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Eine Geschichte voller Abgründe, Fallen und falscher Fährten

Nela | read.eat.live. , am 16.03.2019

Blutlauenen ist ein Buch, das mich begeistern und mitreissen konnte. Bereits nach nicht einmal 100 Seiten passiert der erste Mord und die Geschichte entwickelt sich ebenso rasant weiter. Nichts für schwache Nerven also. Die Details werden nach und nach enthüllt, so dass sich wie bei einem Puzzle langsam ein Bild aus Vergangenheit und Gegenwart formt.
Ebenso wie diese Enthüllungen und die Geschichte in der Vergangenheit konnte mich aber auch der Handlungsort, das Jagdschloss und die abgeschiedene Alp begeistern und so sehr gefangen nehmen, dass meine Fantasie ein Eigenleben entwickelte. Bei dieser Geschichte passt einfach alles zusammen.

Blutlauenen - Christof Gasser
Blutlauenen
von Christof Gasser
(10)
Buch (Taschenbuch)
12,30

herzerwärmend, kauzig und etwas realitätsfern

Nela | read.eat.live. , am 26.10.2018

»Aber du siehst, wenn intellektuell sein heisst, sich zu bilden, neugierig zu sein und aufmerksam, zu bewundern, erschüttert zu sein, verstehen zu wollen, wie alles zusammenhängt, damit man etwas weniger dumm ins Bett geht als am Abend zuvor, dann fordere ich das für mich ein: Nicht nur bin ich dann eine Intellektuelle, ich bin auch noch stolz darauf. Sehr stolz sogar.«
– S. 249

Wie der Zufall so will
In Zusammen ist man weniger allein, oder Ensemble c’est tout auf Französich, begleiten wir vier Persönlichkeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die der Zufall in einer kuriosen WG vereint.
Philibert wird nach dem Tod seiner Grossmutter von der Familie verpflichtet auf deren leerstehende Wohnung aufzupassen, bis die Erbstreitigkeiten geregelt sind. Er stottert und trotz Staatsexamen in Geschichte arbeitet Philibert im Postkartenshop eines Museums. Seine piekfeine Familie, die auf einem Schloss lebt, findet das mehr als despektierlich.
Obwohl Philibert Mühe hat, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, hat er einen Mitbewohner für seine grosse Wohnung gefunden. Frank arbeitet als Koch, liebt sein Motorrad und ist ein notorischer Frauenheld. Immer wieder schleppt er neue Bekanntschaften an, trotzdem lässt er niemanden an sich ran. Frank ist bei seiner Grossmutter Paulette aufgewachsen, da ihn seine Mutter eigentlich abtreiben lassen wollte, das nötige Geld aber nicht hatte.
Paulette lebt ausserhalb von Paris in einem kleinen Haus. Als sie sich bei einem Sturz den Oberschenkel bricht, zieht sie in ein Altenheim, doch dort ist sie nicht glücklich, Sie vermisst ihre Katze, ihren Garten und ihre Unabhängigkeit.

Camille wohnt ebenfalls im selben Haus wie Philibert und Frank, allerdings in einer kleinen, zugigen Dienstbotenkammer unter dem Dach. Auch Camille hat keine einfache Beziehung zu ihrer Familie, leidet an einer Essstörung und verdient ihre Brötchen mit der Arbeit bei einer Reinigungsfirma. Es gab eine Zeit in ihrem Leben, da war sie eine leidenschaftliche und talentierte Künstlerin, allerdings hat sie diese Zeit längst aufgegeben und begraben.
Eines Tages lernen sich Camille und Philibert im Hausflur kennen und verstehen sich ganz gut. Als Camille sich eine üble Grippe einfängt, beschliesst Philibert sie – nach langen Überlegungen wohlgemerkt – in seine grosse, warme Wohnung zu holen und gesund zu pflegen. Frank passt das zunächst gar nicht, aber nach und nach freunden sich die drei an und beginnen für einander zu sorgen.

