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Anja L. von "books and phobia"

Gesamte Bewertungen 282 (ansehen)


Über mich:
Buchbloggerin

Meine Bewertungen

Spannend, lehrreich und emotional - ein wirklich würdiger Nachfolger

Wenn mich eine Diebin in letzter Zeit beeindrucken, dann die liebe Cat, welche in ihrem bereits 2. Band wieder gestohlene Schätze, an ihre rechtmäßigen Besitzer überbringt. Man möge es mir somit verzeihen, wenn ich sie die Jeanne d’Arc der Neuzeit nenne. Hierfür sorgt vor alledem ihr gutes Herz, da sie auch diesmal mehr an den Heiligtümern fernen Schätze hang, als an den Gedanken vielleicht verhaftet werden zu können.



Cat ist wieder da, genau wie ihre Ratte Simon und sie waren nie ein besseres Team. Von der ehemaligen Auftragsdiebin, hat sie sich nun zu einer wahren Teamplayerin gemausert und erledigt Aufträge für z.B. Museen, deren Landesschätze vor geraumer Zeit entwendet wurden. Klingt spannend, ist es auch, da man sich mit der doch noch sehr jungen Diebin sehr schnell anfreundete und ihr nur das Beste wünschte, wenn sie sich mal wieder in Gefahr brachte. Dafür sorgte besonders ihr Selbstbewusstsein, welches sie stark und sehr zufrieden mit sich wirken ließ. Doch in diesem Band fing diese Fassade an, zu bröckeln, da immer mehr Wahrheiten über ihre Vergangenheit und Eltern an die Oberfläche traten.



Neben dem Interesse weiter ihre Geschichte zu erfahren, zog es das Team rund um Lord Peter wieder in die Gefahr, welche sich diesmal in Form eines persischer Teppich, darstellte. Doch so einfach scheint die Sache nicht, denn neben Misserfolgen, muss das Team auch einen Verrat in den eigenen Reihen verkraften. Hier zeigten sich dann auch vermehrt die wahren Persönlichkeiten so mancher Charaktere, die mich damit sichtlich überraschten. Allgemein war es sehr schön, die Protagonisten näher kennenzulernen, da diese neben ihren eigenen Geschichten, auch interessante Fähigkeiten mitbrachten.



Um diese Fähigkeiten gut darzustellen, brauchte es einen Schreibstil, der neugierig macht und ein wenig Katz und Maus mit einem spielte. Auch die Actionszenen, rund um die Diebstähle mussten sorgsam geplant sein, denn man wollte schließlich alles mitbekommen, aber in der Vielzahl an Angaben, nicht die Übersicht verlieren. All das und noch viel mehr schaffte die Autorin gekonnt und sorgte somit dafür, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte.



Ja, bei diesem Buch gab es eine Menge zu loben, doch etwas fiel mir auch diesmal wieder ins Auge und das war Simon. Ja, eine Ratte ließ mich stutzen, denn der kleine Mann vollführte im Buch ungeahnte Tricks, bei denen mir einfach die Vorstellungskraft einen Strich durch die Rechnung machte. Natürlich weiß ich, dass man Ratten trainieren kann und sie danach sogar auf Kommandos hören, aber hier wurde eine richtige Superratte präsentiert, die auf das kleinste Wort reagierte. Das war für mich dann etwas zu viel und es ärgerte mich, da die Unterbringung von Simon in der Geschichte eine tolle Idee war.



Auch wenn ich ein paar Probleme mit Simon hatte, so war das Buch wieder eine wahre Lesefreude. Die detaillierten Einbrüchen begeisterten mich genauso wie die Aufklärungen zur jetzigen Gesetzeslage für Gemälde und Kostbarkeiten. Ja, neben dem Jugendbuch-Aspekt bot es noch eine ganze Bandbreite an spannenden Fakten, weshalb ich neben dem WOW, auch mit einem AHA aus dem Buch ging. Ich hoffe sehr das es noch weitere Bücher geben wird, denn die Reihe hat es mir echt angetan.


Mein Fazit



Spannung, Emotionen und fantastische Charaktere, das war der 2. Band der „Cat Deal“-Reihe, von der ich sehr hoffe, dass sie noch weiter geführt wird. Besonders für die Hauptcharakterin Cat wäre es schade, da sie eines tolles Selbstbild hat und in diesem Band noch einmal etwas mehr aufblühte. Allgemein brachte mich die Fortsetzung ein ganzes Stück weiter, da ich neben Cat auch die anderen besser kennenlernen konnte und erleben durfte wie sie als Team, eine fast unmögliche Aufgabe möglich machten.

Cat Deal - Nach allen Regeln der Kunst - Kate Frey
Cat Deal - Nach allen Regeln der Kunst
von Kate Frey
(9)
Buch (Paperback)
15,40

Kein Kritzeltagebuch, aber ein kreatives Highlight

Wenn mich die kreative Muse einmal geküsst hat, dann bekomme ich schon einmal Lust etwas neues auszuprobieren und das war in diesem Fall das Kritzeltagebuch von Chris Riddell. Gepackt hatte mich dieses Buch bereits bei seiner Betrachtung auf der Verlagsseite, denn die Vorschau auf ein paar der Zeichenaufgaben war einfach nur beeindruckend.





