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Meine Bewertungen

Abenteuer, Liebe, Zusammenhalt

Buchwurm05 , am 16.06.2019

Finja sucht nach einem Hinweis auf das nächste Geheimnis der Wasserfallwelt. Sie vermutet eine weitere Pforte in Italien. Genau dort wo sie vor Jahren ein geheimnisvolles Holzstück mit einer Gravur gefunden hat. Durch Nachforschungen stößt sie auf das dort im Jahr 1873 verschollene Forschungsschiff Night Sky. Also überredet sie ihre Eltern im Sommer wieder ihren Urlaub in Italien zu verbringen....

"Das Geheimnis der Night Sky" ist der 2. Band einer Trilogie für Jugendliche ab 12 Jahren und enthält einen geringen Fantasyanteil. Um die Charaktere besser verstehen zu können, ist es ratsam mit Band 1 "Hinter dem Wasserfall" zu beginnen. Aus Sicht von Finja wird in einem flüssigen Schreibstil das Leben der Geschwister mit ihren Freunden, Eltern und Verwandten erzählt. Dabei packt der Autor auch ein schwieriges Thema an. Das jedoch altersgerecht, ohne den Finger zu erheben. Bietet aber auch gleichzeitig eine Lösungsmöglichkeit an. Was ich in der Form sehr gelungen fand. Auch einige Aktivitäten, wie die Reitertage, lernt man kennen. Diese Passage hat mir nicht ganz so gut gefallen. Hier wurde sehr viel über Pferdepflege, Parcours etc. erklärt. Was mir persönlich etwas zu lang war und ich auch nicht wirklich verstanden habe, warum Finja alles erklärt, wenn dies doch ein Ferienprogramm auf einem Reiterhof mit Betreuung ist. Ein weiteres großes Thema in dem Band ist die erste große Liebe zwischen Finja und Toni und den ersten näheren intimen Kontakt der beiden. Dies wurde einfühlsam erzählt und ich konnte mich gut in die beiden hineinversetzen. Zum Schluss erleben Finja und ihr Bruder Aaron noch ein großes Abenteuer in Italien und es wurde noch einmal spannend. 

Noch ein Wort zu den Eltern der Geschwister. Sie sind extrem verständnisvoll und tolerant. Solche kann sich nur jedes Kind wünschen. Wenn sie aber wüssten in welche Gefahr die beiden sich manchmal begeben...... 

Fazit: Ein gelungene Fortsetzung der Wasserfall Trilogie, in der der Fantasyanteil eher gering ist. Einige interessante und wichtige Themen für Jugendliche werden gefühlvoll und altersgerecht erzählt. Auch für Erwachsene lesenswert. 


Das Geheimnis der Night Sky / Wasserfall-Trilogie Bd. 2 - Oliver Jungjohann
Das Geheimnis der Night Sky / Wasserfall-Trilogie Bd. 2
von Oliver Jungjohann
(6)
Buch (Taschenbuch)
11,60

Eine besondere Geschichte

Buchwurm05 , am 13.06.2019

Die 11-jährige Finja und ihr 9-jähriger Bruder Aaron sind schon ganz aufgeregt. Ihre Eltern sind am Abend auf eine Geburtstagsfeier eingeladen und sie beide dürfen zu Hause bleiben. Das wollen sie ausnutzen und zum Waldsee gehen, um es sich da in der Dämmerung gemütlich zu machen. Dabei entdecken sie eher durch Zufall eine zauberhafte Elfenwelt. Doch diese ist bedroht, denn der Traumwanderer ist verschwunden. So begeben sich Finja und Aaron auf die Suche und können dabei nur ihren Verstand und die eigenen Fähigkeiten nutzen......

"Hinter dem Wasserfall" ist ein Kinder-/Jugendroman aus dem Fantasy Bereich, der aber ganz anders ist. Hier geht es um den ganz normalen Alltag von Finja und Aaron. Sehr gut konnte ich mich in beide hineinversetzen und musste so manches Mal an meine eigene Kindheit denken. Ich als Erwachsene habe mir manchmal die Haare gerauft, in welche Gefahr die Kinder sich begeben. Für Finja und Aaron ist die Rettung der Elfenwelt jedoch ein großes Abenteuer. Dieses spielt sich hauptsächlich in der realen Welt ab und die Kinder müssen für jedes Problem eine Lösung finden. Was sie mit sehr viel Geschick, ganz ohne magische Fähigkeiten, machen.