»Heute Abend warteten Menschen auf ihre Rückkehr. Menschen, die sich nicht darum scherten, was sie wert war. Die sie aus anderen Gründen mochten. Um ihretwillen vielleicht.
Um meinetwillen?
Um deinetwillen.«
–S.432

Durch allerlei Zufälle (oder vielleicht doch das Schicksal, wer weiss das schon so genau) beginnen diese grundverschiedenen, einsamen Menschen ihr Leben in einer Wohngemeinschaft zu teilen und für einander zu sorgen. Zusammen ist man weniger allein.

Herzerwärmend, kauzig und etwas realitätsfern
Ja, zusammen ist man eben weniger alleine und so begleiten wir in Laufe der Geschichte die vier schrulligen Charaktere auf ihrem Weg. Dabei wechselt die Erzählperspektive regelmässig zwischen einem allwissenden Erzähler und den vier Protagonisten hin und her, was zu allerlei komischen Situationen führt. Und zu so manchen Dialogen, bei denen man erst auf den zweiten Blick erkennt, wer jetzt gerade spricht. Anna Gavaldas Sprache ist dabei einfach und unkompliziert, aber so lebendig, dass man versucht ist zu glauben, alles wäre wirklich.
Wie wirklichkeitsnah die ganze Geschichte wirklich ist, sei jetzt mal dahin gestellt. Mit Camilles Essstörung beispielsweise wird hier auf eine Weise umgegangen, die ich nicht gutheissen kann. Für ihre Genesung braucht sie quasi nur ein bisschen Liebe und den richtigen Mann und alles ist gut, keine Therapie, keine Rückschläge, kein mühsamer Weg aus dieser Erkrankung raus. Als wäre die Magersucht nur eine kleine Marotte, die für die Liebe einfach mal so schnell aufgegeben werden kann. Ein Schlag ins Gesicht für all jene, die teilweise Jahre gegen die Magersucht kämpfen.
Trotzdem mochte ich das Buch und seine Protagonisten mit all ihren Ecken und Kanten, mit ihrer Schrulligeit und ihren Problemen sehr gerne. Es wärmt einem das Herz zu lesen, wie sie sich einander öffnen, aus ihrer Vergangenheit erzählen und sich einfach nur gut tun. Wie einer dieser alten Filme voller Irrungen und Wirrungen und Missverständnissen eben, wo sich am Ende alles aufklärt und alle wieder zueinander finden.

»Lass die Geschirrtücher und das Frottee in derselben Schublade, das Leben ist viel netter mit ein bißchen Chaos.«
– S. 250

Fazit
Zusammen ist man weniger allein von Anna Gavalda ist ein liebenswertes und herzerwärmendes Buch über vier Menschen, Strandlektüredie zueinander finden, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Es macht Freude, die vier auf ihrem Weg zu begleiten und sie immer besser kennen zu lernen.
Zusammen ist man weniger allein ist ein Buch für graue, kalte Herbsttage, dass etwas Wärme und Sonnenschein in die Herzen bringt. Und auch wenn die Themen der Charaktere manchmal etwas schnell und oberflächlich abgehandelt werden, tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Das Buch wurde übrigens mit Audrey Tautout in der Rolle der Camille verfilmt.

Zusammen ist man weniger allein - Anna Gavalda
Zusammen ist man weniger allein
von Anna Gavalda
(114)
Buch (kartoniert/broschiert)
10,30

