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Die Nickel Boys

Roman

Colson Whitehead

(124)
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Beschreibung

Colson Whiteheads neuer Roman über die erschütternde Geschichte zweier Jungen – Ausgezeichnet mit dem Publitzer Preis 2020

Florida, Anfang der sechziger Jahre. Der sechzehnjährige Elwood lebt mit seiner Großmutter im schwarzen Ghetto von Tallahassee und ist ein Bewunderer Martin Luther Kings. Als er einen Platz am College bekommt, scheint sein Traum von gesellschaftlicher Veränderung in Erfüllung zu gehen. Doch durch einen Zufall gerät er in ein gestohlenes Auto und wird ohne gerechtes Verfahren in die Besserungsanstalt Nickel Academy gesperrt. Dort werden die Jungen missbraucht, gepeinigt und ausgenutzt. Erneut bringt Whitehead den tief verwurzelten Rassismus und das nicht enden wollende Trauma der amerikanischen Geschichte zutage. Sein neuer Roman, der auf einer wahren Geschichte beruht, ist ein Schrei gegen die Ungerechtigkeit.

Colson Whitehead, 1969 in New York geboren, studierte an der Harvard University und arbeitete für die New York Times, Harper's und Granta. Whitehead erhielt den Whiting Writers Award (2000) und den Young Lion’s Fiction Award (2002) und war Stipendiat der MacArthur „Genius“ Fellowship. Für seinen Roman Underground Railroad wurde er mit dem National Book Award 2016 und dem Pulitzer-Preis 2017 ausgezeichnet. Für seinen Roman Die Nickel Boys erhielt er 2020 erneut den Pulitzer-Preis. Bei Hanser erschienen bisher John Henry Days (Roman, 2004), Der Koloß von New York (2005), Apex (Roman, 2007), Der letzte Sommer auf Long Island (Roman, 2011), Zone One (Roman, 2014), Underground Railroad (Roman, 2017) und Die Nickel Boys (Roman, 2019). Der Autor lebt in Brooklyn.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 03.06.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26276-8
Verlag Carl Hanser Verlag
Maße (L/B/H) 21,8/14,1/3 cm
Gewicht 410 g
Originaltitel ??
Auflage 2. Auflage
Übersetzer Henning Ahrens
Verkaufsrang 5423

Buchhändler-Empfehlungen

Andrea Resch-Krenn, Thalia-Buchhandlung

Elwood ist aufgrund seiner Hautfarbe ganz weit unten in der Hackordnung der Nickel Academy -einer Besserungsanstalt für Jugendliche. Die nüchterne Schreibweise lassen die Grausamkeiten des rassistischen Amerikas der 60er Jahre noch bewusster werden. Erschütternd geschrieben!

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Im Roman “Die Nickel Boys” erzählt der Schriftsteller Colson Whitehead vom jahrzehntelangen Missbrauch von Schützlingen in der Besserungsanstalt Nickel Academy. Es ist aus der Sicht des sechzehnjährigen Elwood geschrieben. Elwood selbst ist eine fiktive Person, die Dinge, die ihm widerfahren sind allerdings real. Die Besserungsanstalt gab es tatsächlich und nachdem unweit der Anstalt ein neues Büroviertel geplant war, stieß man auf einen grausigen Fund: Unzählige im Boden verscharrte Leichen. Beim Lesen möchte man vor dem erschütternden Leid, dem Rassismus und der Gewalt die Augen verschließen. Ähnlich ging es dem Schriftsteller, der bezüglich seiner Recherchearbeit, im Interview mit der L.A. Times folgendes sagte: “I’ll never go there. It's a place of incredible evil.” Colson Whitehead, der für seinen letzten Roman „Underground Railroad“ über die amerikanische Sklaverei mit dem Pulitzer Prize ausgezeichnet wurde, lotst den geneigten Leser auf zwei Zeitebenen zu einem grausamen Ende. Auf der ersten begegnen wir Elwood als Jugendlichen, der unrechtmäßig verurteilt worden ist und sein Dasein in der Anstalt fristete. Auf der zweiten Zeitebene lernt der Leser den Erwachsenen kennen, der rückblickend auf die Ereignisse der „Nickel Boys“ blickt. Langsam erschleicht sich eine Ahnung und dennoch hofft man als Leser, dass alles gut ausgehen wird. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu Letzt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
124 Bewertungen
Übersicht
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Die Nickel Boys ist eine Geschichte voller Leid und Misshandlung und Hoffnung. Unbedingt lesen!
von einer Kundin/einem Kunden am 10.06.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Elwood ist ein guter Junge. Er lebt mit seiner Großmutter in Tallahassee und hat durch seine Intelligenz die Chance aufs College. Er ist glühender Verehrer Martin Luther Kings und gemeinsam mit anderen demonstriert er regelmäßig für gesellschaftliche Veränderungen. Als ein Lehrer Elwood die Möglichkeit bietet Vorkurse fürs Colle... Elwood ist ein guter Junge. Er lebt mit seiner Großmutter in Tallahassee und hat durch seine Intelligenz die Chance aufs College. Er ist glühender Verehrer Martin Luther Kings und gemeinsam mit anderen demonstriert er regelmäßig für gesellschaftliche Veränderungen. Als ein Lehrer Elwood die Möglichkeit bietet Vorkurse fürs College zu besuchen scheint sein Traum, der Besuch eines guten, weißen College, in greifbare Nähe zu rücken. Doch ein dummer Zufall macht alles zunichte und Elwood landet im Nickel, einer Besserungsanstalt für schwierige Jugendliche. Auch dort ist, wie überall, die Rassentrennung standard. Die schwarzen Kinder bekommen schlechtere Unterkünfte, schlechteres oder auch gar kein Essen und die weißen Wärter haben ein großes Überlegenheitsgefühl. Doch eines teilen alle Jungs im Nickel, alle werden schwer misshandelt, natürlich trifft es die schwarzen Jungen weitaus häufiger. Elwood leidet besonders, denn auch hier sticht er heraus durch seine Intelligenz. Leider ist das im Nickel besonders ungern gesehen, Elwood hinterfragt alles. Und als sich die Gelegenheit bietet, will er Veränderungen herbeiführen. Ein tolles Buch zu einem unbequemen und schmerzlichen Thema. Rassentrennung, Misshandlungen, Gewalt und Tod sind nicht die Themen eines fröhlichen Buches. Aber Colson Whitehead beschreibt alles so eindringlich und ohne Vorverurteilungen, man muss es einfach lesen. Und am Ende gibt es auch noch einen überaschenden Twist um Elwood, damit hatte ich nicht gerechnet.

