorts““

Judith Lehner, Thalia-Buchhandlung Linz Landstraße

Ethan Rosen ist in Israel geboren und in Wien aufgewachsen und nirgendwo richtig zu Hause. Diese Heimatlosigkeit vieler jüdischer Nachgeborener zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Der Tod seines Ersatzvaters Dov Zadek und die Reise zu dessen Begräbnis bringen Ethan endgültig aus dem Konzept. Aus dem Nachruf auf seinem väterlichen Mentor des Soziologen Rudi Klausinger, ergibt sich ein öffentlicher Streit zwischen den beiden, die außerdem um dieselbe Professur an der Wiener Universität konkurrieren. Er flieht vor der Auseinandersetzung nach Tel Aviv zu seinem kranken Vater und steht am Krankenbett plötzlich vor Rudi, seinem angeblichen Halbruder…
Doron Rabinovici Erstlingswerk war zu Recht auf der Shortlist des deutschen Buchpreises 2010. Sein Roman überzeugt nicht nur sprachliche, sondern er verknüpft meisterhaft die israelische Familiengeschichte der Rosens, die von Geheimnissen und Lügen nur so strotzt, mit essenziellen Fragen – Wer bin ich? Wo ist Heimat? Auf der einen Seite steht die Geschichte/Vergangenheit der Überlebenden des Holocaust (Dov, Felix), auf der anderen Seite die Gegenwart der Nachgeborenen (Ethan, Rudi) – und alle sind auf der Suche nach ihrer Identität und Heimat.
Ethan Rosen ist in Israel geboren und in Wien aufgewachsen und nirgendwo richtig zu Hause. Diese Heimatlosigkeit vieler jüdischer Nachgeborener zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Der Tod seines Ersatzvaters Dov Zadek und die Reise zu dessen Begräbnis bringen Ethan endgültig aus dem Konzept. Aus dem Nachruf auf seinem väterlichen Mentor des Soziologen Rudi Klausinger, ergibt sich ein öffentlicher Streit zwischen den beiden, die außerdem um dieselbe Professur an der Wiener Universität konkurrieren. Er flieht vor der Auseinandersetzung nach Tel Aviv zu seinem kranken Vater und steht am Krankenbett plötzlich vor Rudi, seinem angeblichen Halbruder…
Doron Rabinovici Erstlingswerk war zu Recht auf der Shortlist des deutschen Buchpreises 2010. Sein Roman überzeugt nicht nur sprachliche, sondern er verknüpft meisterhaft die israelische Familiengeschichte der Rosens, die von Geheimnissen und Lügen nur so strotzt, mit essenziellen Fragen – Wer bin ich? Wo ist Heimat? Auf der einen Seite steht die Geschichte/Vergangenheit der Überlebenden des Holocaust (Dov, Felix), auf der anderen Seite die Gegenwart der Nachgeborenen (Ethan, Rudi) – und alle sind auf der Suche nach ihrer Identität und Heimat.

„Lesevergnügen“

Edith Berger, Thalia-Buchhandlung Graz

"Andernorts" von Doron Rabinovici ist eine wundervolle Familiengeschichte deren Hauptdarsteller Ethan Rosen unstet zwischen Tel Aviv, seinem Geburtsort und Wien, wo er aufgewachsen ist und zur Zeit wohnt und arbeitet - pendelt.
Ständig auf der Suche nach seiner Identität, seiner Zugehörigkeit beleuchtet er seine jüdische Familie.Rastlos zwischen Israel und Österreich wirft er jeweils einen nachsichtigeren, liebevolleren Blick auf das Land, in dem er sich gerade nicht aufhält.
Sein Vater ist schwer erkrankt und Ethan begibt sich auf die Reise nach Israel.
Dort trifft er einmal mehr auf Rudi Klausinger, Konkurrent um einen Posten an der Wiener Universität.
Rudi Klausinger sieht Ethan nicht nur sehr ähnlich, immer wieder laufen sie sich in Tel Aviv über den Weg und Ethan fühlt sich verfolgt, bis er Rudi Klausinger sogar am Krankenbett seines Vaters begegnet.......

"Andernorts" von Doron Rabinovici ist eine wundervolle Familiengeschichte deren Hauptdarsteller Ethan Rosen unstet zwischen Tel Aviv, seinem Geburtsort und Wien, wo er aufgewachsen ist und zur Zeit wohnt und arbeitet - pendelt.
Ständig auf der Suche nach seiner Identität, seiner Zugehörigkeit beleuchtet er seine jüdische Familie.Rastlos zwischen Israel und Österreich wirft er jeweils einen nachsichtigeren, liebevolleren Blick auf das Land, in dem er sich gerade nicht aufhält.
Sein Vater ist schwer erkrankt und Ethan begibt sich auf die Reise nach Israel.
Dort trifft er einmal mehr auf Rudi Klausinger, Konkurrent um einen Posten an der Wiener Universität.
Rudi Klausinger sieht Ethan nicht nur sehr ähnlich, immer wieder laufen sie sich in Tel Aviv über den Weg und Ethan fühlt sich verfolgt, bis er Rudi Klausinger sogar am Krankenbett seines Vaters begegnet.......