Die Sprache des Buches ist dem Alter entsprechend einfach gehalten und authentisch. Man merkt hier deutlich den Umbruch von Kindheit zur Jugend. Auch einige Themen werden altersgerecht angesprochen. Selbstwertgefühl, Familie, erste Liebe um einige zu nennen.

Ursprünglich wurde die Geschichte vom Autor als Antwort auf einen Brief eines 11-jährigen Mädchens geschrieben. Das hatte jedoch soviel Potential, dass daraus ein ganzes Buch wurde. Erst im letzten Kapitel hat sich der Autor für eine Fortsetzung entschieden. Auf diese bin ich nun sehr gespannt.

Fazit: Ein lesenswertes Kinder-/Jugendbuch mit etwas Fantasy Anteil. Authentisch geschrieben. Auch für Erwachsene gut zu lesen. 

Hinter dem Wasserfall - Oliver Jungjohann
Hinter dem Wasserfall
von Oliver Jungjohann
(6)
eBook
2,99

Solider Krimi mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit

Buchwurm05 , am 10.06.2019

Auf Sylt wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Hauptkommisar Michael Hinrichs verständigt seinen Freund Robert Benning, der auch als freier Journalist für die Sylter Zeitung arbeitet. Da der nächste Gästewechsel ansteht soll er einen Artikel mit einem Zeugenaufruf schreiben, um eventuell noch wichtige Hinweise zu erhalten. Schon bald stößt die Polizei auf weitere Mordfälle aus der Vergangenheit, die dieselbe Handschrift tragen. Besteht ein Zusammenhang? Ist der Täter womöglich noch auf der Insel?

"Juli.Mord." ist ein solider Krimi mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit. Er beginnt mit einem starken Prolog, lässt sich anfangs aber eher gemächlich an. Hier werden die Protagonisten langsam eingeführt. Man erfährt einiges aus ihrem Privatleben und ihrer Vergangenheit. So konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Nach etwa 100 Seiten zieht die Spannungkurve langsam aber stetig an. Der Großteil ist aus Sicht von Robert Benning in einem angenehm flüssigen Stil geschrieben. Die polizeilichen Ermittlungen fließen eher nebenbei in Gesprächen und Telefonaten zwischen Hinrichs und Benning ein. Jedoch beginnt auch Benning eigene Nachforschungen anzustellen. So kommen sie gemeinsam dem Täter auf die Spur. Sind sie noch rechtzeitig? Hat der Täter womöglich ein weiteres Opfer in der Gewalt? Der Schluss wird noch einmal richtig spannend und spätestens jetzt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich hatte zwar eine Ahnung in welche Richtung das Ganze läuft, dennoch konnte mich der Autor überraschen.

Fazit: Ein solider Krimi mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit. Gut ausgearbeiteten Charakteren und einer ausgewogenen Mischung aus Ermittlungen und Privatleben. Mir hat er sehr gut gefallen, wenn ich mir auch anfangs die Einführung der Protagonisten etwas straffer gewünscht hätte. Eine klare Leseempfehlung von mir. 

Juli.Mord. - Bodo Manstein
Juli.Mord.
von Bodo Manstein
(1)
Buch (Taschenbuch)
11,30

Eine etwas andere Liebesgeschichte, wunderbar erzählt

Buchwurm05 , am 08.06.2019

Marie reist als Fotografin viel um die Welt. Für ihren Beruf überwindet sie sogar ihre Flugangst. Jetzt ist sie auf dem Weg in die Karibik, um ihre Freundin zu besuchen. Neben ihr Vincent, der extra mit ihrem eigentlichen Sitznachbarn den Platz getauscht hat. Normalerweise lässt sie nicht viel Nähe zu, doch Vincent zieht sie magisch an. Plötzlich gibt es technische Probleme.......

