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Meine Bewertungen



Ein wahrhaftiges Meisterwerk

Ramona Wegener , am 01.04.2019

Meine Rezension zu „Die Akte Rosenrot“ von Astrid Korten aus dem Piper-Verlag

Ibsen Bach, einst ein genialer Profiler, ist dank eines Unfalls nicht mehr er selbst. Vor 5 Jahren endete nicht nur seine Karriere, sondern auch das Leben seiner Frau Lara.
Im Innendienst fristet er seine Zeit, bis an einem grausamen Tatort eine Postkarte für Ibsen gefunden wird. Zeitgleich in Moskau sticht Leonela Sorokin als investigative Bloggerin in ein Wespennest und ahnt dabei noch nicht, wie tödlich das Enden kann. Beide suchen nach dem selben dunklen Geheimnis, dass viele Opfer fordern wird.

Ich verneige mich mal ganz demonstrativ. Ich stehe eigentlich eher weniger auf Politthriller, aber Hut ab, Astrid Korten schafft es mit einer brillanten Mischung aus Psycho-und Politthriller, die brisante Thematik auf den Tisch zu bringen.
Und wisst ihr was, hier darf sich Die Autorin getrost mit Dean R. Koontz auf eine Stufe stellen.

Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten in die Athmosphäre des Buches einzudringen. Namen und Ortschaften, vorallem die russisch klingenden, machten mir am Anfang echt das Leben schwer. Zudem die vielen Namen, die am Anfang auftauchen, davon darf man sich echt nicht verwirren lassen. jeder findet am Ende sein Ziel und lässt sich problemlos zuordnen.

Der Schreibstil, der sehr flüssig und nicht kompliziert ist, wie die schönen kurzen Kapitel, haben mir ermöglicht, doch noch den Zugang zur Story zu bekommen. Die wechselnde Erzählperspektive, Vergangenheit und Ich -Sprecher machen das Buch lebendig.

Ibsen als Protagonist ist genauso undurchsichtig, wie ne Tresortür. Ich wusste am Anfang nicht, ob ich Mitleid mit ihm haben sollte, oder ob er mich nervt.
Sehr geil gemachte Figur mit nem Schicksal, das mir am Ende echt nen Kloß im Hals beschert hat.
Leonela find ich mega sympathisch. Am Anfang hab ich echt nich gedacht, och Mädel dein Ernst, dein Ex holst ins Boot? Wie naiv kann man sein.
Astrid Korten schafft es, das ganze Buch über mit den Personen die handeln, die verschiedensten Reaktionen bei einem selber hervor zurufen. Auftrag somit erfüllt.

Von der Autorin ist es mein erstes Buch, aber bestimmt nicht mein letztes. Man merkt der ganzen Story an, wie gut hier recherchiert wurde und die Figuren tun ihr übriges dazu.
Auf keiner Seite hat man das Gefühl, huch das passt hier jetzt aber so gar nicht oder ups das ist aber zu sehr konstruiert.

Die Thematik, auf die ich hier nicht näher eingehen mag, da sonst zu sehr gespoilert wird, ist hoch brisant. Und wenn dann noch die verschiedenen Geheimdienste damit mischen, wird es gefährlich.
Und das kommt im Buch zum Tragen, den nicht nur eine Leiche, die auf brutalste Art und Weise ums Leben kommt, pflastert den Weg für Ibsen und Leonela.

Mein Fazit:
Ein so komplexes, aber hochgradig spannenden Buch, dass nichts für schwache Nerven ist.
Bekommt von mir volle 5/5 Und an euch eine klare und deutliche Leseempfehlung!

Korten, A: Akte Rosenrot - Astrid Korten
Korten, A: Akte Rosenrot
von Astrid Korten
(58)
Buch (Taschenbuch)
17,50

