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Meine Bewertungen

Nicht nur ein Spiel!

KittyCatina , am 19.06.2019

Im Berlin Mitte des 21. Jahrhunderts, in einer komplett vernetzten Welt, lebt der 16-jährige Tad. Zusammen mit seinen besten Freunden trifft er sich jeden Nachmittag im aufwendigen, unheimlich realitätsnahen Onlinespiel „Area 3“. Doch dann kommt es plötzlich zu Unregelmäßigkeiten, das Spiel scheint einen eigenen Willen zu entwickeln und auch in der realen Welt geschehen seltsame, sogar gefährliche Dinge. Scheinbar sind Spiel und Wirklichkeit miteinander verknüpft und die Menschheit in Gefahr. Zusammen machen sich die Freunde auf die Suche nach dem Ursprung der unheimlichen Geschehnisse.

Eine Alexa, die plötzlich neben ihren sonstigen Fähigkeiten kochen kann, Auto fahren und das komplette Haus überwachen. Dazu wurden Handys abgelöst von einer Art Uhr, welche Hologramme erzeugen kann, welche das ganze Wissen der Menschheit gespeichert haben und sich ganz menschlich mit ihrem Besitzer unterhalten. Und dazu kommen noch ganz viele andere hochintelligente Technologien, die so ziemlich jeden Bereich des Lebens erleichtern. So oder so ähnlich kann man sich die Geschichte in diesem Buch vorstellen, welche sehr interessant ist, aber auch erschreckend vor Augen führt, was der technologische Fortschritt anstellen könnte, denn wie die Beschreibung des Buches schon sagt, hat er auch gefährliche Schattenseiten. Ein großes Dankeschön an den Verlag und den Autor, dass ich dieses Buch in einer Leserunde lesen durfte.

Dabei hat Thomas Franke einen wirklich guten und relativ leicht lesbaren Schreibstil, der vor allem durch seine Plastizität besticht. So konnte ich mir die gesamte, hochtechnologische Welt, richtig gut vorstellen. Schwierig wurde es eher dann, wenn die Handlung zu verflochten wurde und sich die Realitäten zu schnell abwechselten.

Das war auch eins der wenigen Probleme dieses Romans, denn manchmal war ich einfach nur verwirrt, weil so vieles geschieht und ich einfach nicht mehr hinterher kam. Am Ende ergibt aber alles im Großen und Ganzen einen Sinn. Ansonsten war die Geschichte zwar nicht wahnsinnig rasant, sondern eher ruhig erzählt, aber dennoch auf ihre Weise spannend. Irgendwie hat sie jedenfalls so einen Sog auf mich ausgeübt, dass ich immer weiter lesen musste. Die ganzen Schilderungen der Zukunft waren, abgesehen von der Spielewelt, oftmals so realistisch, dass man es schon teilweise echt mit der Angst zu tun haben konnte. Wie nah wir schon an dieser Beschreibung einer möglichen Zukunft dran sind, ist tatsächlich erschreckend und sollte zum Nachdenken anregen. In diesem Sinne gibt es wirklich viele Aspekte in diesem Buch, nicht nur in technischer Hinsicht, die wirklich tiefgründig sind und eine gewisse Botschaft aussenden. Dennoch ist da auch eine technische Spielerei, die ich wirklich toll fand, nämlich „Tinkerbell“, eine kleine holografische Figur, die eine größere Rolle in der Geschichte spielt und die ich, auch wenn sie manchmal ein bisschen zu menschlich wirkte, einfach ins Herz geschlossen habe. Was ich allerdings nicht unbedingt gebraucht hätte, war die kleine Liebesgeschichte, die meiner Meinung nach, die Handlung ein wenig zu sehr in die Länge gezogen hat.

Da die Charaktere, die der Autor erschaffen hat, noch ziemlich jung sind, konnte ich mich zwar nicht mehr so allzu gut mit ihnen identifizieren, dennoch muss ich zugeben, dass ich sie sehr menschlich geschrieben fand. Ich konnte durchaus nachvollziehen, wie sie dachten und handelten und habe sie gern bei ihrem Abenteuer begleitet. In dem Sinne, ist die Charakterbildung sehr gut gelungen.

Insgesamt fand ich das Buch, trotz einiger Kleinigkeiten, die mich ein bisschen gestört haben, richtig gut. Wer Science Fiction-Romane mit Thrillerelementen mag, die sich vor Kritik an der Gesellschaft nicht scheuen, sollte auf jeden Fall einmal einen Blick in dieses Buch werfen, denn es lohnt sich wirklich, es zumindest einmal gelesen zu haben.