Als ich das Buch schließlich in den Händen hielt und durch die Seiten stöberte, war meine erste Frage an mich selbst: „Soll ich die schönen Bilder wirklich mit meinen doch sehr laienhaften Zeichenkünsten, regelrecht verschandeln?“ Die Antwort war ganz einfach: Nein, denn das Buch bot neben dem Vervollständigen von Bildern, auch die Möglichkeit Bilder einfach nur auszumalen oder gar Geschichten zu erzählen. Dazu fanden sich vermehrt sogenannte „Stary Starter“ bei denen es sich um ein Bild handelte dessen Geschichte man weitererzählen sollte. Ich fand diese Idee klasse, da man hier der Kreativität freien Lauf lassen konnte, aber die Illustrationen von Chris Riddell unberührt ließ.



Auch ansonsten war das Buch voller kreativer Überraschungen, denn es setzte darauf das man auch die Familie oder Freunde mit einbezog. Egal ob aus Daumenabdrücken Gesichter zu erstellen oder mit Freunden eine Beschreibung zu lesen und daraus ein Bild zu zaubern, wenn dieses Buch eines hat dann tolle und besonders ausfallende Ideen. Neben dem ganzen Spaß wird jedoch schnell klar, das man mit diesem Buch auch einiges lernen kann. Dafür sorgten z.B. die Aufgaben bei denen man mit Farben oder Schatten experimentieren konnte. Wer wie ich kein großer Zeichner ist und dazu auch noch Probleme hat Schatten richtig ins Bild einzubauen, der wird sich freuen, wenn dies hier einmal gelingt. Das Spiel mit den Farben wurden übrigens durch die teils sehr detaillierten Bilder erst so richtig machbar. So machte es mir irrsinnig viel Vergnügen dabei eine Unterwasserwelt auszumalen, da durch die Einzeichnung leichter Schattierungen mir bewusst wurde, wo ich vielleicht einen dunkleren Stift benutzen sollte. Klingt vielleicht nach „Malen nach Zahlen“, nur das hier der Unterschied bestand, das man eine völlig freie Farbwahl hatte. Ok, und das es keine Zahlen gab.



Wenn ich schon beim Thema Farbe bin, möchte ich dazu erwähnen, das sich das Buch besonders für Buntstifte eignet, da gerade Faserstifte sehr schnell durchdrücken. Das war zumindest für mich überhaupt kein Problem, auch wenn einige Bilder mit kräftigeren Farben noch besser ausgesehen hätten.



Was gibt es noch zu sagen? Eigentlich nichts, denn dieses Buch muss man entdecken und für sich selbst gestalten. Dafür bot es auch für jeden Tag des Jahres eine interessante und vor allem kreative Aufgabe, die mal leichter und mal schwerer war und auch im Zeitaufwand stark variierte. Trotzdem würde ich es eher erfahreneren Zeichner und Künstler schenken, da der Schwierigkeitsgrad doch um einiges knackiger ist als ein Buch mit z.B. Mandalas. Doch hier dürften die Vorschaubilder bereits sehr helfen. Ich wünsche auf jeden Fall jeden, ebenso viel Spaß, wie ich ihn mit diesem Buch hatte und noch immer habe, denn ich habe bei weiten noch nicht alle Aufgaben gemeistert.


Mein Fazit



Auch wenn es Kritzeltagebuch heißt, so ist der Frustfaktor bei weniger Zeichenbegabten sehr schnell, sehr hoch, da die vorgezeichneten Illustrationen bereits von exzellenter Qualität sind. Hier kritzelt man nicht einfach, sondern überlegt sich jeden Strich genau. Ansonsten ist die Auswahl an Aufgaben eine wahre Wucht, da sie nicht nur sehr unterschiedlich, sondern auch sehr einfallsreich sind und für so gut wie jeden etwas bieten. Ich werde auch weiterhin nur Zeichnungen vervollständigen, wo ich weiß nichts falsch machen zu können, denn manche Bilder sind einfach zu schön, als dass ich sie verschandeln möchte.

Doodle a day - Chris Riddell
Doodle a day
von Chris Riddell
(2)
Buch (gebundene Ausgabe)
14,95

Spannend und mystisch, aber leider auch etwas nervig

Auch wenn ich den ersten Band der Buchreihe bereits vor längerer Zeit gelesen hatte, konnte ich mich noch sehr gut daran erinnern, was in ihm geschah und wie er endete. Nach langer Zeit des hin und her Überlegens griff ich nun zum Nachfolger und ärgerte mich prompt nicht schon er in ihm versunken sein, denn die Story sprach mich wieder sehr an.