Das Lachen der Samojeden

Ramona Wegener , am 16.07.2018

Rezi zu die Zucht von Andreas Winkelmann, Schriftsteller

Ach was hab ich mich gefreut, wieder ein bekanntes Gesicht zu lesen.
Manuela Sperling ist mir seit Wassermanns Zorn ja wirklich als Kommissarin ans Herz gewachsen.
In die Zucht tritt sie ihre neue Dienststelle an, nachdem man sie nach dem Chaos welches der Wassermann angerichtet hat, versetzt hat.
Frau Sperling hat allerdings das Glück gepachtet, an Kollegen zu geraten, die sie mehr als nervig empfinden.
So auch Kommissar Henry Conroy.
Aber hier liegt der Fall noch ein bisschen anders, aber lest selbst, ob die beiden sich anfreunden oder sich gar noch mehr anfeinden, wie mit dem letzten Kommissar.
Den Fall, den beide serviert bekommen, ist keine einfache Nuss.
Ein Kind wird entführt, nach Tage langem Bangen, einer gefunden Hundeleiche, taucht Oleg wieder auf, bei ihm ein kleiner Hund, den er nicht mehr aus den Augen lässt. Nach Ermittlungen wird klar, er war nicht der Erste, der verschwand.
Doch was hat das alles miteinander zu tun?
Erst Manuelas Spürsinn, bringt die Kommissare auf die Spur, die die Fälle auf grausige Weise miteinander verbindet.
Welche Spur das ist.... verrat ich nicht.
Die Zucht hab ich total gerne inhaliert. Ich mag Manuela und ihre lockere Art. An einigen Stellen musste ich so lachen. Einfach nur herrlich.
Leider spielt hier mein Lieblingstier eine nicht ganz so schöne Rolle. Was in meinem Gedächtnis bleibt ist der Satz,
das Lachen der Samojeden. 😳 also von dieser Hunderasse werde ich in Zukunft Abstand nehmen.
Das Cover passt gut zum Buch. Der Machendrahtzaun, der die Samojeden einsperrt.
Die Story ist durchaus vertrackt, bis man sich so alles zurecht gelegt hat und Verbindungen erkannt hat, dauert es eine Weile. Es kommt hier öfters zu einem Aha Effekt. Das fand ich sehr spannend. Vom Stil her ist es gut zu lesen.

Somit volle 5* die ich aber hier gerne vergebe.
Viel Spaß damit :)

Die Zucht - Andreas Winkelmann
Die Zucht
von Andreas Winkelmann
(20)
Buch (Taschenbuch)
10,30

19 Gänsehaut Momente

Ramona Wegener , am 16.07.2018

Rezension zu Ghost Writer von Andreas Gruber aus dem Luzifer Verlag

19 unheimliche Geschichten versüßen dir die Lesezeit, siebzehn davon bereits früher veröffentlicht, zwei Neuveröffentlichungen.

Eine bunte Mischung aus Horror bis Phantastik. Alte Bekannte wie Jack the Ripper und Edgar Allan Poe lassen sich auch sehen.

Meine drei Lieblingsgeschichten sind:


Herr Gruber, seien sie froh, das ich keinen PC mehr besitze. Der wäre jetzt hochkant aus dem Fenster geflogen.
Ich hasse Spinnen, und mit dieser Story haben sie mich durchaus an die Grenze meine Gänsehaut katapultiert.

Tief unten in Dudenwater, Lousiana:
Herr Gruber, wo bekomme ich denn bitte so eine kleine, nette, witzige Horde Waschbären her?
Sehr geile Story, wie ich finde mit Mega viel Herz, da musste ich doch glatt ein Tränchen wegwischen.
Ich hab sie übrigens entdeckz Mesmeristische Experimente:
Oo what the fuck. Sehr geniale Interpretation zum Thema Wer ist Jack the Ripper. Also wow. Ich liebe die Thematik, verschlinge alles, was sich um Jack the Ripper geht.
Das es dabei so einfach ist gut es jetzt zu wissen. Aber was sie dem armen Poe da angetan haben. Tztztz

Amüsant fand ich die erklärenden Vorworte vom Autor.
Als erstes das gesamte Vorwort und dann die Worte vor jeder Geschichte.
Ich musste so lachen bei den ankommenden Paketen und dem Wortwechsel mit der Frau.
Bitte bitte bitte niemals aufhören, auch neben den anderen Storys, weiter Kurzgeschichten zu schreiben.
Gegruselt habe ich mich jetzt eher nicht, aber ich bin halt auch schweres Geschütz (bis auf die Spinnengeschichte, da hätte ich das Buch am Liebsten inne Tonne gekloppt).

Das Cover passt mit seiner unheimlichen Düsterheit sehr gut zum Inhalt des Buches. Zum Einstimmen einfach Licht aus, Kerze an und dir ne Minute lang das Cover anschauen. Danach hört man jedes Geräusch und auch welche, die gar nicht da sind.

Wer Kurzgeschichten mag, die unheimlich, spannend, fantastisch und unglaublich sind, ist mit Ghost Writer von Andreas Gruber bestens Ausgerüstet.

Ich vergebe hier total gerne die 5/5 Sterne und liebe Leute....Lest es, es lohnt sich.

Ghost Writer - Andreas Gruber
Ghost Writer
von Andreas Gruber
(9)
Buch (Paperback)
13,40