Area 3 - Thomas Franke
Area 3
von Thomas Franke
(2)
Buch (Paperback)
16,00

Ein würdiger Abschluss

KittyCatina , am 13.06.2019

Nach einem erneuten Autounfall und einem Rückfall in die Tablettensucht sieht Jackson, der Bassist der berühmten Band Gravity nur einen Ausweg, eine Auszeit weit weg von Toronto. So taucht er in Langley, einer kleinen Stadt nahe der kanadischen Grenze ab. Kaum angekommen, trifft er dort auf Sarah, eine junge Physiotherapeutin, zu welcher er sich augenblicklich hingezogen fühlt. Doch die junge Frau hat ein Geheimnis, denn auch sie ist auf der Flucht und schon bald holt ihre Vergangenheit sie ein.

Nun habe ich auch den nunmehr letzten Band der Reihe gelesen und muss gestehen, dass ich die Jungs von Gravity schon sehr vermissen werde, sie sind mir nämlich mit der Zeit tatsächlich ein ganzes Stück ans Herz gewachsen. So war auch dieser fünfte Band wieder richtig gut und hat mich super unterhalten.

Über den Schreibstil der Autorin will und muss ich sicher nicht mehr viel sagen. Sie schreibt locker leicht und einfach, so auch hier. Die Sprache ist und bleibt derb und gerade bei den Sexszenen auch sehr sexistisch und eindeutig. Aber daran kann man sich gewöhnen.

Die Geschichte war in diesem fünften Band noch einmal etwas anderes, weil sich das Setting wo ganz anders hin verschoben hat und die Probleme, die sich zwischen Sarah und Jackson entspinnen keine allzu leichte Kost sind. Dafür hat mir aber der Ausbau des Ganzen ein bisschen gefehlt. Ich finde, man hätte hier noch ein bisschen mehr Spannung aufbauen können. So war der große Konflikt Sarah betreffend, für mich viel zu schnell vom Tisch. Ansonsten fand ich die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten dieses Bandes wieder sehr schön und romantisch und auch die Sexszenen waren wieder kreativ und prickelnd, aber nicht zu aufdringlich. Außerdem liebe ich einfach das ganze soziale Gefüge zwischen den Bandmitgliedern und ihren Freundinnen, die lockere und humorvolle Atmosphäre. Immer wieder wird in der Reihe erwähnt, welch eine tolle Familie sie sind und das sind sie wirklich.

Mit Jackson und Sarah gibt es zudem sehr interessante und sympathische Charaktere, die ich von Anfang an sehr gemocht habe. Im Gegenteil zu seinen Bandkollegen ist Jackson ein eher ruhiger junger Mann, der sehr viel Rücksicht auf Sarah und ihre Vergangenheit nimmt, dabei aber auch manchmal über das Ziel hinaus schießt. Sarah hingegen ist trotz ihrer schlimmen Erfahrungen ein sehr starker Mensch, der das nur noch nicht herausgefunden hat. Zusammen sind die beiden einfach nur süß.

Für mich hat dieser Roman die Reihe wirklich würdig abgeschlossen und ich bin mir sicher, dass ich auch noch andere Bücher der Autorin lesen werde, aber auf jeden Fall die Weihnachtsspecials, denn nachdem ich Logan und seinen Charakter noch besser kennenlernen durfte, bin ich richtig gespannt darauf.

Gravity: Verlorene Herzen - Isabelle Richter
Gravity: Verlorene Herzen
von Isabelle Richter
(2)
Buch (Taschenbuch)
13,40

Eine wirklich tolle Rockstar Liebesgeschichte

KittyCatina , am 11.06.2019

Die junge It-Studentin Hayden und Tochter des Tourmanagers der erfolgreichen Band Gravity hat nur einen Traum, nämlich ein Praktikum bei einem großen japanischen Unternehmen. Doch dann stolpert sie förmlich in die Arme von Chase, dem Gitarristen der Band. Dieser hält so gar nichts von festen Beziehungen und zu alledem hasst die tollpatschige Hayden ihn vom ersten Augenblick an. Womit sie beide aber so gar nicht rechnen, ist die gegenseitige Anziehung, womit sich auch schon wieder andere, unüberwindlich scheinende, Probleme ergeben.

Auch dieser Band der Reihe hat mir, bis auf Kleinigkeiten, wieder sehr gut gefallen und ich muss sagen, dass ich die Liebesgeschichten rund um die Jungs der Band Gravity und auch die Jungs selbst, sowie ihre jeweiligen Partnerinnen, zwischenzeitlich richtig lieb gewonnen habe.

