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Zusammen ist man weniger allein

(gekürzte Lesung)

Anna Gavaldas Roman über eine verrückte Wohngemeinschaft am Fuß des Eiffelturms
Camille (26), künstlerisch begabt, ist magersüchtig und jobbt nachts in einer Putzkolonne, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Franck (34), arbeitet als Koch in einem Feinschmeckerlokal, mag leichte Mädchen, schnelle Motorräder und seine Großmutter Paulette (83), eine eigensinnige alte Dame, die sich wehrt, in ein Altenheim abgeschoben zu werden. Philibert (36) ist der letzte große Sproß eines verarmten Adelsgeschlechts, der die Geschichte der französischen Könige im Schlaf hersagen kann, aber zu stottern beginnt, wenn er vor einer jungen Frau steht. Er lebt vom Postkartenverkauf in einem Museum, doch er verfügt- bis die Erbstreitigkeiten in der Familie geregelt sind- über eine 300 qm-Wohnung voller alter Bilder und Möbel. Dort finden diese vier grundverschiedenen Menschen zu einer vorübergehenden Wohngemeinschaft zusammen, in der sie lernen, die Tragödien des Alltags gemeinsam zu bestehen. Und dort entsteht eine Liebe, die keiner für möglich gehalten hätte, am wenigsten die, denen sie widerfährt.
Portrait
Als Tochter einer Künstlerin und eines Vaters der gerne Künstler gewesen wäre, kam Anna Gavalda am 9.Dezember 1970 in Boulogne-Billancourt im Großraum Paris zur Welt. Sie war die älteste von vier Kindern und verbrachte ihre Kindheit gut behütet auf dem Land, wo sie mit Rad fahren, angeln und den ersten heimlichen Küssen sehr zufrieden aufwuchs. Mit fünfzehn Jahren jedoch kam sie in ein Mädcheninternat in Saint-Cloud. Dort konfrontierte man Anna Gavalda mit Schuluniformen und Lateinübersetzungen. Nichts desto trotz studierte sie später Literaturwissenschaften und schloss ihren Magister erfolgreich ab. Bis zu ihrem Durchbruch als Schriftstellerin musste Anna Gavalda noch viele Gelegenheitsjobs durchleben. Verkäuferin, Kassiererin, Empfangsdame, Texterin fiktiver Hochzeitsanzeigen und Artikel über Obst und Gemüse für ein Wochenblättchen sind nur ein Auszug ihrer wechselhaften Jobs. Im Alter von 28 Jahren erlebte sie mit ihrem Kurzgeschichtendebüt "Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet" einen Überraschungserfolg. Die Freude darüber auf den Bestsellerlisten zu erscheinen, verblasste jedoch im Hintergrund. Anna Gavalda sagt selbst, dass die Zeit eine der schwierigsten in ihrem Leben war, da sie sich von dem Vater ihrer beiden Kinder scheiden ließ. Seitdem ist sie tagsüber hauptberuflich Mutter und nachts Schriftstellerin und Journalistin. Anna Gavalda veröffentlichte mehrere Kurzgeschichten, Romane und Artikel für die Elle. Ihre Fangemeinde wächst stetig an. Die heitere Schreibweise mit der Mischung aus Umgangssprache und gefühlsbetonter Poetik verkauft sich in ihren Geschichten ohne Nachlass. Zwei ihrer Werke wurden in Frankreich schon erfolgreich verfilmt. Aber auch zahlreiche Auszeichnungen wie Nominierungen sprechen für das Talent der attraktiven Blondine, die die Ernsthaftigkeit des Alltags gerne beiseiteschiebt und mit einer gewohnt französischen Lässigkeit ihre Aufgaben meistert. Diese Einstellung erkennt man auch in ihren Büchern, die unglaublich charmant amüsant den Kern treffen und das Leben für den Moment versüßen. Obgleich Anna Gavalda immer wieder Zweifel an dem hegt was sie tut und den Erfolg mehr vom Zufall abhängig macht, wird bei ihrer Lebensgeschichte in Verbindung mit ihren Büchern, wie "Alles Glück kommt nie", "Zusammen ist man weniger allein" oder auch "Ich habe sie geliebt" deutlich welche Fähigkeiten die Schriftstellerin Anna Gavalda besitzt, teils autobiografisch zu schreiben, den Leser aber nie vergisst mit ein zu beziehen. Mit ihren Kindern bevorzugt sie das Leben auf dem Land im Departement Seine-et-Marne. Ihre Sammelleidenschaften widmet sie Büchern, Comics, Schaltplatten und Filmen.