Natürlich stürzt das Flugzeug nicht ab. Sonst wäre das Buch nicht das geworden was es ist. Eine Liebesgeschichte, die soviel mehr ist. Der Roman ist aus Sicht von Marie in einem flüssigen Schreibstil erzählt. Dabei lernt man Marie und warum sie sich so verhält, immer besser kennen. Schon mit 6 Jahren wurde sie von einem wichtigen Mann in ihrem Leben im Stich gelassen. Für sie ist damals eine Welt zusammengebrochen. Ihre Wut und Enttäuschung, aber auch ihre Schuldgefühle, sind immer noch zu spüren. Selbst in Situationen, in denen sie auf andere angewiesen ist, verhält sie sich stur und zickig. Aber genau deswegen habe ich Marie in mein Herz geschlossen. Überhaupt hat die Autorin dies geschickt gemacht. Durch Maries Charaktereigenschaften wurde ich mehr als einmal auf die Folter gespannt. Ich wollte unbedingt wissen, was man ihr erzählen wollte. Doch ich musste mich gedulden. Am liebsten hätte ich Marie geschüttelt. So etwas macht für mich einen guten Roman aus. Einer, bei dem man förmlich alles miterlebt. Auch die anderen Protagonisten sind gut ausgearbeitet, so dass ich mich in jeden gut hineinversetzen konnte. Der Schluss ist stimmig und passt gut zur Geschichte. Allerdings haben mich hier Maries mehrmalige Kehrtwenden, dann doch etwas gestört. Auch die Kosenamen, die öfter verwendet wurden fand ich etwas kitschig.

Fazit: Ein wunderbarer Roman über Liebe, Enttäuschung, Schuldgefühle, Vertrauen und Verzeihen. Gut ausgearbeitete Charaktere. Eine gutgeschrieben, etwas andere Liebesgeschichte. Sehr zu empfehlen. 

Nur für diesen Moment - A. D. Wilk
Nur für diesen Moment
von A. D. Wilk
(1)
Buch (Taschenbuch)
12,40

Hochaktuell, brisant und spannend

Buchwurm05 , am 03.06.2019

Kurz vor den Europawahlen. Der Anwalt Viktor Hellberg reist mit seiner Tochter Marie nach Wien, um den Nachlass seiner Mutter Simone zu regeln. Als Marie noch einmal zum Stephansdom geht um Fotos zu machen, verschwindet sie spurlos. Die Entführer wollen etwas bestimmtes aus dem Nachlass Simone. Die hektische Suche und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt für Viktor. Was er nicht ahnt: die Entführer gehören zu einer Organisation, die sich die Zerstörung der Demokratie zur Aufgabe gemacht hat. Und diese haben ein Attentat auf einer der populärsten Männer Europas geplant......

"Im Jahr der Finsternis" ist ein hochaktueller und brisanter Politthriller. Informativ, verständlich und dabei spannend geschrieben. In einem flüssigen Schreibstil wird der/die Leser/in in 2 Erzählebenen durch die Geschichte geführt. Einmal die Ereignisse um Maries Entführung und Viktors verzweifelter Versuch, seine Tochter zu retten. Dabei erfährt man auch nach und nach wie Simone in das Ganze verwickelt ist. Gleichzeitig erlebt man die Vorbereitungen und Gedanken des Attentäters mit. Selten habe ich ein Buch mit politischem Thema gelesen, dass mich so fesseln konnte. Im Gegenteil. Normalerweise meide ich dieses Themengebiet. Hier habe ich es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben. Die Spannung hat sich von Seite zu Seite langsam aufgebaut, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Am Schluss haben sich die Ereignisse noch einmal überschlagen. Kann das Attentat noch verhindert werden? Steht Europa tatsächlich vor einem zweiten 9/11? Für mich war das Ende jedenfalls stimmig und erschreckend real. 

Fazit: Ein hochaktueller, brisanter und dabei spannender Politthriller. Erschreckend real. Auch ein bisschen Lokalkolorit hat nicht gefehlt. Von mir eine klare Leseempfehlung. 