Ich verstehe nur nicht, warum ich bisher bei allen Bänden, genauso auch hier, das Gefühl hatte, dass ich mit dem Lesen einfach nicht voran komme. Der Schreibstil gefällt mir nämlich eigentlich, er ist und bleibt locker leicht und einfach zu lesen und auch an die Sprache habe ich mich inzwischen gewöhnt. Dennoch fühle ich mich, als hätte ich ewig an diesem recht dünnen Buch gelesen.

Ebenso konnte mich die Liebesgeschichte wirklich überzeugen. Diese hat sich, obwohl es wieder sehr schnell zu ersten sexuellen Handlungen zwischen den Protagonisten kam, langsam und nachvollziehbar entwickelt. Außerdem gibt es auch hier insgesamt eher weniger Sexszenen, als noch in den ersten Bänden, manche werden sogar nur angedeutet, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Dafür wurden die zwischenmenschlichen Interaktionen, nicht nur zwischen Hayden und Chase, sondern auch insgesamt, richtig super beschrieben, genauso wie die Probleme, die sich im Laufe der Geschichte entwickeln und die überhaupt nicht mehr konstruiert wirkten, wie im Buch davor. Vielmehr konnte ich sie dieses Mal komplett nachvollziehen und mich in diesem ganzen Konflikt einfach für keine Seite entscheiden.

Was die Charaktere angeht, so habe ich mit Hayden die für mich bis hierher wohl interessanteste und witzigste Person in dieser Reihe gefunden. Sie ist einfach so tollpatschig und dabei dennoch selbstbewusst, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Außerdem hat sie mich richtig oft zum Lachen gebracht. Aber auch Chase ist ein sehr sympathischer Typ, dessen Gefühle ich so gut nachvollziehen konnte, auch wenn er nicht immer fair handelt. Dennoch ist er ein sehr real wirkender Charakter, der mir gut gefallen hat.

Nach dem eher holprigen Einstieg in die Reihe hat mich dieser Band, wie schon Band drei, wieder überzeugen können. Auch wenn er sicher kein Highlight wird, so konnte er mich von Anfang bis Ende unterhalten und ich freue mich nun umso mehr auf den letzten fünften und abschließenden Band rund um Jackson und Sarah.

Gravity: Chaotische Verlockung - Isabelle Richter
Gravity: Chaotische Verlockung
von Isabelle Richter
(1)
Buch (Taschenbuch)
13,40

Der bisher beste Band der Reihe

KittyCatina , am 09.06.2019

Eigentlich wollte Emilia nach ihrer letzten, wenig glücklichen Beziehung nichts Festes mehr. Doch einer lockeren, rein sexuellen Affäre ist sie dennoch nicht abgeneigt und wer ist besser dafür geeignet als Liam, der von sich selbst behauptet, kein Mann für nur eine Frau zu sein und selbst für seine zahlreichen Sexgeschichten bekannt ist? Bald schon müssen Emilia und der Gravity Keyboarder jedoch feststellen, dass da mehr zwischen ihnen ist. Und außerdem ist da noch Logan, Emilias Cousin, der ausdrücklich klar gemacht hat, dass diese für seine Bandkollegen tabu ist.

Was soll ich sagen? Ich war wirklich positiv überrascht, denn dieser Band hat tatsächlich noch einmal eine Schippe drauf gelegt und zum ersten Mal tat es mir wirklich leid, dass ich das Buch nicht öfter zur Hand nehmen konnte, um die Geschichte weiterzulesen.

Zwar war der Schreibstil der Autorin schon immer gut und ließ sich leicht und flüssig lesen, aber die Sprache ist tatsächlich noch besser und pointierter geworden und fühlt sich vor allem nicht mehr so falsch an. Klar, sie ist noch immer recht derb, doch das passt einfach zu den Jungs von Gravity.

Die Geschichte beginnt auch hier, wie schon in Band eins, unmittelbar mit einer Sexszene, dennoch finde ich, dass es ganz anders und viel überlegter rüber kommt. Im Laufe der Handlung gibt es allerdings nicht mehr so viele und ausschweifende Szenen dieser Art und wenn doch, so sind sie doch sehr kreativ, außergewöhnlich und prickelnd beschrieben, was ein absoluter Pluspunkt an diesem Band ist. Außerdem fand ich die ganze Liebesgeschichte richtig toll. Ich mochte die Entwicklung der Beziehung zwischen Emilia und Liam, auch wenn die Probleme, die sich ergeben, manchmal ein bisschen zu konstruiert wirkten, und ich mochte, das man sie außerhalb der Sexszenen mehr gemeinsam in Aktion erlebt, als die Paare aus den ersten beiden Bänden. Dazu kommt das große Geheimnis ihrer wie auch immer gearteten Beziehung, was noch eine extra Portion Spannung brachte. Und auch die Leichtigkeit, die ich so an Rockstar Romanen liebe, kommt hier gut zum tragen.

