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Nach dem Winter

Roman

(6)
Claudio ist Lektor in einem Verlag und lebt seit vielen Jahren in New York, nachdem ihn der tragische Verlust seiner ersten großen Liebe aus seiner Heimatstadt Havanna vertrieben hat. Cecilia studiert in Paris. Seit ihrer Kindheit in Mexiko hat sie ein besonderes Faible für Friedhöfe und liebt es, zwischen den Gräbern des Père-Lachaise spazieren zu gehen. Als Claudio und Cecilia sich über gemeinsame Freunde in Paris kennenlernen, verlieben sie sich ineinander, obwohl sie beide in andere Beziehungen verwickelt sind. Über die Distanz hinweg tauschen sie E-Mails, Gedanken, selbst zusammengestellte Musikcompilations aus. Doch als Cecilia nach New York fliegt, um Claudio zu besuchen, entwickelt sich ihre Beziehung ganz anders als erwartet ...

Auf intensive, manchmal humorvolle, manchmal beklemmende Weise beleuchtet Guadalupe Nettel die vorsichtige Annäherung ihrer Protagonisten und erschafft so ein tiefschürfendes Bild zweier Menschen, die sich nach Nähe sehnen, doch Schwierigkeiten haben, sich aufeinander einzulassen. Ein berührender Roman über die heilende Kraft der Liebe und die Chancen, die Enttäuschungen für die eigene Liebesfähigkeit sein können.

Rezension
»Ein filigraner Großstadtroman… Nettel versteht es geschickt, mit Raum und den Perspektiven der Figuren zu spielen.«
Portrait
Guadalupe Nettel, 1973 geboren in Mexico City, hat an der Universidad Nacional Autónoma Hispanistik studiert und an der École des Hautes Études in Paris promoviert. Sie arbeitete als Journalistin für verschiedene spanischsprachige Zeitschriften, ihr schriftstellerisches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in zehn Sprachen übersetzt. Nach dem Winter ist der erste Roman der Autorin, der auf Deutsch erscheint. Guadalupe Nettel lebt in Mexico City und ist Herausgeberin des renommierten Literaturmagazins La Revista de la Universidad de Mexico.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 352 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 05.03.2018
Sprache Deutsch
EAN 9783641220310
Verlag Karl Blessing Verlag
Dateigröße 684 KB
Übersetzer Carola Fischer
eBook
17,99
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Kundenbewertungen

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Claudio und Cecilia
von einer Kundin/einem Kunden am 29.05.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Guadalupe Nettel erzählt in ihrem Roman die Geschichte von Claudio und Cecilia, die beide Probleme haben zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Claudio lebt als Exil-Kubaner in New York. Er legt sehr strenge Maßstäbe an seine Mitmenschen an und daher reduzieren sich seine Sozialkontakte auf ein Minimum. Cecilia ist Mexikanerin und für ihr... Guadalupe Nettel erzählt in ihrem Roman die Geschichte von Claudio und Cecilia, die beide Probleme haben zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Claudio lebt als Exil-Kubaner in New York. Er legt sehr strenge Maßstäbe an seine Mitmenschen an und daher reduzieren sich seine Sozialkontakte auf ein Minimum. Cecilia ist Mexikanerin und für ihr Studium nach Paris gezogen. Sie ist ebenfalls eine Einzelgängerin, die eher in ihrer eigenen Welt lebt. Über eine gemeinsame Freundin lernen sich Claudio und Cecilia kennen. Während Claudio sofort eine obsessive Verliebtheit entwickelt, ist Cecilia zurückhaltender. Trotzdem lässt sie sich auf ihn ein und besucht ihn in New York. Die beiden Hauptcharaktere werden in den Kapiteln abwechselnd betrachtet. Dabei sind auch die verschiedenen Perspektiven zu den gleichen Ereignissen hochinteressant. Claudio ist total auf sich bezogen und meiner Meinung nach zu keiner Empathie fähig. Sein Kosmos kreist ausschließlich um sich selbst und seine persönlichen Wertvorstellungen. Cecilia erkennt früh, dass er sie idealisiert. Sie lässt sich nur auf ihn ein, weil ihr ihr Freund Tom fehlt. Die Autorin zeigt die Zerrissenheit ihrer Figuren sehr gut. Hauptthemen des Romans sind Verlust, Trauer und Depression. Die Beschreibung passt nicht wirklich zur Geschichte, denn die kurze Romanze zwischen Claudio und Cecilia nimmt einen vergleichsweise kleinen Teil des Buches ein und hat, meiner Meinung nach, auch keinen wirklich tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklung der Figuren. Der Roman ist sicher keine leichte Lektüre, aber auf jeden Fall lesenswert.

