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Tyll

Roman

(51)
"Tyll", der neue Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann – er veröffentlichte u.a. "Die Vermessung der Welt", "Ruhm", "F" und "Du hättest gehen sollen" –, ist die Neuerfindung einer legendären Figur: ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt.
Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, dessen größtes Geheimnis darin besteht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erschwindelt und erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.
Rezension
Ein Meisterstück (...). Was ist das nur für ein unerschöpfliches Buch und was für ein grossartiger Stoff. (...) Es ist überdies der aussergewöhnlichste Europa-Roman seit vielen Jahren (...). Nicht zuletzt aber handelt es sich um ein phantastisches Geschichtenbuch, es ist grosses Theater, es ist Kino und Dichtung in einem. (...) wir sehen Daniel Kehlmann auf der Höhe der Kunst. Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung
Portrait
Daniel Kehlmann, wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Preis der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006, dem WELT-Literaturpreis 2007 sowie zuletzt mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 09.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-03567-9
Verlag Rowohlt Verlag
Maße (L/B/H) 212/137/40 mm
Gewicht 560
Auflage 6. Auflage
Verkaufsrang 45
Buch (gebundene Ausgabe)
23,60
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
51 Bewertungen
Übersicht
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6
4
1
0

Schalkhaft, Schmerzhaft, Schön
von einer Kundin/einem Kunden am 18.11.2017

Kehlmanns Roman/Kurzgeschichtensammlung/Epochenportrait hat mich ab den ersten Seiten gefesselt und bis zur letzten nicht mehr losgelassen. Die düstere Zeit des Dreissigjährigen Krieges, der ganz Deutschland in Flammen setzte, wird um Tyll herum lebendig, der schalkhaft durch sie hindurch tanzt, mal hier mal dort, nie festzuhalten, erzählt von verschiedenen Charakteren, die... Kehlmanns Roman/Kurzgeschichtensammlung/Epochenportrait hat mich ab den ersten Seiten gefesselt und bis zur letzten nicht mehr losgelassen. Die düstere Zeit des Dreissigjährigen Krieges, der ganz Deutschland in Flammen setzte, wird um Tyll herum lebendig, der schalkhaft durch sie hindurch tanzt, mal hier mal dort, nie festzuhalten, erzählt von verschiedenen Charakteren, die ihm begegnet sind.

Großer Roman, große Unterhaltung
von einer Kundin/einem Kunden am 04.12.2017

Ein großer Roman, der an große Vorläufer anknüpft und doch ganz eigenständig und zeitgenössisch ist. Für mich bisher der beste Roman, den ich diesen Herbst gelesen habe, ein sprachlicher und ästhetischer Höhepunkt. Und doch gut lesbar und unserem heutigen (berechtigtem?) Unterhaltungsbedürfnis entsprechend. Daher eine ganz eindringliche Empfehlung an alle.

sehr gelungen
von Hägar aus Saulgrub am 02.12.2017

Literatur darf auch unterhaltsam und lehrreich sein. Insofern ist das Buch lesenswert. Parallelen zu heute sind durchaus erkennbar. Im diesem Roman bildet der Dreißigjährige Krieg die historische Kulisse, wohlgemerkt über 200 Jahre nach der angeblichen Lebenszeit des echten Eulenspiegels. Da sollte man wissen.


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