Eine Geschichte über Rassismus und die Entmenschlichung des Menschen
von einer Kundin/einem Kunden am 09.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Mühlen malen ja bekanntlich langsam, ganz besonders dann, wenn es sich um die Aufarbeitung der eigenen Geschichte handelt. Gerne werden Schandflecke ignoriert, verschwiegen oder sogar grundsätzlich geleugnet. Immer getreu dem Motto: „Was nicht sein kann, das nicht sein darf.“ Jedes Land hat seine ganz speziellen dunklen Flecken,... Mühlen malen ja bekanntlich langsam, ganz besonders dann, wenn es sich um die Aufarbeitung der eigenen Geschichte handelt. Gerne werden Schandflecke ignoriert, verschwiegen oder sogar grundsätzlich geleugnet. Immer getreu dem Motto: „Was nicht sein kann, das nicht sein darf.“ Jedes Land hat seine ganz speziellen dunklen Flecken, etwas, was nicht zum Selbstbild und zum eigenen Bewusstsein passt. Ist es in Deutschland der Nationalsozialismus, in Russland die stalinistische Diktatur oder der franquistische Klerikalfaschismus in Spanien, so kämpfen die USA bis heute mit dem Rassismus - sowohl mit dem historischen, als auch mit dem aktuell existierenden. Einer der besonders ehrlich und dementsprechend auch besonders schonungslos das Erbe des US-amerikanischen Rassismus aufarbeitet ist Colin Whitehead. Dieser widmet sich in seinen Romanen immer dem Verschwiegenen, dem jahrzehntelang Ignorierten. So auch in seinem 10. Roman. ‚Die Nickel Boys‘ ist die fiktive Geschichte einer Jugenderziehungsanstalt im Florida der 1960er-Jahre. Einer ganz besonders berüchtigten Einrichtung, in der Gewalt, Demütigungen und sogar sexuelle Übergriffe an der Tagesordnung waren. Ganz besonders hart traf es die schwarzen Jungen, welche vom sadistischen Wachpersonal wie Tiere behandelt wurden. Sie waren den weißen Männern schutzlos ausgeliefert - so wie Elwood und Turner, den beiden Protagonisten des Romans. Beide sind aus unterschiedlichen Gründen im ‚Nickel‘ gelandet, beide jedoch zu Unrecht und aus eindeutig rassistischen Motiven. Zusammen durchstehen sie die Zeit in dieser Hölle auf Erden, trotzen dem System auf ihre Weise. Sie machen so lange mit, bis sie es nicht mehr aushalten und ausbrechen. Eine Flucht mit fatalen Folgen, welche bis in die heutige Zeit reichen. Whiteheads Roman ist ein schockierender und auf wahren Ereignissen beruhender Bericht über die menschlichen Abgründe. Schonungslos schildert er die erlebte Gewalt, beschreibt die Ungerechtigkeiten und das nicht vorhandene Unrechtsbewusstsein der Täter. Dies tut er nüchtern und sachlich, emotional unglaublich kalt. ‚Die Nickel Boys‘ geht deshalb ganz schön an die Nieren und fordert die volle Aufmerksamkeit des Leser bis zur letzten Seite. Es ist keine simple, aber dennoch eine sehr lohnenswerte Lektüre, welche den Leser trotz der einfachen Sprache fordert - und in ihm ein neues Bild auf dieses abartige Kapitel US-amerikanischer Geschichte entstehen lässt.

von einer Kundin/einem Kunden am 12.04.2020
Bewertet: anderes Format

Eine absolute Leseempfehlung! Colson Whitehead schreibt bewegend, realistisch und hart über Rassismus im Amerika der 60er Jahre- basierend auf wahren Begebenheiten


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