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BuchhändlerInnen im Portrait

Angelika Haselbauer
aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum

Gesamte Empfehlungen 12 (ansehen)


Abteilung:
Belletristik

Meine Empfehlungen

Dunkel und grausam

Angelika Haselbauer aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum , am 03.04.2019

Ziemlich heftiger Krimi voller verletzter Seelen, in dem schonungslos über Gewalt und Missbrauch erzählt wird. Mit einer ungewöhnlichen Ermittlerin, die aber auch mit dunklen Dämonen ihrer Vergangenheit kämpft.

Herzenskalt - Sarah Hilary
Herzenskalt
von Sarah Hilary
(5)
eBook
8,99

Stück für Stück wird das Puzzle aufgelöst:

Angelika Haselbauer aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum , am 03.04.2019

Faszinierender Psychothriller mit einer raffinierteren Geschichte als das sehr grelle Cover vermuten lässt. Kommt ohne Leichen und Blutvergießen aus und bietet dichteste Spannung!

Cooke, C: Broken Memory - C. J. Cooke
Cooke, C: Broken Memory
von C. J. Cooke
(13)
Buch (Paperback)
15,50

Angelika Haselbauer aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum , am 14.05.2018

Spannender Thriller um eine Reliquie und eine rasante Reise durch die Kirchengeschichte, die vor allem in Südfrankreich spielt – für Dan Brown-Fans eine interessante Alternative!

Die Petrusmünze
Die Petrusmünze
von Daniel Josef Holbe
(11)
Buch (Taschenbuch)
10,30

Angelika Haselbauer aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum , am 19.01.2017

Ein großartiges Buch über Verlust und Verzweiflung, aber auch über Hoffnung und Neuanfänge – nicht nur für Jugendliche absolut empfehlenswert!

Liverpool Street
Liverpool Street
von Anne C. Voorhoeve
eBook
6,99

Wem kann man trauen?

Angelika Haselbauer aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum , am 18.01.2017

“Dear Amy““ ist ein beeindruckend mitreißender und packender Thriller. Die Lehrerin Margot Lewis ist eine interessante Hauptperson, aus deren Perspektive der größte Teil der Geschichte erzählt wird.
Zu Beginn scheint alles noch einigermaßen übersichtlich. Doch von Seite zu Seite entwickelt sich eine immer spannendere und komplexere Handlung mit einigen unerwarteten Ecken und Wendungen. Zunehmend ist man verunsichert, wem man überhaupt noch trauen kann. Immer mehr hat man das Gefühl, dass auch mit Margot etwas nicht stimmt und sie irgend ein Geheimnis umgibt. Selbst der Kriminologe Martin Forrester erscheint immer zwielichtiger. Man sitzt wie auf Nadeln, als sich „Realität“ und Trugbilder zu vermischen beginnen... Spannend und ungewöhnlich bis zur letzten Seite, psychologisch interessant und auch sprachlich ansprechend und gut erzählt präsentiert sich dieser Thriller einer neuen Autorin, hoffentlich nicht ihr letzter. Ein einziger Nachteil: Man kann nicht aufhören zu lesen und ist daher leider viel zu bald fertig!

DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest - Helen Callaghan
DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest
von Helen Callaghan
(152)
Buch (Paperback)
15,50

Romantik und Spannung mit Nostalgiefaktor

Angelika Haselbauer aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum , am 07.12.2016

Ursprünglich 1901 erschienen folgt der Roman noch den Idealen und Wertvorstellungen der viktorianischen Zeit. Vieles davon empfinden wir heute als unverständlich oder lehnen es entschieden ab. Dennoch ist das Buch ein interessantes Beispiel für die Literatur jener Zeit und eine Darstellung der viktorianischen Gesellschaft, wie sie die Autorin sah.

Interessant sind die zahlreichen Details, mit denen die Autorin von Kinderbuch-Klassikern wie „Der kleine Lord“ und „Der geheime Garten“ über die Mode, die Ausstattung der Häuser und die Gärten erzählt. Die Personen bleiben hingegen etwas blass und stereotyp.
Der erste Teil präsentiert eine ziemlich vorhersehbare Aschenputtel-Geschichte: Emily, eine verarmten und nicht mehr ganz junge Adelige, steigt durch die Heirat mit einem verwitweten Lord zur reichen Marquise auf. Der zweite Teil liest sich entschieden spannender, fast schon wie ein Thriller. Emilys neues Leben entwickelt sich nämlich ausgesprochen bedrohlich und beängstigend weiter, als Verwandte ihres Mannes aus Indien auftauchen, die sich bereits Hoffnungen auf das Erbe gemacht hatten.