Eine ruhige, berührende Geschichte

Nela | read.eat.live. , am 17.01.2018

"Lied der Weite" ist ein wunderbar berührendes Buch über Einsamkeit, Depression, Alkoholismus und Gewalt.
In zwei Erzählsträngen wird zum eine die Geschichte der 17-jährigen Victoria erzählt, die schwanger ist und von ihrer Mutter deswegen vor die Tür gesetzt wird. Im anderen Erzählstrang geht es um Tom Guthrie und seine zwei Söhne, deren Mutter unter starken Depressionen leidet.
Besonders gefallen haben mir die liebevoll gezeichneten Figuren, die allesamt ihre Ecken und Kanten haben, aber im Grunde ihres Herzens doch gute Menschen sind. Ihr Leben auf dem Land ist nicht einfach, aber sie sind zufrieden und beklagen sich nicht. Besonders zum Ausdruck kommt auch das "Miteinander", sich unterstützen und helfen, ohne immer eine Gegenleistung zu erwarten. Dieser Gedanke zieht sich wunderbar durch das gesamte Buch und trägt die Geschichte.
Insgesamt wirkt das Buch wie ein Robert Redford Film, der in ruhigem Erzählton diese kleine Geschichte erzählt und insgesamt viel von der ländlichen Stimmung einfängt.

Lied der Weite - Kent Haruf
Lied der Weite
von Kent Haruf
(113)
Buch (gebundene Ausgabe)
24,70

Voller Melancholie und Gefühl

Nela | read.eat.live. , am 13.11.2017

In einer kraftvollen und bildgewaltigen Sprache zeichnet Arja Lobsiger die Gefühls und Gedankenwelt ihrer Protagonisten. Keines ihrer Worte scheint zu viel oder überflüssig und so webt sie uns Leser*innen in ein dichtes Netz aus poetischen Bildern und Motiven. Geschickt arbeitet sie auch mit Rückblenden und Perspektivwechseln und lässt die Geschichte so ihren eigenen, nachdenklichen Sog entwickeln.
Diese Sprache ist auch wirklich das grosse Plus dieses Romans, sie verzaubert, nimmt gefangen und berührt. Sie stellt uns Menschen vor, die mit einem Verlust komplett verschieden und auf ihre eigene Weise umgehen, ohne anklagend oder verurteilend zu sein. In dieser Poesie kommen wir den Menschen hinter den Namen ganz schön nahe.

»Das ständige Aufräumen hat nichts gebracht. An der früheren Ordnung festzuhalten, hat alles andere, das sich verändert hat, nur noch deutlicher zum Vorschein gebracht.« (S.75)

Leider hatte ich etwas Mühe das Setting, die Beziehungen der Personen untereinander und den zeitlichen Verlauf der Geschichte zu erfassen. Arja Lobsiger erzählt meist abwechselnd aus der Perspektive von Jonas und Alice. Und während Alice‘ Erzählungen ganz in der Vergangenheit gehalten sind, so berichtet Jonas in der Gegenwart. So weit so klar. Obwohl ich auch da Schwierigkeiten hatte einzuordnen, wie viel Zeit zwischen Alice‘ verschwinden und Jonas‘ Erzählungen liegen. Wochen? Monate? Jahre? Als dann auch noch Etna in diese Konstellation trat, war ich noch um einiges verwirrter. Es bereitet mir ziemliche Mühe, ihr Alter einzuordnen. Wie alt war sie, als Alice ging? Und nun lässt sie das Haus abreissen, in dem ihr Vater noch lebt…

Überhaupt war Etna der Charakter, den ich am wenigsten greifen und einordnen konnte. Durch die poetische Sprache von Arja Lobsiger wird uns Leser*innen ein sehr intimer Blick auf das Seelenleben von Alice und Jonas gewährt. Nur Etna kommt dabei ein wenig zu kurz und viele ihrer Handlungen, wie zum Beispiel die Weigerung mit ihrem Vater zu sprechen, bleiben mir unverständlich.
Besonders eindrücklich waren jedoch ihre Schilderungen der Ereignisse rund um den Tod ihres Bruders, ihre Ohnmacht, die Schuldgefühle, die Verzweiflung. Diese Stellen im Buch haben mich sehr gerührt und ich hätte mir mehr davon gewünscht. Vielleicht wären mir ihre Beweggründe dadurch nicht ganz so unverständlich geblieben.