Ebenso habe ich Emilia und Liam als Charaktere sehr gemocht. Endlich ließ sich bei Liam auch einmal ein Unterschied zu den anderen Bandmitgliedern feststellen. Und auch, wenn ich persönlich seine sexuellen Vorlieben etwas befremdlich finde, so ist er mir mit seiner lockeren und witzigen Art doch sehr ans Herz gewachsen. Genauso mochte ich Emilia, die gleich ganz anders ist als Amy und Elle, wirklich sehr. Ihr offene und leicht verspielte Art hat mir tatsächlich sehr gut gefallen. Überhaupt habe ich inzwischen alle der Charaktere inzwischen enorm ins Herz geschlossen und freue mich schon darauf, auch die folgenden Paare kennenzulernen.

Alles in allem ist auch dieser Roman noch immer nicht perfekt, aber dennoch richtig gut und für mich bisher der beste Band aus der Reihe. Ich glaube, wenn man einmal weiß, womit man es hiermit zu tun bekommt, können die Bücher rund um die Jungs von Gravity wirklich gut unterhalten.

Gravity: Verbotene Versuchung - Isabelle Richter
Gravity: Verbotene Versuchung
von Isabelle Richter
(1)
Buch (Taschenbuch)
13,40

Noch immer zu viel Sex, aber besser als Band eins

KittyCatina , am 05.06.2019

Elle bekommt die einzigartige Chance als Tourfotografin für die berühmte kanadische Rockband Gravity zu arbeiten. Allerdings hat sie eine gewisse Abneigung gegen Logan, den ziemlich eingebildeten und launischen Frontmann und Gitarristen der Band. Dieser ist noch immer von seiner letzten festen Beziehung gebrandmarkt und hat sich geschworen, keine Frau mehr nah an sich heran zu lassen. Dennoch sprühen schon sehr schnell die Funken zwischen den beiden.

Im Gegensatz zum ersten Roman aus dieser Reihe, kann ich sagen, dass mir dieser hier schon ein ganzen Stück besser gefallen hat. Dennoch hat er hier und da noch einige Macken und ich habe doch ein bisschen gebraucht, um durch die Geschichte hindurch zu kommen.

Wie auch schon im ersten Band ist auch hier der Schreibstil wieder recht einfach und gut lesbar. Aufgefallen ist mir nur, dass die Charaktere sehr oft entweder „frotzelten“ oder „blafften“. Andererseits fand ich aber auch, dass die Sprache, mal abgesehen, dass sie recht derbe ist, was aber gut zur Geschichte passt, nicht mehr so sexistisch ist.

Genauso hat mir schon der Einstieg in die Handlung viel besser gefallen, weil es bereits am Ende von Band eins Anspielungen auf das Verhältnis zwischen Elle und Logan gibt und damit eine bessere Entwicklung der Liebesgeschichte stattfindet. Auch insgesamt fand ich, dass sich die Geschichte hier viel besser und nachvollziehbarer entwickelt und auch das Rockstarfeeling hat sich endlich bei mir eingestellt. Dazu gibt es einige echt witzige Szenen und obwohl das flapsige Verhalten der Bandmitglieder manchmal schon sehr kindisch ist, hat es der Geschichte ein bisschen Leichtigkeit gegeben, die mir im ersten Band eben noch gefehlt hat. Ansonsten gibt es aber auch wieder sehr viele und vor allem ausführliche Sexszenen, die mir persönlich einfach zu viel waren und wahrscheinlich auch daran Schuld sind, dass ich nicht besonders schnell durch die gerade mal knapp dreihundert Seiten hindurch gekommen bin.

Was die Charaktere angeht, so kann ich sagen, dass sie mir dieses Mal auch viel besser gefallen haben. Zwar habe ich bei Logan keinen großen charakterlichen Unterschied zu seinem Bruder entdeckt, dennoch mochte ich ihn ganz gern. Elle hingegen ist ein richtig toller Charakter mit Ecken und Kanten und trotzdem total liebenswürdig. Dabei wirkt sie sehr realistisch und menschlich. Außerdem mochte ich total, dass auch Amy aus Band eins wieder eine Nebenrolle spielt und sich endlich weiterentwickelt hat.

Meiner Meinung nach ist Band zwei rund um die Gravityjungs, auch wenn er noch nicht perfekt ist, ein wirklich guter und unterhaltsamer Roman, dem allerdings ein wenig kürzere Sexszenen gut getan hätten, um mich vollends packen zu können. Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf Band drei und bin gespannt auf die Liebesgeschichte zwischen Emilia und Keyboarder Liam.

