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Anatomie einer Absicht

Roman

(5)

Wie verträgt sich Liebe auf Dauer?
Eine Ehe ist ein Vertrag, und eines Tages kommt die Abrechnung.
Eine Frau beschließt nach vierzehn Jahren des Zusammenlebens ihren Ehemann zu töten. Es gibt dafür keinen konkreten Anlass oder Grund, vielmehr ist dieses Vorhaben ihre Konsequenz seiner verachtenswerten Logik von Beziehung.
Mit kühlem Blick schildert die Ich-Erzählerin Gestalt, Lage und Struktur ihrer Absicht, seziert nüchtern den Verlauf ihrer Ehe. Es ist die über die Jahre unerträglich gewordene Sinnlosigkeit seines Lebens, die sie nun, da es aus ihrer Sicht jeglichen Wert eingebüßt hat, in die Tat umsetzen will. Doch letztlich dirigiert der Zufall des Lebens Orchester und schlägt seinen eigenen
Ton an.

Portrait
Ana Bilic, geboren 1962 in Zagreb, ist promovierte Juristin und freie Autorin, arbeitet als Übersetzerin, schreibt Drehbücher, Hörspiele, Gedichte und Prosa. Ihr Romandebüt in deutscher Sprache, „Das kleine Stück vom großen Himmel“, erschien 2002 bei Hoffmann und Campe.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 148
Erscheinungsdatum 16.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99012-294-5
Verlag Hollitzer
Maße (L/B/H) 23,1/14,7/1,7 cm
Gewicht 321 g
Buch (gebundene Ausgabe)
16,90
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Falsche Erwartungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Ebersbach am 08.06.2016

Insgesamt fand ich die Lektüre des Romans interessant. Die Idee, darzustellen, wie es zu einem Mordplan gegen den eigenen Ehemann kommt, an sich ist gut. Sprachlich erinnert das Werk eher an ein Drama, da der Großteil dialogisch bzw. als innerer Monolog abgefasst ist (was keine Kritik sein soll). Was... Insgesamt fand ich die Lektüre des Romans interessant. Die Idee, darzustellen, wie es zu einem Mordplan gegen den eigenen Ehemann kommt, an sich ist gut. Sprachlich erinnert das Werk eher an ein Drama, da der Großteil dialogisch bzw. als innerer Monolog abgefasst ist (was keine Kritik sein soll). Was mich stört, ist der unpassende Titel und Klappentext. Da werden falsch Erwartungen geweckt, die zwangsläufig enttäuscht werden. Außerdem fehlen ein Zusammenhang und ein Kern. Soll heißen: Die Kapitel stehen sehr isoliert und haben kaum Bezug zu einander. Um das Ganze rund zu machen wie beispielsweise bei Daniel Kehlmanns "Ruhm" (9 Kurzgeschichten, die alle mehr oder weniger deutliche Verknüpfungspunkte aufweisen), müssten die Kapitel so wie eine Kurzgeschichte für sich stehen können. Das tun sie aber nicht. Die andere Möglichkeit ist, dass die Kapitel sich alle auf einen gemeinsamen Kern beziehen, (der Mordplan zum Beispiel). Das tun sie aber auch nicht. Auch findet die Handlung keinen Abschluss: Lidia, um die es eigentlich die ganze Zeit geht, verschwindet einfach von der Bildfläche. Und noch etwas hat mich gestört: Es fehlt ein Unterton, der den beschriebenen Frauentypus, den Lidia (und ihre Putzfrau) verkörpert, kritisiert. Bei ihr sind es immer die anderen, die Schuld an ihrer Misere haben. Dass sie ihren Teil dazu beiträgt, sieht sie im Grunde genommen nicht. Zwar merkt sie, dass sie schwach ist, aber dagegen anzukämpfen, sich Hilfe zu suchen, tut sie nicht. Falls die Autorin Kritik an den Menschen und der Gesellschaft üben wollte, so gelingt ihr das nicht, weil diese (mögliche) Botschaft nicht deutlich wird. Alles in allem ist es eine kurzweilige Lektüre, die jedoch zu viele Stereotypen und Klischees bedient.