Ich war also wieder im House of Night, der Schule für Vampire und der Nachtgeschöpfe, um mich an der Seite von Zoey durch ihr doch recht turbulentes zu lesen. Hat es mir gefallen? Auf jeden Fall! Das lag vor allem daran, das man sich mit dem Thema „Vampir“ so richtig schön auseinandersetzte. Wie lebten sie? Wie sehe ihre Zukunft aus? Welche Fähigkeiten hatten sie? Antworten gab es hier auf jeden Fall eine ganze Menge, aber auch neue Fragen, auf welche ich mir aber in den weiteren Büchern, Antworten erhoffe. Nachdem es bei dem Ritual der „Töchter der Dunkelheit“ zu Problemen kam, durfte ich nun erleben, wie diese Schulgruppierung neu aufgebaut wurde und ihre ehemalige Anführerin Aphrodite unehrenhaft den Rückzug antreten musste. Doch nicht allein das erregte meine Aufmerksamkeit, denn wie bereits in der Kurzbeschreibung zu lesen, verschwinden nicht nur Menschen, sondern werden auch tot aufgefunden, wobei die Spuren eben genau zur Schule „House of Night“ führten.



Schockierend, aber spannend schafften es die Autorinnen, dem dunklen Wesen der Vampire nicht nur etwas Farbe, sondern einen ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Das machte sich in diesem Band besonders dadurch bemerkbar, das wieder neue Eigenschaften und Wesenszüge der Charaktere kennenlernen durfte. Sei es Zoey, welche mit ihrer hohen Begabtheit zurechtkommen muss oder Aphrodite, welche aufgrund ihrer Fehler, das Vertrauen in viele verloren hatte. Aber auch andere Personen, wie die Zwillinge Shaunee und Erin stachen mit ihrer eigenen Persönlichkeit hervor.



Bevor ich mit meiner negativen Kritik beginne, möchte ich aber vorab noch den Schreibstil der Schriftstellerinnen loben, welche nicht nur ein Auge für Details haben, sondern auch Personen und Landschaften Leben einhauchten. Auch das Spiel mit den Emotionen schafften sie gekonnt und überzeugten mit herzzerreißenden Szenen der Traue, Freude, aber auch Angst. Leider gab es bei dem Ganzen auch ein aber, denn als Erwachsene, machten mir die unendlichen Schwärmereien der Clique ganz schön zu schaffen. Worte wie süß oder heiß, wurden nämlich nicht für die Beschreibung von Speisen genutzt, sondern für Jungs bzw. Männer. Wäre dies nur ein paar Mal vorgekommen hätte ich erneut darüber hinwegsehen können. Da aber sowohl Jungs, als auch Mädchen ihren Hormonen freie Bahn ließen und fleißig vor sich hin schmachteten, hatte ich davon sehr schnell die Nase voll und übersprang diese Stellen schließlich.



Trotz allem war der Band wieder eine Bereicherung für mich, da er außerhalb der Schwärmereien, eine spannende Geschichte erzählte, welche Jugendliche nicht nur in eine fantastische Welt entlockte, sondern auch zeigte, wie ein miteinander aussehen kann. Ja, das Buch enthielt tatsächlich lehrreiches Material zur Auseinandersetzung mit anderen und zeigte, das es bei einem Streit nicht immer gleich zu Ausschreitungen kommen musste. Wie oben schon beschrieben, gab das Buch auf einige Fragen, die sich im Verlauf der Geschichte stellten, keine Antworten. Das fand ich sehr schade, da man so unweigerlich zum Nachfolger greifen müsste. Ich werde dies zwar tun, aber doch mit einem leichten, bitteren Beigeschmack.


Mein Fazit



Spannend, packend, mystisch, das war der 2. Band der House of Night“ – Reihe für mich. Man merkte zwar wieder deutlich, das sich das Buch eher an ein jüngeres Publikum richtete, aber meinen Lesespaß hatte ich trotzdem, da gerade die Story interessante Ansätze fand, auch Personen über 20 neugierig zu machen. Ich freue mich bereits auf den nächsten Band, schon allein da ich Antworten auf meine Fragen möchte. Man darf also weiter gespannt sein.

Betrogen / House of Night Bd. 2 - P. C. Cast, Kristin Cast
Betrogen / House of Night Bd. 2
von P. C. Cast
(114)
Buch (gebundene Ausgabe)
17,50

Komische Unterhaltung mit einer Menge Spannung

Neben Loretta Luchs, hat die Autorin Lotte Minck nun auch Stella Albrecht fest in ihr Programm eingebaut und überraschte mich wieder mit einer sehr humorvollen, aber auch sehr ernst zunehmenden Geschichte. Doch als Erstes möchte wieder ein Lob an Ommo Wille richten, welcher das Cover des Buches wieder mit viel Liebe zum Detail erstellt hat, denn auch diesmal wird die Tat, welche im Buch den Beginn der Ermittlungen herbeiführt, gezeigt. Aber eben auf eine Art, wegen der ich die Bücher schon gerne Leuten gezeigt habe. Nämlich weil sie einfach wunderschön sind und Lust machen, das gesamte Cover genau zu durchsuchen. Es könnte einen ja sonst ein Detail durch die Lappen gehen.