Meinung der Redaktion
Lachen, Tränen, Angst, Wut, Beklemmung: Anna Gavaldas Prosa umfasst die ganze Klaviatur der großen Gefühle - von der größten Not bis zum höchsten Glück.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3
Sprecher Nina Petri
Erscheinungsdatum 13.04.2007
Sprache Deutsch
EAN 9783844902143
Verlag Hörbuch Hamburg
Spieldauer 389 Minuten
Format & Qualität MP3, 389 Minuten, 335 MB
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Buchhändler-Empfehlungen

einfach nur schön zum Anhören

Yvonne Simone Vogl, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Einfühlsam, positiv, schön ist dieses Hörbuch, das mit viel Menschlichkeit ausgezeichnet ist. Die Protagonisten geben Einblicke in ihre Leben, ihre Ängste und Sehnsüchte. So grundverschieden Camille, Frank, seine Großmutter Paulette und Philibert auch sind, sie finden zusammen, zíehen in eine Wohngemeinschaft, teilen den Alltag gemeinsam und zeigen auf - wie Liebe entsteht, was Liebe bewirken kann. Ich möchte Ihnen auch das Buch und den Film sehr empfehlen.

Lieblingsbuch!!!

Nicole Thannesberger, Thalia-Buchhandlung Wels, max.center

Nachdem ich das Buch "Ich habe sie geliebt "gelesen hatte, freute ich mich schon auf "Zusammen ist man weniger allein" aber das es so toll und bezaubernd werden würde, damit hätte ich nicht gerechnet. Wirklich eins von meinen Lieblingsbüchern das ich immer wieder nur empfehlen kann!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
114 Bewertungen
Übersicht
88
18
5
2
1

herzerwärmend, kauzig und etwas realitätsfern
von Nela | read.eat.live. am 26.10.2018
Bewertet: Einband: kartoniert/broschiert

