Thalia-BuchhändlerInnen im Portrait: Susanne | 26 Rezensionen
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BuchhändlerInnen im Portrait

Meine Lieblingsbuchhändler

Susanne
aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof

Gesamte Empfehlungen 26 (ansehen)


Meine Empfehlungen

Beginn eines magischen Abenteuers

Susanne aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof , am 22.07.2020

Cedrik zieht mit seinem alleinerziehenden Vater O’Connor in ein geheimnisvolles Dorf irgendwo im hohen Norden Schottlands und schon bald wird das Leben des Jungen auf den Kopf gestellt: Nicht nur wird er von einem Werwolf bedroht, sondern gewinnt in Elliot und Emily auch neue Freude, die sich als Hexer und Gestaltwandlerin herausstellen, und wird zudem noch von einem Greifen zu einer Prüfung herausgefordert. Könnte es sein, dass auch Cedrik über eine besondere magische Gabe verfügt? In der Tat er ist ein Druide und in einem Refugium für magische Geschöpfe gelandet. Ein spannendes, gut geschriebenes Buch über Mut, Freundschaft, Magie und Abenteuer für junge Leser ab 10 Jahre, der Auftakt einer Reihe, deren zweiter Band hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt!

Die Chroniken von Mistle End 1: Der Greif erwacht - Benedict Mirow
Die Chroniken von Mistle End 1: Der Greif erwacht
von Benedict Mirow
(55)
Buch (gebundene Ausgabe)
16,90

Berührende Lektüre und zugleich eine Mahnung wider des Vergessens

Susanne aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof , am 10.07.2020

Für dieses Buch die richtigen Worte zu finden ist eine Herausforderung, aber es hat mich zutiefst berührt! Es erzählt in der Form einer Graphic Novel die Geschichten von sechs Kindern, die dem Holocaust entkommen konnten. Die Sprache spielt dabei für die Emotionalität, in der ich auf dieses Buch reagiert habe, eine entscheidend Rolle: In wenigen Sätzen werden die Lebensläufe von Tobias, Selma, Livia, Susanna, Emerich und Elisabeth geschildert. Man hat das Gefühl die Betroffenen sprechen den Leser direkt an – und es ist vor allem die Art und Weise der Schilderung, die mich zutiefst erschüttert hat. Vieles des Grauens, das diese Kindern erlebt haben, wird entweder sachlich, ja geradezu wertfrei, beschrieben oder nur kurz angedeutet, und ist deshalb umso eindringlicher. Das Unfassbare manifestiert sich nicht nur in klaren Worten, manches bleibt auch unausgesprochen und tönt doch umso lauter. Dadurch wird die unfassbare Brutalität dieses totalitären Regimes umso deutlicher hervorgehoben. Die eindrücklichen Illustrationen von Peter Berting tragen ihren Teil dazu bei die (lebens-)bedrohliche Atmosphäre dieses düstersten Kapitel der Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes zu verbildlichen.
Die Geschichte dieser Kinder endet jedoch nicht mit ihrer Befreiung aus dem Konzentrationslager, sondern wird darüber hinaus weiter erzählt, wie und warum sie nach Schweden kamen. Gerade hier wird deutlich, was es bedeutet nicht nur Heimat, sondern auch Familie und Freunde zu verlieren, jegliche Sicherheit, die man als Kind geglaubt hat, zu haben, und schließlich in einem fremden Land neu anfangen zu müssen. Jedes dieser Schicksale zeigt auf, wie zerbrechlich die vermeintliche Sicherheit der Kindheit sein kann, wie einmal erlittene Traumata ein Leben lang wirken und zugleich wohnt ihnen ein Hoffnungsschimmer inne.
Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch von vielen Lehrer in ihren Unterricht aufgenommen wird – und dabei denke ich nicht nur an den Geschichtsunterricht! Nicht nur um die Erinnerung an diese dunklen Zeiten, die sich hoffentlich niemals wiederholen werden, wachzuhalten, sondern auch zum Nachdenken und Diskutieren – auch über Gegenwärtiges – anzuregen.