Doch nicht nur das Cover überzeugte mich, sondern auch wieder die facettenreiche Story, die tatsächliche mehrere wichtige Themen ansprach. Zuerst wäre hier wieder einmal Stella selbst, welche mit ihrer Astrologie sehr oft auf taube Ohren stößt, da diese als Kirmes-Spielerei angesehen wird. Doch tatsächlich war es wieder sehr spannend zu erlesen, wie Stella ihre Horoskope erklärte und den Besuchern Tipps für ihr Leben gab. Zum anderen wäre hier der Fall, in dem ein Bauarbeiter von einem Gerüst fiel und lebensgefährlich verletzt wurde. Wie es dazu kam? Das muss man schon selbst erlesen, aber warum er gerade vor diesem Fenster stand, ist schnell gesagt. Er wollte der Bewohnerin sein Gemächt zeigen, um sie zu ärgern. Etwas krass könnte man sagen, doch auch hier erklärte sich das Buch selbst und erschuf so eine Szenerie, die ich mir bis ins kleinste Detail vorstellen konnte.



Naben der Astrologie beschäftigte sich das Buch diesmal auch mit dem Feminismus und der Rollenverteilung bei beiden Geschlechtern. Im Buch wurden gezeigt, die sich für Geschöpfe Gottes hielten und meinten, eine Frau sei maximal da um sie in die Kiste zu kriegen. Traurig aber wahr, diesen Typ gibt es. Doch was ist mit der Gegenseite? Diese kam in Form von Ruby, welche eben wie ein Punk aussah und mit ihren Look nicht gerade in das Beuteschema der Männer kam. Dass sie auf Grund ihrer Maskulinität gleich als Lesbe betitelt wurde, war schon hart, aber das die Männer darum stritten, welchen Schwengel sie als Nächstes zu Gesicht bekam, war echt die Krönung. Doch hier tat sich auch das Problem auf, denn wie beweist man diese Taten? Fotos klar, aber ich glaube, in diesem Moment ist man zu sehr geschockt, als das man daran denkt.



Auch wenn ich jetzt einiges über die Story verraten habe, so war dies Beiweiten nicht alles, was man im Buch vorfinden konnte. Lotte Minck schaffte es wieder mehrere Taten miteinander zu verbinden, welche aber auch das Beste im Buch hervorbrachten, nämlich die Emotionen. Ich fühle mich in den Büchern der Autorin immer sehr wohl, da die Charaktere stets sehr intensive Persönlichkeiten aufweisen. So auch diesmal, wo ich die Verzweiflung von Ruby fast schon greifen konnte. Aber auch Ekel und Hass zeigten sich vermehrt, was man mir nicht verdenken kann. Aber sie machten das Buch lebendig und sorgten dafür, das ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.



Da dies erst das 2. Buch aus der Reihe war, ist Stella immer noch eine Person, bei der ich mich freue, mehr über sie zu erfahren. Auch diesmal lernte ich nicht nur sie besser, sondern auch ihre Familie, Freunde und vielleicht ihr zukünftige Liebe besser kennen. Ich zumindest, hoffe noch auf einige Bücher von Stella, da diese fiktive Person, ein echter Mutmacher ist.


Mein Fazit



Der tolle Mix aus Komödie und Krimi, gepaart mit den Informationen zur Thematik Astrologie schaffte es auch diesmal mich voll und ganz zu überzeugen. Dafür sorgt aber auch die Detailliebe, die man in Charakteren und Beschreibungen spürte und der Umstand, dass man mit den Protagonisten mitfiebert, weint, lacht und verzweifelt. Eben Emotionen pur. Auch die Unterbringung von aktuellen Themen wie der Feminismus wurden sehr gut mit in die Geschichte eingebunden.

Venuswalzer - Lotte Minck
Venuswalzer
von Lotte Minck
(23)
Buch (Taschenbuch)
11,40

Eine packende Jagd durchs Eis

Fasziniert von der Welt, welche mir der erste Band der Mortal Engines-Reihe brachte, stürzte ich mich regelrecht auf den Nachfolger und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich verlor mich im Buch und wünschte mir mit jeder Seite mehr, sie einmal sehen zu können. Man sollte allerdings den Vorgänger gelesen haben, da die Reihe aufeinander aufbaut und sonst Fragen aufgeworfen werden.



2 Jahre sind vergangen, seit London das Zeitliche segnen musste und Hester sich mit Tom in der Jenny Haniver in die Lüfte schwang. Was in dieser Zeit geschah, wurde kurz zusammengefasst, wobei man allerdings auf Details und wichtige Punkte achtete. Schon an diesem Punkt, fühlte ich mich wieder sehr wohl im Buch, da die Worte wie Traktionsstädte oder Aeronauten einen sofort wieder in die Geschichte zogen. Dies sollte sich auch nicht im Verlauf des Buches ändern, da man noch mehr über diese faszinierende Welt erfuhr.



Wie der Buchtitel es bereits verriet, ging die Reise der Beiden diesmal in Richtung Eis. Was so einfach klingt, stellte sich als Wagnis heraus, da auch dieses Gebiet, eben wie die Jagdgründe aus dem ersten Band, Gefahren mich sich brachten. Auch hier waren zwar die Feinde Traktionsstädte, aber ihre Angriffsarten oder gar ihr Grund weshalb sie so lebten, wie sie lebten, ließ mich zuteilen die Augen aufreißen. Wer also glaubt, es würde sich um den ersten Band, nur eben im Eis handeln, den kann ich es beruhigt verneinen.