Als vergnügliche Lektüre für zwischendurch ist das Buch empfehlenswert, besonders wenn man Spaß an Erzählungen über das Leben in der gehobenen Gesellschaft Englands in längst vergangener Zeit hat.

Die Liebenden von Palstrey Manor - Frances Hodgson Burnett
Die Liebenden von Palstrey Manor
von Frances Hodgson Burnett
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,60

Kunstvolle Spannung in Wien um 1900

Angelika Haselbauer aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum , am 30.11.2016

Dieses Buch hat mich absolut begeistert! Stimmungsvoll überzeugend wird man in das winterliche Wien im November 1905 zurückversetzt. Faszinierend ist die Verknüpfung verschiedener Erzählstränge, die scheinbar – oder doch nicht? – miteinander zu tun haben. Von der ersten Seite an wird die Spannung in beeindruckender Weise nicht nur aufrechterhalten, sondern Schritt für Schritt gesteigert. Viele Andeutungen, viele Kleinigkeiten ergeben vorerst keinen Sinn, schüren aber die Neugier und die Dramatik. Nach zahlreichen – unerwarteten – Wendungen spitzt sich gegen Weihnachten die Handlung weiter zu, bevor es nach dem Jahreswechsel zu einem überraschenden Ende kommt.

Ein Serienmörder verbreitet Angst und Schrecken in der Stadt. Bald zeigt sich, dass der Mörder mit seinen Opfern verschiedene Gemälde des Kunsthistorischen Museums nachstellt. Doch auch im Museum selbst gehen merkwürdige Dinge vor sich.

Die Handlung ist mit vielen Kleinigkeiten und Details über das Leben in Wien um 1900 gespickt, über die Wohnsituation, die medizinische Versorgung, die Armenfürsorge, das Bestattungswesen, das soziale Zusammenleben usw. Dabei wird uns jeglicher Kitsch und die meisten Klischees erspart. Auch darin unterscheidet sich dieser Roman aufs Angenehmste von süßlich-wehmütigen Darstellungen der letzten Jahre der Habsburgermonarchie, wie man sie häufig in historischen Romanen findet. Die Autorin erweckt einige sehr ungewöhnliche Personen zum Leben und zeichnet sie sehr vielschichtig, mit sympathischen und auch mit wenig ansprechenden Eigenschaften.

Neben der mitreißenden Handlung hat mich die wunderschöne Sprache und der äußerst ansprechende Stil dieses Romans beeindruckt. Die Sprache ist weder unpassend „modern“ noch ist sie lächerlich historisierend. Vor allem in den Dialogen macht sich das angenehm bemerkbar. Auch lassen die beschriebenen Mordszenen beim Lesen im Kopf plastische und gruselige Bilder entstehen, aber es wird niemals ekelig oder blutrünstig erzählt.

Die kunsthistorischen Beschreibungen der Gemälde, die nahezu die Hauptrolle in diesem Buch spielen, sind angemessen ausführlich und detailliert, aber nicht ausufernd, langweilig oder unverständlich. Sie stören die Handlung überhaupt nicht, sondern ergeben sich nahezu aus der Erzählung heraus und tragen selbst zur Spannung bei.

Ein großartiger, außerordentlich spannender Thriller! Ich mochte die manchmal morbide, aber niemals hoffnungslose Stimmung. Die Verknüpfung mit den Kunstwerken hat mich schon bei der Auswahl des Buches besonders angesprochen. Die historische Komponente empfand ich überraschend ansprechend. Rundherum ein gelungenes Buch, das ich gern empfehle!

Hasler, B: Sterben der Bilder - Britta Hasler
Hasler, B: Sterben der Bilder
von Britta Hasler
(6)
Buch (Taschenbuch)
14,40

Mysteriöse Spannung im vorweihnachtlichen Cornwall

Angelika Haselbauer aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum , am 25.11.2016

Ein Psychothriller, der in Cornwall spielt? Das Buch musste ich einfach lesen, und ich habe es keine Moment bereut! Die Beschreibung der einsamen, eisigen Moorlandschaft, der dunklen, dürsteren Minen und der wilden, verschneiten Küste trägt erheblich zur spannungsgeladenen Atmosphäre bei und lässt gleichzeitig die perfekt zum Geschehen passende Umgebung entstehen.

