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Pauline Krause aus Bonn

Gesamte Bewertungen 47 (ansehen)


Meine Bewertungen

Eine wichtige Message und eine süße Geschichte

Pauline Krause aus Bonn , am 23.06.2019

Meine Meinung

Grundprinzip ist klar. Eine Liebesgeschichte. Sarah Saxx hat mal wieder eine völlig andere Geschichte abgeliefert, als bisher. Es ist nicht so düster und spannend, wie Dirty, Rich und Thug. Nicht ganz so bewegend und emotional wie “Das Licht in meiner Dämmerung”. Dafür ist es purer Zucker. Eine Geschichte zum abschalten, dahinschmelzen, grinsen und seufzen. Trotzdem war es etwas Neues, denn das Setting war unter anderem ein Sexclub. Dadurch gab es die ganze Zeit diese untergründige Spannung, dieses Kribbeln, allerdings ist es kein Erotikroman. Das hätte auch überhaupt nicht zu Charlotte gepasst. Mit ihr konnte ich mich anfangs wirklich gut identifizieren und ihr Charakter hat auch eine sehr gute Message rübergebracht. Diese möchte ich hier nicht gleich verraten, aber es geht um das Thema, dass es nicht schlimm ist sein eigenes Tempo zu haben und dass man manche Dinge erst später macht, als andere. Im Verlauf konnte ich mit Charlotte allerdings weniger mitfühlen. Ich empfand ihr geringes Vertrauen als mühselig und unfair gegenüber Trenton, ihre Reaktionen teilweise etwas unreif.

Auf der anderen Seite war da Trenton, der einfach wunderbar ist. Bei ihm sieht man, dass sein Aussehen, welches die Vermutung eines Bad Boys mitbringen könnte, eben nicht auf seinen Charakter schließen lässt, denn er ist überhaupt kein Bad Boy. Seine Nebengeschichte fand ich auch so so gut und spannend, sodass ich mich immer sehr auf seinen Teil gefreut habe. Allgemein geht es hier nicht ausschließlich um die Geschichte der beiden, es gibt immer noch eine Nebenhandlung, sodass die Charaktere und die Handlung vielschichtig wirken. Natürlich haben sie beide ein paar Päckchen zu tragen, aber es ist weder überzogen noch unrealistisch. Man bekommt auch schon ein wenig von den Charakteren zu sehen, welche in den beiden Folgebänden eine Rolle spielen werden, sodass ich mich jetzt riesig auf Hayley und Aaron freue.

Man sollte nicht erwarten, dass die Handlung actiongeladen ist, wenn man wirklich benennen will, was alles passiert, dann fällt einem wahrscheinlich nicht viel ein, was es aber auch nicht braucht. Es geht nicht nur um das, was hier alles passiert, sondern mehr um die Charaktere und ihre Entwicklung. Sarahs Schreibstil war wieder humorvoll, leicht zu lesen und einfach schön. Sie ist und bleibt meine Favoritin im Bereich der Liebesromane.

Mir fällt er jetzt auf, dass mit einigen Klischees gebrochen wird. Man lernt hier, dass man Menschen nicht nach dem Aussehen bewerten sollte. Nur weil sie eine Lederjacke tragen, Tattoos haben und dunkle Kleidung, sind sie vielleicht nicht gleich ein Bad Boy. Ebenso, dass Sex nicht das allerwichtigste ist und dass irgendwann immer der Richtige kommen wird.

Kurze Übersicht

+ eine süße Liebesgeschichte mit einer wichtigen Message

+ realistische Charaktere mit ihren Ecken und Kanten und einer Entwicklung

+ es wird mit einigen Klischees gebrochen

– Charlottes Cerhalten wurde im Verlauf unreifer und weniger nachvollziehbar

Fazit

Mir hat die Geschichte wunderbar gefallen. Aber das ist wohl nichts Neues. Da mich Charlottes Entwicklung gegen Ende hin doch etwas gestört hat, vergebe ich 4/5 Sternen. Gegen “Das Licht in meiner Dämmerung” kommt wohl erstmal nichts an.

Extended Trust - Sarah Saxx
Extended Trust
von Sarah Saxx
(29)
Buch (Taschenbuch)
13,40

Düster und geheimnisvoll, allerdings ohne viel Handlung

Pauline Krause aus Bonn , am 14.05.2019

Meine Meinung

Das Buch brauchte nicht viel, um mich anzusprechen. Genau genommen hat mir die Autorin schon gereicht, denn es ist die einzig wahre Pepper Winters, welche schon Tears of Tess geschrieben hat, mein liebstes Dark Romance Buch. Und der Klappentext klang auch ganz vielversprechend. Dann habe ich also angefangen und fand es wirklich, wirklich gut. Doch nach dem Zeitsprung (ungefähr bei S.140) habe ich fast ein halbes Jahr pausiert. Denn irgendwie…konnte es mich doch nicht so reizen. Als wäre auf einmal die Luft raus. Es hat mich nicht fesseln können. Die Stimmung im gesamten Buch ist düster, gleichzeitig ist es sehr spannend. Das hier ist definitiv keine süße Liebesgeschichte. Bis zum Ende wusste ich nicht so richtig in welche Richtung es gehen würde und kann es noch immer nicht sagen. Man merkt, ich bin etwas verwirrt. Dieses Buch zu beschreiben ist ziemlich schwer.