Bald sind wir wieder zu Hause - Jessica Bab Bonde
Bald sind wir wieder zu Hause
von Jessica Bab Bonde
(19)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60

Mörderisches Mallorca – aus der Sicht einer Mallorquinerin

Susanne aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof , am 10.07.2020

Mallorca scheint in diesem Jahr zu einem Hot-Spot des Krimis zu verwandeln. Zu einigen anderen interessanten Neuerscheinnungen, gesellt sich mit Comisaria Silvia Fiol, eine durch und durch sympathische Hauptfigur, die sich nicht nur gegen den unterschwelligen Machismo der spanischen Polizei zu behaupten weiß, sondern sich auch mit Ansprüchen ihrer Familie herumplagen muss. In ihrem ersten Fall wird sie mit Morden an schwedischen Touristen konfrontiert, wobei sich ihre Wege mit jenen der deutschen Ex-Kommissarin Marie Lindner kreuzen. Diese hat den Hamburger Polizeidienst nach einer Vergewaltigung traumatisiert verlassen. Nun versucht sie sich gemeinsam mit ihrem Mann eine neue Existenz als Betreiberin eines Feriendomizils auf der Urlaubstrauminsel aufzubauen. Doch Marie gerät überraschend ins Visier des Mörders, dem Comisaria Fiol bereits auf der Spur ist.
Für mich lag der besondere Charme dieses spannenden Krimis, vor allem in der Schilderungen der verschiedenen Schauplätze Mallorcas. Die Autorin, übrigens eine gebürtigen Mallorquinerin, zeichnet ein facettenreiches Bild dieser Insel, auf welcher der Tourismus ‚allgegenwärtig’ zu sein scheint, die aber durchaus noch anderes zu bieten hat als den berühmt, berüchtigten Ballermann. Die Art und Weise wie man als Leser über Silvia Fiol gewissermaßen die Sichtweise der Einheimischen auf ‚ihr’ Mallorca vermittelt bekommt, zeigt wie stark sich die Autorin ihrer Heimat verbunden fühlt, und, dass ihr daran gelegen ist, ein differenziertes Bild dieser schönen Insel zu zeichnen. Das gelingt ihr ausgezeichnet und ist meines Erachtens ein ganz großes Plus dieses Krimis!
Jedoch hat für mich dieser ansonsten spannend erzählte und gut lesbare Krimi ein winziges Manko. Für mich hat sich zunehmend das Gefühl eines „Auftakt“-Krimis eingestellt – vergleichbar der Pilotfolge am Start einer neuen Fernsehserie –, dessen Hauptziel es ist, die handelnden Personen und ihre Motive erst mal vorzustellen, bevor sie sich zu einem Team formen können.
Das Ziel wurde allerdings zu hundert Prozent erreicht: Ich warte gespannt auf den zweiten Band, denn die offensichtlich geplante zukünftige Zusammenarbeit zwischen der traumatisierten deutschen Ex-Kommissarin und der Mallorquinerin verspricht spannend zu werden.

Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge - Lucia De la Vega
Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge
von Lucia De la Vega
(17)
eBook (ePUB)
9,99

Flüchtig wie Töne im Wind – ein gelungenes Debüt

Susanne aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof , am 10.07.2020

Vordergründig geht es um das Ende einer Liebe – nach dreißig Jahren trennt sich Maria von ihrem Ehemann, nachdem sie dessen heimliche Affäre entdeckt. So weit, so gut, eine ‚fast’ alltägliche Geschichte – könnte man meinen. Aber in diesem Buch geht es um viel mehr. Sein Name ist geradezu Programm. Denn in diesem Buch ist alles – wie es eine Kollegin im Gespräch so schön formuliert hat – „flüchtig“: Beziehungen, die Liebe, das Glück, Begegnungen, das Leben selbst. Und ebenso fließt der Erzählstil von Hubert Achleitner dahin – er mäandert mal hierhin, mal dorthin, springt von Vergangenheit zur Gegenwart und wieder zurück, fängt scheinbar zufällige Momente ein, verläuft niemals gradlinig – eben wie das Leben selbst.
Das könnte anstrengend sein, doch lässt man sich als Leser darauf ein und wird behutsam und durchaus unterhaltsam durch diese Lebens- und Liebesgeschichte getragen, die in vielem ganz alltäglich erscheint, aber zugleich einzigartig ist. Und nicht zuletzt regt sie dazu an, über das eigene Leben und das Leben an sich nachzudenken.
Als Musiker versteht sich Hubert Achleitner, aka Hubert von Goisern, auf die lauten wie die leisen Töne, und auch seine Texte sind nicht immer „stromlinienförmig“, was sich auch in seinem Romandebüt wiederspiegelt. Kein Wunder, dass Musik auch in diesem Buch eine wichtige Rolle spielt und selbst als Metapher für die Quintessenz aus diesem Buch begriffen werden kann. Da mir selber aber die angemessenen Worte dafür fehlen, möchte ich hier den Autoren selbst zu Wort kommen lassen: "Flüchtig wie die angezupften Töne der Bouzouki waren die Begegnungen mit diesen Menschen. Dennoch hinterließ jeder von ihnen eine Melodie in meinem Herzen, die weiterschwingt."