Im Jahr der Finsternis - I. L. Callis
Im Jahr der Finsternis
von I. L. Callis
(3)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,70

Gefühlvoller und humorvoller Roman über das Älterwerden

Buchwurm05 , am 30.05.2019

Nelly ist 77 Jahre alt und lebt in einem Altersheim in der Schweiz, dem heimelig. Welches aber eher unheimelig ist. Im Gegensatz zu ihren Mitbewohnern müsste sie nicht hier sein. Aber Nelly hat ihren Stolz. Tochter Trudi hat sie aus ihrem wunderschönen Haus gedrängt, nur um auf dem Grundstück eine garagenähnliche Betonvilla zu bauen. Klar, sie hat mehr als genug Geld von ihrer Tochter bekommen und hätte auch in eine Einliegerwohnung im neu gebauten Haus ziehen können. Das wollte Nelly jedoch nicht. Eines Tages schlägt ihre Enkelin Kim vor, doch Städte in der Schweiz zu bereisen. Immer nur einen Tag und immer nach dem Alphabet. So kommt es, dass Nelly noch einige Abenteuer erlebt......

"heimelig" ist eine liebenswerte Geschichte. Geschrieben in einem flüssigen und humorvollen Schreibstil. Aus Sicht der Hauptprotagonistin Nelly. Thematisiert wird einiges. Zum Beispiel Pflegenotstand, Sterbehilfe, das Leben im Altersheim, Liebe im Alter. Und das auf sehr humorvolle und einfühlsame Weise. Ich habe gelacht, war traurig, war gerührt und habe mich gefreut. Es gab auch Szenen, die etwas kitschig oder übertrieben gewirkt haben. Was mich aber keinesfalls gestört hat. Ich habe es einfach nur genossen diesen wundervollen Roman zu lesen. Durch ihre Ausflüge lernt Nelly, das man im Alter auch mal etwas wagen sollte und es nie zu spät für einen Neuanfang ist. Denn entscheidend ist nicht wie lange man noch lebt, sondern was man aus dieser Zeit macht.

Fazit: Ein humorvoller und gefühlvoller Roman über das Älterwerden. Der zeigt, dass man auch dann noch etwas aus seinem Leben machen kann. Sehr zu empfehlen. 

Heimelig - Blanca Imboden
Heimelig
von Blanca Imboden
(11)
Buch (Taschenbuch)
24,90

Ruhiger Regionalkrimi

Buchwurm05 , am 26.05.2019

Wolfgang Hoffmann von der Kriminalpolizei in Wien wird zu einem Villeneinbruch mit Todesfolge gerufen. Die Angehörigen verhalten sich gegenüber der Polizei seltsam. Von Trauer keine Spur. Erst als in Deutschland einer der Einbrecher geschnappt wird, weil er Diebesgut aus der Villa bei sich hat, gehen der Ermittlungen voran......

"In der Hitze Wiens" ist der 6. Band um Wolfgang Hoffmann von der Kriminalpolizei Wien. Das merkt man aber zu keinem Zeitpunkt. Einiges wissenswertes fließt in kurzen Sätzen wie nebenbei ein. So ist mir der Einstieg sehr leicht gefallen. Dieser beginnt mit 3 Erzählsträngen, in denen die Figuren allmählich, in Szenen statt Kapiteln, vorgestellt werden. Diese sind relativ kurz und lassen sich flüssig lesen. So gemütlich und ruhig geht es auch in diesem Regionalkrimi weiter. Die Spannung ist eher unterschwellig. Es gibt keine wilden Verfolgungsjagden oder Alleingänge. Dafür eine Portion Lokalkolorit. Einige Sätze und Ausdrücke waren mir nicht so geläufig und kommen eher in Österreich/Wien vor. Das hat mich jedoch nicht im Lesefluss gestört. Sie sind gut platziert und man fühlt sich dadurch nach Wien versetzt. Gut gefallen haben mir auch der Wiener Schmäh, der in einigen Dialogen vorkam und das Ganze aufgelockert hat. Die Kommissare pflegen einen sehr harmonischen Umgang miteinander. Anders als in anderen Krimis. Es gibt sympathische und unsymphatische Charaktere. Um manche besser verstehen zu können, hat mir aber ein klein wenig Tiefe gefehlt. Zum Schluss fügt sich alles zusammen und wird schlüssig aufgeklärt. Auch hier bleibt der Krimi seiner Linie treu. 