Die Charaktere sind eine ganz große Sache. Es geht weniger um Handlung und Action, sondern um deren Verhalten und Entwicklung. Elle hat mir gut gefallen. Sie ist eine taffe, selbstbewusste Frau, die weiß was sie will. Eine wirkliche Entwicklung kann ich aber nicht erkennen. Und dann ist da Penn. Dem wollte ich mehrmals den Hals umdrehen, weil sein Verhalten widerwärtig war. Das war gewollt, da bin ich mir sicher, aber er hat manchmal Grenzen überschritten, die meiner Meinung nach nicht okay sind. Jeder Mensch hat etwas, was sich Intimsphäre nennt und in diese einzudringen ist ein absolutes No Go. Und dann hat er wieder Seiten gezeigt, die mir so gut gefallen haben, dass ich ihm nur schwer böse sein konnte. Er ist auf jeden Fall ein vielschichtiger Charakter, den ich noch immer nicht richtig greifen kann. Um ihn wird ein riesiges Geheimnis gemacht, welches man auch am Ende nicht kennt, denn es gibt einen furchtbar gemeinen Cliffhanger.

Nun zum nächsten Punkt. Handlung. Die habe ich verzweifelt gesucht. Es ist wirklich nichts passiert, außer, dass sie sich ständig gesehen haben. Dann gab es Wortgefechte und ein Hin und Her, aber wirklich was passiert ist nicht. Deshalb habe ich mich auch mehrmals zwingen müssen weiterzulesen. Da ist nichts vorangekommen. Außer am Ende. Das hat noch ziemlich was rausgerissen, denn plötzlich war alles anders und man saß da, mit offenem Mund und wusste nicht mehr, was man nun glauben sollte, man wollte am liebsten hinein in das Buch und selbst Fragen stellen. Tja, da wird man wohl auf Band 2 warten müssen. Den werde ich mir definitiv anschaffen, denn das kann ich so nicht stehen lassen. Weiterlese ist wohl so etwas wie ein Pluspunkt.

Ab und an gab es ein paar unlogische Handlungen, wie eine Sekretärin, die einfach macht, was sie will.

Kurze Übersicht

+ ein fieser, aber gut gewählter Cliffhanger, sodass man weiterlesen will

+ sehr viele Geheimnisse, sodass man doch dran blieb

+ eine schöne, düstere Stimmung

– zu wenig Handlung, sodass einem schnell mal langweilig werden kann

– Penns Charakter war manchmal wirklich abstoßend

– Elle hat sich kaum bis gar nicht weiterentwickelt

Fazit

Ein gutes Buch. Ich werde es wohl kein zweites Mal lesen, aber es war gut. Durch den Cliffhanger, der mich weiterlesen lässt, gibt es doch 3 Sterne, ansonsten wäre es wohl ein halber Stern weniger gewesen. Wer eine etwas andere und düstere Geschichte haben möchte, der sollte es sich ansehen. Aber es ist kein Muss.

Crown of Lies - Pepper Winters
Crown of Lies
von Pepper Winters
(47)
Buch (Paperback)
13,30

Ein guter zweiter Band, der unterhalten konnte

Pauline Krause aus Bonn , am 08.05.2019

Meine Meinung

Ihr merkt wahrscheinlich, die Inhaltswiedergabe war mehr als schwierig. Aber das Buch beginnt auf den ersten sechzig Seiten schon mit einem Pageturner, sodass ich so gut wie nichts vorwegnehmen kann. Also bleibt nur dieses mystische Gefasel da oben. Aber nun zum Buch. Zum Glück habe ich meinen Zettel, denn sonst wüsste ich so gut wie gar nichts mehr. Es ging sehr spannend los. Direkt am Anfang kam eine Sache, die ich am Ende erwartet habe, sodass ich dann verunsichert war, ob der Rest unnötiges Drama werden würde. Gab es kaum. Ab und an dachte ich mir “Kommt mal zu Potte jetzt”, aber insgesamt gab es wenig unnötiges Drama. Dafür eine Menge unnötiger Sexszenen, die irgendwelche Probleme lösen sollten oder nur für Verdrängung gesorgt haben. In Band 1 haben sie tatsächlich (man mag es vielleicht nicht glauben) zu einer Entwicklung geführt. Hier war ich allerdings oftmals genervt. “Schon wieder?”

Diesmal haben wir sehr viel mehr über Dylan erfahren, weil seine Kapitel in der Ich-Perspektive geschrieben wurden, während Annies in der dritten Person kamen. Umgekehrt zu Band 1 also. Das hat mir sehr gut gefallen, denn im ersten Band hat man so wenig über ihn erfahren, dass er mir sogar zu geheimnisvoll war, zu uninteressant. Hier habe ich ihn nun lieben gelernt. Man hat mehr über ihn erfahren und über seine weiche Seite.

Dann habe ich das Buch, nach ungefähr 180 Seiten, vier Wochen pausiert. Es hat nicht gepasst. Aber als ich es dann wieder zur Hand genommen habe, dann lief es, sodass ich es dann sehr schnell beenden konnte. Und das heißt dann wohl doch was. Als launenhafter Leser hat es aber nicht viel zu bedeuten, wenn ich ein Buch mal zwei Wochen nicht zur Hand nehme. Lieber lese ich ein Buch später und bewerte es dann vernünftig, als dass ich mich durchquäle, weil ich eigentlich keine Lust drauf habe und dann nur zwei Sterne gebe. Das verdient ein Buch nicht.

Ebenso wurden schon viele Andeutungen für Band 3 und 4 gemacht, ich möchte definitiv noch weiterlesen und bin total gespannt, was die zwei anderen Pairings mit sich bringen. In diesem Buch gab es allerdings so wenig Handlung. Würde man mich jetzt fragen, was eigentlich passiert ist, ich wüsste nur zwei oder drei kleine Sachen. Es war nicht langweilig, aber wirklich Handlung gab es halt auch nicht. Ich finde das ziemlich faszinierend, wie man knapp 400 Seiten mit äußerst wenig Handlung füllen kann, ohne dass mir langweilig geworden ist. Das Ende war dann sehr schön. Annie und Dylan haben ein tolles Ende bekommen, sodass ich zufrieden bin.