Konnte mich leider nicht ganz erreichen
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiblfing am 15.04.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Es ist kein einfaches Unterfangen, diesen Roman zu beschreiben. Bereits die Inhaltsangabe macht mir Schwierigkeiten. Eigentlich ist die Handlung nämlich nicht außergewöhnlich. Es geht um zwei recht spezielle Personen, Claudio und Cecilia. Claudio stammt aus Kuba, lebt und arbeitet in New York, bis es ihn nach Paris verschlägt, wo... Es ist kein einfaches Unterfangen, diesen Roman zu beschreiben. Bereits die Inhaltsangabe macht mir Schwierigkeiten. Eigentlich ist die Handlung nämlich nicht außergewöhnlich. Es geht um zwei recht spezielle Personen, Claudio und Cecilia. Claudio stammt aus Kuba, lebt und arbeitet in New York, bis es ihn nach Paris verschlägt, wo er schließlich auf Cecilia trifft. Cecilia ist aus Mexiko nach Paris gekommen, um dort zu studieren. Zwischen den beiden entspinnt sich eine besondere Liebesgeschichte. Insbesondere Claudio schafft es nicht, irgendwelche Sympathien des Lesers auf sich zu ziehen. Er liebt die Stille und Ordnung. Sein Frauenbild ist katastrophal, so hält er sie für Menschen zweiter Klasse und hat sie am liebsten sehr devot. Auch seine Sexualvorstellungen sind gewöhnungsbedürftig. "Manchmal sehne ich mich nach einer Familie, nach einer stillen, zurückhaltenden Frau und einem - vorzugsweise stummen - Kind." Seite 11 Cecilia wirkt recht unsicher und kommt in der großen Stadt Paris nur sehr schlecht zurecht. Sie igelt sich ein und vernachlässigt sich selbst und ihre Wohnung. Sie hat regelrecht Angst vor fremden Menschen. Das interessante an dieser Liebesgeschichte ist, dass man als Leser ahnt, dass das nicht gut gehen kann, und beinahe hofft, dass die beiden nicht zusammenkommen. Eine düstere, fast gruselige Grundstimmung liegt zugrunde. Sämtliche Hauptpersonen haben eine seltsame Affinität zu Friedhöfen. Man hat das Gefühl, eine Katastrophe ist unvermeidlich. "Die Möglichkeit zu sterben kann nur einen Menschen bekümmern, der den starken Wunsch hat zu leben." Seite 111 Anders als der Klappentext vermuten lässt, geht es nicht in erster Linie um eine (Liebes-)Geschichte zwischen Claudio und Cecilia, sondern um mehrere Beziehungsgeschichten. Im Vordergrund steht die Beschreibung und Entwicklung der recht eigenwilligen Charaktere. Obwohl ich diese recht interessant fand und mir auch die Sprache gut gefiel, konnte mich dieser Roman im Ganzen nicht so recht überzeugen und berühren. Besonders im ersten Teil hatte ich oft das Gefühl, dass der Plot etwas mager sei und mir der Zugang fehle. Gegen Ende hat mir die Geschichte besser gefallen. Ich glaube, dass es ein gutes Buch ist, nur für mich leider zur falschen Zeit kam.

sehr emotionaler und bewegender Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Freudenberg am 03.04.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Klapptext: Claudio ist Lektor in einem Verlag und lebt seit vielen Jahren in New York, nachdem ihn der tragische Verlust seiner ersten großen Liebe aus seiner Heimatstadt Havanna vertrieben hat. Cecilia studiert in Paris. Seit ihrer Kindheit in Mexiko hat sie ein besonderes Faible für Friedhöfe und liebt es, zwischen... Klapptext: Claudio ist Lektor in einem Verlag und lebt seit vielen Jahren in New York, nachdem ihn der tragische Verlust seiner ersten großen Liebe aus seiner Heimatstadt Havanna vertrieben hat. Cecilia studiert in Paris. Seit ihrer Kindheit in Mexiko hat sie ein besonderes Faible für Friedhöfe und liebt es, zwischen den Gräbern des Père-Lachaise spazieren zu gehen. Als Claudio und Cecilia sich über gemeinsame Freunde in Paris kennenlernen, verlieben sie sich ineinander, obwohl sie beide in andere Beziehungen verwickelt sind. Über die Distanz hinweg tauschen sie E-Mails, Gedanken, selbst zusammengestellte Musikcompilations aus. Doch als Cecilia nach New York fliegt, um Claudio zu besuchen, entwickelt sich ihre Beziehung ganz anders als erwartet ... Ich hatte große Erwartungen an dieses Buch und wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Ich bin mit dem Lesen sehr gut voran gekommen.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen. Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Ich habe Claudio und Cecila kennen gelernt.Zunächst habe ich einen Einblick in des Leben der Beiden unabhängig voneinander erhalten.Beide sind nicht wirklich glücklich mit ihrem Leben .Durch die sehr einfühlsame und fast poetische Erzählweise der Autorin kommt dies wunderbar zu Geltung.Gedanken,Gefühle und Emotionen beschreibt sie einfach ganz wunderbar.So konnte ich mich richtig in Claudio und Cecila hinein versetzen. Auch als sich die beiden zum ersten Mal in Paris treffen und daraus eine etwas ungewöhnliche Beziehung wird ,konnte ich ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen.Sehr melanchonisch und berühernd beschreibt uns Guadalupe Nettel die einzelnen Situationen.Viele Themen wie Einsamkeit,unerfüllte Liebe,Sehnsucht und unerfüllte Beziehungen spricht sie in dieser Geschichte an und baut sie geschickt ein. Die Handlung blieb von Anfang bis zum Ende sehr interssant.Dadurch wurde es zu keinem Zeitpunkt langweilig.Mich hat es teilweise wirklich sehr emotional berührt und bewegt wie Claudio und Cecila in ihrem Leben gefangen sind und es nicht schaffen es zu verändern. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich vergebe glatte 5 Sterne.