Flüchtig - Hubert Achleitner
Flüchtig
von Hubert Achleitner
(126)
Buch (gebundene Ausgabe)
23,70

Mord auf Mallorca mit heiklem historischen Hintergrund

Susanne aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof , am 10.07.2020

Mallorca boomt – zumindest im Kriminalroman (Kallentoft, Comisaria Fiol) – und mit Toni Morales betritt nun ein weiterer Protagonist die Bühne. Commandate Toni Morales hat sich seiner deutschen Frau zuliebe nach Mallorca versetzen lassen, um mehr Zeit für sie zu haben. Doch der Mord an einer fast 90jährigen (!) Nonne gibt nicht nur Rätsel auf, sondern wird ihn auch, ohne allzu viel verraten zu wollen, in ein düsteres Kapitel der jüngeren spanischen Geschichte führen. Mir war der historische Hintergrund des Krimis nicht bekannt, und offenbar hat die Autorin auch damit gerechnet, dass vielen Lesern ebenso gehen wird, weshalb es am Ende des Buches eine Erläuterung dazu gibt – für mich schon deshalb eine Empfehlung, weil ich es mag, wenn ein scheinbar einfacher, unterhaltender Roman, es schafft mich für Neues zu interessieren.
Aber genau deshalb möchte ich hier noch einmal betonen, dass trotz des heiklen Themas dieses Buch für eine angenehme, spannende Lektüre sorgt. Dafür ist vor allem das in das Krimigeschehen involvierte „Personal“ verantwortlich: das nette Team um Toni Morales, seine ehrgeizige Vorgesetzte und nicht zuletzt seine Ehefrau Mel, die als Anwältin ebenfalls in den Fall miteinbezogen wird. Das Salz in der Suppe dieser Konstellation ist aber meines Erachtens Adelheid, Tonis Schwiegermutter mit Hippievergangenheit, die es nicht lassen kann, sich kräftig und unkonventionell in die Ermittlungen einzumischen.
Kurzum: Trotz des heiklen Themas ist das Buch ein schöner, gut zu lesender, (ent-)spannender Urlaubskrimi! Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten Teil, zumal mir die Hauptprotagonisten schon jetzt ans Herz gewachsen sind und ich nun doch gerne erfahren möchte, was es mit dem Tod von Toni Morales Bruder auf sich hat.

Mörderisches Mallorca – Toni Morales und die Töchter des Zorns - Elena Bellmar
Mörderisches Mallorca – Toni Morales und die Töchter des Zorns
von Elena Bellmar
(21)
Buch (Taschenbuch)
15,50

Frauen und Skisport – ein Skandal ?!

Susanne aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof , am 17.10.2019

Die begeisterte Bergsportlerin und Skifahrerin Lotte, behütet aufgewachsen in einem kleinen Bergdorf in Tirol, kommt in die große Stadt Wien..... – an sich wäre dieser Plot noch nicht weiter beachtenswert, wenn wir nicht das Jahr 1904 schreiben würden. Frauen, die Skifahren und Bergsteigen – unmöglich, ja ein Skandal! Doch Lottes Traum, diese Sportarten auch für Frauen gesellschaftsfähig zu machen, bekommt tatkräftige Unterstützung durch die ambitionierte Geschäftsfrau Mizzi Kauba, in deren Geschäft sie ihre erste Anstellung antritt.

Beate Maly, eine ohnehin im Genre des historischen Romans erfahrene Schriftstellerin, zeichnet in diesem Roman mit leichter Hand das Bild einer spannenden Epoche am Beginn des 20. Jahrhunderts, in der nicht nur Frauen um ihre Anerkennung kämpfen müssen, sondern sich zugleich die Schatten eines aufkommenden und immer deutlicher werdenden Antisemitismus über die Geschichte legen. Auch soziale Konflikte werden nicht ausgespart. Dies führt jedoch keineswegs zu einer schweren Kost, sondern zu gut lesbarer Unterhaltung, die dazu anregen kann, tiefer in die Materie einzusteigen. Geschickt verwebt die Autorin Fiktion (Lotte Seidl) mit historisch belegten Persönlichkeiten. So existierte das von besagter Mizzi Kauba geführte Bergsportgeschäft in der Kaiserstraße tatsächlich. Es wurde 1983 von Bergfuchs-Wien übernommen wurde, womit der Ort des Geschehens in der Tat noch heute existiert. (Ich hatte ohnehin bei der Lektüre ständig das bekannte Wiener Geschäft in der Nähe des Westbahnhofs vor Augen, ohne mir sicher zu sein, ob es mit dem im Roman vorkommenden identisch ist. Dies habe ich erst nach der Lektüre zu meiner Freude entdeckt.) Die Liebesgeschichte, die sich um die Hauptprotagonistin Lotte entspinnt, hielt sich für mich erfreulicherweise sanft im Hintergrund, sondern vielmehr fesselte mich das Schicksal der in diesem Roman vorkommenden Frauen mit ihren so unterschiedlichen Lebensentwürfen und Entwicklungen.