Kurze Übersicht

+ spannende Handlung

+ Entwicklung beider Charaktere

– es gab kaum Handlung

– unnötige Sexszenen

– vier Wochen pausiert

Fazit

Auch wenn meine Übersicht negativ aussieht, ich hatte Spaß beim Lesen. Ich wurde gut unterhalten und habe gerne weitergelesen (nachdem ich meine Pause eingelegt habe). Ich gebe 4/5 Sterne, denn das Buch hat schließlich seinen Zweck erfüllt.

Broken Darkness. So vollkommen - M. O'Keefe
Broken Darkness. So vollkommen
von M. O'Keefe
(26)
Buch (Paperback)
13,40

Griechische Mythologie wie man sie noch nicht kannte.

Pauline Krause aus Bonn , am 17.03.2019

Inhalt

Livia zieht mit ihren Eltern von Korea nach Paris. Neue Schule, neue Leute. Direkt an einem ihrer ersten Tage dort, besucht sie die Katakomben und begegnet einem Jungen. Mael, schwarze Haare, dunkle Kleidung, von weitem ein Unruhestifter. Die Anziehung ist groß und er scheint sogar Interesse zu haben.

Gleichzeitig beginnt ihr Leben in der Stadt der Liebe mit sprechenden Pflanzen. Sie fangen einfach an mit ihr zu reden, aber niemand anderes kann es hören. Nie im Leben würde sie glauben, dass sie plötzlich ein Teil der griechischen Mythologie sein soll, eher, dass sie verrückt geworden ist. Doch alles ergibt irgendwann Sinn und Mael spielt dabei eine große Rolle.

Meine Meinung

Wo fange ich da an? In der Leserunde nimmt man den Inhalt ja ziemlich auseinander, aber das würde ja hier alles spoilern. Und wir wissen ja, Spoiler sind böse. Also. Ganz besonders hervorheben muss ich zwei Dinge, eine davon ist gut, eine eher weniger. Schlechte Nachrichten zuerst. Die Kapitellänge. Das halbe Buch besteht aus vier Kapiteln, eines davon 100 Seiten lang. Ich bin kein großer Freund von langen Kapiteln, mir reichen 20 Seiten definitiv, aber 100 ist echt ein bisschen zu krass. Ich glaube es gibt keinen, der sagt, dass diese Länge doch voll okay wäre. Manche Bücher hätten dann nur 2 oder 3 Kapitel. Der Schreibstil hat zum Glück dafür gesorgt, dass es trotz so langer Kapitel nicht langweilig wurde. Man konnte sich jede Umgebung sehr gut vorstellen.

Aber nun zu der guten Sache und das ist der Humor. Kira hat ein gutes Händchen für Unterhaltung, denn wenn das Buch eins getan hat, dann Spaß gemacht. Oft musste ich lachen, was auch an der Chemie der Protagonisten lag. Wie sagt man so schön “Was sich neckt, das liebt sich.” Auch in Person (man durfte ihr Fragen stellen) hat die Autorin definitiv Pluspunkte gesammelt, denn sie ist super sympathisch. Das macht ein Buch nicht besser, aber ich wollte es mal erwähnt haben.

Anfangs musste man nach der griechischen Mythologie etwas suchen, aber bei über 500 Seiten sind hundert keine große Sache. Dann wird man aber gefüttert, bis man satt ist. Für alle, die damit noch gar nichts am Hut hatten, kein Problem, man versteht alles, für alle Profis, die bei Percy Jackson Unterricht hatten, man lernt trotzdem noch neues und man langweilt sich nicht, weil sehr vieles ganz anders interpretiert wurde.

Livia und Mael sind tolle Personen. Vor allem ab dem letzten Drittel habe ich beide endgültig in mein Herz geschlossen. Trotzdem haben beide sich an manchen Stellen nicht nachvollziehbar verhalten. Es waren kleine Dinge, nichts, was im Gesamtkontext groß gestört hat, nur an den jeweiligen Stellen eben. Was mir am Ende jetzt aufgefallen ist, ich habe es beim Lesen selbst nicht bemerkt, was ist eigentlich alles passiert? Wenn man mich jetzt fragt, was auf den ersten 200 Seiten geschah, ich wüsste vielleicht drei Dinge. Die wichtigen Dinge. Mir war nie langweilig, es hat sich kaum gezogen, aber ich frage mich selbst, was das aussagt, wenn man viele Dinge nicht mehr weiß. Im Gesamtbild waren viele Szenen sicher wichtig und ich hatte auch nicht den Eindruck, dass irgendetwas überflüssig war, aber den Punkt will ich nicht weglassen.

Kurze Übersicht

+ Unterhaltung vom Feinsten mit einer großen Portion Humor

+ griechische Mythologie nochmal vollkommen neu interpretiert

+ zwei tolle Protagonisten mit einer wundervollen Chemie

– am Ende weiß ich von den 550 Seiten nicht mehr allzu viel

– viel zu lange Kapitel

Fazit

Das Buch verdient sich 4/5 Sterne. Ich bin schon super gespannt auf Band 2, welcher im Herbst erscheint. Vor allem auf das Cover, denn dieses hier ist ein wahrer Traum!