»Aber du siehst, wenn intellektuell sein heisst, sich zu bilden, neugierig zu sein und aufmerksam, zu bewundern, erschüttert zu sein, verstehen zu wollen, wie alles zusammenhängt, damit man etwas weniger dumm ins Bett geht als am Abend zuvor, dann fordere ich das für mich ein: Nicht nur bin ich dann eine Intellektuelle, ich bin ... »Aber du siehst, wenn intellektuell sein heisst, sich zu bilden, neugierig zu sein und aufmerksam, zu bewundern, erschüttert zu sein, verstehen zu wollen, wie alles zusammenhängt, damit man etwas weniger dumm ins Bett geht als am Abend zuvor, dann fordere ich das für mich ein: Nicht nur bin ich dann eine Intellektuelle, ich bin auch noch stolz darauf. Sehr stolz sogar.« – S. 249 Wie der Zufall so will In Zusammen ist man weniger allein, oder Ensemble c’est tout auf Französich, begleiten wir vier Persönlichkeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die der Zufall in einer kuriosen WG vereint. Philibert wird nach dem Tod seiner Grossmutter von der Familie verpflichtet auf deren leerstehende Wohnung aufzupassen, bis die Erbstreitigkeiten geregelt sind. Er stottert und trotz Staatsexamen in Geschichte arbeitet Philibert im Postkartenshop eines Museums. Seine piekfeine Familie, die auf einem Schloss lebt, findet das mehr als despektierlich. Obwohl Philibert Mühe hat, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, hat er einen Mitbewohner für seine grosse Wohnung gefunden. Frank arbeitet als Koch, liebt sein Motorrad und ist ein notorischer Frauenheld. Immer wieder schleppt er neue Bekanntschaften an, trotzdem lässt er niemanden an sich ran. Frank ist bei seiner Grossmutter Paulette aufgewachsen, da ihn seine Mutter eigentlich abtreiben lassen wollte, das nötige Geld aber nicht hatte. Paulette lebt ausserhalb von Paris in einem kleinen Haus. Als sie sich bei einem Sturz den Oberschenkel bricht, zieht sie in ein Altenheim, doch dort ist sie nicht glücklich, Sie vermisst ihre Katze, ihren Garten und ihre Unabhängigkeit. Camille wohnt ebenfalls im selben Haus wie Philibert und Frank, allerdings in einer kleinen, zugigen Dienstbotenkammer unter dem Dach. Auch Camille hat keine einfache Beziehung zu ihrer Familie, leidet an einer Essstörung und verdient ihre Brötchen mit der Arbeit bei einer Reinigungsfirma. Es gab eine Zeit in ihrem Leben, da war sie eine leidenschaftliche und talentierte Künstlerin, allerdings hat sie diese Zeit längst aufgegeben und begraben. Eines Tages lernen sich Camille und Philibert im Hausflur kennen und verstehen sich ganz gut. Als Camille sich eine üble Grippe einfängt, beschliesst Philibert sie – nach langen Überlegungen wohlgemerkt – in seine grosse, warme Wohnung zu holen und gesund zu pflegen. Frank passt das zunächst gar nicht, aber nach und nach freunden sich die drei an und beginnen für einander zu sorgen. »Heute Abend warteten Menschen auf ihre Rückkehr. Menschen, die sich nicht darum scherten, was sie wert war. Die sie aus anderen Gründen mochten. Um ihretwillen vielleicht. Um meinetwillen? Um deinetwillen.« –S.432 Durch allerlei Zufälle (oder vielleicht doch das Schicksal, wer weiss das schon so genau) beginnen diese grundverschiedenen, einsamen Menschen ihr Leben in einer Wohngemeinschaft zu teilen und für einander zu sorgen. Zusammen ist man weniger allein. Herzerwärmend, kauzig und etwas realitätsfern Ja, zusammen ist man eben weniger alleine und so begleiten wir in Laufe der Geschichte die vier schrulligen Charaktere auf ihrem Weg. Dabei wechselt die Erzählperspektive regelmässig zwischen einem allwissenden Erzähler und den vier Protagonisten hin und her, was zu allerlei komischen Situationen führt. Und zu so manchen Dialogen, bei denen man erst auf den zweiten Blick erkennt, wer jetzt gerade spricht. Anna Gavaldas Sprache ist dabei einfach und unkompliziert, aber so lebendig, dass man versucht ist zu glauben, alles wäre wirklich. Wie wirklichkeitsnah die ganze Geschichte wirklich ist, sei jetzt mal dahin gestellt. Mit Camilles Essstörung beispielsweise wird hier auf eine Weise umgegangen, die ich nicht gutheissen kann. Für ihre Genesung braucht sie quasi nur ein bisschen Liebe und den richtigen Mann und alles ist gut, keine Therapie, keine Rückschläge, kein mühsamer Weg aus dieser Erkrankung raus. Als wäre die Magersucht nur eine kleine Marotte, die für die Liebe einfach mal so schnell aufgegeben werden kann. Ein Schlag ins Gesicht für all jene, die teilweise Jahre gegen die Magersucht kämpfen. Trotzdem mochte ich das Buch und seine Protagonisten mit all ihren Ecken und Kanten, mit ihrer Schrulligeit und ihren Problemen sehr gerne. Es wärmt einem das Herz zu lesen, wie sie sich einander öffnen, aus ihrer Vergangenheit erzählen und sich einfach nur gut tun. Wie einer dieser alten Filme voller Irrungen und Wirrungen und Missverständnissen eben, wo sich am Ende alles aufklärt und alle wieder zueinander finden. »Lass die Geschirrtücher und das Frottee in derselben Schublade, das Leben ist viel netter mit ein bißchen Chaos.« – S. 250 Fazit Zusammen ist man weniger allein von Anna Gavalda ist ein liebenswertes und herzerwärmendes Buch über vier Menschen, Strandlektüredie zueinander finden, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Es macht Freude, die vier auf ihrem Weg zu begleiten und sie immer besser kennen zu lernen. Zusammen ist man weniger allein ist ein Buch für graue, kalte Herbsttage, dass etwas Wärme und Sonnenschein in die Herzen bringt. Und auch wenn die Themen der Charaktere manchmal etwas schnell und oberflächlich abgehandelt werden, tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Das Buch wurde übrigens mit Audrey Tautout in der Rolle der Camille verfilmt.

von einer Kundin/einem Kunden am 27.08.2018
Bewertet: anderes Format

Philibert, Camille, Franck und Paulette, vier Charaktere wie sie unterschiedlicher nicht sein können, leben in einer WG zusammen. Urkomisch, traurig und herzergreifend zugleich.

von einer Kundin/einem Kunden am 04.08.2018
Bewertet: anderes Format

Bevor Sie dieses Buch beginnen, lassen sie sich von einem Taschentuch-Hersteller als Testperson einstellen. Sie werden es nicht bereuen!