Fazit: Eine ideale Winterlektüre, leicht wie eine Schneeflocke, für alle Freunde und Freundinnen des historischen (Frauen-)Romans, aber auch für absolute Skimuffel wie mich.

Lottes Träume - Beate Maly
Lottes Träume
von Beate Maly
(25)
Buch (Taschenbuch)
11,90

Wunderbare Weihnachtskekse

Susanne aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof , am 17.10.2019

Zugegeben: Als Kochbuchfan stapeln sich auch bei mir die Back- und Keksbücher. Warum noch eins weiteres empfehlen? Ganz einfach – ich bin wirklich von diesem Buch begeistert und begründe das an dieser Stelle auch gerne ausführlich.


1. Es gibt wirklich eine Fülle von Rezeptvorschlägen. Neben bekannten Klassikern finden sich auch ungewöhnlichere wie spektakulär aussehende Kürbiskerntütchen oder warum nicht einmal Rosenblütenkipferl ausprobieren?
2. Vor allem haben mich die vielen, vielen kleinen eingestreuten Tipps und Variationsvorschläge der erfahrenen Bäckerin Johanna Aust überzeugt. Ebenfalls enorm praktisch an diesem Buch ist, dass nicht nur die zu erwartende Keksmenge pro Rezept angegeben ist, sondern auch deren Haltbarkeit (– diese gilt natürlich nur, sofern die Kekserl nicht bereits vorher in irgendwelchen Mägen verschwunden sind, was – wenn sie nur halbwegs so gelingen wie auf den Fotos – sicher zu erwarten ist!). Grundsätzlich erleichtert dies die eigene Back-Planung enorm.
3. In einem eigenen Kapitel behandelt die Autorin auch kurz Unverträglichkeiten, wie gegen Gluten oder Nüsse, und zeigt mit ihren Rezepten und deren Variationen auf, dass man trotzdem nicht auf den Keksgenuss verzichten muss. Gerade vor Weihnachten, wo man häufig in größeren Gruppen zusammenkommt, kann dies ein Thema sein und da ist es immer gut, für die Betroffenen eine gutschmeckende Alternative in petto zu haben.
4. Zum Schluss gibt es noch ein Kapitel für die No-Waste-Befürworter – was mache ich mit Teigresten und wie verarbeite ich übrig gebliebene Zutaten. Ob es allerdings die hier vorgeschlagenen Kokosbusserl mit den Kokosmakrönchen meiner Mutter aufnehmen können, die sie immer aus dem übriggebliebenen Eiweiß zauberte, muss erst noch getestet werden ;-).


Aufgrund der grundlegenden Erläuterungen am Beginn und den vielen, vielen Tipps und Tricks eignet sich dieses Buch sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Letztere werden bei den Rezepten wohl eher ihr Vergnügen am Nicht-Alltäglichen und an den Variationen finden. Ich jedenfalls hatte spontan Lust, mich an die Keksproduktion zu machen. Ich hoffe, dass ich vor Weihnachten genügend Zeit finde einige meiner Favoriten auszuprobieren, wie Pistaziennougatkrapfen, Mangostangen, Zitronensterne, da waren ja auch noch die Kürbiskerntütchen und und und....... ich nehme an, die Kollegen und Kolleginnen in der Filiale werden beim Testen der Resultate helfen ;-)...

Die besten Weihnachtskekse - Johanna Aust
Die besten Weihnachtskekse
von Johanna Aust
(19)
eBook (ePUB)
19,99

Achtsamkeit mal anders

Susanne aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof , am 17.10.2019

Der erfolgreiche Anwalt Björn Diemel mit einflussreichem Mandanten aus der Großkriminalität wird von seiner Frau gezwungen ein Achtsamkeitsseminar zu besuchen, um ihre Ehe zu retten. Was sich aus seinem Versuch, den neuen Regeln der Achtsamkeit zu folgen, entwickelt, ist höchst amüsant zu lesen. Zumal sich aus lauter Achtsamkeit der erste Mord eher aus einer Unachtsamkeit – selbstverständlich dem Opfer gegenüber – ergibt, dem zwangsläufig noch jede Menge weitere folgen werden.