Gravity: Verführerische Anziehung - Isabelle Richter
Gravity: Verführerische Anziehung
von Isabelle Richter
(1)
Buch (Taschenbuch)
13,40

Leider noch nicht ganz ausgereift

KittyCatina , am 01.06.2019

Als Amy, Violinistin einer noch recht unbekannten Band, auf Ethan, den Drummer der angesagten Band „Gravity“ trifft, gibt diese vor, ihn nicht zu kennen. Allerdings findet Ethan schon sehr bald das Gegenteil heraus, weshalb es zum Streit kommt, bei welchem er Amy sehr kränkt. Amy zieht sich daraufhin zurück, will nichts mehr mit Ethan zu tun haben, ohne zu ahnen, dass der ziemlich hartnäckig sein kann.

Auf Grund der zahlreichen guten Meinungen zu dieser ganzen Reihe, habe ich sie mir gleich komplett zugelegt und nun mit diesem ersten Band hier angefangen. Leider muss ich aber sagen, dass er noch sehr ausbaufähig ist und mich nicht gänzlich überzeugen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist zwar wirklich gut und lässt sich einfach und flüssig lesen, die Sprache jedoch war mir für diese Geschichte doch ein bisschen zu übertrieben sexistisch. Irgendwie hat sich das nicht richtig angefühlt, wodurch der ganze Liebesroman eher wie ein Erotikroman wirkte.

Genauso hatte ich meine Probleme mit dem Einstieg in die Geschichte. Mir ging das irgendwie viel zu schnell und auch, wenn Ethan danach zurückrudert, fand ich das alles nicht ganz stimmig. Und auch die vielen Sexszenen, die durchaus prickelnd und teilweise auch romantisch beschrieben wurden, waren mir insgesamt zu viel. Dafür hat es dann allerdings wieder an Entwicklung gefehlt. Weder die Liebesgeschichte zwischen Amy und Ethan, noch die Freundschaft zwischen ihr und Logan war so recht nachvollziehbar, weil es einfach zu wenige Szenen gab, die erklärt hätten, wie es dazu gekommen ist. Genauso hat mir diese Leichtigkeit gefehlt, die ich aus anderen Rockstar Liebesgeschichten kenne, der Witz und das Bandgefüge, was erst ziemlich spät überhaupt ansatzweise zu spüren war. Dennoch ist die Geschichte insgesamt nicht schlecht, hat mich aber nicht unbedingt vom Hocker gerissen.

Auch mit den Charakteren bin ich nicht zu einhundert Prozent zufrieden. Gerade Amy war mir zu inkonsequent geschrieben. Einerseits ist sie total schüchtern, wird ständig rot und stolpert von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen, andererseits hat sie nichts anderes im Kopf, als Ethan ins Bett zu bekommen, was mich ehrlich gesagt schon sehr genervt hat. Ethan hingegen mochte ich schon sehr, obwohl auch er noch ein kleines bisschen Individualität vertragen hätte. Ansonsten sind da noch diverse Nebencharaktere, die okay waren, aber auch nicht besonders umfangreich beschrieben.

Insgesamt hatte ich wirklich mehr von dieser Geschichte erwartet, auch wenn sie mich im Großen und Ganzen recht gut unterhalten hat. Dennoch hoffe ich, dass die weiteren Bände besser sind.

Gravity: Brennendes Begehren - Isabelle Richter
Gravity: Brennendes Begehren
von Isabelle Richter
(1)
Buch (Taschenbuch)
13,40

Ein Thriller, der es leider nicht so mit der Spannung hat

KittyCatina , am 31.05.2019

Zwanzig Jahre ist es her, seit Clares Vater ihre kleine Schwester Alice mit nach Amerika genommen hat und nie wieder zurück gekehrt ist. Doch dann erreicht Clare und ihre Mutter ein Brief von ihr, mit der Bitte um ein Wiedersehen. Als Alice allerdings in England eintrifft, merkt Clare schon bald, dass mit ihr irgendetwas nicht stimmt, denn die junge Frau verhält sich sehr merkwürdig und auch um sie herum geschehen plötzlich mysteriöse Dinge. Auf ihre Bedenken reagiert ihre Familie jedoch alles andere als erfreut und bald schon steht die Frage im Raum, wer hier eigentlich ein falsches Spiel spielt.

Ein ganz großes Dankeschön an das Bloggerportal und den Penguin Verlag, dass mir dieser Thriller zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt wurde. Ich habe mich einmal mehr sehr darüber gefreut. Nur leider konnte mich dieses Buch nur sehr eingeschränkt begeistern, denn es hatte nichts mit der Geschichte zu tun, die ich erwartet hätte und war eher zäh.