Gold und Schatten - Kira Licht
Gold und Schatten
von Kira Licht
(85)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,50

Ein ganz besonderes und berührendes Buch

Pauline Krause aus Bonn , am 03.03.2019

Meine Meinung

Aufgrund des ausführlichen Klappentextes verzichte ich diesmal auf eine eigene Inhaltswiedergabe. Ichwill und darf auch nicht zu viel verraten, denn es gibt eine ganze Menge Überraschungsmomente, die schon auf Seite 1 beginnen.

So, wo soll ich nun anfangen? Dieses Buch ist in so ziemlich jedem Punkt anders. Das Setting, ich verrate nichts, aber damit habe ich in zehn Jahren nicht gerechnet und gleichzeitig bin ich soo begeistert. Ich wäre nie auf solch eine Idee gekommen und möchte nun am liebsten selbst einmal dorthin und das erleben, was im Buch beschrieben wird. Man konnte sich alles einfach wunderbar vorstellen, denn die Sprache war bildhaft und lebendig. Die Stimmung dagegen ruhig. Man sollte kein actiongeladenes Buch erwarten, denn das ist dieses Buch einfach nicht und darf es auch nicht sein. Der Fokus liegt meiner Meinung nach auf den Charakteren, ihren Entwicklungen und ihrem Verhalten. Es kommt auf viele kleine Szenen an und nicht auf große Dramen. Dadurch könnte der Eindruck gewonnen werden, dass es teilweise langatmig ist. Das finde ich so nicht. Die Geschichte braucht ihre Zeit, sonst würde es nicht so real sein oder so echt. Langeweile kam auf keinen Fall auf. Ich habe die Geschichte unfassbar gerne verfolgt, habe gelacht und blöd gegrinst, habe geweint und die Luft angehalten, weil mir innerhalb von zwei Sekunden das Herz gebrochen wurde oder ich einfach nicht in jenen Momenten mit manchen Sachen gerechnet habe.

Im Übrigen höre ich gerade die Playlist zu dem Buch, welche auf Spotify unter dem Buchtitel zu finden ist. Besonders “Sound of Silence” von Disturbed erklingt gerade und es laufen wieder die Tränen über meine Wangen. Ja, das Buch hat mich wirklich emotional werden lassen. Der Weincounter lag bei fünf soweit ich das noch weiß. Die letzten beiden Kapitel haben mir wirklich den Rest gegeben. Erst habe ich vor Trauer weinen müssen und zwei Seiten weiter vor Freude und Glückseligkeit. Ich möchte Ethan und Eleonore noch nicht gehen lassen und würde so gerne lesen, wie es in einem Jahr mit ihnen weitergeht. Beide waren in ihrer Art einzigartig und so besonders. Wenn Sarah eins kann, dann Charaktere ausarbeiten. Weder sind sie einseitig noch oberflächlich. Sie haben Tiefe, sie haben ihre Fehler und ihre Makel, Ecken und Kanten und ich hätte beide gerne als Freunde. Auch die Nebencharaktere wurden nicht vergessen und auch wenn beide eine sehr dramatische und harte Vergangenheit hatten, es war weder überzogen noch unrealistisch. Es hat eigentlich alles gepasst. Veränderungen hätten dem Buch wohl nicht gut getan.

Kurze Übersicht

+ starke Ausarbeitung aller Charaktere

+ die richtige Stimmung entstand (ruhig und irgendwo auch langsam, was dieses Buch brauchte)

+ ich wurde sehr oft sehr emotional

+ das Setting ist sehr außergewöhnlich

+ einfach ALLES ist hier anders

– (manchmal ist nicht ganz sooo viel passiert)

Fazit

Für dieses außergewöhnliche Buch gibt es 5 Sterne. Es ist wirklich anders, als alles zuvor, es ist besonders und berührend. Die Geschichte hat ihren Weg in mein Herz gefunden und es stellenweise brechen lassen. Einmal habe ich mich sogar weggedreht, weil ich nicht weiterlesen wollte, nicht, dass es irgendetwas gebracht hätte.

Das Licht in meiner Dämmerung - Sarah Saxx
Das Licht in meiner Dämmerung
von Sarah Saxx
(58)
Buch (Taschenbuch)
14,40

Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber Vorsicht: Viel Erotik!

Pauline Krause aus Bonn , am 06.02.2019

Meine Meinung

Zuerst einmal, in den Storys anderer habe ich ständig gehört, dass es Dark Romance sei. Für mich war es das ganz und gar nicht. Es gab viele spannende Elemente, thrillerartig. Aber weder gab es besonders viel Gewalt, noch irgendwelche Sexszene, die für einige Personen anstößig oder unangemessen sein könnten – meiner Meinung nach. Es ist eher ein spannender Erotikroman. Wo wir gerade dabei sind, es ist definitiv und von Seite 1 an ein Erotikroman. Wer also mit vielen solcher Szenen nicht zurecht kommt, der sollte das vielleicht nicht lesen. Mich hat das allerdings nicht besonders gestört, weil es auch viel andere Handlung gab.

Die Handlung war auch spezieller. Erstens haben die Charaktere immer über das Telefon kommuniziert. Das hat die Geschichte der beiden interessant und spezieller gestaltet. Ebenso das Setting des Trailerparks, welches ich ziemlich cool fand und vor allem aus Büchern nicht kannte, höchstens mal aus den amerikanischen Filmen, aber als Haupthandlungsort war es mir unbekannt.