Entgegen dem Vorgänger sind es diesmal tatsächlich Hester und Tom, welche die Hauptcharaktere sind. Man erlebt den Band aus beiden Sichten, wobei es immer wieder dazu kam, das man auch aus den Augen andere Charaktere auf die Handlung blicken konnte. Diese Wechsel mochte ich sehr, da sie den Charakteren Tiefe und die Möglichkeit gaben, ihr handeln zu erklären. Dabei zeigte sich auch, wie viele Liebe zum Detail in die gesamte Geschichte gesteckt wurde, denn keiner der Personen wirkte farblos oder fehl am Platz. Tatsächlich zeigte es eher, wie unterschiedlich sich die Menschen seit dem 60 Minuten-Krieg entwickelt hatten. Einige glaubten an Götter, andere nur an die Schätze, die andere Städte beherbergten und wieder andere glaubten einem Stalker, die Gedanken einer toten Frau einzutrichtern.



Um ehrlich zu sein ist es nicht allein die Geschichte von Hester und Tom, sondern die aller, die in dieser Welt ihr Zuhause gefunden haben. Egal ob gutmütig oder arg hinterlistig, es war von allem etwas dabei und jede Person mehr, sorgte dafür das sich ein neues Spektrum an Möglichkeiten auftat. Denn tatsächlich überforderte mich die Masse an Charakteren in keinster Weise. Noch immer kann ich mit jedem Namen eine Position zuweisen, was vor allem daran lag, das man sich stellenweise für sehr außergewöhnliche Namen entschieden hatte.



Trotz der ungewöhnlichen Namen, kam ich zu meiner Freude sehr leicht durch das Buch. Um genau zu sein, verschlang ich es regelrecht. Die Spannung war packend und die Übersetzung mehr als gelungen. Was aus meiner Sicht jedoch immer negativ hervorstach, war die dauernde Betitelung von Hester Shaw´s entstellten Gesicht, das man stets nur als „hässlich“ bezeichnete. Hier hätte ich mich gefreut, wenn Tom mehr das Positive an ihrem Gesicht erwähnt hätte. Ansonsten bin ich einfach nur froh, diese Reihe für mich entdeckt zu haben und den nächsten Band bald in die Hände zunehmen. Grund: Das Ende barg eine Überraschung, die nicht größer hätte sein können.


Mein Fazit



Liebe bezeichnet es nicht annähernd, was ich für dieses Buch empfinde. Eine packende Handlung, eine unglaubliche Welt, glaubwürdige Charaktere und, und, und. Philip Reeve hat eine Buchreihe erschaffen, in die man eintaucht und von der man nicht genug bekommt. Ich jedenfalls, freue mich auf den Nachfolger und hoffe, dass es genauso spannend weitergeht.

Mortal Engines - Jagd durchs Eis - Philip Reeve
Mortal Engines - Jagd durchs Eis
von Philip Reeve
(25)
Buch (Taschenbuch)
12,40

Verrückt und packend, aber leider auch etwas verwirrend

Wenn dieser Band der Comic-Reihe „The Umbrella Academy“ eines ist, dann einfach nur krass, krass und nochmal krass. Wer Band 1 gelesen hat, der dürfte ja schon einiges gewohnt sein, doch der direkte Nachfolger überraschte mich, denn man traute sich ein sehr prekäres Thema heran, nämlich die Ermordung von John F. Kennedy. Allgemein baut die Reihe ja sehr auf den Umstand, das in ihrer Welt eben genannter nicht erschossen wird.


Wer übrigens die Serie kennt, der sollte darauf gefasst sein, das beide unterschiedlich sind. Dies liegt vor allem an der Brutalität, die man zwar im Comic ausleben kann, aber der breiten Masse nicht präsentieren will. Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, der dürfte eine Menge Spaß mit beiden Medien haben. Vor allem da das Buch 2 Auftragskiller präsentierte, deren Verrücktheit und Aussehen, an Genialität nicht zu überbieten waren.



Leider machte es mir die Handlung, die sich an den Vorgänger anschloss, nicht so einfach, da ich diesmal doch ein paar Probleme mehr hatte, der Handlung zu folgen. Dies lag an den vermehrten Wechseln der Zeiten, die aus meiner Sicht erstmal keinen Sinn ergaben. Hier ein Dschungel, da wieder Zukunft, dann 2 Nr. 5, das war für mich erst einmal zu viel. Ich werde aber den Comic nochmal lesen, denn wenn ich eines nicht mag, dann etwas nicht zu verstehen.



Der Zeichenstil, war dagegen wieder ein Paradebeispiel für Action und Emotionen, wobei auch die Farbwahl einfach in dieses Setting passte. Der wieder etwas kantige Zeichenstil gab dieser Welt den letzten Pfiff und sorgte für ein wahres Weltuntergangsfest.


Mein Fazit



Der 2. Band der Comic-Reihe bot ein fantastisches Setting, in welchem ich mich leider verirrte. Trotzdem war das Buch wieder ein Fest für die Augen und ließ mich die Kinder, als auch ihren Vater besser kennenlernen. Ich freue mich jetzt schon auf den Nachfolger.