Der Schreibstil von Sue Fortin ist eigentlich ganz gut, lässt sich leicht und flüssig lesen. Des weiteren konnte ich mir alles richtig gut bildlich vorstellen. Dennoch hatte ich so meine Probleme, durch die Geschichte hindurch zu kommen und wurde nicht so richtig gepackt.

Die Geschichte hat sich nämlich gerade in der ersten Hälfte noch sehr gezogen und hatte bis ungefähr Seite zweihundert rein gar nichts von einem spannenden Psychothriller, wie auf dem Cover des Buches geschrieben steht. Vielmehr schleppt sie sich nur so dahin, stellt erst einmal die ganze Familie rund um Clare vor, genauso wie ihre Arbeit als Rechtsanwältin, was meiner Meinung nach hätte extrem abgekürzt werden können. Außerdem bekommt Alice erst relativ spät ihren Auftritt und was anfangs noch im Zusammenhang mit ihr geschieht, ist alles andere als wahnsinnig aufregend. Allerdings wurde es später dann irgendwann umso spannender und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Und obwohl einige Dinge vorhersehbar waren, wollte ich immer wissen, wie die Geschichte nun ausgeht. Das Ende war dann zwar nicht unbedingt überraschend, dennoch bin ich damit gut zurecht gekommen.

Mit den Charakteren bin ich allerdings nur mittelmäßig klar gekommen, denn keiner von ihnen war in irgendeiner Form besonders sympathisch oder charismatisch. Dafür hätte ich mich die ganze Zeit über die überbordende Ignoranz von Clares Familie aufregen können, was wahrscheinlich auch so von der Autorin gewollt, aber dennoch nicht immer nachvollziehbar war. Nicht einmal die Protagonistin konnte mich wahnsinnig für sich einnehmen, so hat sie außer Mitleid nicht viel in mir angerührt. Wenn ich überhaupt irgendetwas an den Charakteren richtig gut fand, dann die Intriganz von Alice, die mich auf eine fiese Weise wirklich begeistert hat.

Lässt sich am Ende nur sagen, dass dieses Buch für einen Psychothriller einfach insgesamt nicht spannend genug war, um mich überzeugen zu können. Ich denke jedoch, dass es sicher auch hierfür eine Zielgruppe gibt, denn gerade für solche Leser, die eher ruhigere Thriller mögen, könnte dieser hier einer sein.

Sister, Sister - Zwei Schwestern. Eine Wahrheit. - Sue Fortin
Sister, Sister - Zwei Schwestern. Eine Wahrheit.
von Sue Fortin
(12)
Buch (Taschenbuch)
10,30

Leider oft langweilig und teilweise skurril

KittyCatina , am 27.05.2019

Tess ist zu Q zurückgekehrt, aber zu ihren Bedingungen. Endlich sind beide ebenbürtige Partner und können sich ihrem erotischen Verlangen hingeben. Die Bestie in Q hat jedoch Blut gerochen und will Tess umso mehr besitzen und verletzten. Doch dann geschieht etwas Grausames und ein neuer Albtraum beginnt.

Wenn der erste Band dieser Reihe schon brutal war, so hat dieser hier es endgültig geschafft, an meinen Nerven zu kratzen, leider aber nicht nur auf positive Weise. Ich muss nämlich sagen, dass er mir bei Weitem nicht mehr so gut gefallen hat wie Band eins.

Anders als sein Vorgänger wird dieser Band aus den Perspektiven von Tess und Q erzählt, was auch sinnvoll ist, weil die zwei nicht immer gemeinsam unterwegs sind und man sie so trotzdem beide begleiten kann und hautnah an ihnen dran ist. Ansonsten ist der Schreibstil ebenfalls wieder super gut, wenn auch beschreibender als sonst.

Allerdings muss ich sagen, dass ich dieses Mal mit der Geschichte nicht wirklich klar kam. Schon am Anfang brauchte ich wirklich lange, um überhaupt wieder hineinzufinden und zum Schluss hin wurde es dann richtig zäh und langweilig. Nur zwischendrin, nach einer echt guten und plötzlichen Wendung, war es mal richtig spannend, aber auch sehr brutal und selbst mir sind dieses Mal die Ereignisse wirklich an die Nieren gegangen. Doch dann wurde es durch ständige Wiederholungen und sinnlose innere Monologe und Dialoge sehr langatmig, nicht mehr ganz nachvollziehbar und komisch. Nicht nur, dass ich nicht mochte, wie psychischen Probleme wie eine posttraumatische Belastungsstörung beschrieben werden und wie dann noch mit ihnen umgegangen wird, fand ich auch die Entwicklungen insgesamt eher skurril. Die letzten Seiten haben mir dann aber noch einmal durchaus gut gefallen und für mich die Geschichte auch zufriedenstellend abgeschlossen, weshalb ich mich vorerst dagegen entschieden habe, die weiteren Bände zu lesen.