»Etna hörte sich schreien, wie sie damals geschrien hatte. Nichts anderes hatte sie tun können. Nur schreien. So schrie sie auch jetzt gegen das laute Knacken in ihren Ohren und die unschuldige Wasseroberfläche an.« (S. 42)

Neben all der Melancholie und Traurigkeit lässt dieser Roman aber auch Raum für Hoffnung und Spekulationen. Dann nämlich, als Jonas in seinem verwilderten Garten vier Möwen in Richtung Süden fliegen sieht, die Alice auf dem Kraterrand stehend, am Himmel erblickt.

Jonas bleibt - Arja Lobsiger
Jonas bleibt
von Arja Lobsiger
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
28,80

Ohne Vorkenntnisse etwas verwirrend

Nela | read.eat.live. , am 13.11.2017

Peter Guillam, in den 60er Jahren Assistent von George Smiley und junger Agent beim Secret Service wird nun 2017 aus seinem Ruhestand erneut in den „Circus“ beordert. Die Hintergründe der Operation WINDFALL sollen geklärt werden, da die Kinder des toten Agenten und seiner Geliebten die britische Regierung zu verklagen drohen. Peter wird nun auserkoren, den Kopf hinzu halten und den Sündenbock zu spielen. Er riecht den Braten jedoch sehr schnell, gibt sich in den Verhören bedeckt und mimt den alten, vergesslichen Agenten.
In Guillam’s gedanklichen Rückblenden erfährt der Leser jedoch ziemlich genau, was damals geschehen ist. Und zusammen mit den Akten, Berichten und Protokollen ergibt sich ein sehr stimmiges Bild des Kalten Krieges und der damaligen Spionagepraktiken. Dabei legt der Autor nicht nur Wert darauf, die Ereignisse möglichst genau zu schildern, sondern stellt auch die Frage nach dem Warum. Dabei geht es vor allem um die Moral und den Wandel der Werte von damals zu heute und inwiefern Taten von damals, heute noch zu rechtfertigen sind.

Ja, ich muss gestehen, ich bin mir nicht recht schlüssig, wie ich das Werk denn nun finden soll. Denn zum einen ist es ein toller Spionagethriller alter Schule. Die Geschichte kommt völlig ohne Blutvergiessen, wilde Verfolgungsjagden oder Explosionen aus – genau so, wie ich es liebe. Und doch wollte der Funken nicht recht überspringen. Die Handlung wirkte zäh und wurde von Peter Guillam in einer derart emotionslosen Weise vorgetragen, dass jegliche Spannung im Keim erstickt wurde. Hätte er sich bei seinen Ausführungen auf die Operation WINDFALL beschränkt, so wäre ich als Leserin wahrscheinlich noch einigermassen mitgekommen. Doch da Guillam seine Erzählungen auch auf andere Operationen (MAYFLOWER zum Beispiel) ausdehnt, wurde ich auch mit einer Fülle an handelnden Personen konfrontiert, die ich irgendwann gar nicht mehr richtig zuordnen konnte. Das ging mir allerdings bei der Verfilmung von Dame, König, Ass, Spion ähnlich. Vielleicht ist das ein Merkmal der Bücher John le Carrés?
Nun, lange Rede kurzer Sinn, beim letzten Satz angelangt, hatte ich nicht das Gefühl, dass all meine Frage beantwortet, sondern dass vielmehr noch eine Menge neuer Fragen aufgetaucht sind. Ein Lesegenuss auf voller Linie war Das Vermächtnis der Spione nun definitiv nicht für mich.

Das Vermächtnis der Spione - John Le Carré
Das Vermächtnis der Spione
von John Le Carré
(50)
Buch (gebundene Ausgabe)
24,70

Nichts ist wie es auf den ersten Blick scheint

Nela | read.eat.live. , am 13.10.2017

»Irgendjemand würde das Ganze beenden, dachte Cally. Tristan würde seinen Account schliessen. Er würde jemandem davon erzählen. Oder irgendein Erwachsener – seine Mutter, Ms Flax – würde merken, dass etwas nicht stimmte, würde sich in die Facebook-Welt vorwagen, sehen, was sich da abspielte, uns sie alle vom Rand des Abgrunds zurückziehen.« (S. 46)