The Umbrella Academy 2 - Neue Edition - Gerard Way
The Umbrella Academy 2 - Neue Edition
von Gerard Way
(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,70

Ein unheimliches College voller Geheimnisse - ein packender Reihenauftakt

Wenn ich etwas nicht mit einem Young Adult-Roman verbinde, dann Thriller. An Kriminalfälle, bin ich bereits gewöhnt, doch Thriller wanderten bisher selten in meine Hände. Dies soll sich nun ändern und mit „Das Tal – Das Spiel“ habe ich einen tollen Weg in dieses Segment gefunden.



Was ist unheimlicher als eine Highschool, die mitten in den Bergen liegt, deren Umgebung von Warnhinweisen durchsät ist und die nicht einmal von einem Satelliten aus ersichtlich ist? Also mir reichte dies schon, um den Ort in den kanadischen Wäldern, mehr als gruselig zu finden. Doch dies war erst der Anfang, denn irgendwas scheint dieser Ort mit den Menschen zu machen, womit nicht nur die Schule, sondern auch ihre Schüler und Lehrer, eine Gänsehaut bei mir hinterließen.



Der Start ins Buch erfolgte direkt mit dem Einzug in dieses College, in welchem nun auch die Geschwister Julia und Robert unterrichtet werden. Wirkte die Landschaft schon etwas eigenartig, so merkte man schnell, das auch mit den Beiden irgendetwas nicht zu stimmen schien. Denn gerade Robert kämpft zu Anfang mit Träumen, die ihn schreibend aufwachen lassen. Was ist hier also los? Diese Frage stellte ich mir oft, denn die Antwort wurde nur kleckerweise an mich weitergegeben. Doch dies fand ich nicht einmal schlimm, da die Erkundung der Umgebung und das Kennenlernen anderer Bewohner des College sehr interessant war.



Das Buch steigerte sich jedoch immer mehr, bis es zu einem Punkt kam, an dem es tatsächlich eine Tote gab. Ab da, schwankte die Stimmung schließlich vollends, da die nun die Frage im Raum stand, wie es dazu kommen konnte, denn ein Unfall war ausgeschlossen. Hier war es Julia, die Interesse an der Auflösung fand, da sie sich und ihren Bruder in Gefahr wähnte. Allgemein war Julia, die Aktivere der Geschwister. Robert blieb meistens außen vor, da er stärker mit sich zu kämpfen hatte. Warum? Hier durfte man am Ende des Buches aufatmen und die Geschichte der Beiden erfahren, die es übrigens wirklich in sich hatte.



Dies war möglich, da der Schreibstil der Autorin einfach Spannung erzeugte und einen wie gebannt, an den Seiten kleben ließ. Beschreibungen der bergigen Landschaft fühlten sich tatsächlich sehr düster an, zugleich aber auch unglaublich realistisch. Das Gleiche traf auf die Gestaltung der Charaktere zu, welche nicht nur ausgeprägte Persönlichkeiten aufwiesen, sondern es auch tatsächlich schafften mich an der Nase herumzuführen. Die Teenager und jungen Erwachsenen fühlten sich tatsächlich wie welche an und ärgerten mich mit Ansichten, über die ich als Erwachsene nur den Kopf schütteln konnte, aber als Teenager wohl ähnlich gehandelt hätte.



Da dies eine Reihe ist, wurden natürlich nicht alle Geheimnisse offenbart. Gerade die, die die Schule betreffen, blieben weiter im Geheimen, was mich unweigerlich dazuführen wird, auch die Nachfolger zu lesen. Doch dies werde ich mit Freude tun, denn ich möchte unbedingt wissen, was am Grace-College und in seiner unmittelbaren Umgebung noch geschieht. Bis dahin behalte ich diesen Band und seine Story auf jeden Fall im Gedächtnis.


Mein Fazit



Dies war einer meiner ersten Thriller-Bände im Jugendbuch-Bereich und ich muss sagen, das ich schwer angetan bin. Die Story blieb das Buch über stets spannend und erzeugte eine Atmosphäre, der man sich nicht entziehen konnte. Und dann erst die tolle Gestaltung von Umfeld und Charakteren. Ich bin auf jeden Fall begeistert und freue mich bereits auf den nächsten Band.

Das Tal: Das Spiel - Krystyna Kuhn
Das Tal: Das Spiel
von Krystyna Kuhn
(8)
eBook
6,66

Wenn der Weltuntergang bevorsteht

Angestachelt durch die gleichnamige Serie bei Netflix, wurde ich auf die Comics aufmerksam. Ich muss dazu gestehen, das dies mein erster Comic seit Jahrzehnten war, weswegen ich nicht nur neugierig, sondern auch äußerst nervös an das Buch heranging. War es eine gute Entscheidung? Aber sowas von.



Die Kurzbeschreibung des Comics erklärte mir schon einmal vorab, in was ich hier überhaupt hinein geraten war. Eine alternative Welt, in der wirklich seltsame Dinge vonstattengingen. Besonders der Start in den Comic erklärte auf gerade einmal ein paar Seiten, was eigentlich geschah und was sich bis zu einem gewissen Punkt noch veränderte. Denn auch wenn die Vergangenheit noch einiges an Material hergeben würde, ging es im Comic eher um die Gegenwart. In diesem Fall ging es um 7 Kinder, die auf mysteriöse Art und Weise auf die Welt kamen und von einem reichen Hernn adoptiert wurden, der sie wiederum ausbildete. Die Kinder hatten jedes eine eigene Fähigkeit, welche man so nach und nach herausfinden durfte.