Genauso mochte ich die Entwicklung der Charaktere nicht mehr so ganz. Zwar mag ich Tess und Q noch immer sehr, aber ihre Gedanken und ihr Handeln waren teilweise nicht mehr ganz nachvollziehbar und zum Teil ein bisschen übertrieben. Gerade die starke Tess wurde zu einem Menschen, den ich, obwohl sie wirklich Grausames durchmachen muss, irgendwann einfach nicht mehr ernst nehmen konnte. Dafür fand ich die kleinen romantischen und fürsorglichen Anwandlungen von Q wirklich niedlich, seine Brutalität aber auch echt hart an der Grenze.

Alles in Allem hat die Geschichte durch diese ganzen kleinen und größeren Problemchen leider sehr an Qualität eingebüßt und konnte mich nicht mehr so gut unterhalten, wie erhofft. Ich finde jedenfalls, mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht weiß, wie die weiteren Bände sind, man getrost nach dem großartigen ersten Band mit dieser Reihe aufhören kann.

Tears of Tess - Buch 2 - Pepper Winters
Tears of Tess - Buch 2
von Pepper Winters
(13)
Buch (Taschenbuch)
14,40

Es hat mich zerrissen

KittyCatina , am 25.05.2019

Um die Heimkosten für ihren kranken Bruder weiterhin bezahlt zu wissen, bleibt Sloan gegen jede Vernunft bei Asa. Mit dem berühmt berüchtigten Drogenboss führt sie eine Beziehung, die der Hölle gleicht. Für Asa jedoch ist sie die Liebe seines Lebens und nichts lässt er zwischen sich uns Sloan kommen. Doch dann taucht der Undercovercop Carter auf und stellt alles auf den Kopf, was Sloan bisher kannte.

Ohne Frage ist dieses Buch nicht das, was man von Colleen Hoover gewohnt ist und auch wenn ich bisher noch nicht viele Bücher von ihr gelesen habe, kann ich sagen, dass „Too Late“ für mich mit Abstand ihr bestes Werk ist. Ich habe dieses Buch zusammen mit ein paar lieben Mädels gelesen und kann sagen, dass es meine Erwartungen mehr als übertroffen hat.

Der Aufbau dieses Romans ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig, aber auch genial, eingeteilt ist es nämlich so, wie es die Autorin geschrieben hat. Da kommt der Prolog dann eben erst ziemlich am Ende und es gibt gleich zwei Epiloge. Außerdem gibt es gleich drei Erzählperspektiven, wodurch man direkt an jedem der drei Hauptcharaktere dran ist, erfährt aus erster Hand ihre Gedanken und Gefühle, was diese Geschichte extrem intensiv macht. Aber auch ansonsten schreibt die Autorin sehr flüssig, einfach und doch emotional.

Was die Handlung angeht, so hatte ich anfangs gar keine richtige Vorstellung, in welche Richtung es wohl geht, schließlich sagt auch der Klappentext nicht sehr viel aus. Was ich aber wusste ist, dass es sich hier um keine romantische, weichgespülte Liebesgeschichte handelt und das ist sie wirklich nicht. Vielmehr gibt es eine ganze Menge Gewalt- und Sexszenen, die alles andere als gefühlvoll sind. Genauso spielen psychische Probleme und gefährliche Machtspielchen eine erhebliche Rolle und nie weiß man, was als nächstes passiert. Das alles hat diesen Roman so wahnsinnig spannend gemacht, dass ich ihn irgendwann einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Und selbst als ich dachte, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte, kam noch eine Wendung und noch eine. Allerdings kommt die Liebe natürlich trotzdem nicht zu kurz, denn gerade diese, egal ob obsessiv und irgendwie falsch oder gefährlich, aber emotional, bringt die Ereignisse in diesem grandiosen Buch erst ins Rollen. Dabei mochte ich die Chemie zwischen Sloan und Carter extrem, aber vor allem die krankhafte Liebe von Asa zu Sloan, seine Psyche und sein Hintergrund, machen die Geschichte erst aus. Und am Ende hat mich diese dann auf ihre ganz besondere Weise auch noch zum Weinen gebracht.

Ein riesiges Kunststück ist der Autorin ebenfalls mit den Charakteren gelungen. Diese sind so facettenreich und realistisch geschrieben, dass man direkt mit ihnen fühlt und sie einfach ins Herz schließt. Ja, genau, ich habe nicht nur Sloan und Carter, die beide sehr herzliche und gute Menschen sind, ins Herz geschlossen, sondern auf eine mitfühlende Art genauso Asa. Und genau dieser Charakter hat mich, so sehr ich ihn auch gehasst habe, am meisten berührt und er hat mir das Herz gebrochen. Er hat mir bewiesen, dass ein Mensch, so schlecht er auch sein mag, nie nur schlecht ist und eine Vergangenheit hat, dass es Menschen gibt, die so sehr von ihrer lieblosen Kindheit geprägt werden, dass sie als Erwachsene gar keine guten Menschen mehr sein können. Das alles hat mich einfach nur unendlich traurig gemacht.

Abschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch zutiefst berührt hat und ich die schlechten Meinungen darüber überhaupt nicht nachvollziehen kann. Wenn es überhaupt irgendetwas gibt, was ich bemängeln könnte, wäre es die fehlende Altersempfehlung, denn diese sollte schon bei mindestens sechzehn liegen. Bleibt nur noch das: Dieses Buch ist eine Explosion. Dieses Buch hat mich zerstört. Und dieses Buch hat mich gleichermaßen traurig und glücklich gemacht. Ein absolutes Highlight.

Too Late - Colleen Hoover
Too Late
von Colleen Hoover
(84)
Buch (Paperback)
15,40

Von Monstern und Sperlingen

KittyCatina , am 20.05.2019

Eigentlich sollte es nur ein romantischer Urlaub mit ihrem Freund werden, von welchem sich die junge Studentin Tess viele neue sexuelle Erfahrungen erhofft. Doch dann wird sie mitten in Mexiko von skrupellosen Frauenhändlern entführt und als Sexsklavin an den reichen Franzosen Q verkauft. Auf einmal steckt sie in einem Albtraum, der ihre Fantasien auf grausame Weise wahr werden lässt.

Gekauft und gleich gelesen, das trifft für dieses Buch mehr als zu. Obwohl ich es anfangs noch nicht einmal wirklich haben wollte, weil ich dachte, dass es mir vielleicht doch zu krass ist, habe ich es nun sofort verschlungen und muss sagen, dass ich es nicht nur weniger erschreckend fand als vermutet, sondern auch noch richtig gut.

Pepper Winters kann einfach schreiben, was sie mir schon mit ihrer Pure Corruption-Dilogie bewiesen hat. Ihr Schreibstil ist richtig klasse und auf dem Punkt. Weder ist er zu beschreibend, noch zu schlicht und lässt sich super schnell lesen. Die Sprache passt auch zur Geschichte und ist dennoch nicht zu übertrieben.

Was die Handlung angeht, so muss man natürlich schon etwas hart im Nehmen sein, weil es nun mal keine leichte Kost ist, trotzdem finde ich, dass einfach alles zusammen gepasst hat, ohne irgendwie konstruiert zu wirken. Dabei gibt es einige harte Szenen, die für mich aber dennoch zu ertragen waren und auch eine wirklich schlimme Szene, die dennoch nicht zu aufdringlich beschrieben wurde. Die zahlreichen Sexszenen zwischen Tess und Q hatten jedoch irgendwie etwas kunstvolles und waren teilweise eher prickelnd als abstoßend beschrieben, ob man selbst so etwas nun mag oder nicht mal hinten angestellt. Außerdem fand ich es interessant, wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt hat. Man merkt nämlich schon ziemlich früh, dass da noch viel mehr hinter der ganzen Sklavengeschichte steckt, was sich auch auf das Verhältnis zwischen den beiden auswirkt. Ebenfalls mochte ich die kleinen Wendungen und Überraschungen, die dieser Roman zu bieten hat. So bleibt es immer spannend, weil man nie weiß, was als nächstes geschieht. Das Ende hat die ganze Geschichte dann auch gut abgerundet, so dass man die Reihe zwar weiter lesen kann, aber nicht muss.

Auch die Charaktere finde ich super gut, vielschichtig und nachvollziehbar geschrieben. Tess ist eine starke Protagonistin, die zwar viel weint, sich aber dennoch nicht brechen lässt und im Laufe der Geschichte richtig erwachsen wird. Q hingegen ist anfangs noch sehr undurchsichtig. Man weiß einfach nicht, ob er nun ein Guter oder ein Böser ist und es ist so aufregend, das herauszufinden. Und dann gibt es da noch den lieben aber ignoranten Brax, zu dem mir so ein bisschen die Worte fehlen.

Bleibt nur noch zu sagen, dass ich dieses Buch richtig genossen habe. Es ist zwar hart an der Grenze, aber dennoch wahnsinnig unterhaltsam und spannend. Allerdings sollte man schon in der Lage sein, sich von der Handlung zu distanzieren. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die weiteren Bände.

Tears of Tess - Buch 1 - Pepper Winters
Tears of Tess - Buch 1
von Pepper Winters
(20)
Buch (Taschenbuch)
14,40

 
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