Fazit: Ein ruhiger Regionalkrimi, der durch seinen Wiener Charme besticht. Einfach mal zum Wohlfühlen. 

In der Hitze Wiens - Günter Neuwirth
In der Hitze Wiens
von Günter Neuwirth
(10)
Buch (Taschenbuch)
13,40

Eine Zeitreise ins Hollywood 1922

Buchwurm05 , am 22.05.2019

Hollywood im Februar 1922. Hardy Engel erholt sich immer noch von seinem letzten Fall. Seinen Job als Sicherheitschef der Universal Studios hat er gekündigt. Da wird er vom Regisseur William Desmond Taylor angerufen. Dieser hat einen Auftrag für Hardy, weshalb er ihn am nächsten Morgen besuchen soll. Doch Hardy findet nur noch die Leiche von Taylor. Er gerät in Verdacht, auch wenn ihn die Polizei vorerst gehen lassen muss. So nimmt er selbst Ermittlungen auf und gerät schon bald an Geheimnisse, die ihn in höchste Lebensgefahr bringen......

In "Der blutrote Teppich" erzählt der Protagonist Hardy Engel, wie er das Ganze erlebt hat. Dabei hat der Autor einen Drehbuch artigen, sehr detaillierten und bildlichen Schreibstil gewählt. Jede Szene und Begebenheit wird ausführlich dargestellt. So konnte ich mich gut in das Jahr 1922 und den Anfängen der Filmindustrie herein versetzen. Atmosphärisch dicht habe ich das Buch fast wie einen Film erlebt. Die Story basiert auf einen wahren ungelösten Fall des früheren Hollywoods. Realität ist mit Fiktion gemischt. Reale Persönlichkeiten mit Fiktiven. Das ist sehr gut gelungen. Zusätzlich erfährt man durch die hervorragende Recherche des Autors, viel über die damalige Filmindustrie. Was sehr interessant war. Leider ging dies immer wieder auf Kosten der Spannung. Oft wurde ich im Lesefluss unterbrochen. Auch die vielen mitspielenden Personen, haben mir das Lesen nicht gerade erleichtert. Schade, dass es kein Personenregister gab und einen zusätzlichen Vermerk, ob es sich um eine reale oder fiktive Person handelt. Das hätte mir manches erleichtert. Der Schluss war unerwartet, hat sich aber in die Länge gezogen, weil vieles noch einmal wiederholt wurde, was ich bereits im Laufe des Lesens erfahren habe.

Fazit: Eine gelungene Zeitreise nach Hollywood ins Jahr 1922. Interessante Informationen zur damaligen Filmindustrie. Leider für meinen Geschmack zu Detail verliebt. Was auf Kosten der Spannung ging. Dennoch ein Buch, das ich gerne gelesen habe. 

Aufmachung: Das Cover passt hervorragend zum Inhalt des Buches. Die Seiten sind aus dünnem Papier, wodurch das Buch sehr edel wirkt und man nie vermuten würde, dass man es hier mit 639 Seiten zu tun hat. 

Der blutrote Teppich - Christof Weigold
Der blutrote Teppich
von Christof Weigold
(14)
Buch (Paperback)
16,50

Sehr bewegender Roman

Buchwurm05 , am 14.05.2019

Mary wächst mit ihren 3 Schwestern auf einem Bauernhof auf. Das Leben ist hart. Doch sie kennt es nicht anders. Ein bisschen Lebensfreude hat sie sich trotzdem bewahrt. Mit fast 15 schickt sie der Vater fort. Die Frau des Pfarrers ist krank und Mary soll sie pflegen und ihr Gesellschaft leisten. Zum ersten Mal erlebt sie Freundlichkeit. Doch das Schicksal hat noch anderes mit ihr vor....