Eine große Ausnahme bildete das 7. Kind, welches Vanya hieß und die zumindest nicht gleich genauso besonders wie ihre Adoptivgeschwister in Erscheinung trat. Ihre Geschichte ist es auch, die man hauptsächlich im Comic erlesen kann.



Wer wie ich mehr Bücher, als Comics liest, der muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass nicht jede Handlung beschrieben oder ausdiskutiert wird. Im Comic schafften dies die Bilder und die waren einfach nur überwältigend. Emotionen drangen zu mir durch, Action haute so richtig ein und auch alles dazwischen saß einfach perfekt. Man kann sich somit denken, dass ich das Buch in einem Atemzug durchlas, denn zwischendrin Aufhören, war keine Option. Dazu war die Handlung zu spannend, das Geschehene zu spektakulär und die Bilder zu mitreißend. Kurz um, es wurde alles getan, um die Müdigkeit aufzuhalten.



Wer übrigens glaubt die Handlung der Serie nochmal in Bildform zu erstehen, dem muss ich hier einen Dämpfer verpassen. Der Comic ist um einiges krasser und deutlich brutaler als die Serie und enthielt auch Szenen, die man einfach nicht im Fernsehen zeigen sollte. Wer sich von diesen Worten nicht abschrecken lässt, dem kann ich den Comic nur wärmstens empfehlen, da er der Handlung um einiges mehr Pfiff gab. Zudem kommt die Action, durch die grandiosen Illustrationen erst richtig zur Geltung. Ich darf somit behaupten, mehr als begeistert zu sein, denn so habe ich einen Weltuntergang-Szenario noch nie erlebt.


Mein Fazit



Mein erster Comic seit Jahren und dann gleich so eine geniale Umsetzung. Die Geschichte war zwar brutaler als erwartet, passte aber einfach zu dieser schrägen Welt, in der es vor Mysterien gerade zu wuselte. Der Zeichenstil haute mich ebenfalls um, da er mit seiner kantigen Art, einfach zur Story passte, denn die hatte ja auch Ecken und Kanten. Zusammengefasst: Einfach genial!

The Umbrella Academy 1 - Neue Edition - Gerard Way
The Umbrella Academy 1 - Neue Edition
von Gerard Way
(8)
Buch (gebundene Ausgabe)
22,70

BUNT, LEHRREICH UND VOLLER KREATIVITÄT

Ausmalen, fortführen oder gar neu erlernen, wenn ich etwas liebe, dann neue Dinge auszuprobieren. Gerade im künstlerischen Bereich versuche ich mich gerne an Neuem und das nur deswegen, weil ich überhaupt nicht zeichnen kann. Ich bekomme das, was ich im Kopf habe, einfach nichts aufs Papier und musste mich somit arrangieren.



Da ich kein großer Fan davon bin, einfach nur Mandalas auszumalen, wollte ich mich an „Just sketch it“ versuchen, da dieses eine interessanten Weg beschrieb, wie man trotz zeichnerischer Untauglichkeit seiner Kreativität freien Lauf lassen konnte. In der Hinsicht wurde ich auch nicht enttäuscht, da die 365 Aufgaben des Buches abwechslungsreich und leicht zu meistern waren. Natürlich wiederholten sich Abläufe, wie etwas nachzuzeichnen oder etwas zu vollenden, aber stets mit wechselnden Motiven.



Besonders schön fand ich die Wahl der eben angesprochenen Motive, da diese wirklich simpel waren, aber eben für Anfänger oder weniger kreative auch Überraschungen bereithielten. Denn zu manchen Aufgaben gab es vorher eine Erklärung, die ich stets sehr interessant fand. Das Setzen von Schatten, das Arbeiten mit verschiedenen Materialien, das Handlettering oder auch die allgemeine Farblehre waren Dinge, die mich brennend interessierten und die ich so noch einmal verinnerlichen konnte. Auch das man auf verschiedene Zeichenutensilien einging, war schön, da man so auch ein Gefühl für Pastellkreide erhalten konnte oder für Grafitstifte. Natürlich ist erst einmal deren Erwerb nötig, aber es zwingt ein ja niemand, mit den teuersten Stiften zu beginnen.


„Ein von mir ausgemaltes Bild.“

Bis auf vereinzelte Seiten war es mir freigestellt, wie ich die Bilder vollenden konnte. Doch hier zeigte sich ein Problem, denn das Papier hielt z.B. keine Wasserfarbe oder Alkohol-Marker aus. Da sich dies aber die Verleger des Buches denken konnten, gab es im Buch sogar den Tipp, vereinzelte Bilder, doch auf einen Block zu entfernen. Das fand ich ok, allerdings wünscht man sich als Besitzer des Buches ja schon, eben dieses zu vervollständigen und nicht einen externen Block. Wer die Bilder jedoch mit Fineliner, Buntstift oder dickeren Farben beenden möchte, darf dies gerne machen, da es hier keinerlei Probleme gab.