Karsten Dusse hat sich herrlich ironisch mit einem Augenzwinkern dem aktuellen Trend zur Achtsamkeit angenommen und setzt ihn für seine Hauptperson gleichermaßen genussvoll wie mörderisch um. Für mich als Liebhaberin des ausgefallenen Krimis mit einem ordentlichen Schuss schwarzen Humors genau das Richtige! Übrigens konnte ich als Leserin selten soviel Verständnis für den Mörder aufbringen....

Ach ja, selbstverständlich gibt es auch jede Menge Achtseimkeitstipps – aber ich bitte Sie um Vorsicht bei der Anwendung im Alltag. Warum? Das werden Sie schon bei der Lektüre selber merken...
Ich wünsche Ihnen einen achtsamen Lesegenuß!

Achtsam morden - Karsten Dusse
Achtsam morden
von Karsten Dusse
(178)
Buch (Taschenbuch)
11,30

Blutiger Blick in menschliche Abgründe

Susanne aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof , am 08.09.2019

Obwohl Chris Carter eine recht große Fangemeinde hat und dieser Band schon der 10. Teil einer Reihe um den Profiler Robert Hunter ist, muss ich gestehen, dass ich bislang noch keinen gelesen hatte. An sich bin ich nicht unbedingt ein Fan zu blutiger Thriller, aber bin nach der Lektüre bekehrt. Chris Carter gehört zu den Meistern seines Faches: interessante Charaktere – auf der einen wie auf der anderen Seite. Er vermittelt tiefe Einblicke in die menschlichen Abgründe und versteht es dabei eine Story so spannend zu erzählen, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte! Obgleich Teil einer Reihe konnte ich, auch ohne Vorkenntnisse aus den vorherigen Büchern, problemlos und mit Genuß der Geschichte folgen. Ich werde mir sicherlich bei entsprechender Stimmungslage den einen oder anderen weiteren Band dieser Reihe zu Gemüte führen. Klare Kaufempfehlung für alle Fans des blutigen und packenden Psycho-Thrillers!

Jagd auf die Bestie - Chris Carter
Jagd auf die Bestie
von Chris Carter
(155)
Buch (Taschenbuch)
11,30

Wien im Winter 1920 – düster, kalt und möderisch

Susanne aus der Thalia-Buchhandlung in Thalia Wien, Westbahnhof , am 06.08.2019

Auch im nunmehr dritten Teil ihrer historischen Krimireihe um den unangepassten Kriminalkommisar Emmerich und seinen loyalen Assistenten Winter enttäuscht Alex Beer die Erwartungen ihrer Leser und Leserinnen nicht! Lose Fäden aus dem 1. und 2. Buch, wie die Frage nach dem Verbleib von Emmerichs großer Liebe und Lebensgefährtin, werden nun wieder aufgenommen und gemeinsam mit den historischen Entwicklungen zu einem spannenden, atmosphärisch dichten Knäuel verwoben. In diesem Buch geben eine Reihe von Todesfälle, in denen den Opfer die Zunge entfernt wurde, Emmerich und seinem getreuen Assistenten Winter nicht nur Rätsel auf, sondern bringen zudem letzteren sogar in tödliche Gefahr.

Auch wenn ich mich wiederhole – diese Romanserie besticht einfach durch die vorkommenden Charaktere und düstersten Wiener Lokalkolorit der Nachkriegszeit. Vor allem gefällt mir die behutsame Einbettung der Geschehnisse in einen möglichst getreuen historischen Rahmen, der die Zerrissenheit dieser spannenden Epoche hervorragend zu schildern vermag. Im aktuellen Band werden dabei sozialen Gegensätzen, vor allem das Leiden und Schicksal so vieler Frauen dieser Zeit, und politischen Spannungen, wie revisionistische Tendenzen, die sich durch die Unsicherheiten im Umgang mit der noch jungen Regierungsform der 1. Republik ergeben haben, geschickt in die Krimihandlung eingebunden.

TIPP: Auch im dritten Teil ist das von Cornelius Obonya hervorragend gesprochene Hörbuch nicht nur eine Alternative! Aufgrund seiner lebendigen Art der Lesung ist es geradezu wärmstens als Ergänzung empfohlen, da es einen mitten in den Wiener Winter des Jahres 1920 versetzt und den Figuren im wahrsten Sinne des Wortes eine Stimme gibt!

Der dunkle Bote - Alex Beer
Der dunkle Bote
von Alex Beer
(23)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60

 
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