Kundenbewertungen

Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
6
5
0
0
0

Ein Buch wie ein Woody-Allen-Film
von einer Kundin/einem Kunden am 09.10.2017

Dieses eigensinnige Buch ist einfach urkomisch wie ein Woody-Allen-Film und zugleich von einer berührenden Traurigkeit. Mit großer Leichtigkeit und viel Wortwitz jongliert der in Tel Aviv geborene und in Wien lebende Autor mit der israelischen Identität ebenso wie mit Begriffen wie Heimat und Zugehörigkeit. Rudi Klausinger, der österreichische Kollege... Dieses eigensinnige Buch ist einfach urkomisch wie ein Woody-Allen-Film und zugleich von einer berührenden Traurigkeit. Mit großer Leichtigkeit und viel Wortwitz jongliert der in Tel Aviv geborene und in Wien lebende Autor mit der israelischen Identität ebenso wie mit Begriffen wie Heimat und Zugehörigkeit. Rudi Klausinger, der österreichische Kollege und Kontrahent des in Wien lehrenden israelischen Kulturwissenschaftlers Ethan Rosen, taucht überraschend am Krankenbett von Felix Rosen, Ethans Vater auf. Der alte, aus Wien stammende Rosen liegt, dem Tod näher als dem Leben, in einem Krankenhaus in Tel Aviv und wartet auf eine Niere. Der junge Klausinger sucht nach seinem Vater, und Felix Rosen bejaht, sehr zum Entsetzen Ethans, dieser Vater zu sein. Klausinger, der Goi, der Rivale im Kampf um eine Wiener Professur, soll Ethans Halbbruder sein? Überdies hat Klausinger einen nicht ganz kritikfreien Nachruf auf Dov Zadek, einen Freund von Ethans Familie und Helden Israels, verfasst, den eigentlich Ethan hätte schreiben sollen. Noch dazu wird ein Aufsatz, in dem Ethan widersprüchliche Aussagen zum Holocaust thematisiert hat, von Klausinger in der Luft zerrissen. Am Ende eskaliert der Streit der beiden in einem obskuren Genom-Projekt eines verwegenen Rabbiners, weil dieser im Gegenzug eine Niere für Felix verspricht. Dieser fragwürdige Zusammenschluss von Orthodoxie und israelischer Hochleistungsgenetik soll der Weltenrettung dienen: der Rabbi ist überzeugt, dass der Messias 1942 als Embryo existiert hat und zusammen mit seiner Mutter in den Gaskammern ermordet wurde. Und nun soll mit Hilfe der richtigen DNA der direkten männlichen Nachkommen aus der Retorte ein neuer Messias entstehen. Alles endet, man ahnt es schon, in einem ziemlichen Schlamassel.

Wo bin ich wer?
von einer Kundin/einem Kunden am 07.10.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Wo bin ich wer – so lautet die zentrale Frage dieses Buches. Stein des Anstosses dieser Geschichte ist dabei ein Nachruf, den ausgerechnet der Konkurrent und Nicht-Jude Rudi Klausinger verfasst, als der väterliche Freund und Mentor der Hauptfigur Ethan Rosen stirbt. Doch von der im Mittelpunkt der Geschichte stehenden... Wo bin ich wer – so lautet die zentrale Frage dieses Buches. Stein des Anstosses dieser Geschichte ist dabei ein Nachruf, den ausgerechnet der Konkurrent und Nicht-Jude Rudi Klausinger verfasst, als der väterliche Freund und Mentor der Hauptfigur Ethan Rosen stirbt. Doch von der im Mittelpunkt der Geschichte stehenden Frage nach der eigenen Identität wird nicht nur der Hauptprotagonist getrieben, denn auch Rudi Klausinger ist auf der Suche nach sich selbst. So werden Heimat, Identität, Zerrissenheit, Familie, Vergangenheit und Gegenwart zu den zentralen Themen dieses gelungenen Debütromans von Doron Rabinovici. Dabei setzt sich der Autor zusammen mit der Familiengeschichte des Ethan Rosen auch mit den jüdischen Befindlichkeiten auseinander, wenn gleich die Handlung zuweilen ins Bizarre abzugleiten droht. Nichtsdestotrotz ein sehr intelligentes Buch, das – zumindest mich – zum Nachdenken angeregt hat und bei weitem mehr vermitteln kann als einen vordergründigen Humor.

Wunderbarer Familienroman!
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 24.10.2010
Bewertet: eBook (ePUB)

Ethan Rosen, ein in Wien lebender israelischer Kulturwissenschaftler, hat ein kompliziertes Leben: fachlich muss er sich mit den Polemiken seines Hauptwidersachers Rudi Klausinger, der sich mit ihm um eine Professorenstelle bewirbt, erwehren, sein Vater, ein Holocaust-Überlebender, liegt in Tel Aviv im Sterben und zudem führt er aufgrund seiner Abstammung... Ethan Rosen, ein in Wien lebender israelischer Kulturwissenschaftler, hat ein kompliziertes Leben: fachlich muss er sich mit den Polemiken seines Hauptwidersachers Rudi Klausinger, der sich mit ihm um eine Professorenstelle bewirbt, erwehren, sein Vater, ein Holocaust-Überlebender, liegt in Tel Aviv im Sterben und zudem führt er aufgrund seiner Abstammung einen dauerhaften Kampf um seine innere und äußere Herkunft. Als er zu seinem sterbenden Vater nach Tel Aviv gerufen wird, kommt seine Geschichte und die seiner weit verzweigten Familie ins Rollen. Die Geheimnisse um Ethans Herkunft werden langsam immer verwirrender, bis schließlich am Totenbett alle Geheimnisse gelüftet werden. Doron Rabinovici beschreibt mit umwerfend feinem Humor, aber auch manchmal unverblümter Chuzpe die Suche nach der Identität der Söhne-Generation der Holocaust-Überlebenden. Im Zwiespalt zwischen der Heimat Israel und Wien muss Ethan erkennen, dass die innere Heimat auch „Andernorts“ liegen kann. Für alle Leser, die sich an wunderbaren Familiengeschichten erfreuen, ist dieser Roman ein wahrer Schatz!