"Die Farbe von Milch" ist in Form von Aufzeichnungen durch Mary geschrieben. Diese beginnen im Frühling 1830 und enden ein Jahr später, im Frühling 1831. Die Besonderheit an dem Buch: Mary hat erst kurz bevor sie mit ihren Erzählungen beginnt, lesen und schreiben gelernt. So enthält der Text so gut wie kein Komma und auch Anführungszeichen in der wörtlichen Rede sucht man vergebens. Zusätzlich ist er so geschrieben wie Mary ihre Geschichte erzählen würde, wenn sie dem Leser gegenüber sitzen würde. Deshalb ist der Schreibstil auch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber genau deswegen konnte ich mich gut in Mary hinein versetzen. Sie und ihr Leben immer besser kennen lernen. Mary habe ich schnell  in mein Herz geschlossen. Besonders gut hat mir gefallen, dass sie kein Blatt vor den Mund genommen hat und jeden unerbittlich mit der Wahrheit konfrontiert hat. Da musste ich ein paarmal über sie schmunzeln. Das Ende habe ich mir in etwa gedacht, trotzdem hatte es noch eine Überraschung parat. Ich konnte Marys Mut nur bewundern.

Fazit: Ein sehr bewegender Roman, der das Leben von Mary innerhalb eines Jahres erzählt. Durch den Schreibstil wird das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis. Von mir eine große Leseempfehlung. 

Die Farbe von Milch - Nell Leyshon
Die Farbe von Milch
von Nell Leyshon
(67)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,50

Mehr Comedy statt Krimi

Buchwurm05 , am 12.05.2019

Kurz nachdem Florian Bauer seine Frau Anne mit seinem besten Freund und Geschäftspartner Lothar Brinkmeier im Bett erwischt hat, werden beide Tod aufgefunden. Noch während Hauptkommisarin Hanna Schmiedinger und ihr Kollege Rainer Talgruber von der Traunstein Mordkommision nach dem Verdächtigen suchen, geschieht ein weiterer Mord.....

"Hannas Leichen" ist der 1. Fall um Ermittlerin Hanna Schmiedinger. Der Krimi beginnt etwas verwirrend und auch die Ermittler waren sehr gewöhnungsbedürftig. Ausnahmslos alle hatten "nur das Eine" im Kopf, was sich in den Dialogen wiedergespiegelt hat. Entsprechend derb ist der Schreibstil. Anfangs hatte ich deshalb Mitleid mit Hanna. Im Laufe des Buches entpuppt sie sich aber als nicht besser. Außerdem waren ihre Umgangsformen gegenüber der Kollegen doch sehr fragwürdig. So ist es nicht ausgeblieben, dass sie mir sehr unsympathisch wurde. Zu den Protagonisten hat man einiges erfahren, dabei hat aber die nötige Tiefe gefehlt, um sie wirklich zu verstehen. Ermittelt wurde zwar, hat aber nicht im Vordergrund gestanden. Essen und Trinken waren wichtiger, wie zum Beispiel einen Flüchtigen zu verhaften. Außerdem haben sich die Ermittler sehr unprofessionell verhalten. Auch die Familie von Hanna wurde stark thematisiert. Allgemein habe ich das Buch wie einen Aufsatz empfunden. Ich hatte das Gefühl, immer wenn dem Autor etwas eingefallen ist, musste das auch verarbeitet werden. So hat man in der Gegenwart als auch Vergangenheit mit etlichen Straftaten zu tun. Anfangs las sich das Buch noch wie ein Krimi, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Doch je weiter ich gelesen habe, kam mir das ganze wie eine dieser Comedy Serien vor.

Fazit: Wer Krimikomödien mag und zudem nichts gegen einen derben Schreibstil hat, kann bestimmt mehr mit dem Buch anfangen als ich. Einige gute Ansätze waren vorhanden. Leider wurde das Potential nicht ausgeschöpft. 

Hannas Leichen - Alex Buchenberger
Hannas Leichen
von Alex Buchenberger
(8)
Buch (Taschenbuch)
12,40

 
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