Kurz zum Inhalt

Mill Valley ist ein paradiesisches Städtchen in der Nähe von San Francisco und der Inbegriff von Wohlstand und Sorglosigkeit. Auf den ersten Blick wirkt alles ganz beschaulich, aber bei genauerem Hinsehen tun sich Abgründe auf.
Als der etwas merkwürdige Aussenseiter Tristan der bildhübschen und angesagten Cally einen Liebesbrief schreibt und dieser dann auf Facebook veröffentlicht wird, beginnt eine Hetzkampagne, die damit endet, dass sich Tristan das Leben nimmt.
Vier Jahre später wird nun aus verschiedenen Blickwinkeln berichtet, was dieses Ereignis für Auswirkungen auf Tristans Klassenkameraden hatte und wie sie mit der Frage nach der Schuld umgegangen sind.

Meine Meinung

Es gibt sie an jeder Highschool, die Schöne, den Sportler oder die Bemühten. So auch an der Highschool von Mill Valley und als einzelne Kapitel in diesem Buch. Das besondere an Der gefährlichste Ort der Welt sind wirklich die einzelnen Kapitel, die jeweils aus der Sicht eines anderen Schülers oder einer Schülerinn erzählt werden. Dabei wird jedes dieser Kapitel sehr sorgfältig aufgebaut, die neuen Protagonisten mit viel Hintergrund eingeführt. Für den ein oder anderen mag dies vielleicht etwas langatmig sein, mir macht es jedoch immer sehr viel Spass solche Charakterisierungen zu lesen. Darum habe ich es auch genossen einen Blick hinter die Fassade der Coolen und Schönen und Schüchternen zu werfen.
Denn jeder der Jugendlichen verbirgt bei genauem hinsehen ein grösseres oder kleineres Geheimnis. Als Leser erfährt man von den strengen Eltern, die ihren Sohn unter Druck setzen, damit er gute schulische Leistungen erzielt. Man liest von einem bildschönen Mädchen, dass sich von allem abkapselt und ihre Schönheit als Bürde sieht. Es wird von Alkohol- und Drogenmissbrauch erzählt, von Betrügereien, falschen Freunden und zweifelhaften Internetbekanntschaften. Und über allem schwebt die Frage nach der Schuld und „dem Leben danach“.
Und so langsam wird einem auch klar, warum der Titel dieses Buches eben so lautet, wie er das tut: Der gefährlichste Ort der Welt. Denn die Schule kann verdammt gefährlich sein, besonders wenn nur zählt, mit wem du zu Mittag ist und ob du die richtigen Klamotten am Leib trägst.
Betrachtet man die Geschichte nur oberflächlich, so beschreibt Lindsey Lee Johnson die unterschiedlichen Archetypen an Highschool Schülern, die Coolen, die Nerds, die Cheerleader. Schaut man jedoch etwas genauer hin, erkennt man, dass sich die Charaktere nicht so einfach in Schubladen stecken lassen, sie sind Archetypen mit einem Twist quasi.
Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen, bin von einer Geschichte in die nächste getaucht. Der Aufbau der Kapitel entwickelt einen regelrechten Sog, dem ich nicht widerstehen konnte. So Einiges zu diesem Sog beigetragen hat auch der einerseits sehr poetische und doch auch wieder äusserst klare Schreibstil der Autorin. Sie zeichnete Bilder mit ihren Worten und liess dieses beschauliche, jedoch zum zerreissen gespannte Atmosphäre vor meinem inneren Auge lebendig werden.
Lindsey Lee Johnson hat mit ihrem Debütroman eine wirklich grossartige Geschichte geschaffen, die uns Einblicke in das Leben von Jugendlichen gibt, die alles haben und am Ende doch alleine dastehen.

Der gefährlichste Ort der Welt - Lindsey Lee Johnson
Der gefährlichste Ort der Welt
von Lindsey Lee Johnson
(56)
Buch (gebundene Ausgabe)
21,60