Besonders viel kann ich aber zu Annie und Dylan sagen. Man hat hauptsächlich aus ihrer Sicht gelesen, welche in der Ich-Perspektive geschrieben war, während Dylans wenige Momente aus der dritten Sicht beschrieben wurden. Dadurch war Annie sehr viel nahbarer und er blieb ein großes Geheimnis. Bis zum Ende hin, war er mir ein zu großes Geheimnis. Es gibt den schmalen Grat zwischen “Ich weiß so wenig, dass ich unbedingt mehr wissen will” und “Ich weiß so wenig, er interessiert mich gar nicht”. Bei mir tendierte es mehr zum zweiten hin, allerdings hat sich das zum Ende hin etwas geändert. Annie dagegen hatte ihre Höhen und Tiefen. Einerseits ist sie ein sehr starker und mutiger Charakter, der wirklich zu bewundern ist, was vor allem an ihrer Vergangenheit liegt, welche sehr wichtig und zentral war und vor allem nicht plötzlich unwichtig geworden. Stets gab es Momente, in denen ihre Entscheidungen von dem bereits Erlebten beeinflusst wurden.

Andererseits waren einiger ihrer Handlungen unlogisch und naiv. Zumindest würde ich mal darüber nachdenken, wenn mir verschiedene Leute von einer Sache abraten und mich warnen und so etwas nicht einfach in den Wind schießen. Zuletzt aber, und das ist ein ganz großes Plus, dieses Buch hat einfach süchtig gemacht. Selten habe ich ein Buch so schnell am Stück gelesen (ja, weniger als 2 Wochen sind für mich schnell). Teilweise habe ich meine 80 Seiten in kürzester Zeit gelesen und wollte und konnte einfach nicht aufhören. Der Schreibstil war sehr flüssig und die Seiten flogen nur dahin.

Kurze Übersicht

+ sehr flüssiger Schreibstil, sodass das Buch ziemlich schnell zu Ende war

+ sehr starke Protagonistin, mit einer großen Entwicklung

+ neues Setting (Trailerpark) und neue Idee (Kontakt per Telefon)

– teilweise unlogische und naive Handlungen von Annie

– Dylan wirkte manchmal eindimensional und unwichtig, weil man zu wenig über ihn wusste

Fazit

Dieses Buch endet mit einem unfassbar fiesen Cliffhanger, sodass ich definitiv weiterlesen muss. Zum Glück kam – während ich das hier geschrieben habe – mein bester Freund, der Postbote, und hat mir Band 2 überreicht. Die kleinen Makel störten nur wenig, es hat sehr viel Spaß gemacht und war sehr gut für zwischendurch. 4/5 Sterne.

Broken Darkness. So verführerisch - M. O'Keefe
Broken Darkness. So verführerisch
von M. O'Keefe
(65)
Buch (Paperback)
13,40

So viele Gefühle, definitiv ein Lieblingsbuch!

Pauline Krause aus Bonn , am 23.01.2019

Inhalt

Kestrel lebt in einer eroberten Welt, ein Land, welches einem Volk gehört hat, welche nun nur noch Sklaven sind. Einen von ihnen ersteigeert sie auf einer Auktion, sie kann es sich leisten und er hat etwas Besonderes an sich. Ihrem eigentlichen Problem verschafft das allerdings keine Abhilfe, denn ihr Vater sieht sie im Militär, wo sie zwangsläufig hin muss, wenn sie nicht bald heiratet. Dann ist da aber noch Arin, der geheimnisvolle Sklave, den sie unter keinen Umständen lieben darf.

Meine Meinung

Tjaa, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Wer mir bei goodreads folgt, der hat meine dezenten Attacken mitbekommen, denn ich LIEBE dieses Buch abgöttisch. Es streitet aktuelle mit Reich der sieben Höfe um Platz 4 meiner liebsten Bücher überhaupt (Platz 1 belegt Harry Potter, Platz 2 Lied der Krähen und Platz 3 Tribute von Panem). Zuerst muss man sagen, es ist keine klassische Fantasy. Es gibt keine Magie, Fabelwesen oder ähnliches, nur eine ausgedachte Welt mit ihrem System. Diese gefiel mir sehr gut, auch wenn das System erst spät erklärt wurde, sodass ich manchmal ein wenig unschlüssig war, da ich einfach zu wenig über die Geschichte und das Leben in der Gesellschaft wusste.

Dafür haben wir eine absolute Bomben-Protagonistin. Kestrel ist stolz, scharfsinnig, verdammt klug und hat ein loses Mundwerk. Und ich liebe sie. Für mich ist sie Badass, denn sie ist vielen überlegn, eine überragende Strategin und ich habe es geliebt, wenn sie mit ihrer trockenen Art und ihrer Intelligenz ihre Überlegenheit ganz beiläufig zum Ausdruck gebracht hat. Ich habe mit ihr so stark mitgefühlt, habe gelitten, da sie in einem großen Zwiespalt gesteckt hat, habe gelacht, wenn sie wieder ihre Kommentare abgelassen hat, war traurig, als sie Entscheidungen fällen musste, welche so schwer waren, dass ich froh war, nur im Zug zu sitzen.

Allgemein habe ich so viel gefühlt. Das Ende hat mich irgendwo glücklich und traurig gemacht und ich habe mir Band 2 sofort vorbestellt, denn ich kann nicht mehr warten. Ich weiß nicht, wo ich stehe, was ich eigentlich will, denn selbst wenn ich das bekomme, weiß ich, dass ich dafür anderes opfern muss und ich will nichts opfern. Das ist, als würde ich mich zwischen Büchern und Musik entscheiden müssen. Eigentlich unmöglich.