Ein besonderes Lob möchte ich aber noch loswerden, denn die Gestaltung und vor allem der Start ins Buch, ließen mich fast augenblicklich zu den Stiften greifen. Nicht nur das Materialien wie verschiedene Stifte aufgezeigt und erklärt wurden, nein, man packte sogar einen Abstreichkalender hinzu, in welchem man die bereits erstellten Bilder, anhand deren Nummer durchstreichen konnte. Tolle Ideen und Motive, also ich bin begeistert.


Mein Fazit



Dieses Buch ist und bleibt für mich ein echtes Highlight, da es kreatives mit lehrreichen verbindet, und dabei nie den Spaß verliert. Hätte man es allerdings als Block und zum Abreißen entworfen, wäre es einfach perfekt gewesen, da es durch die Dicke etwas schwer wird, die hinteren Bilder zu bearbeiten. Für Anfänger oder neugierige Kreativ-Köpfe genau das Richtige.

Just sketch it! - Lorna Scobie
Just sketch it!
von Lorna Scobie
(1)
Buch (gebundene Ausgabe)
19,95

Wenn dich nur ein Fluch zur Liebe führt

Angestachelt durch den gleichnamigen Film, freute ich mich darauf die Geschichte von Kyle Kingsbury einmal zu erlesen. Eine kleine Warnung gleich vorab, denn Film und Buch haben nur vereinzelte Stränge die sie miteinander verbinden. Außer den Charakteren wurde so gut wie nichts mit in den Film portiert, was ich ehrlich gesagt sehr schade fand.



Die Geschichte des Buches erzählte wie der junge, äußerst beliebte, aber durchgehend arrogante Kyle Kingsbury in ein Monster verwandelt wurde. Für ihn erzählten grundsätzlich nur oberflächliche Ansichtsweisen, weswegen er hässliche Personen zu gerne schikanierte. Dass die eigenen Taten gerne einmal auf denjenigen zurückfallen ist bekannt, weswegen Kyle von einer Hexe zu unglaublicher Hässlichkeit verflucht wurde. Die Möglichkeit der Rückverwandlung sollte er natürlich nur durch die wahre Liebe bekommen. Klingt ein wenig nach Klischee, aber in diesem Fall passte es einfach zu gut.



Besonders der Start ins Buch beeindruckte mich dann aber sehr, da man nicht einfach in die Geschichte geworfen wurde, sondern man sich in einem Chat wiederfand in dem der bereits verwandelte Kyle und andere Personen sich über ihre Flüche usw. austauschen konnten. Hier musste ich ein wenig grinsen, denn der Chatroom beherbergte auch Wesen und Märchenfiguren, die eigentlich jeden geläufig sein sollten. Wer also einmal Arielle, die Meerjungfrau oder den Froschkönig näher kennenlernen möchte, dürfte hier seinen Spaß haben.



Leider waren die Gespräche im Chatroom mit das Einzige, was dieses Buch so wirklich hervorhob. Die Geschichte um Kyle klang nicht wirklich neu und auch die Antwort auf den Fluch, war jetzt nicht gerade ausgetüftelt. Was mich allerdings etwas entsetzte war die Art und Weise, wie Kyle die Liebe finden wollte. Klar, als Monster der höchsten Güte hat man es nicht leicht, aber deswegen zu Menschenhandel zu greifen, empfand ich doch etwas zu heftig. Ihr habt richtig gelesen, denn Kyle tauscht die Tochter eines Diebes gegen dessen Freiheit und Drogen ein. Yeah.



Was mir jedoch am Buch gefiel, war der Schreibstil, da dieser eigentlich alles richtig machte. Er war leicht, man fand sich schnell zurecht und er erzeugte Emotionen. Gerade die Chatverläufe strotzen dann auch noch vor Humor und Einfallsreichtum. Was mich zudem beeindruckte war der Wandel von Kyle, welcher plötzlich einen Hang zu Rosen entwickelte und schließlich merken musste, das die Liebe seines Vaters, genauso oberflächlich war, wie seine eigene. Hier kamen dann auch die Nebencharaktere mit ins Spiel, welche mir mehr als sympathisch waren. Ok, alle außer der Dieb, denn der löste nur Hass bei mir aus.



Zurückblickend wird mir dieses Buch zwar im Gedächtnis bleiben, aber wahrscheinlich wegen der falschen Punkte. Schade, denn ich hatte ein wenig mehr erwartet.


Mein Fazit



Ich ging mit wenigen Erwartungen an das Buch, was mich wahrscheinlich vor einer großen Enttäuschung geschützt hat. Die Charaktere gewannen nicht an Tiefe und auch die Geschichte um ein Monster, welches nur durch die Liebe wieder zurückverwandelt wurde, habe ich schon Mal auf interessantere Art und Weise gelesen. Ich persönlich, greife dann lieber zum Film, welcher auch nicht perfekt ist, aber eine realistischere Story hergab.

Beastly - Alex Flinn
Beastly
von Alex Flinn
(33)
Hörbuch-Download (MP3)
7,99

 
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