Der Anfang erinnert an Daphne du Mauriers großartigen Roman "Rebecca": Ein begüteter Mann heiratet in zweiter Ehe eine junge Frau, die in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist, und bringt sie auf seinen düsteren und geheimnisumwitterten Landsitz. Auch in diesem Buch ist der Tod der ersten Ehefrau von mysteriösen Umständen umrankt. Doch ist es diesmal nicht die Haushälterin Mrs Danvers, sondern Jamie, der kleine Stiefsohn der Heldin Rachel, von dem die unheimliche und beängstigende Stimmung auszugehen scheint.

Während das Buch noch ziemlich harmonisch und beinahe idyllisch beginnt, wird die Spannung Schritt für Schritt gesteigert und verdichtet. Richtig rasant entwickelt sich die Geschichte schließlich zum Höhepunkt, ausgerechnet an Weihnachten. Immer wieder nimmt die Handlung eine völlig andere Richtung als man erwartet, und auch das Ende ist nicht vorhersehbar. Nach den „Eisigen Schwestern“ ein hervorragend gelungener zweiter Psychothriller von S. K. Tremayne!

Stiefkind - S. K. Tremayne
Stiefkind
von S. K. Tremayne
(140)
Buch (Paperback)
15,50

Schicht für Schicht ein Gedicht!

Angelika Haselbauer aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum , am 20.11.2016

Trifles sind ein traditionelles Dessert der englischen Küche. Schicht für Schicht werden Biskuit, Cremen, Früchte, Marmeladen und so weiter in Gläser gefüllt und kaltgestellt. So bietet sich auch eine hervorragende Möglichkeit, verschiedene Reste zu einem geschmackvollen Ergebnis zu verarbeiten.
Das Buch bietet einige ganz besonders appetitliche und delikate Varianten, die aber einfach und ohne großen Aufwand umgesetzt werden können. Ansprechend sind neben den klassisch-süßen auch die pikanten Varianten. Das Rezept für einen Winter-Trifle könnte eine gute Anregung sein, um Reste von Weihnachtskeksen zu einem ansehnlichen Dessert für Gäste zu verarbeiten.
Mein Tipp: In ein besonderes Glas geschichtet sieht ein durch die verschiedenen Schichten optisch bereits dekorativer Trifle noch edler aus und eignet sich bestens als wohlschmeckendes Geschenk!

Trifles - Oliver Brachat, Torsten Hülsmann
Trifles
von Oliver Brachat
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
13,40

Habemus papam!

Angelika Haselbauer aus der Thalia-Buchhandlung in Wien Donauzentrum , am 18.11.2016

Eigentlich habe ich dieses Buch wegen des Bildes auf dem Schutzumschlag ausgewählt. Macht aber nichts, denn das Foto entspricht exakt der Stimmung und der Geschichte dieses hervorragenden Romans.

Die imponierend detaillierte Beschreibung der Personen und der Orte sowie des Ablaufs dieser fiktiven Papstwahl empfand ich an keiner Stelle als langweilige Aufzählung von Kleinigkeiten. Sie entwickelte sich gewissermaßen natürlich aus der brillant erzählten Geschichte selbst. Man meint fast, alles persönlich beobachten zu können.

„Möge Gott uns einen Papst schenken, der sündigt und um Vergebung bittet,“ sagt Kardinaldekan Lomeli in seiner Eröffnungspredigt zum Konklave. Nicht alle Kardinäle sehen das so, und gefesselt verfolgt man die Diskussionen und Auseinandersetzungen der verschiedenen Gruppierungen im Kardinalskollegium und die Versuche, durch Taktik und durch Überzeugung einem Kandidaten die Mehrheit zu sichern.

Kontinuierlich wird die Spannung gesteigert. Scheinbar geeignete Kandidaten erweisen sich als ungeeignet, neue Personen spielen plötzlich eine wichtige Rolle. Das Ringen um die Macht, aber auch um die richtige Entscheidung verdichtet sich mehr und mehr. Von Seite zu Seite steigert sich das Gefühl, dass jeden Moment etwas völlig Unerwartetes, wenn nicht sogar etwas Schlimmes passieren muss. Gerade als ich das Ende zu erahnen meinte, nahm die Geschichte noch eine unerwartete Wendung.

Ein großartiges Buch, ich habe jedenfalls große Lust auf andere Werke von Robert Harris bekommen! Dieser Roman ist keine plakative Verschwörungsgeschichte über geheime Gruppierungen innerhalb der Kirche, sondern eine eindrucksvolle Darstellung, wie Entscheidungen in verschiedenen politischen Bereichen ablaufen könnten – und zudem ein detailreicher Blick hinter die Mauern des Vatikans.

Harris, R: Konklave - Robert Harris
Harris, R: Konklave
von Robert Harris
(48)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,70

 
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