Auch Arin war ein faszinierender Charakter und obwohl man schon viel mehr über ihn wusste, war er doch ein Geheimnis für sich. Er war anders und ist es immer noch, ich kann ihn noch immer nicht einschätzen, aber ich liebe ihn. Er ist eine so starke Person. Zudem war es keine überstürzte Romanze, welche in zwei Seiten zustande kam, nein, sie hat sich immer weiter aufgebaut und immer wieder Dämpfer bekommen. Sie war nachvollziehbar und schön und ich will einfach nur weiterlesen. Sie wurde auch nicht die ganze Zeit in den Vordergrund gedrängt, denn auch wenn das meiste Handlen auf die Gefühle der Protagonisten zurückzuführen ist, so gab es sehr viel Handlung drumherum, die das Buch durchweg spannend gemacht haben. Ein wenig was zu kritisieren habe ich aber doch. Eine Zeit lang war mir einfach nicht klar, was die Handlung sein sollte, denn der Teil, der im Klappentext steht, der war ziemlich schnell abgehandelt. Aber das hat sich schnell gelegt. Anfangs gab es auch viele kleine Zeitsprünge, welche das Buch nicht flüssig gemacht haben, aber mit der Zeit hat man sich eingefunden.

Kurze Übersicht

+ Kestrel ist eine wahnsinnig coole Protagonistin mit Badass-Elementen

+ viel Spannung und Handlung um die Liebesgeschichte herum

+ ich habe sehr viel gefühlt und einfach rundum Spaß gehabt

+ es macht absolut süchtig

– System wurde spät erklärt und kleine Zeitsprünge haben den Lesefluss etwas gestört

Fazit

People, lest dieses Buch. Ich liebe es so sehr und wünschte, ich würde es gleich nochmal lesen können. 5/5 Sterne, ohne Zweifel. Jetzt gehe ich erstmal weinen, weil Band 2 erst am 31. Mai erscheint und das noch über vier Monate sind. Wie soll man das nur ertragen? Ich denke das Buch ist für Fans von “Die rote Königin” und vielleicht auch “Game of Thrones” geeignet. Aber auch sonst, lest es einfach, es lohnt sich und sieht auch noch wunderschön aus.

Spiel der Macht (Die Schatten von Valoria 1) - Marie Rutkoski
Spiel der Macht (Die Schatten von Valoria 1)
von Marie Rutkoski
(55)
Buch (gebundene Ausgabe)
20,60

Spannend, faszinierend, absolut lohnenswert

Pauline Krause aus Bonn , am 17.01.2019

Titel: Fesseln in der Finsternis

Originaltitel: Captive in the dark

Autor: CJ Roberts

Erscheinungsdatum: 08.02.2018

Verlag: Festa (Dark Romance)

Format: Paperback

Preis: 13,99 Euro

Seitenzahl: 320 Seiten

ISBN: 978-3-86552-618-2

Link zum Verlag: https://www.festa-verlag.de/fesseln-in-der-finsternis.html

Klappentext:

Caleb will nur eines: Rache üben an dem Mann, der ihn, als er noch ein kleiner Junge war, kidnappte und in die Sklaverei verkaufte.
Um an ihn heranzukommen, hat Caleb sich in der Welt der Sexsklaverei als Ausbilder einen Namen gemacht. Und nach zwölf langen Jahren scheint sein Plan endlich aufzugehen. Alles, was er noch tun muss, ist eine junge Frau entführen, so schön wie unwiderstehlich, und sie zu all dem machen, was er einst war.
Und er weiß auch schon genau, wer diese Frau sein wird – die schüchterne Livvie.

Inhalt

Caleb hat einen Auftrag. Ein Mädchen finden, sie zur Sexsklavin ausbilden und weiterverkaufen. Eigentlich ganz einfach, er hat es schon oft getan. Seine Wahl fällt auf Livvie, ein schüchternes Mädchen, perfekt für seine Aufgabe. Doch kaum er sie entführt, lernt er, dass sie nicht einfach das schüchterne, devote Mädchen ist. Nein, sie hat auch eine andere Seite und seine Aufgabe wird immer schwieriger. Es ist ein Spiel mit ihrer Psyche, aber Caleb verstrickt sich zu tief in dieses Spiel und könnte am Ende der Verlierer sein.

Meine Meinung

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll. Zuerst einmal muss ich erwähnen – denn es ist bei Dark Romance durchaus nicht abwegig – die Protagonistin, die eine Menge Schlimmes erlebt, handelt einfach so nachvollziehbar. Anfangs. Sie nimmt es nicht einfach hin, dass sie entführt und misshandelt wird. Wer würde das schon? Später hingegen war mir ihr Verhalten teilweise suspekt. Einerseits weint sie wirklich bei allem. Egal, was es ist. Und das habe ich oft einfach nicht verstanden. Natürlich, ich habe das alles nicht selbst erlebt, aber manchmal war es für mich doch fraglich. Es gab noch andere Situationen, welche für mich dann wiederum nicht nachvollziehbar waren. Sie wusste genau, was passieren würde und da war ihr Verhalten meiner Meinung nach unlogisch. Das waren aber nur einige Momente. Meistens war ihr Verhalten, wie gesagt, nachvollziehbar. Allgemein war ihr Charakter sehr interessant. Das, was sie erlebt hat, war gleichzeitig faszinierend und schrecklich. Sie war speziell, irgendwie mochte man sie und irgendwie war es schwer sich in sie hineinzuversetzen, weil man nichts von alldem je erlebt hat. Das sorgte allerdings nicht dafür, dass man nicht mitgefühlt hat.

Dann ist auf der anderen Seite Caleb. Seine Vergangenheit hat mir erstmal Tränen in die Augen gejagt, mehr muss ich wohl nicht sagen. Er war ein wundervoller Charakter, ich habe ihn geliebt und ihm war ich besonders nah, obwohl der Schreibstil dafür gesorgt hat, dass man eher Livvie nah war. Das lag daran, dass ihre Kapitel aus der Ich-Perspektive geschrieben wurden und Calebs aus der Er-Sie-Es-Perspektive. Wie auch immer, ich will auch einen Caleb, auch wenn er gebrochen, kaputt und teilweise ganz schön schlimm ist.