Zähe Geschichte
von Crowandkraken am 08.06.2016

Lidia hat genug. Genug von ihrem Mann, genug von ihrer Ehe. Sie will den Tod ihres Mannes. Sie schildert wie sie vorgehen möchte, vor allem aber erzählt Lidia, warum ihr nur der Tod ihres Ehemannes Helmut Genugtuung verschaffen kann. Minutiös berichtet sie von ihrer Ehe, ihren Gefühlen und ihrem... Lidia hat genug. Genug von ihrem Mann, genug von ihrer Ehe. Sie will den Tod ihres Mannes. Sie schildert wie sie vorgehen möchte, vor allem aber erzählt Lidia, warum ihr nur der Tod ihres Ehemannes Helmut Genugtuung verschaffen kann. Minutiös berichtet sie von ihrer Ehe, ihren Gefühlen und ihrem Mann. Und dann kommt doch alles anders. Der Roman ist recht kurz, einfach geschrieben und in fünf Abschnitte aufgeteilt, von denen drei Introspektiven sind. Neben Lidia erhält man auch von Helmut Einblicke in seine Sicht auf die Ehe. Das längste Kapitel gehört Lidia und ihren ausschweifenden Erzählungen, wie schrecklich ihre Ehe sei, wie sehr sie zu leiden habe und warum all dies den Mord an ihren Mann rechtfertigen würde. Sie berichtet davon, wie ihr Mann sie in ihrer Arbeit belächelte, versuchte sie kleinzuhalten, sie als eigenständige Frau nicht ernst nahm. Er wünschte sich eine Accessoire-Frau, die nicht arbeitete sondern zu Hause blieb und, wenn Geschäftspartner oder Freunde zu Besuch kamen, repräsentativ am Tisch saß. Betrachtet man Lidias Erzählungen nüchtern, lebte sie in einer unglücklichen Ehe. Ebenso nüchtern betrachtet war Lidia aber bei weitem nicht unschuldig daran. Ihr Verhalten erinnert oft an eine bockige Teenagerin, Kommunikation schien ein Fremdwort für sie zu sein, und die Folgen ihres Handelns waren nie ihre, sondern grundsätzlich Herberts Schuld. Es gibt Situationen, da versteht man, warum ein Mensch den anderen umbringt oder es zumindest möchte. Lidias Ehe gehört nicht dazu, schon gar nicht mit ihrer Argumentation. Eine Scheidung aber reicht ihr nicht, sie will die Existenz ihres Mannes komplett auslöschen, und das aus dem einfachen Grund, weil er nicht so ist und funktioniert wie sie es erwartet. Lidia bleibt als Charakter fremd. Ihre Gefühlsregungen und Verhalten gegenüber ihrem Mann sind oft einfach nicht nachvollziehbar. Die fünf Kapitel bilden eine chronologische Linie, aber das ist auch das einzige, das sie verbindet. Kein Kapitel bezieht sich auf das vorherige. Zwei Kapitel stehen sogar derart außerhalb des Geschehens, dass man sich fragt, ob sie wirklich notwendig waren, denn zur Geschichte oder Verständnis von Lidias Beweggründen tragen sie nichts bei.

Protokoll einer Albtraum-Ehe
von Caren Lückel aus Bad Berleburg am 03.06.2016

Lidia leidet in ihrer Ehe und möchte ihren Mann umbringen. Sie plant, ihm sein Lieblings-Pilzgericht zu kochen: Schirmpilze, die sehen den hochgiftigen Knollenblätterpilzen zum Verwechseln ähnlich.... Das Buch besteht aus 5 Teilen. Im ersten, umfangreichsten Abschnitt erzählt Lidia von ihrer Ehe, im zweiten kommt ihr Ehemann Helmut zu Wort. Der... Lidia leidet in ihrer Ehe und möchte ihren Mann umbringen. Sie plant, ihm sein Lieblings-Pilzgericht zu kochen: Schirmpilze, die sehen den hochgiftigen Knollenblätterpilzen zum Verwechseln ähnlich.... Das Buch besteht aus 5 Teilen. Im ersten, umfangreichsten Abschnitt erzählt Lidia von ihrer Ehe, im zweiten kommt ihr Ehemann Helmut zu Wort. Der dritten Teil ist der einzige, in dem etwas "passiert". Der vierte Abschnitt lässt den Anwalt von Lidia und Helmut erzählen, im letzten Teil geht es um Lidias Putzfrau und Freundin. Für mein Empfinden besteht das Buch nur aus Aneinanderreihungen von Gedanken, Erinnerungen, Weisheiten und Wahrheiten. Manches ist tiefsinnig, regt zum Denken an, manches bringt den Leser zur m Lachen. Unsere Gesellschaft wird kritisch betrachtet und manches überspitzt dargestellt. Gut, dass die Geschmäcker verschieden sind, dieses Buch hat meinen Geschmack leider nicht getroffen.