Was mir auch gefallen hat, ist die Tatsache, dass man als Leser früh weiß, was passieren soll, allerdings nicht, wie das alles passieren wird und ob und die Entwicklung dorthin (oder eben nicht) war wirklich cool, zumal das ganze sehr psychisch ist und auch die “Finsternis” kommt immer wieder vor. Sie spielt eine wichtige Rolle, die man zwar erst später versteht, aber das liebe ich immer, ein Bezug zum Titel.

Kurze Übersicht

+ zwei einzigartige Charaktere, mit einer heftigen Vergangenheit, die ich wirklich gerne mag (Vor allem Caleb 😉 )

+ Spannung bis zum Ende

+ es war realistisch und nicht abgedreht

– Livvie war manchmal etwas nverig und hat nicht nachvollziehbar gehandelt

Fazit

Es hat sich so gelohnt. Es ist ganz gut für Dark Romance Anfänger geeignet. Ich gebe 4/5 Sternen, wegen Livvies Verhalten, aber ansonsten war ich absolut begeistert und werde definitiv weiterlesen, zumal Band 2 auch etwas dicker ist.

Fesseln in der Finsternis - CJ Roberts
Fesseln in der Finsternis
von CJ Roberts
(8)
Buch (Taschenbuch)
14,40

Lieber etwas anderes lesen.

Pauline Krause aus Bonn , am 23.12.2018

Inhalt

Die Geschichte wird aus vielen Perspektiven erzählt und spielt an verschiedenen Orten. Ein Mann möchte die Völker des Nordens vereinen, eine Frau sucht ihre Schwester, ein Dieb, der gegen die Götter kämpfen muss. Magische Kräfte, ein Baum, der alles verbindet. Intrigen um eine Krone, welche von vier Söhnen getragen werden will, doch nur einer wird sie sich verdienen. Und immer näher kommt die kälteste Nacht des Jahres.

Meine Meinung

Ich weiß, ich bin grottig im Inhalt wiedergeben, aber hier liegt es daran, dass ich bis jetzt nicht genau weiß, worum es eigentlich geht. Es passiert eigentlich recht viel, aber die ständigen Wechsel der Perspektiven reißen einen völlig aus der Handlung raus. Mein Nachteil war, dass ich einige Pausen hatte und ich dann immer wieder rauskam. Warum ich Pausen gemacht habe? Weil es schlichtweg langweilig war. Bis zum Ende gab es nur eine Perspektive, die ich wirklich interessant fand.

Aber fangen wir mal formal an. Der Schreibstil ist sehr alt und durchaus anspruchsvoll. Lange Sätze, viele Beschreibungen, welche vor allem dafür gesorgt haben, dass die Spannung ausblieb, denn meist war ich darauf konzentriert, alles zu verstehen. Man konnte nicht einfach mal 50 Seiten weglesen, ich habe mir immer richtig Zeit nehmen müssen, durfte nicht abgelenkt werden, denn sonst verpasste man schnell mal was. Außerdem hat es ein wenig gedauert, bis ich dann endlich wusste, was eine Trossdirne, ein Kebsweib und ein Hetmann sein sollten.

Zwischen den ganzen Perspektiven gab es Zusammenhänge. Einige waren irgendwann ersichtlich, aber die meisten habe ich immer noch nicht verstanden. Allgemein hat das meiste zu lange gedauert, es ist zu wenig passiert und irgendwie hat mich vieles sehr an Game of Thrones erinnert. Die ganze Welt wirkte irgendwie ähnlich. Der Süden, eine Wüste wie Dorne, der Norden eine kalte und rohe Landschaft wie Winterfell. Handlungsmäßig wirkt es wie eine sehr lange Einleitung. Es gibt schon 2 Fortsetzungen, von denen ich eine besitze. Der Höhepunkt des Buches blieb wenig spannend.

Was mir gefallen hat, waren oft die Kapitelenden. Diese waren meist mit einem kleinen Cliffhanger ausgestattet, sodass man weitergelesen hat, bis dieselbe Perspektive wieder aufkam. Eine der drei Haupthandlungsstränge hat mich auch besonders interessiert, einer leider überhaupt gar nicht.

Kurze Übersicht

+ ein Handlungsstrang war wirklich interessant

+ die Kapitelenden waren meist spannend, sodass man weiterlesen wollte

— zu viele Beschreibungen und ein zu alter Schreibstil, sodass die Handlung selbst mit ihrer Spannung unterging

— es gab zu wenig Handlung

— kaum Zusammenhänge zwischen den Perspektiven

Fazit

Ich vergebe 2/5 Sternen. Man kann es lesen, aber im Endeffekt hätte ich lieber was anderes gelesen, was mir mehr Spaß gemacht hätte. Ich kann es nicht empfehlen und rate jedem die Finger davon zu lassen.

Ein Reif von Eisen - Stephan M. Rother
Ein Reif von Eisen
von Stephan M. Rother
(22)
eBook
9,99

Eine wunderschön, spannende Liebesgeschichte

Pauline Krause aus Bonn , am 09.12.2018

Inhalt

Richard Scull, kurz Rich, hat bisher nicht viel geschafft, außer das Geld seines Vaters auszugeben. Partys, Frauen, Luxus. Sein Vater lässt sich das nicht mehr gefallen und stellt ihn in seinem Unternehmen H. R. Scull ein. Rich ist alles andere als begeistert, immerhin hat er noch nie arbeiten müssen. Das einzige, was er darf, ist sich seine Assisstentin aussuchen. Seine Wahl fällt auf Jazemine Hudson, eine hübsche, kluge und vor allem für das Unternehmen gefährliche Frau, denn ihr Freund ist der Chef des Konkurrenzunternehmens von H. R. Scull. Und der möchte Rich, seinen Vater und das ganze Unternehmen zu Fall bringen. Durch Jazemine.


Meine Meinung

Wer mich auf Instagram ein wenig verfolgt hat, der weiß, dass ich mal wieder viel zu erzählen habe. Zugegeben, anfangs dachte ich, dass die Geschichte um Rich eher voraussehbar wäre. Jazz hat einen Freund, entwickelt Gefühle für Rich und hat gleichzeitig eine Mission, sodass diese Geheimniskrämerei und Unsicherheit bezüglich ihrer Gefühle eben für Drama sorgen würden. Tja, falsch gedacht. Hätte ich mir eigentlich auch denken können. Gleichzeitig war ich skeptisch, ob es darauf hinauslaufen würde, dass Jazz ihren eigentlichen Freund betrügt oder dass sie Rich nichts davon erzählt und sozusagen mit einer Lüge in eine Beziehung rutscht.

Nun, ich sollte wohl nie über ein Buch urteilen, bevor ich es beendet habe. Aber immer der Reihe nach. Die ersten knapp 130 Seiten fielen mir etwas schwer. Jazemine war mir zum Teil wirklich unsympathisch, denn ihr Freund Curtis war ein Idiot und was sie zu tun gedachte war einfach gemein. Das Wort gemein drückt es nicht mal ansatzweise aus, aber ich konnte ihre Antriebe nicht ganz nachvollziehen, wobei, wer kann das schon, denn wie viele Menschen sind in einer Situation wie sie? Wahrscheinlich mehr, als man vermuten kann, was wirklich traurig ist. Auf der anderen Seite war da Rich. Da ich Dirty zuvor gelesen hatte, muss ich zugeben, er war mir nicht ganz so sympathisch. Genau den Eindruck, den sein Vater irgendwo von ihm hatte, den hatte ich auch. Rich hatte bisher nie etwas gemacht und beklagte sich darüber arbeiten zu müssen, dafür, dass er in unglaublichem Luxus leben durfte. Er wirkte nicht besonders erwachsen oder reif.

Allerdings, Rich hat eine riesige Entwicklung durchgemacht, weshalb ich langsam warm mit dem Buch geworden bin. Er bewies Mumm und Aufrichtigkeit, stand zu seinen Fehlern und dann war da noch sein Charme. Tja, ich bin ihm wohl verfallen. Charakterlich machen beide eine große Veränderung und das gefiel mir unglaublich gut. Dadurch kam ich dann auch besser voran, denn ich begann die beiden Protagonisten zu lieben. Sie zeigten Dreidimensionalität und Tiefe. Keiner war perfekt, trotzdem konnte man als Leser über die Fehler hinwegsehen und die tollen Menschen dahinter erkennen. Geichzeitig kamen diverse Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Anfangs dachte ich, dass nur in Dirtys Geschichte diese spannenden und düsteren Elemente vorkommen würden, denn Richs Geschichte wirkte keineswegs düster. Auch hier musste ich lernen. Die Wendungen kamen überraschend und mit einer Heftigkeit, die ich nicht erwartet hätte. Außerdem bestätigte sich keine einzige meiner Vorannahmen, außer eine, aber das ist die, welche man weiß, bevor man nur eine Seite gelesen hat, nämlich eine Liebesgeschichte.

Der Schreibstil war mal wieder Bombe. Ich weiß gar nicht wo die über 400 Seiten hin sind, denn es ging wieder so schnell das zu lesen, es ist so viel passiert, so viele kleine Details. Rundum war es mal wieder ein Spaß. Was mir aufgefallen ist, allein im Vergleich zwischen Dirty und Rich hat sich die Autorin stark entwickelt. Mein Eindruck ist, dass Rich und Jazemine vielschichtiger sind. Vielleicht hat man sie aber auch nur anders kennengelernt und es liegt an der gesamten Geschichte, aber wenn ich objektiv auf Kriterien wie Charaktere, Plot und Schreibstil blicke, dann stechen hier vor allem die beiden Protagonisten hervor, welche greifbarer sind, als Dirty und Olivia. Der Plot kam zudem mit mehr Überraschung. Allerdings mag ich Dirty menschlich trotzdem noch lieber 😉


Kurze Übersicht


+ vielschichtige, greifbare Charaktere mit Fehlern und Macken

+ sehr überraschende Wendungen und ein Plot, den ich völlig falsch erahnt habe

+ wieder mal ein toller Schreibstil, einfach und schnell zu lesen

– ich habe ein bisschen länger gebraucht um in die Geschichte zu finden


Fazit

Wieder einmal bin ich mehr als begeistert von dem Buch. Rich und Jazz haben in mein Herz gefunden und werden dort definitiv auch bleiben. Ich bin schon so gespannt, was Thug zu bieten hat, mit dem ich bisher am meisten sympathisieren kann. Irgendwie liebe ich wortkarge, düstere Charaktere mit einem sehr trockenen Humor. Ich vergebe 4,5/5 Sternen, denn das kleine Manko war, dass der Anfang für mich eben schwierig und zeitweise anstrengend war, weil mir beide Protagonisten unsympathisch waren und mich daher ein klein wenig genervt haben. Aber besser so, als umgekehrt, dass sie am Ende einfach schrecklich werden.

Rich - Sarah Saxx
Rich
von Sarah Saxx
(50)
Buch (Taschenbuch)
14,40

 
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